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Bio-Ökonomie erforscht energetische Nutzung von Non-Food Biomasse

Excellenzforschung am Standort Leipzig – DBFZ, UFZ und HHL begleiten den Spitzencluster BioEconomy.

Die Initiative „BioEconomy“ ist einer der fünf Gewinner des dritten vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschriebenen Spitzcluster-Wettbewerbes und konzentriert sich auf die integrierte stoffliche und energetische Nutzung von Non-Food Biomasse zur Erzeugung von Werkstoffen, Chemikalien, Energieträgern und Produkten aus neuen Materialien.
Dafür verbindet der Cluster alle für die Bio-Ökonomie relevanten Industriebereiche wie die chemische Industrie, die Papier- und Zellstoffindustrie, die Land- und Forstwirtschaft, die Energiewirtschaft sowie den Maschinen- und Anlagenbau in Mitteldeutschland und bildet eine noch nicht dagewesene Verknüpfung von Akteuren entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Zahlreiche große Industriekonzerne und rund 40 innovative, mittelständische Betriebe gehören auf Seiten der Wirtschaft zum neuen mitteldeutschen Spitzencluster. In Verbindung mit Forschungseinrichtungen wie der Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Fraunhofer CBP, PAZ und IWM in Leuna, Schkopau und Halle, der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg sowie den Leipziger Forschungseinrichtungen Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Handelshochschule Leipzig und dem Deutschen BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) sind die Voraussetzungen für einen extrem interdisziplinären Forschungsansatz geschaffen. Gemeinsames Ziel aller Partner ist dabei der Aufbau einer neuen bio-basierten Industrie mit zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Region, sowie die weitergehende Optimierung der Wertschöpfung aus Biomasse.

„Wir sind begeistert von der Entscheidung für den Spitzencluster ‚BioEconomy‘. Die Förderung in Mitteldeutschland eröffnet die Grundlage für weitere interdisziplinäre Forschung auf dem Gebiet der Bioenergieforschung auf höchstem Niveau. Der Spitzencluster wird regional und überregional viele Projekte ins Leben rufen, die zur Entschärfung von Ressourcenkonflikten beitragen und neue Technologien in die Praxis bringen werden“, so Prof. Dr. Frank Scholwin, wissenschaftlicher Geschäftsführer des DBFZ.

Das Deutsche BiomasseForschungsZentrum arbeitet im Rahmen des Spitzenclusters als FuE-Partner im Bereich der energetischen Nutzung von biogenen Reststoffen, die während der stofflichen Erzeugungsprozesse anfallen. Verschiedene Projekte mit großen und mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen untersuchen die Möglichkeiten zur integrierten Energiebereitstellung mit dem Ziel, dabei eine möglichst hohe und klimaneutrale Wertschöpfung zu erzielen. Die Entwicklung eines clusterübergreifenden Stoffstrommanagements sowie die Entwicklung, Skalierung und industrielle Umsetzung von Produktionsverfahren stellen dabei die zentralen Aufgaben des DBFZ dar, das darüber hinaus auch umfassendes Wissen über Bioenergiekonversionspfade und zur Bewertung der Umwandlungsprozesse mit in den Spitzencluster einbringt.

Hintergrund:
Der Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist Teil der High-Tech-Strategie des BMBF und wurde 2007 ins Leben gerufen, um Deutschlands Position unter den führenden Technologie-Nationen zu festigen und weiter auszubauen. Die ausgewählten Cluster erhalten vom BMBF über fünf Jahre bis zu 40 Millionen Euro für die Umsetzung ihrer Strategie. Die insgesamt 15 geförderten Spitzencluster der drei Wettbewerbsrunden erhalten insgesamt 600 Millionen Euro. Dazu kommen Mittel der beteiligten Unternehmen in gleicher Höhe. Damit werden 1,2 Milliarden Euro zusätzlich in den Innovationstandort Deutschland investiert.

PM: Antje Sauerland
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches BiomasseForschungsZentrum
http://www.bioeconomy.de

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