Erdsystemanalyse: Menschgemachter Klimawandel unterdrückt die nächste Eiszeit Forschungs-Mitteilungen Ökologie 14. Januar 2016 Der Mensch ist zu einer geologischen Kraft geworden, die den Beginn der nächsten Eiszeit unterdrücken kann – das zeigt eine Studie, die jetzt im renommierten Fachmagazin Nature veröffentlicht wird. (WK-intern) - Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung haben den Code der Eiszeiten geknackt und in dem Verhältnis von Sonneneinstrahlung auf die Erde und CO2-Konzentration in der Atmosphäre den Schlüssel gefunden, um die letzten acht Eiszyklen der Erdgeschichte zu erklären. Gleichzeitig machen ihre Ergebnisse deutlich, dass schon eine moderate Störung des natürlichen Kohlenstoffhaushalts des Planeten durch den Menschen die nächste Eiszeit um 100.000 Jahre verschieben könnte. „Auch ohne den menschengemachten Klimawandel würden wir
Kühltürme können gefährliche Aerosole freisetzen Ökologie Veranstaltungen Verbraucherberatung 14. Januar 201614. Januar 2016 Hygiene in Verdunstungskühlanlagen - TÜV SÜD Akademie bietet Seminar zur Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 (WK-intern) - Kühltürme können gefährliche Aerosole freisetzen, die beim Einatmen zu schweren Atemwegserkrankungen, in manchen Fällen sogar mit Todesfolge, führen können. München - Um weder die Mitarbeiter noch die unbeteiligte Bevölkerung einer Gefahr auszusetzen stehen Betreiber von Verdunstungskühlanlagen in der Pflicht, einen hygienisch sicheren Betrieb zu gewährleisten. Dazu wurde im Januar 2015 die neue Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 für Rückkühlwerke veröffentlicht, um einen hygienischen Anlagebetrieb sicherzustellen – jetzt sind die Kühlturmbetreiber am Zug. Aus der Richtlinie geht hervor, dass Betreiber der Kühlturmanlagen und alle Mitarbeiter, die
Österreichische Regierung muss Energiewendeplan vorlegen Ökologie Verbraucherberatung 13. Januar 2016 GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF übergeben heute 27.000 Unterschriften an Umweltminister Rupprechter. (WK-intern) - Die Umweltschutzorganisationen Greenpeace, WWF und GLOBAL 2000 fordern heute die österreichische Regierung auf, einen Energiewendeplan vorzulegen. Schützenhilfe bekommen sie dabei von der Bevölkerung: Rund 27.000 ÖsterreicherInnen haben eine Unterstützungserklärung mit klaren Forderungen zu Österreichs Energie- und Klimapolitik unterzeichnet. Diese Unterschriften übergeben heute zu Mittag die drei NGOs an Umweltminister Andrä Rupprechter. Weitere 43 Unternehmen, darunter REWE, SPAR und die Allianz sowie viele prominente Persönlichkeiten, wie die Schauspielerin Chris Lohner und der ehemalige Direktor des Tiergarten Schönbrunns, Helmut Pechlaner, schlossen sich den Forderungen an. „Ein ambitionierter Energiewendeplan für Österreich ist unerlässlich
Hendricks sieht offene sicherheitstechnische Fragen bei belgischen Atomkraftwerken Behörden-Mitteilungen Ökologie 13. Januar 201613. Januar 2016 Hendricks sieht offene sicherheitstechnische Fragen bei Doel und Tihange (WK-intern) - Experten des Bundesumweltministeriums haben heute der belgischen Atomaufsichtsbehörde FANC eine Liste mit 15 offenen Fragen zur Sicherheit der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 in Belgien übergeben. Die Fragen beziehen sich auf das durchgeführte Prüf- und Bewertungsverfahren und die Sicherheitsnachweise für die Reaktordruckbehälter der beiden AKWs. Nach Einschätzung der BMUB-Fachleute stellen die in den Reaktordruckbehältern der beiden Anlagen zwischenzeitlich gefundenen Wasserstoffflocken eine signifikante Abweichung von der geforderten Fertigungsqualität dar. Aus deutscher Sicht ist fraglich, inwieweit das mit den grundlegenden Sicherheitsanforderungen an Atomkraftwerke vereinbar ist. Die Fragenliste wurde der belgischen Seite anlässlich des internationalen
EnBW Kernkraft-Rückbau: Infobroschüren an Haushalte in Philippsburg und Neckarwestheim verteilt Ökologie Verbraucherberatung 12. Januar 2016 Rückbau im Dialog: EnBW Kernkraft GmbH verteilt Informationsbroschüren an Haushalte im Raum Philippsburg und Neckarwestheim (WK-intern) - Broschüren sind Teil der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung zum Rückbau der Anlagen KKP 2 und GKN II Die EnBW Kernkraft GmbH lässt in diesen Tagen – wie bereits vor einem Jahr – Informationsbroschüren zu ihren Rückbau-Vorhaben verteilen. Empfänger sind die Haushalte in Philippsburg bzw. in Neckarwestheim und den jeweils angrenzenden Gemeinden. Die Broschüren vermitteln Informationen zum aktuellen Status aller fünf Kernkraftwerke in Baden-Württemberg: In Obrigheim ist der Rückbau schon weit vorangeschritten. Bei den abgeschalteten Anlagen Philippsburg 1 und Neckarwestheim I rückt der Beginn des Rückbaus näher, denn die
Bundesverband Windenergie fordert deutliche Dynamisierung der Energiewende Ökologie Windenergie Windparks Wirtschaft 12. Januar 2016 Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie nimmt Stellung: (WK-intern) - „Wir gehen davon aus, dass die Bundesregierung die Ergebnisse der Klimakonferenz von Paris (COP 21), die eine konsequente Fortführung der Vereinbarungen zum Klimaschutz auf dem G20-Treffen in Elmau darstellen, jetzt auch sichtbar auf der nationalen Ebene umsetzt. Die verbindliche Festlegung auf das 2 Grad-Ziel macht einen konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland erforderlich. Zwar werden im Stromsektor die Ziele für die Erneuerbaren Energien erreichbar, bei Wärme und Mobilität ist man davon weit entfernt. Wir brauchen daher jetzt weder Kleinmut noch Verzagtheit, sondern eine Dynamisierung der Energiewende, um den internationalen Verpflichtungen, die Deutschland eingegangen
Windkraftanlagen: Uhu, Schwarzstorch und Rotmilan im Aufwind Ökologie Windenergie Windparks 12. Januar 201612. Januar 2016 Ausbau der Windkraft geht mit Bestandserholung geschützter Vögel einher (WK-intern) - Naturschutzauflagen gefährden Energiewende und damit effizienten Naturschutz Die Zahl der Windkraftanlagen hat sich seit Beginn des Jahrhunderts in Deutschland annähernd verdreifacht. Zugleich verbessern sich die Lebensbedingungen geschützter Vögel. Insbesondere Uhu und Schwarzstorch haben sich deutlich vermehrt; die Rotmilanpopulation ist zumindest stabil. Von der Roten Liste der bedrohten Brutvögel Deutschlands, mitsamt der Vorwarnliste, sind alle drei Arten mittlerweile gestrichen. Trotzdem erhöhen Ministerien und Behörden die Naturschutzauflagen für Windparks immer weiter und gefährden damit den für den Klimaschutz notwendigen Erfolg der Energiewende. Uhu- und Schwarzstorchpopulation steigen rasant Die Umweltwissenschaftlerin Kirstin Ulrichs, Fachfrau für Arten- und Naturschutz
Mikroplastikpartikel in Speisefischen und Pflanzenfressern Forschungs-Mitteilungen Ökologie Verbraucherberatung 12. Januar 201611. Januar 2016 (WK-intern) - Mikroplastikpartikel stellen nicht nur für Seevögel, Wale und Lebewesen am Meeresboden eine Gefahr dar. In zwei neuen Studien zeigen Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) jetzt, dass die Plastikreste auch von Meeresschnecken sowie Nord- und Ostseefischen wie Kabeljau und Makrele gefressen werden. Plastik verrottet nicht, es verwittert nur. Das heißt, es zerbricht – zermürbt durch Sonnenlicht, UV-Strahlen, Wind und Wellen – in immer kleinere Fragmente. Sind diese Plastikreste kleiner als fünf Millimeter, gehören sie zum sogenannten Mikroplastik, das Forscher inzwischen in allen Weltmeeren nachweisen konnten. Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung untersuchen die Menge und
Tagebau Gubin: mehr als 1000 Einwendungen Ökologie 11. Januar 2016 Geplanter Tagebau Gubin: Brandenburger Grenzanrainer übergeben mehr als 1000 Einwendungen in Polen Unterlagen von PGE äußerst mangelhaft Gorzów - Der Bürgermeister der Gemeinde Schenkendöbern (Spree-Neiße) Peter Jeschke, eine Vertreterin der Stadt Guben sowie der Umweltverband GRÜNE LIGA haben heute im polnischen Gorzów mehr als 1000 Einwendungen gegen den geplanten Tagebau Gubin übergeben. Noch bis morgen läuft die grenzüberschreitende Öffentlichkeitsbeteiligung zu dem Vorhaben. Die meisten Einwender leben in Guben und grenznahen Ortsteilen wie Schlagsdorf, Groß Gastrose, Grießen, Briesnig oder Sacro. Aber auch die Stadtverwaltung Guben, die Gemeinde Schenkendöbern, die evangelische Kirchengemeinde Region Guben und der evangelische Kirchenkreis Cottbus haben heute kritische Stellungnahmen abgegeben. Die betroffenen
Agora Energiewende regt -Runden Tisch Nationaler Kohlekonsens- an Erneuerbare & Ökologie Ökologie 11. Januar 2016 Wie der Abschied von der Kohleverstromung bis 2040 gelingen kann (WK-intern) - Agora Energiewende regt „Runden Tisch Nationaler Kohlekonsens“ an und legt elf Eckpunkte zur schrittweisen Dekarbonisierung des Stromsektors bis 2040 vor Nach dem historischen Klimaschutzabkommen von Paris steht Deutschland wie alle anderen Länder in der Pflicht, sein Energiesystem von Treibhausgasen zu befreien („Dekarbonisierung“). Agora Energiewende hat deshalb einen konsensorientierten Vorschlag für einen geordneten Rückzug aus der klimaschädlichen Verstromung von Braun- und Steinkohle bis zum Jahr 2040 ausgearbeitet. „Wir schlagen der Bundesregierung vor, zeitnah einen ,Runden Tisch Nationaler Kohlekonsens‘ einzuberufen“, sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. Hierbei geht es um einen
Offener Brief zu den defekten Reaktordruckbehältern von Doel 3 und Tihange 2 in Belgien Ökologie Verbraucherberatung 9. Januar 2016 Im Sommer 2012 wurden in den Reaktordruckbehältern (RDB) der beiden belgischen Kernkraftwerke (KKW) Doel 3 und Tihange 2 Defekte in einer bis dahin unbekannt hohen Anzahl gefunden. (WK-intern) - Der Betrieb der beiden Reaktoren wurde daraufhin vorübergehend gestoppt. Die Defekte besitzen eine durchschnittliche Größe von 1,0 cm und eine maximale Größe von 2,4 cm. Im Reaktordruckbehälter von Doel 3 wurden über 8.000 und in dem von Tihange 2 mehr als 2.000 Defekte identifiziert. Die belgische Atomaufsicht FANC forderte eine Untersuchung durch den Betreiber. Diese Untersuchung wurde von der FANC bewertet und endet mit ihrem Abschlussbericht. Die FANC genehmigte im Mai 2013 die Wiederaufnahme
Ausbau der Wasserkraft bedroht Biodiversität Forschungs-Mitteilungen Ökologie 9. Januar 20168. Januar 2016 Der globale Ausbau der Wasserkraft bedroht die artenreichsten Gewässer der Erde. (WK-intern) -Wissenschaftler warnen in internationaler Studie vor den ökologischen und sozialen Folgen von 450 geplanten Dämmen an Amazonas, Mekong und Kongo – Umweltsystemwissenschaftlerin der Universität Tübingen beteiligt Darauf weisen Wissenschaftler in einer internationalen Studie hin, in der sie Daten zu den Flüssen Amazonas, Mekong und Kongo auswerten. Der ökonomische Nutzen von Staudämmen werde häufig überschätzt, die langfristigen Konsequenzen für Artenreichtum und Fischerei hingegen unterschätzt, warnen die Autoren. Um die Auswirkungen auf Umwelt und Mensch zu minimieren, fordern sie überregionale Analysen zur Risikoabschätzung bei Dammbauten, die sowohl soziale als auch ökologische Prozesse und