DIW Berlin: EZB heizt Inflation an, statt sie frühzeitig einzudämmen Forschungs-Mitteilungen Verbraucherberatung 16. Oktober 2024 Die Europäische Zentralbank (EZB) hätte die Inflation in den Jahren 2021 bis 2023 mit einer früheren Leitzinserhöhung schneller und effektiver in den Griff bekommen können. DIW-Studie untersucht empirisch geldpolitische Strategie der EZB während der Energiepreiskrise Berechnungen zeigen, dass expansive Geldpolitikzum Anstieg der Inflation beitrug, aber auch Wirtschaft stützte Frühzeitigere Zinserhöhung hätte Inflation gebremst und Wirtschaft nur kurzfristig belastet Mit Fiskal- und Kapitalmarktunion könnte EZB ihr Mandat der Preisstabilität besser erfüllen (WK-intern) - Die Wirtschaft im Euroraum hätte sich gemessen an der Industrieproduktion zwar schlechter entwickelt, wäre aber nur kurzfristig noch stärker belastet worden. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW
TÜV-Verband verweist auf: Nationale Umsetzung der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung ist EU-rechtswidrig Mitteilungen Ökologie Technik Verbraucherberatung 16. Oktober 2024 Neues Rechtsgutachten zeigt: Nationale Umsetzung der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung ist EU-rechtswidrig. (WK-intern) - Aktueller Gesetzentwurf sieht ausschließlich Wirtschaftsprüfer als prüfungsbefugt vor. TÜV-Verband fordert Öffnung des Prüfmarktes für technische Prüforganisationen. Anlässlich der heutigen öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages zur Einführung einer Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen veröffentlicht der TÜV-Verband ein neues Rechtsgutachten der renommierten Kanzlei Noerr. Das Gutachten zeigt einen gravierenden Verstoß des deutschen Gesetzentwurfs gegen europäisches Recht auf und kommt zu dem Schluss, dass der Ausschluss unabhängiger Erbringer von Bestätigungsleistungen für die Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten nicht nur wirtschaftlich schädlich, sondern auch EU-rechtswidrig ist. „Die Bundesregierung hat sich – trotz vieler Stimmen aus der
Generationenkapital: So wenig nachhaltig ist der geplante Staatsfonds wirklich Erneuerbare & Ökologie Ökologie Verbraucherberatung 14. Oktober 202414. Oktober 2024 Greenpeace-Analyse zeigt: Fonds droht Milliarden in Unternehmen zu investieren, die Menschenrechte verletzen und Umwelt zerstören Nachdem die Renten- und Pflegeversicherungen ausgeplündert sind entwickelt die Bundregierung den Plan Generationenkapital, um in umweltzerstörende Unternehmen zu investiert Das Generationenkapital - Renten sichern auf Kosten der Umwelt (WK-intern) - Der von der Bundesregierung geplante Staatsfonds zur Stabilisierung der Rente könnte Milliarden Euro in umweltschädliche Unternehmen investieren, zeigt eine neue Greenpeace-Analyse. Denn die Nachhaltigkeitsstrategie des Staatsfonds KENFO (Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung), die nach derzeitiger Planung als Blaupause für das Generationenkapital dienen soll, weist der Analyse zufolge erhebliche Lücken auf. Investitionen in Unternehmen, die Umwelt und Klima schaden und
Erlösausfälle von über 20 % durch negative Strompreise: Solarpark-Betreiber brauchen Transparenz Solarenergie Verbraucherberatung 14. Oktober 2024 Negative Strompreise treten in Deutschland immer häufiger auf. (WK-intern) - Gleichzeitig verschärfen sich die Regeln bei der Marktprämie. Insbesondere für Betreiber von großen PV-Anlagen bedeutet das Erlösausfälle von über 20 %. Um in Zukunft richtige Entscheidungen zu treffen, braucht es für Betreiber vor allem eine transparente Sicht auf die individuellen Vermarktungserlöse. Doch die ist in der Praxis noch oft nicht ausreichend gegeben. Die Bundesregierung plant im Rahmen der „Wachstumsinitiative“, ab Januar die Förderung von Erneuerbaren Energien bei negativen Strompreisen bereits ab der ersten Stunde zu streichen. Gleiches erwartet seit dem vergangenen Jahr gebaute Anlagen schrittweise bis 2027 (§ 51 EGG 2023). Negative Strompreise treffen Projektierer
Stadtwerke Münster melden: Windenergie-Bürgerbeteiligung ausverkauft Finanzierungen Produkte Techniken-Windkraft Verbraucherberatung Windenergie Windparks Wirtschaft 12. Oktober 2024 Private Anlegende zeichneten innerhalb eines Tages 570.000 Euro (WK-intern) - Geld investieren und vom Ausbau der Windenergie profitieren – dieses Angebot kam bei der Ökostromkundschaft der Stadtwerke Münster offensichtlich gut an: Innerhalb eines Tages waren die rund 570.000 Euro Emissionsvolumen einer Bürgerbeteiligung für das Windenergie-Projekt Südlohn gezeichnet, nachdem die Stadtwerke sie für ihre Privatkundinnen und -kunden Ökostrom geöffnet hatte. „Dieses Tempo ist auch für uns ein neuer Rekord“, sagt Maximilian Wolf, Abteilungsleiter Erneuerbare Energien bei den Stadtwerken. Er führt den Erfolg der Bürgerbeteiligung zum einen auf den attraktiven Zinssatz von 5,25 Prozent zurück. Die rege Teilnahme zeige aber auch, dass die Menschen
Bayerns Geschenk an fossile Konzerne: CSU und Freie Wähler verhindern Erdgas-Förderabgabe Forschungs-Mitteilungen Ökologie Verbraucherberatung 10. Oktober 2024 Das Umweltinstitut München kritisiert die Entscheidung des Bayerischen Landtags, den Antrag auf die Wiedereinführung einer Förderabgabe auf Erdgasbohrungen in Bayern abzulehnen. (WK-intern) - Die Förderabgabe hätte dazu beitragen können, die umstrittene Erdgasbohrung in Reichling zwischen Ammersee und Lech zu verhindern. Die bayerischen Landtagsgrünen hatten am Donnerstag beantragt, die seit 1998 bestehende Befreiung von Erdgasförderungen von einer Förderabgabe zu beenden und stattdessen in Zukunft eine Abgabe von mindestens 15 Prozent zu erheben. Doch die regierende CSU und die Freien Wähler unter der Führung von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger stimmten gegen den Antrag. „Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger stellt die Interessen der fossilen Industrie über das Wohl der Menschen
DIW erkennt in Mietbelastung völliges Versagen der Ampelpolitiker*innen Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Verbraucherberatung 9. Oktober 2024 Mietbelastung in Deutschland – Schere zwischen Arm und Reich geht auseinander DIW-Wochenbericht: Besonders ärmere Haushalte tragen hohe Mietbelastung Alleinerziehende und Einpersonenhaushalte am stärksten belastet Unterschiede zwischen Ost und West, Großstädten und ländlichem Raum Mehrheit trotzdem mit Wohnsituation zufrieden Forschende empfehlen gezielte Unterstützung und mehr sozialen Wohnungsbau (WK-intern) - Ärmere Haushalte in Deutschland müssen einen größeren Teil ihres Einkommens für Miete aufwenden als reichere – und die Schere öffnet sich weiter. Dennoch ist die Mehrheit der Menschen mit ihrer Wohnsituation zufrieden. Zu diesen Ergebnissen kommen zwei Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die auf Befragungen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) basieren. „Wohnen entwickelt sich mehr
Statement: Tobias Goldschmidt zur Senkung der Netzentgelte im Gebiet der SH Netz Behörden-Mitteilungen Erneuerbare & Ökologie Technik Verbraucherberatung Windenergie 9. Oktober 2024 Die SH Netz hat heute mitgeteilt, dass die Netzentgelte im Gebiet der SH Netz zum 1.1.2025 um etwa 30 Prozent sinken werden. (WK-intern) - Damit werden die Stromkunden des größten Netzbetreibers im Norden um rund 4,5 Cent pro Kilowattstunde (KWh) jährlich entlastet. Die jährliche Entlastungssumme im Gebiet von SH Netz liegt demnach bei mehr als 250 Millionen Euro. Es kommentiert Umweltminister Tobias Goldschmidt: „Der unermüdliche Einsatz vieler Akteure über die letzten zehn Jahre hat sich gelohnt: Rund 4,5 Cent weniger Netzentgelte pro Kilowattstunde, das werden die Menschen in Schleswig-Holstein im Portemonnaie spüren. Damit werden die Kosten für den Netzausbau bundesweit gerechter verteilt. Schleswig-Holstein ist eine
Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichen vorläufige Netzentgelte für 2025 Erneuerbare & Ökologie Mitteilungen Ökologie Technik Verbraucherberatung 4. Oktober 2024 Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) – 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW – haben gemeinsam die vorläufigen bundeseinheitlichen Netzentgelte für das Jahr 2025 bekannt gegeben. (WK-intern) - Im kommenden Jahr wird das durchschnittliche Netzentgelt der Höchst- und der Umspannungsebene 6,65 Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh) betragen. Dies entspricht einem durchschnittlichen Anstieg von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 6,43 Cent/kWh). Die Änderung der Netzentgelte kann je nach angeschlossener Spannungsebene und Benutzungsstundendauer unterschiedlich hoch ausfallen. Einflussfaktoren auf die Höhe der Netzentgelte Die prognostizierten Entnahmemengen in den verschiedenen Spannungsebenen haben sich geändert: In der Höchstspannungsebene, die vor allem für die Übertragung großer Energiemengen über weite Distanzen genutzt wird,
DUH fordert Klimaminister Habeck auf, unnötige Förderung des Fracking-LNG-Terminals Brunsbüttel zu stoppen Ökologie Technik Verbraucherberatung 4. Oktober 2024 Das geplante LNG-Terminal im Brunsbüttel wird offenbar deutlich teurer als geplant. (WK-intern) - 200 Millionen Euro müssen aus dem Bundeshaushalt für das geplante landseitige Flüssigerdgas-Terminal nachgeschossen werden. Die DUH kritisiert diese direkte Subventionierung eines fossilen Projektes in Zeiten knapper Haushalte scharf. Die öffentliche Förderung für das Projekt wächst damit von 740 Millionen Euro auf 940 Millionen Euro. Dazu sagt Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer: "Während an allen Ecken und Enden das Geld im Bundeshaushalt fehlt, zeigt sich die Bundesregierung bei der Subventionierung der LNG-Terminals weiterhin großzügig. Dass Steuergeld in das landseitige LNG-Terminal Brunsbüttel gesteckt wird, ist ohnehin widersinnig: Eine Gaskrise ist längst abgewendet. Dazu sinkt der
Warum muss der Verbraucher so viel bezahlen? Im September kostete Strom an der Börse durchschnittlich nur 7,83 ct/kWh Behörden-Mitteilungen Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Verbraucherberatung 2. Oktober 2024 Hat hier die Bundesaufsicht versagt? Das Bundeskartellamt ist eine selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (Habeck). (WK-intern) - Sie hat ca. 400 Mitarbeiter*innen. Ihr Haushalt beträgt 35 Mio. Euro. Der Sitz der Behörde ist Bonn. 40 Stunden lang lag der Strompreis unter null Im September 2024 lag der durchschnittliche Stundenpreis im Day-Ahead-Markt der Strombörse bei nur 7,83 Cent pro Kilowatt (ct/kWh). Laut Börsendaten sinken die Strompreise an der Börse bereits seit längerem (Grafik) und haben sich auf einem günstigen Niveau zwischen durchschnittlich 6 und 8 ct/kWh eingependelt. Zu beachten ist, dass die Strompreise der Börse Großhandelspreise sind. Auf sie kommen
Bundesverbandes Solarwirtschaft erwartet Verfünffachung der Großspeicher-Kapazität Solarenergie Technik Verbraucherberatung 2. Oktober 2024 Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) könnte es in den kommenden zwei Jahren zu einer Verfünffachung der installierten Kapazität großer Batteriespeicher in Deutschland kommen. (WK-intern) - Dies geht aus einer jüngsten Marktanalyse des Beratungsunternehmens Enervis im Auftrag des Verbandes hervor. Der Ausbau solarer Speicherkapazitäten gilt als essenziell für eine erfolgreiche Energiewende. Für eine weitere Beschleunigung des Speicherausbaus fordert die Interessenvertretung der Solar- und Speicherwirtschaft, weitere Hürden für die Errichtung und den Betrieb von Speichern noch in dieser Legislaturperiode abzubauen. Neben den bisher bereits mehr als 1,5 Millionen installierten Heim- und Gewerbespeichern spielen große Batteriespeicher künftig eine immer wichtigere Rolle bei der Integration der Photovoltaik