Werbung Klimawandelangst beherrscht 3/4 aller Deutschen trotz um sich greifender Nachhaltigkeitsmüdigkeit Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Ökologie Technik 8. August 2024 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Studie: Drei Viertel der Deutschen glauben, dass neue Technologien den Kampf gegen die Klimawandelangst entscheiden 70 Prozent der Bevölkerung ängstigen sich persönlich um künftige Generationen, die mit den Folgen der Klimawandelangst leben müssen Ebenso viele fordern stärkere Sanktionen, 84 Prozent wünschen sich stärkere Anreize (WK-intern) – Sieben von zehn Menschen in Deutschland haben große Angst um künftige Generationen, die mit den Auswirkungen des Klimawandels leben müssen. Dies ist über alle Alters-, Bildungs- und Einkommensgruppen hinweg der Fall, wie eine repräsentative Umfrage der Managementberatung Horváth zeigt. Die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung (70 Prozent) befürwortet zudem stärkere Sanktionen für Unternehmen, die sich nicht beim Klimaschutz engagieren. Noch mehr wünschen sich stärkere positive Anreize für Unternehmen (82 Prozent). Auch in Bezug auf das eigene Mobilitäts- und Konsumverhalten wünschen sich die Menschen mehr Motivation, etwa in Form konkreter Angaben darüber, inwiefern sich ihre Alltagsentscheidungen positiv auswirken. Wirklich entscheidend auf dem Weg zur Klimaneutralität werden aus der Sicht der Bevölkerung neue Technologien sein. Sowohl die Überzeugung, dass der Weg zur Klimaneutralität wichtig und unumgänglich ist, als auch die Bereitschaft, persönlich dazu beizutragen, ist der Horváth-Befragung zufolge in der Bevölkerung vorhanden, auch wenn eine gewisse Nachhaltigkeitsmüdigkeit zu spüren ist. „In der gesellschaftlichen Diskussion geht es vielfach um Verzicht, um Einsparungen, um unkonkrete ,Nachhaltigkeitsaktivitäten‘ – und gerade auch in Deutschland: um alles, was nicht funktioniert und um Risiken“, sagt Matthias Deeg, Partner bei der Managementberatung Horváth. Dies trübe den Blick auf das eigentliche Ziel, auf Erfolge und Fortschritte. Die meisten Menschen möchten sich grundsätzlich gern stärker beteiligen, wissen aber oft nicht, wie sie das am effektivsten tun können, und werden nicht ausreichend motiviert. So geben 74 Prozent der Befragten an, dass sie sich deutlich mehr einschränken würden, wenn sie konkret sehen könnten, welche positiven Auswirkungen ihr Handeln in Bezug auf Klima- und Ressourcenschutz hat. In der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen sind es sogar 82 Prozent. Bei Geringverdienenden liegt der Anteil der Personen, die diese Aussage treffen, bei zwei Dritteln. Auch in Bezug auf die Wirtschaft halten die Befragten eine Förderung positiven Handelns für sinnvoller als die Sanktion negativen Handelns. Der Anteil der Befragten, die aktiv klimaschützende Unternehmen stärker belohnen würde, ist deutlich höher als der Anteil derer, die wenig engagierte Firmen bestrafen würde (82 Prozent zu 72 Prozent). „Es sind Positivbeispiele, die motivieren – das gilt für Verbraucher wie für Unternehmen und ihre Belegschaften“, so Horváth-Experte Deeg. Daher agieren einige Unternehmen auch erfolgreich mit dem Konzept der ,Carbon Handprint‘, der die klimaschutzfördernden Auswirkungen ausweist. Drive neuer Technologien für Nachhaltigkeits-Boost nutzen Ein weiter Ansatz, wie Unternehmen ihre Zielgruppen – von Investoren über Kundschaft bis hin zu den Mitarbeitenden – wieder für Nachhaltigkeit mobilisiert bekommen, bieten neue Technologien. Drei Viertel der Bevölkerung sind überzeugt, dass diese den entscheidenden Ausschlag geben, wenn es darum geht, die Folgen den Klimawandels abzuwenden beziehungsweise einzudämmen. „Neue Technologien wie Elektrolyse oder die Umwandlung von CO2 in Basischemikalien können Unternehmen und damit die Wirtschaft im so genannten Climate Transition Path enorm voranbringen – aber auch KI hilft uns dabei, beispielsweise durch treffsichere Prognosen und Simulationen“, so Matthias Deeg. Je mehr Positivbeispiele in diesen Bereichen branchenübergreifend, aber auch in der allgemeinen Öffentlichkeit bekannt werden, desto mehr Rückhalt ist Deeg zufolge aus der Bevölkerung zu erwarten. Vorsicht sei bei vermeintlich neuen Technologien geboten, die mit viel Lobbyismus in der Öffentlichkeit gehypt werden, in Wahrheit aber keine sind, E-Fuels für die Individualmobilität als prominentestes Beispiel. Der Experte hat noch eine weitere Empfehlung für Unternehmen, was die Kommunikation nachhaltiger Projekte und Initiativen angeht: „Es hilft schon, von Klimaschutz oder Klimaschonung zu sprechen anstatt das Wort Nachhaltigkeit zu strapazieren, das sich in der medialen und gesellschaftlichen Diskussion abgenutzt hat und nicht mehr überall positiv assoziiert wird.“ Ein gutes Beispiel für vermeintlich kleine Dinge, die einen großen Unterschied machen. Über die Studie In einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung befragte die Managementberatung Horváth im zweiten Quartal 2024 insgesamt 1.000 Bundesbürgerinnen und -bürger ab 16 Jahren. Study: Three quarters of Germans believe that new technologies will decide the fight against climate change fear 70 percent of the population are personally worried about future generations who will have to live with the consequences of climate change fear The same number are calling for stronger sanctions, 84 percent want stronger incentives Seven out of ten people in Germany are very worried about future generations who will have to live with the effects of climate change. This is the case across all age, education and income groups, as a representative survey by the management consultancy Horváth shows. The vast majority of the German population (70 percent) also supports stronger sanctions for companies that do not commit to climate protection. Even more want stronger positive incentives for companies (82 percent). People also want more motivation in terms of their own mobility and consumption behavior, for example in the form of concrete information about the extent to which their everyday decisions have a positive impact. From the population’s point of view, new technologies will be really decisive on the way to climate neutrality. According to the Horváth survey, both the conviction that the path to climate neutrality is important and unavoidable and the willingness to contribute personally to it are present in the population, even if a certain sustainability fatigue can be felt. „The social discussion is often about sacrifice, savings, vague ’sustainability activities‘ – and especially in Germany: about everything that doesn’t work and about risks,“ says Matthias Deeg, partner at the Horváth management consultancy. This clouds the view of the actual goal, successes and progress. Most people would like to be more involved in principle, but often do not know how to do this most effectively and are not sufficiently motivated. 74 percent of those surveyed say that they would restrict themselves significantly more if they could see specifically what positive effects their actions have on climate and resource protection. In the 40- to 49-year-old group, the figure is as high as 82 percent. Among low-income earners, the proportion of people who make this statement is two thirds. In terms of the economy, too, respondents believe that promoting positive action makes more sense than sanctioning negative action. The proportion of respondents who would reward companies that actively protect the climate more is significantly higher than the proportion of those who would punish companies that are less committed (82 percent to 72 percent). „It is positive examples that motivate – this applies to consumers as well as to companies and their workforces,“ says Horváth expert Deeg. This is why some companies are also successfully using the concept of the ‚carbon handprint‘, which shows the effects that promote climate protection. Using the drive of new technologies to boost sustainability New technologies offer another approach to how companies can mobilize their target groups – from investors to customers to employees – for sustainability again. Three quarters of the population are convinced that these are the decisive factor when it comes to averting or containing the consequences of climate change. „New technologies such as electrolysis or the conversion of CO2 into basic chemicals can bring companies and thus the economy enormously forward in the so-called climate transition path – but AI also helps us with this, for example through accurate forecasts and simulations,“ says Matthias Deeg. The more positive examples in these areas become known across industries, but also in the general public, the more support can be expected from the population, according to Deeg. Caution is advised with supposedly new technologies that are hyped in public with a lot of lobbying, but in reality are not, e-fuels for individual mobility being the most prominent example. The expert has another recommendation for companies when it comes to communicating sustainable projects and initiatives: „It does help to talk about climate protection or climate protection instead of overusing the word sustainability, which has become worn out in media and social discussions and is no longer associated with positive things everywhere.“ A good example of seemingly small things that make a big difference. About the study In a representative population survey, the management consultancy Horváth surveyed a total of 1,000 German citizens aged 16 and over in the second quarter of 2024. About Horváth Horváth is an international, independent management consultancy with 1,400 employees at locations in Europe, the USA and other global markets. As a top management consultancy for transformation, performance PM: Juliana Tunsch, Horváth AG PB: Juliana Tunsch / ©: Horváth AG Weitere Beiträge:Fraunhofer IZM: "Mit einem Zehntel der Kosten zur Energiewende - Projekt Zn-H2"Neue Windstrom-Unterlagen von 50Hertz und TenneT im Genehmigungsverfahren für den SuedOstLinkKooperationsprojekt der Hochschule Regensburg befördert Energiewende