Gefahren von Pestiziden öffentlich machen: Europäische Gerichtshof stärkt Informationsrechte der BürgerInnen Behörden-Mitteilungen Ökologie 24. November 2016 EuGH: EU muss Gefahren von Pestiziden öffentlich machen (WK-intern) - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat gestern in einem historischen Urteil, die Informationsrechte der Bürger*innen gestärkt. Nationale sowie EU-Behörden müssen Studien über die Wirkung von Pestiziden – wie das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat – veröffentlichen. Der EuGH hatte über zwei Fälle zu entscheiden, ob Pestizide als in die Umwelt gelangende „Emissionen“ unter die Aarhus-Konvention fallen. Für die Richter*innen trifft dies aufgrund der Wirkung von Pestiziden auf Luft-, Wasser- und Bodenqualität eindeutig zu. Daraus entstehen nun Informationspflichten für nationale und EU-Behörden. Greenpeace und das Pestizid-Aktionsnetzwerk Europe (PAN Europe) eröffneten einen Fall, da sie 2010 von der EU-Kommission die
AEE-Bundesländerreport: Die föderale Energiewende zum Nachschlagen Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Ökologie 24. November 2016 Neue Ausgabe des AEE-Bundesländerreports zeichnet mit vielen Zahlen, Texten und Grafiken ein detailliertes Bild des Ausbaus Erneuerbarer Energien (WK-intern) - Mit dem Klimaschutzabkommen von Paris ist eine erhebliche Reduzierung der globalen Treibhausgasemissionen völkerrechtlich festgeschrieben. Die tatsächliche Minderung des Klimagasausstoßes muss jedoch vor Ort durch den Ausbau Erneuerbarer Energien und den effizienteren Einsatz von Energie erfolgen. Die Bundesländer haben dabei eine wichtige Scharnierfunktion und können durch eigene Rahmensetzungen, Zielmarken und Anreize die Energiewende entscheidend voranbringen. Einen detaillierten Überblick über die unterschiedlichen Strategien, Stärken und Strukturen bei der föderalen Energiewende bietet die neu erschienene Ausgabe 2016/17 des regelmäßigen Bundesländerreports der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). „Alle
Ablehnung der Rechtsprüfung von CETA-Abkommen ohne Rücksicht auf Risiken ist fahrlässig und undemokratisch Ökologie Verbraucherberatung 24. November 2016 GLOBAL 2000 zu CETA-Resolution im EU-Parlament (WK-intern) - Heute wurde im EU-Parlament über eine Resolution abgestimmt, die es ermöglicht hätte, den EuGH anzurufen und die CETA-Vereinbarkeit mit den EU-Verträgen zu prüfen. Die Abstimmung ging mit 419 Stimmen zu 258 Stimmen gegen die Resolution aus. Für die Resolution hatten sich schon im Vorfeld der Abstimmung namhaft die österreichische Delegation der SuD und der Grünen dafür eingesetzt. Heidemarie Porstner, CETA-Sprecherin der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000: "Es ist unbegreiflich und fahrlässig, einer fundierten Rechtsprüfung von CETA nicht zuzustimmen. Das gesamte Vorgehen im EU-Parlament ist höchst undemokratisch und somit enttäuschend. Keine Debatte, keine Stellungnahmen kritischer Ausschüsse, keine Rechtsprüfung
Mit bisher beschlossenen politischen Maßnahmen wird das Klimaziel für 2020 deutlich verfehlt Ökologie 24. November 2016 Weckruf für beschleunigten Kohleausstieg (WK-intern) - Bundesregierung legt ehrliche Bilanz vor: Mit bisher beschlossenen Maßnahmen wird Klimaziel für 2020 deutlich verfehlt Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch betrachtet den vom Bundesumweltministerium erarbeiteten Entwurf des Klimaschutzberichts 2016 als ehrliche Bestandsaufnahme. Darin räumt das Umweltministerium ein, dass die Bundesregierung mit den bisher im Aktionsprogramm Klimaschutz beschlossenen Maßnahmen das Ziel für 2020 von 40% Emissionssenkung um mehrere Prozentpunkte verfehlen wird. Germanwatch sieht das als Weckruf. "Wer das Klimaziel noch erreichen will, der muss vor 2020 weitere Kohlekraftwerke abschalten", erklärt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. "Beim Klimagipfel in Marrakesch gab es die größte Krise in der letzten Nacht,
Schwarzer Tag für Ökostrom Ökologie Windenergie Windparks Wirtschaft 22. November 2016 Verpasste Chance für eine Regierungsvorlage einer kleinen Ökostromnovelle (WK-intern) - Auch wenn die kleine Ökostromnovelle schon drei Jahre diskutiert wird, heißt es noch immer: „Bitte warten“. Die Regierung hat die Chance im heutigen Ministerrat nicht genutzt, die Ökostromnovelle noch heuer auf den Weg zu bringen. „Damit bleibt der Reformstau bis ins nächste Jahr bestehen“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und ergänzt: „Die Branche verliert dadurch weiter an Stabilität und den Glauben, dass die Regierung funktionierende gesetzliche Rahmenbedingungen schafft. Einzig ein Initiativantrag ins Parlament könnte eine Novelle noch dieses Jahr möglich machen.“ Heute ging der Ministerrat vorüber ohne die kleine Ökostromnovelle auf den
Ostseehochwasserschutz: Sturmflutsperrwerk mit Deutschem Ingenieurbaupreis ausgezeichnet Behörden-Mitteilungen Ökologie 22. November 2016 Bundesbauministerin Barbara Hendricks und der Präsident der Bundesingenieurkammer e. V. Hans-Ullrich Kammeyer haben Ende Oktober 2016 erstmalig den mit 30.000 Euro dotierten Deutschen Ingenieurbaupreis verliehen. (WK-intern) - Die Auszeichnung erhielten die Ingenieure des Greifswalder Sturmflutsperrwerks für die außergewöhnlich innovative Lösung zum Hochwasserschutz. Lahmeyer Hydroprojekt und Lahmeyer International hatten das Projekt gemeinsam mit der Hypro Paulu & Lettner (hpl) Ingenieurgesellschaft geplant und waren für die Projektsteuerung, Bauoberleitung und Bauüberwachung verantwortlich. Die Konzeptidee stammt von hpl, Bauherr war das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern. Das Sperrwerk, das die Hansestadt Greifswald vor Ostseehochwasser schützen soll, war nach fünf Jahren Bauzeit im Februar 2016 in Betrieb gegangen. Anfang Oktober bestand
Atomarer Bauschutt in Baden-Württemberg: Offene Fragen der Nachnutzung von Deponieflächen geklärt Ökologie Verbraucherberatung 22. November 2016 Kann Baden-Württemberg seine Abfalldeponien langfristig für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Verkehr, Wohnen und Freizeit freigeben – selbst wenn dort Bauschutt aus zurückgebauten Kernkraftwerken lagert? (WK-intern) - Diese ausstehende Frage des Strahlenschutzes wurde nun beantwortet. Im Auftrag des Umweltministeriums von Baden-Württemberg hat das Öko-Institut in einer Studie mögliche Szenarien der Nachnutzung auf Deponien durchgespielt und berechnet, dass durch den vorhandenen Bauschutt aus stillgelegten Kernkraftwerken die ermittelten Strahlenwerte höchstens 4,6 Mikrosievert pro Person pro Jahr betragen würden. Damit liegen die Deponiewerte in Baden-Württemberg unter dem zulässigen Höchstwert von zehn Mikrosievert pro Person und Kalenderjahr. Weiterer Bauschutt aus Kernkraftwerken erwartet Auf Deponien des Landkreises Ludwigsburg lagern bereits freigegebene Materialien aus
Energiekonferenz: 240 Niederländische und NRW-Experten sprechen über Energiewende Erneuerbare & Ökologie Ökologie Veranstaltungen 22. November 201621. November 2016 Second Combined Energy in Neuss: (WK-intern) - Im Auftrag des nordrhein-westfälischen Klimaschutzministeriums und des niederländischen Wirtschaftsministeriums führt die EnergieAgentur.NRW in Kooperation mit der Netherlands Enterprise Agency RVO.nl heute (21.11.) die zweite Niederlande-NRW- Energiekonferenz „Combined Energy“ durch. Im Fokus der Veranstaltung im Zeughaus Neuss stehen die Themen „Kraft-Wärme-Kopplung/Fernwärme/Geothermie“, „Erneuerbare Energien/Verteilernetze“ sowie „Intelligente Stromspeicher/E-Mobilität“. www.combined-energy.eu Diese Fachkonferenz soll die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen intensivieren und eine Plattform für gemeinsame Projekte und Aktivitäten beider Länder anbieten. Eröffnet wurde die Konferenz mit Keynotes des NRW-Klimaschutzministers Johannes Remmel sowie des niederländischen Wirtschaftsministers Henk Kamp. Minister Remmel führte aus: „Energieversorgung ist keine nationale Einbahnstraße, sondern ein europäisches Thema.
Verbot des sogenannten „sicheren Einschlusses“ von Atomkraftwerken Behörden-Mitteilungen Ökologie 21. November 2016 Umweltminister Robert Habeck für Verbot von „sicherem Einschluss“ der Kernkraftwerke (WK-intern) - Schleswig-Holsteins Energiewendeminister hat sich für ein Verbot des sogenannten „sicheren Einschlusses“ von Atomkraftwerken ausgesprochen. KIEL/GEESTHACHT - „Die zunehmende Debatte, ob die Meiler nicht eingemottet werden sollten und man sie dann für Jahrzehnte stehen lässt, führt in die falsche Richtung. Dadurch wird nichts gelöst, sondern wir verschieben das Problem nur auf irgendwann später. Das war schon immer der Kardinalfehler in der Atompolitik: zu starten ohne Landebahn. Wir sind in der Pflicht, es besser zu machen“, sagte Habeck heute (21. November 2016) anlässlich eines Besuchs im Kernkraftwerk Krümmel, wo mit der Verladung von
Grüne fordern Kies-Euro und Wasser-Cent / Claudia Stamm: Ökologie Verbraucherberatung 20. November 2016 Änderungen im Haushalt sollen ungezügelten Ressourcenverbrauch stoppen. (WK-intern) - Mit einem „Kies-Euro“ und einen „Wasser-Cent“ wollen die Landtags-Grünen in Bayern einen sparsameren Umgang mit Wasser, Sand und Kies befördern. „Mit dem ungezügelten Verbrauch dieser wichtigen Ressourcen seitens der Großindustrie und der intensiven Landwirtschaft zerstören wir nicht nur Ökosysteme und Lebensräume, sondern vergreifen uns auch an den Lebensgrundlagen unserer Kinder und Enkelkinder“, mahnt die haushaltspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Claudia Stamm. Mit der Einführung einer Kiesabgabe in Höhe von einem Euro je Fördertonne könnte nicht nur ein sparsamerer Umgang erzwungen, sondern auch geschätzte 85 Millionen Euro pro Jahr erwirtschaftet werden. „So können wir wichtige Grüne
Holzbau liefert wichtigen Beitrag zum Klimaschutz Bioenergie Ökologie 19. November 2016 Niedersächsischer Holzbaupreis für besonders innovative Holzbauten vergeben (WK-intern) - Holzbau und Klimaschutz waren die zentralen Themen der erfolgreichen Fachtagung des 3N Kompetenzzentrums Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie, die am 16. November in Celle stattfand. Vor über 100 Teilnehmer stellten die Fachreferenten neueste Ergebnisse zur Klimawirksamkeit der Holznutzung und innovative Konzepte zum modernen Holzbau vor. Im Rahmen dieser Tagung wurden die Gewinner des "Niedersächsischen Holzbaupreises 2016" durch den Niedersächsischen Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Christian Meyer ausgezeichnet. „Aktuell geht man von einem Kohlenstoffvorrat von cirka 300 Mio. Tonnen aus, der im Wald und in Holzprodukten gespeichert ist“, so Prof. Dr. Hermann Spellmann, Direktor
Der Rückgang von Emissionen hat auch negative Begleiterscheinungen Forschungs-Mitteilungen Ökologie 19. November 2016 In großen Teilen Europas und Nordamerikas hat der Rückgang von industriellen Emissionen zu einer geringeren Schadstoffbelastung der Atmosphäre, und damit von Böden und Gewässern in naturnahen Gebieten geführt. (WK-intern) - Dass diese positive Entwicklung auch negative Begleiterscheinungen haben kann, haben Wissenschaftler des UFZ nun im Fachmagazin Global Change Biology veröffentlicht. Demnach sind sinkende Nitratwerte in den Auenböden rund um die Zuflüsse von Talsperren dafür verantwortlich, dass gelöster organischer Kohlenstoff (DOC) und Phosphat vermehrt freigesetzt werden und sich die Wasserqualität verschlechtert. Durch die Verbrennung von Biomasse und fossilen Energieträgern sowie vor allem durch die Landwirtschaft gelangt nach wie vor zu viel reaktiver Stickstoff in