Wasserstoff: Forschung und Patente legen zu, Markthochlauf bleibt herausfordernd Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Wasserstofftechnik 15. Oktober 2026 Elektrolyse für grünen Wasserstoff: Im Projekt »H2 Companion« unterstützt das Fraunhofer ISI die Modellregionen Grüner Wasserstoff in Baden-Württemberg – H2-Wandel und H2 GeNeSiS – mit wissenschaftlichen Analysen und untersucht kontinuierlich die Entwicklung von Elektrolysetechnologien. (WK-intern) - Die neuesten Auswertungen zeigen: Publikationen, Patentanmeldungen und öffentliche Förderung von Elektrolysetechnologien haben deutlich zugenommen. Der Aufbau eines globalen Elektrolyseurmarktes bleibt jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Wasserstoff wird aktuell zu einem hohen Anteil mittels fossiler Energieträger gewonnen. Die Wasserelektrolyse spielte 2022 mit einem Anteil von nur etwa 0,1 Prozent an der weltweiten Erzeugung noch eine sehr geringe Rolle. Das könnte sich mit dem Ausbau erneuerbarer Energien ändern. Der
Geothermiekongress: In zukunftsfeste Wärme investieren Aussteller Forschungs-Mitteilungen Geothermie Veranstaltungen 15. Oktober 2026 Die Wärmewende braucht heimische, verlässliche und skalierbare Energiequellen. Geothermie kann dabei eine zentrale Rolle übernehmen. (WK-intern) - Wie sich ihr Beitrag für Kommunen, Energieversorger und Industrie beschleunigen lässt, zeigt das Fraunhofer IEG auf dem Deutschen Geothermiekongress 2026 vom 20. bis 22. Oktober in Potsdam. Mit Workshops, Fachvorträgen, Posterbeiträgen und einem Informationsstand präsentiert das Institut anwendungsnahe Forschung entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von der Exploration geothermischer Ressourcen über Wärmespeicher und innovative Bohrtechnologien bis hin zu digitalen Planungswerkzeugen für die kommunale Wärmeversorgung. »Geothermie muss den Schritt von Einzelprojekten in den Massenmarkt schaffen«, betont Prof. Rolf Bracke, Leiter des Fraunhofer IEG. »Die Technologien sind vorhanden. Entscheidend ist
Wie viel der Steuersenkung kommt an der Zapfsäule an? Forschungs-Mitteilungen Technik Verbraucherberatung 9. Oktober 2026 DIW Berlin startet Tankrabatt-Monitor (WK-intern) - Zum 1. Oktober hat die Bundesregierung die Energiesteuer auf Benzin und Diesel für drei Monate gesenkt. Rechnerisch werden die Kraftstoffe damit knapp 17 Cent pro Liter billiger. Ob diese Entlastung die Verbraucher*innen erreicht, ist bislang unklar. Die Abteilung Unternehmen und Märkte im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat einen Tankrabatt-Monitor entwickelt, um die Preisentwicklung von Benzin und Diesel transparent zu machen. Dazu wird täglich geschätzt, wie viel der Steuersenkung an der Zapfsäule ankommt. Grundlage für die Schätzung sind die Kraftstoffpreise an rund 15.000 Tankstellen in Deutschland und knapp 10.000 Tankstellen in Frankreich, wo kein Tankrabatt eingeführt
Datengetriebenes Energiemanagementsystem für vernetzte Industrieareale Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Kooperationen Technik 8. Oktober 2026 Am Chemiestandort Leuna erproben Fraunhofer IOSB-AST, InfraLeuna und die dena, wie ein zentrales Energiemanagementsystem den Energieeinsatz in einem vernetzten Industriegebiet optimiert, Kosten und Lastspitzen reduziert und das Netz entlastet. (WK-intern) - Ilmenau - Wie lässt sich der Energieeinsatz in einem vernetzten Industrieareal intelligent steuern? Dieser Frage geht ein neues Verbundprojekt am Chemiestandort Leuna nach, das im Oktober 2026 offiziell gestartet ist. Ziel ist es, unter realen Bedingungen nachzuweisen, welchen technischen und wirtschaftlichen Nutzen ein zentrales, datengetriebenes Energiemanagementsystem (EMS) für ein gewerblich-industrielles Areal bietet. Zum Einsatz kommt die im Energiemarkt etablierte Software EMS-EDM PROPHET®, die KI-basierte Prognosen, sektorenübergreifende Optimierung und automatisierte Fahrplansteuerung kombiniert. Das
BSW: Netzausbau beschleunigen statt Erneuerbare ausbremsen Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Technik 7. Oktober 2026 Solarwirtschaft nimmt Stellung zur heutigen Bundestagsanhörung (WK-intern) - Anlässlich der heutigen öffentlichen Anhörung des Wirtschaftsausschusses zum Netzanschlusspaket fordert der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) den Bundestag auf, den Gesetzentwurf grundlegend nachzubessern. Der BSW-Solar warnt insbesondere davor, temporäre Netzengpässe durch neue Investitionshürden und den geplanten Redispatch-Vorbehalt zu großflächigen „Sperrzonen“ für neue Solarparks werden zu lassen. Stattdessen müssten Stromnetze schneller ausgebaut, konsequent digitalisiert und vorhandene Netzkapazitäten durch Batteriespeicher und mehr Flexibilität intelligenter genutzt werden. In einer ausführlichen Stellungnahme hat die Interessenvereinigung der Solar- und Batteriespeicherbranche konkrete Vorschläge unterbreitet, wie dies geschehen kann. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft: „Die Menschen haben ein gutes Gespür dafür, wo das eigentliche
DIW: EZB könnte wegen Deutschland mehr Zinserhöhungen benötigen Forschungs-Mitteilungen Verbraucherberatung 7. Oktober 2026 Schulden statt Konsolidieren: Deutschlands fiskalpolitische Kehrtwende könnte Wirkung der EZB-Zinspolitik schwächen Leitzinserhöhungen belasten Staatshaushalte der Euroländer über Zinsausgaben und schwächere Konjunktur sehr unterschiedlich DIW-Studie schätzt fiskalpolitische Reaktion der Länder und deren Einfluss auf Wirtschaftsleistung und Inflation Konsolidierende Länder verlieren mehr Wirtschaftsleistung als Länder, die Schulden aufnehmen Fiskalpolitische Kehrtwende Deutschlands dürfte Aufgabe für EZB-Geldpolitik erschweren (WK-intern) - Die jüngsten Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) könnten die durch den Iran-Krieg ausgelöste Inflation nicht ausreichend dämpfen. Einer der Gründe dürfte die fiskalpolitische Kehrtwende Deutschlands sein: Mit der Reform der Schuldenbremse und den großen Ausgabenpaketen für Infrastruktur und Verteidigung wird das wirtschaftlich größte Euroland auf Zinserhöhungen wohl nicht mit Ausgabenkürzungen
Fraunhofer ZESS stärkt Technologietransfer und nachhaltige Energiespeicherforschung in Deutschland Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Technik Wasserstofftechnik 6. Oktober 2026 Neuer Schlüsselstandort für Batterien und Wasserstoff eröffnet (WK-intern) - Mit einem Festakt hat die Fraunhofer-Gesellschaft am 5. Oktober 2026 den Neubau des Fraunhofer-Zentrums für Energiespeicher und Systeme ZESS in Braunschweig offiziell eröffnet. Der Bund und das Land Niedersachsen haben rund 49,85 Millionen Euro in den Forschungsbau investiert. Auf etwa 3300 Quadratmetern, darunter ca. 1750 Quadratmeter Laborfläche sowie ein 450 Quadratmeter großer Trockenraum, bietet er den Forschenden eine hochmoderne Infrastruktur für die Entwicklung von Festkörperbatterien der nächsten Generation sowie von innovativen Wasserstofftechnologien. Bei der Begrüßung der rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft betonte Prof. Constantin Häfner, Vorstand für Forschung und Transfer der Fraunhofer-Gesellschaft,
Bezahlbare und verlässliche Wärme, Grubenwasser-Geothermie kann sie liefern Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Geothermie Ökologie 5. Oktober 2026 Grubenwasser-Geothermie - Fraunhofer IEG und Technische Hochschule Georg Agricola bündeln Kräfte (WK-intern) - Bezahlbare und verlässliche Wärme für Haushalte, Kommunen und Unternehmen: Grubenwasser könnte sie liefern. Bergbauregionen wie das Ruhrgebiet könnten so aus Ewigkeitslasten einen ewigen Nutzen ziehen. Ihre angewandte Forschung dahin wollen Fraunhofer IEG und das Forschungszentrum Nachbergbau der Technischen Hochschule Georg Agricola (FZN) weiter verzahnen. Die Partner wollen Grubenwasser als Wärmequelle entwickeln, Projekte vorbereiten sowie Nachwuchskräfte fördern und unterschrieben nun ein entsprechendes Memorandum of Understanding. »Ehemalige Bergbau-Infrastrukturen können für die Wärmewende einen relevanten Beitrag liefern. Zusammen mit dem Forschungszentrum Nachbergbau wollen wir angewandt forschen und aus wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete Lösungen für die
Pachthöhenbegrenzung für Windenergie kann Bundeshaushalt um Milliarden entlasten Finanzierungen Forschungs-Mitteilungen Techniken-Windkraft Windenergie Windparks Wirtschaft 5. Oktober 2026 Die Begrenzung von Pachtzahlungen für Windenergieanlagen an Land im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) kann erheblich dazu beitragen, die Kosten der Energiewende zu senken und den Bundeshaushalt dauerhaft zu entlasten. (WK-intern) - Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) in München im Auftrag des VKU. FfE-Kurzgutachten im Auftrag des VKU zeigt, dass Einsparungen bei EEG-Kosten von 13 bis 37 Milliarden Euro bis 2045 möglich sind Die Begrenzung von Pachtzahlungen für Windenergieanlagen an Land im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) kann erheblich dazu beitragen, die Kosten der Energiewende zu senken und den Bundeshaushalt dauerhaft zu entlasten. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der Forschungsstelle für Energiewirtschaft
Akzeptanz von Windenergie: Politische Orientierung wichtiger als Stadt-Land-Unterschiede Erneuerbare & Ökologie Finanzierungen Forschungs-Mitteilungen Verbraucherberatung Windenergie Windparks Wirtschaft 5. Oktober 2026 Die Einstellungen zum Ausbau der Windenergie unterscheiden sich deutlich nach politischer Orientierung. (WK-intern) - Ob Menschen in der Stadt oder auf dem Land leben, spielt hingegen nur eine geringe Rolle. Für die konkrete Planung sind vor allem Vertrauen, nachvollziehbare Informationen und als fair wahrgenommene Verfahren relevant, zeigt eine in der Fachzeitschrift Energy Policy veröffentlichte Studie. Warum stößt der Ausbau der Windenergie vor Ort teilweise auf Widerstand, obwohl erneuerbare Energien grundsätzlich breite Zustimmung finden? Jörg Radtke vom Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit am GFZ hat anhand einer repräsentativen Befragung von 6.284 Menschen in Nordrhein-Westfalen untersucht, welche gesellschaftlichen Merkmale mit der Akzeptanz von Windenergie zusammenhängen. Das zentrale Ergebnis:
Logistikbranche: Einigkeit über nachhaltige Lösungen, Probleme bei der Skalierung Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Ökologie 5. Oktober 2026 Erste Global Sustainable Logistics Survey schafft Referenzpunkt für die UN-Dekade für nachhaltigen Transport (WK-intern) - Umfrage zeigt: 83 % der Logistikfachleute erwarten, dass Klimaanpassung einen grundlegenden Umbau der Logistiknetzwerke erzwingt – aber nur 45 % halten die aktuellen Maßnahmen für ausreichend Logistikanbieter und ihre Kunden bewerten 21 Nachhaltigkeitslösungen nahezu identisch. Welche eingesetzt werden, geht nicht auf Uneinigkeit, sondern auf Umsetzbarkeit zurück. Infrastruktur könnte zum Engpass des kommenden Jahrzehnts werden, wenn emissionsarme Fahrzeuge und Kraftstoffe schneller skalieren als die Ladenetze, Terminals und Schienenwege, auf die sie angewiesen sind. Der Report gibt Empfehlungen für politische Entscheidungsträger und Logistikfachleute: zur Skalierung von Nachhaltigkeitslösungen, zum Kompetenzaufbau und zur
Wasserstoff aus Wasserkraft: EnBW und naturenergie weihen zweite Produktionsanlage in Wyhlen ein Bioenergie Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Technik Wasserstofftechnik 4. Oktober 2026 EnBW und naturenergie nehmen in Grenzach-Wyhlen einen neuen 5-Megawatt-Elektrolyseur in Betrieb. (WK-intern) - Mit Wasserstoff aus Wasserkraft entsteht eine der größten Produktionskapazitäten in Süddeutschland für Industrie- und Mobilitätskunden. Grenzach-Wyhlen. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) und die naturenergie hochrhein AG (naturenergie) haben im Forschungsprojekt Reallabor H₂-Wyhlen eine weitere Anlage zur Herstellung von Wasserstoff eingeweiht. Die Erweiterung hat eine elektrische Leistung von fünf Megawatt (MW) und ergänzt die bestehende 1-MW-Anlage. Damit verfügt der Standort über eine der größten Produktionskapazitäten für Wasserstoff in Süddeutschland. Beide Anlagen erzeugen Wasserstoff mit Strom aus dem benachbarten Wasserkraftwerk und sollen künftig Industrie- und Mobilitätskunden in der Region versorgen. „Wasserstoff ist