Werbung Mit der Power-to-Heat-Anlage müssen weniger Windräder und PV-Anlagen abgeregelt werde Ökologie Technik Videos 11. November 2017 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Spatenstich für Europas größte Power-to-Heat-Anlage (WK-intern) – Der nächste große Schritt in Richtung Klimaneutralität ist getan: Vattenfall ersetzt den Steinkohlenblock C des Heizkraftwerkes Reuter im Berliner Bezirk Spandau durch die größte Power-to-Heat-Anlage in Europa. Mit Hilfe dieser Zukunftstechnologie, die einem riesigen Wasserkocher gleicht, wird ab dem Jahr 2019 elektrische Energie in umweltschonende Fernwärme umgewandelt. Von dem Neubauvorhaben profitieren bis zu 30.000 Haushalte. Nicht nur das Wetter, auch die Stimmung war sonnig, als der Berliner Vattenfall Wärme-Chef Gunther Müller und Stefan Tidow, Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz, ihre Spaten in den weichen Erdboden auf dem Baufeld des Kraftwerksgeländes am Großen Spreering stießen und damit symbolisch den Startschuss für den Bau der europaweit größten Power-to-Heat-Anlage gaben. Tatkräftigt unterstützt wurden sie dabei von zwei kleinen Vertretern der ganz jungen Generation: Fernwärme der nächsten Generation für die nächste Generation. Prtessebild: Podiumsdiskussion anlässlich des Spatenstich der Power-to-Heat-Anlage am 06. November 2017 auf dem Gelände der HKW Reuter West. Die neue Anlage funktioniert nach dem Tauchsieder-Prinzip. Ihre Leistung entspricht rund 60.000 handelsüblichen Wasserkochern. Ab 2020 wird sie Fernwärme aus Strom für bis zu 30.000 Haushalte erzeugen. Das ist ein wichtiger Baustein der Berliner Wärmewende. Nach der Inbetriebnahme sämtlicher Heißwassererzeuger dieses Projektes kann Block C des Steinkohle‐Heizkraftwerks Reuter wie geplant nach der Heizperiode 2019/2020 vom Netz gehen. Vattenfall beschreitet technisches Neuland Gunther Müller, Vorstandschef der Vattenfall Wärme Berlin, erklärt: „Mit dem Bau der Power-to-Heat-Anlage beschreitet Vattenfall europaweit technisches Neuland. Berlin gewinnt einen entscheidenden Hebel zur Integration erneuerbarer Energien. Ist viel regenerativer Strom im Netz, nutzt ihn die Anlage zur Erzeugung umweltschonender Fernwärme. Die erneuerbare Energie, die wir dafür abnehmen, entspricht 10 Prozent des gesamten Berliner Strombedarfs im Sommer – oder der Energiemenge für 750.000 Kühlschränken. Mit der neuen Power-to-Heat-Anlage müssen weniger Windräder und PV-Anlagen abgeregelt werden.“ Stefan Tidow, Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz, fügt hinzu: „Berlin soll bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Projekte wie die Errichtung und Inbetriebnahme einer Power-to-Heat-Anlage unerlässlich. Die Zukunft der Energie ist erneuerbar. Das gilt nicht nur für die Erzeugung von Strom, sondern auch von Wärme und letztlich auch für den Verkehrsbereich. Damit Energie aus Sonne und Wind intelligent und effizient genutzt werden kann, müssen wir den Weg der Kopplung dieser Bereiche konsequent weitergehen. Der heutige Spatenstich zu diesem Großprojekt ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem klimaneutralen Berlin.“ Vollständiger Kohleausstieg bis spätestens 2030 Mit diesem Vorhaben verfolgt Vattenfall seine Strategie konsequent, bis zum Jahr 2030 vollständig aus der Kohlenutzung in der deutschen Hauptstadt auszusteigen, und realisiert einen weiteren Punkt der Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin. Im Mai dieses Jahres endete in Klingenberg bereits die Braunkohlenutzung – drei Jahre früher als ursprünglich geplant. Für dieses Projekt investiert die Vattenfall Wärme Berlin in den kommenden zwei Jahren knapp 100 Millionen Euro. Es umfasst hydraulische und elektrische Infrastruktur sowie gasgefeuerte Heißwassererzeuger, die Verbrauchsspitzen im Fernwärme‐System abdecken werden. Das trägt maßgeblich zur Versorgungssicherheit bei. Bis zum Jahr 2030 hält Vattenfall den Ausbau von „Power-to-Heat“-Lösungen für die Fernwärmeversorgung in einem Umfang von 300 Megawatt für möglich. PM: Vattenfall Pressebild: Podiumsdiskussion anlässlich des Spatenstich der Power-to-Heat-Anlage am 06. November 2017 auf dem Gelände der HKW Reuter West. Weitere Beiträge:Die EMH metering GmbH & Co. KG präsentiert auf der E-World 2019 das vollständige Geräte-Portfolio fü...Studie: Windenergie wirkt preissenkend, Erneuerbaren können wegfallenden Kohlestrom ersetzenSiemens hebt die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 an