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Fraunhofer ZESS stärkt Technologietransfer und nachhaltige Energiespeicherforschung in Deutschland

PB: Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann, Institutsleiter des Fraunhofer IST und Sprecher des Fraunhofer ZESS, Prof. Dr. Ing. Arno Kwade, Sprecher der Battery LabFactory Braunschweig, Prof. Dr. Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig, Dr.-Ing. Jutta Janßen, Standortleitung des Fraunhofer ZESS, Prof. Dr. Thomas Weißgärber, Institutsleiter des Fraunhofer IFAM Dresden, Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr.-Ing. Sabrina Zellmer, stellvertretende Institutsleiterin des Fraunhofer IST, Prof. Dr. Constantin Häfner, Vorstand für Forschung und Transfer der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr. rer. nat. Michael Stelter, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IKTS, Prof. Dr. Anja Hesse, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig, Dr. Julian Schwenzel, Abteilungsleiter Elektrische Energiespeicher am Fraunhofer IFAM, Dr.-Ing. Felix Heubner, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IFAM Dresden (v.l.n.r.). / ©: ZESS
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Neuer Schlüsselstandort für Batterien und Wasserstoff eröffnet

(WK-intern) – Mit einem Festakt hat die Fraunhofer-Gesellschaft am 5. Oktober 2026 den Neubau des Fraunhofer-Zentrums für Energiespeicher und Systeme ZESS in Braunschweig offiziell eröffnet.

Der Bund und das Land Niedersachsen haben rund 49,85 Millionen Euro in den Forschungsbau investiert.

Auf etwa 3300 Quadratmetern, darunter ca. 1750 Quadratmeter Laborfläche sowie ein 450 Quadratmeter großer Trockenraum, bietet er den Forschenden eine hochmoderne Infrastruktur für die Entwicklung von Festkörperbatterien der nächsten Generation sowie von innovativen Wasserstofftechnologien.

Bei der Begrüßung der rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft betonte Prof. Constantin Häfner, Vorstand für Forschung und Transfer der Fraunhofer-Gesellschaft, die strategische Bedeutung des neuen Zentrums innerhalb der Fraunhofer-Forschungslandschaft: »Leistungsfähige Batterie- und Wasserstofftechnologien entscheiden über die Energie- und Mobilitätswende – und über die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie. Mit dem Fraunhofer ZESS machen wir aus Erfindungen industrielle Innovationen und stärken so Wertschöpfung und technologische Souveränität in Deutschland und Europa.«

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär würdigte das Zentrum als wichtigen Baustein für die Innovationsfähigkeit Deutschlands: »Die Entwicklung leistungsfähiger Batterie- und Wasserstofftechnologien wird maßgeblich darüber entscheiden, wie wettbewerbsfähig und souverän Deutschland und Europa in den kommenden Jahrzehnten sein werden. Mit dem Fraunhofer ZESS investieren wir gezielt in eine Forschungsinfrastruktur, die Spitzenforschung mit industrieller Umsetzung verbindet. Das stärkt die internationale Position Deutschlands in zentralen Technologiefeldern ganz im Sinne unserer Hightech Agenda Deutschland.«

Auch Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs hob die strategische Bedeutung des neuen Zentrums hervor: »In Niedersachsen setzen wir gezielt auf Zukunftstechnologien, die Wertschöpfung, Innovation und qualifizierte Arbeitsplätze sichern. Die Investition in das Fraunhofer ZESS ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Der neue Standort ergänzt das niedersächsische Batterie- und Wasserstoffökosystem und schafft beste Voraussetzungen dafür, Forschungsergebnisse schneller in industrielle Anwendungen zu überführen. Damit schaffen wir hervorragende Rahmenbedingungen für Wissenschaft, Technologietransfer und wirtschaftliche Entwicklung.«

Prof. Anja Hesse, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig, betonte: »Das Fraunhofer ZESS steht beispielhaft für die Innovationskraft der Region Braunschweig, die zu den forschungsstärksten Regionen Europas zählt. Der neue Forschungsbau ist ein wichtiger Impuls für Braunschweig als Wissenschafts- und Innovationsstandort und setzt ein wichtiges Zeichen für die Zukunftsfähigkeit unserer Region.«

Prof. Angela Ittel, Präsidentin der Technischen Universität Braunschweig, ergänzte: »Mit dem Fraunhofer ZESS gewinnt unsere international renommierte Batterieforschung einen starken Partner auf dem Weg in die industrielle Anwendung. Gemeinsam mit unserer Battery LabFactory und dem Center for Circular Production of Next Batteries and Fuel Cells (CPC) werden wir ressourcenschonende Technologien vorantreiben, von denen wir hier in der Region – und weit darüber hinaus profitieren.«

Auch Prof. Christoph Herrmann, Institutsleiter des Fraunhofer IST und Sprecher des Fraunhofer ZESS, unterstrich die enge Vernetzung mit der TU Braunschweig, innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft und mit Industriepartnern: »Am Fraunhofer ZESS betrachten wir die gesamte Prozesskette – von neuen Materialien über Produktionstechnologien bis hin zu Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Indem wir komplementäre Kompetenzen bündeln, schaffen wir ideale Voraussetzungen, um Schlüsseltechnologien wie Festkörperbatterien und Wasserstofftechnologien gezielt für die industrielle Skalierung und Anwendung weiterzuentwickeln.«

Über Zukunftsperspektiven von Batterie- und Wasserstofftechnologien diskutierten Expertinnen und Experten im Rahmen einer Panel-Session. Sie betonten, dass wissenschaftliche Exzellenz entlang der gesamten Wertschöpfungsketten, Geschwindigkeit bei Entwicklung und Transfer sowie die Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Rahmenbedingungen wichtige Erfolgsfaktoren sind.

Die Verbindung von technologischer Innovation und Nachhaltigkeit ist eines der Leitmotive am Fraunhofer ZESS. Das gilt nicht nur für die Forschungsarbeiten, Anlagen und Geräte, sondern auch für das Gebäude selbst. Davon konnten sich die Gäste bei der anschließenden Besichtigung überzeugen. Der Forschungsbau wurde als Holz-Hybrid-Konstruktion mit reduziertem Betoneinsatz realisiert. Photovoltaikanlagen auf Dach und Fassade, begrünte Dachflächen, ein energieeffizientes Gebäudekonzept und flexibel nutzbare Forschungsflächen verbinden modernste Forschungsbedingungen mit einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz. Die offene Hallenstruktur ermöglicht zudem eine langfristige Anpassung an zukünftige Forschungsanforderungen und macht das Gebäude zu einer ebenso zukunftsfähigen wie ressourcenschonenden Forschungsinfrastruktur.

Über das Fraunhofer ZESS
Im Fraunhofer-Zentrum für Energiespeicher und Systeme ZESS in Braunschweig bündeln das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST, das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM und das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS ihre Kompetenzen, um nachhaltige, sichere Batterie- und Wasserstofftechnologien zu entwickeln. Das Fraunhofer ZESS ist ein Zentrum der Fraunhofer-Gesellschaft, einer der führenden Organisationen für anwendungsorientierte Forschung in Deutschland.

PM: Fraunhofer ZESS

PB: Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann, Institutsleiter des Fraunhofer IST und Sprecher des Fraunhofer ZESS, Prof. Dr. Ing. Arno Kwade, Sprecher der Battery LabFactory Braunschweig, Prof. Dr. Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig, Dr.-Ing. Jutta Janßen, Standortleitung des Fraunhofer ZESS, Prof. Dr. Thomas Weißgärber, Institutsleiter des Fraunhofer IFAM Dresden, Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr.-Ing. Sabrina Zellmer, stellvertretende Institutsleiterin des Fraunhofer IST, Prof. Dr. Constantin Häfner, Vorstand für Forschung und Transfer der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr. rer. nat. Michael Stelter, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IKTS, Prof. Dr. Anja Hesse, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig, Dr. Julian Schwenzel, Abteilungsleiter Elektrische Energiespeicher am Fraunhofer IFAM, Dr.-Ing. Felix Heubner, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IFAM Dresden (v.l.n.r.). / ©: ZESS








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