Koalition einigt sich auf Mini-Stadtwerk – Volksentscheid notwendiger denn je Berlin Mitteilungen 30. September 2013 (WK-intern) - Der am 26.09.2013 im Koalitionsausschuss gefundene Kompromiss zum Stadtwerk ist blamabel. Weitergehende Vorstellungen des Umweltsenators Müller wurden abgelehnt. Übrig bleibt ein Ministadtwerk, das vor allem aus politischen Gründen kurz vor der Volksabstimmung beschlossen werden soll. Dieses Stadtwerk soll nach dem Willen der Koalition nur selbst produzierte Energie vertreiben dürfen und nicht – außer in ohnehin bundesgesetzlich vorgeschriebenen Notfällen, um die Versorgung sicherzustellen – Strom zukaufen dürfen. Auf diese Art und Weise können zunächst lediglich einige Hundert Haushalte mit Strom versorgt werden. Insbesondere der aus dem Müllheizkraftwerk Ruhleben erzeugte Strom kann nicht genutzt werden. Trotz gegenteiliger Behauptungen sieht der vor 10
BDEW: Handlungsempfehlungen für die Politik zum EEG Mitteilungen 30. September 2013 (WK-intern) - BDEW legt neuer Bundesregierung Branchenlösung zur Weiterentwicklung des Energiemarktes vor Mit EEG-Reform sofort Pflicht zur Direktvermarktung für Neuanlagen einführen Energiemarkt soll zu dezentralem Leistungsmarkt umgebaut werden Die Energiewirtschaft hat eine Lösung für die zukunftsfähige Ausgestaltung des Energiemarktes vorgelegt. Das umsetzungsbereite Konzept, das im Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erarbeitet wurde, besteht aus zwei Säulen. Erstens soll eine grundlegende Reform der Förderung von Erneuerbaren Energien erfolgen. Diese baut auf dem vorhandenen, aber weiter entwickelten Marktprämienmodell auf und sieht zunächst im Kern für Neuanlagen eine Pflicht zur Direktvermarktung ihres erzeugten Stroms vor. Zweitens soll ein dezentraler Leistungsmarkt geschaffen werden, in dem
Kieler Weltrelief: Der Ozean schwappt bis ins Schwabenland Forschungs-Mitteilungen Ökologie Veranstaltungen 29. September 2013 Kieler Meeresforschung beim Tag der deutschen Einheit in Stuttgart Kiel. Am 2. und 3. Oktober finden in Stuttgart die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit statt. Auf der Ländermeile im Herzen der baden-württembergischen Landeshauptstadt präsentiert das Land Schleswig-Holstein unter anderem spannende Einblicke in die Tiefsee und aktuelle Themen der Meeresforschung. Die Ausstellung wurde vom Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ und dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel entwickelt. Schleswig-Holstein ist das Land zwischen den Meeren. Doch nicht nur geografisch prägen die Meere das nördlichste Bundesland. Auch in Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft spielen sie eine große Rolle. Das spiegelt sich auch im Auftritt Schleswig-Holsteins
Kernkraftwerkes Biblis: Ölleckage an Messleitung eines Notstromdiesels Behörden-Mitteilungen 29. September 2013 (WK-news) - Die Betreiberin des Kernkraftwerkes Biblis, die RWE Power AG, hat das nachfolgende Ereignis dem hessischen Umweltministerium als zuständiger Aufsichtsbehörde gemeldet. Nach der Internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen INES ist es der Stufe 0 (unterhalb der Skala = keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung) zuzuordnen. Im abgeschalteten Block A des Kraftwerks Biblis kam es im Verlauf einer wiederkehrenden Funktionsprüfung an einem der insgesamt vier Notstromdiesel zu einer Ölleckage. Ursache war der Bruch einer Messleitung. Das betroffene Bauteil wurde umgehend ausgetauscht und zur Ursachenklärung an den Hersteller gesendet. Im Anschluss wurde ein erfolgreicher Probelauf durchgeführt. Für die Dauer der Reparatur
Tagung – Energienetze, Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und Energiewende Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Veranstaltungen 29. September 2013 (WK-intern) - 50 Jahre Institut für Berg- und Energierecht Clausthal-Zellerfeld. Vor 50 Jahren ist das Institut für deutsches und internationales Berg- und Energierecht (IBER) an der TU Clausthal gegründet worden. Aus diesem Anlass richtet das einzige juristische Institut der Universität am 26. und 27. September eine Tagung aus. Austragungsort des wissenschaftlichen Teils ist das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen in Goslar. „Die Themen der Tagung – Energienetze, Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und Energiewende – spiegeln wesentliche Arbeitsschwerpunkte des Instituts wider”, sagt Professor Hartmut Weyer. Seit 2008 leitet der Jurist die Einrichtung, deren Know-how erst kürzlich am Bundesverfassungsgericht gefragt war. In einem bei den Karlsruher Richtern anhängigen Verfahren
Licht- und Wärmespektren besser messen Forschungs-Mitteilungen 29. September 2013 (WK-intern) - Kostenlose PTB-Software für Industrie und Forschung. Ob man Objekte im Weltraum untersucht, die Qualität von Lichtquellen charakterisiert, Photovoltaik-Module optimiert oder chemische Verbindungen analysiert − oft ist die spektrale Vermessung von Licht- oder Wärmequellen das Mittel der Wahl. Herkömmliche Verfahren erzeugen dabei Strahlungs-Verteilungskurven, die Verzerrungen aufweisen und nachträglich korrigiert werden müssen. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) hat nun ein mathematisches Verfahren entwickelt, das deutlich bessere Ergebnisse bringt und in vielen Bereichen der Radiometrie und Photometrie angewendet werden kann. Die passende Software gibt es kostenlos auf der PTB-Webseite zum Herunterladen. Messsysteme für optische oder thermische Strahlung, wie Radiometer, Spektrometer und Photometer, erzeugen spektrale
EU-Forschungspreis für Dresdner Materialforscher Prof. Dr. Jürgen Eckert E-Mobilität Forschungs-Mitteilungen Solarenergie 29. September 2013 (WK-intern) - Metallische Gläser und nanostrukturierte Legierungen stehen im Fokus der Forschungen von Prof. Dr. Jürgen Eckert, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden. Als einer der führenden Forscher auf diesem Gebiet erhält Jürgen Eckert einen mit 2,5 Millionen Euro dotierten ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrates (European Research Council, ERC). Mit dieser Förderlinie unterstützt die Europäische Union herausragende Forscher, die besonders innovative und zukunftsweisende Forschungsansätze vorschlagen. Metallische Werkstoffe sind von entscheidender Bedeutung für zentrale Themen unserer Gesellschaft, wie Energie, Sicherheit, Infrastruktur, Mobilität, Gesundheit und Kommunikation. In all diesen Bereichen spielen metallische Werkstoffe mit sehr hoher Festigkeit eine große
Ministerin Rehlinger besorgt über Häufung von Störfällen im Atomkraftwerk Cattenom Behörden-Mitteilungen 28. September 201328. September 2013 (WK-news) - Mit Besorgnis reagiert die saarländische Umweltministerin Anke Rehlinger auf die Häufung der technischen Pannen im Atomkraftwerk Cattenom in den letzten Wochen. Am späten Abend des 25.Sept. informierte der Betreiber EDF über eine Störung, die am Sonntag, 22. September, nach einer mehrstündigen Stilllegung des Reaktorblocks 2 beim Wiederanfahren aufgetreten war. Demnach führte eine Funktionsstörung im Maschinenhaus zur Abschaltung der Turbine. Der Reaktor wurde daraufhin automatisch heruntergefahren. Da die Betriebsmannschaft jedoch erst mit einer halbstündigen Verspätung auf diesen Vorfall reagiert hatte, wurde das Ereignis gestern Nachmittag von der französischen Atomaufsichtsbehörde ASN auf der Stufe 1 der INES-Skala eingestuft, so die EDF. „Hier
Austausch über politische und technische Aspekte des Netzausbaus Forschungs-Mitteilungen 28. September 2013 (WK-intern) - Großer erster Regensburger Energiekongress an der Hochschule Regensburg Zwei Tage nach der Bundestagswahl, am 24. und 25. September 2013, hatten die Hochschule Regensburg (HS.R) und die IHK für Oberpfalz und Kelheim zu einem Austausch über politische und technische Aspekte des Netzausbaus an die Hochschule eingeladen. Neben Hausherr HS.R-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier begrüßte die Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft der IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes: „Der Zeitpunkt war noch nie so günstig, um zu formulieren, welche Vorgaben die Politik leisten kann und muss“, so Dr. Jürgen Helmes. Insgesamt zählte die zweitägige Veranstaltung 130 Teilnehmer. Die Organisatoren der Veranstaltung, Florian Rieder, Energieexperte
Synthesestufe der bioliq®-Pilotanlage ging erfolgreich in Betrieb Bioenergie Forschungs-Mitteilungen 28. September 2013 (WK-intern) - Erstmals Benzin am KIT hergestellt Zum ersten Mal wird am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Benzin hergestellt: Die Synthesestufe der bioliq®-Pilotanlage ging erfolgreich in Betrieb. Damit ist das KIT gemeinsam mit der Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH bei der Herstellung umweltfreundlicher Kraftstoffe aus Restbiomasse weiter vorangekommen. Vom bioliq®-Prozess sind nun die Schnellpyrolyse und die Hochdruck-Flugstromvergasung sowie die Synthese verwirklicht. Damit ist die gesamte bioliq®-Anlage komplett. Der abschließende Schritt wird sein, nun die vollständige Prozesskette im Zusammenspiel zu erproben und für die industrielle Großanwendung zu optimieren. Sobald alle Stufen des bioliq®-Prozesses miteinander verbunden sind, wird die Pilotanlage hochwertigen Treibstoff aus Stroh liefern. Dies
Forschungsverbund legt Ergebnisse zum CO2-Fußabdruck für Produkte vor Forschungs-Mitteilungen Ökologie 28. September 201328. September 2013 (WK-intern) - Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) können von der Ermittlung des CO2-Fußabdrucks für ihre Produkte profitieren. Er hilft ihnen dabei, die Produktion klimaschonender zu gestalten und kann das Ansehen beim Verbraucher erhöhen – wenn die Umwelt-Kennzeichnung glaubwürdig zum Image des Unternehmens passt. Denn Verbraucher stehen dem CO2-Fußabdruck für Produkte (Product Carbon Footprint – PCF) bislang eher skeptisch gegenüber. Allerdings haben sie durch ihr Einkaufs- und Konsumverhalten einen erheblichen Anteil an der Klimabilanz von Produkten. Das sind zentrale Erkenntnisse aus der nun abgeschlossenen Arbeit des Forschungsverbunds „PCF-KMU“, die dieser am heutigen Freitag im Rahmen eines Ergebnis-Workshops an der Hochschule Darmstadt präsentiert. Der
Herausforderungen beim Umbau der Energiewirtschaft sind Wärme und Verkehr Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen 28. September 2013 (WK-intern) - Energiewende vergisst Wärme und Verkehr Das deutsche Projekt „Energiewende“ war bereits vor der Bundestagswahl eines der beherrschenden Themen in der letzten Legislaturperiode. Im Wahlkampf wurden bestimmte Einzelthemen zugespitzt, um griffige Wahlkampfaussagen zu generieren. Die Herausforderungen beim Umbau der Energiewirtschaft bleiben jedoch bestehen und müssen nun in der kommenden Legislaturperiode bewältigt werden. In Bild 1 sind die Erfolge der Energiewende hin zu höheren regenerativen Anteilen der letzten drei Jahre dargestellt. Eine Stromwende ist bereits sichtbar – von einer „Wärmewende“ oder auch „Mobilitätswende“ kann jedoch angesichts stagnierender regenerativer Anteile von 10,4 bzw. 5,5 % nicht gesprochen werden. Insbesondere im Wärmesektor mit einem Anteil