Forschungszentrum für Energie- und Umweltchemie (CEEC Jena) der Universität Jena wurde eingeweiht Forschungs-Mitteilungen Technik 24. Oktober 2015 Forschungszentrum für Energie- und Umweltchemie (CEEC Jena) der Universität Jena und des Fraunhofer-Instituts (IKTS) Hermsdorf/Dresden eingeweiht (WK-intern) - Energieforschung in Jena erhält neues Zuhause Wind, Sonne, Wasser statt Kohle, Öl oder Uran – der Umstieg von der Nutzung fossiler Energieträger hin zu regenerativen Energiequellen ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Was zur globalen Energiewende bislang vor allem fehlt, sind klimafreundliche, nachhaltige und risikoarme Energiespeicher. „Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern unterliegen erneuerbare Energiequellen starken natürlichen Schwankungen“, macht Prof. Dr. Ulrich S. Schubert von der Friedrich-Schiller-Universität Jena deutlich. Für eine kontinuierliche Stromversorgung und stabile Energienetze seien Energiespeicher daher unerlässlich, so der Chemiker und Materialwissenschaftler
DLR-Video: Ozonloch erreicht wieder Rekordniveau Forschungs-Mitteilungen Ökologie Videos 23. Oktober 2015 Das Ozonloch über der Antarktis erstreckt sich derzeit über 26 Millionen Quadratkilometer, eine Fläche, größer als der nordamerikanische Kontinent. (WK-intern) - Aktuell ist es um circa 2,5 Millionen Quadratkilometer größer als zum selben Zeitpunkt im Jahr 2014. Nur im Jahr 2006 war es mit 27 Millionen Quadratkilometern noch größer. Mit Hilfe von Satelliten haben Wissenschaftler des Erdbeobachtungszentrums (EOC) am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) diese Entwicklung dokumentiert. Sie beobachten permanent die schützende Ozonschicht und analysieren die Veränderungen. Der starke Ozonabbau über der Antarktis ist ein jährlich wiederkehrendes Phänomen. In der Stratosphäre, in einer Höhe von circa 10 bis 50 Kilometern, haben sich
Neue Technologie ermöglicht eine deutliche Steigerung der Reichweite für Elektroautos E-Mobilität Forschungs-Mitteilungen 23. Oktober 201523. Oktober 2015 3M steigert die Reichweite von Elektroautos (WK-intern) - 40 Prozent mehr Leistungsfähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien Der Multitechnologiekonzern 3M hat ein neues Material entwickelt, das die Leistungsfähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos um bis zu 40 Prozent erhöht. Die marktreife Technologie ermöglicht eine deutliche Steigerung der Reichweite dieser Fahrzeuge. Die Batteriezelle leistungsfähiger zu machen, ist eine der größten Herausforderungen für die Automobilindustrie. Zum einen, weil die Batterietechnologie die Reichweite der Elektroautos entscheidend bestimmt, zum anderen wegen ihres hohen Anteils an den Fahrzeugkosten. Technologie bereits erfolgreich in Asien eingesetzt Der neue, so genannte Anodenwerkstoff, wird in Asien bereits erfolgreich in der Vorserienproduktion von Akkus für Mobilfunktelefone und Laptops eingesetzt. Im
15-Jährige erfindet Mini-Turbine zur Energiegewinnung Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen 23. Oktober 2015 Die Schülerin Hannah Herbst aus Florida, USA hat den Prototyp einer Turbine entwickelt, mit der sich aus Meeresströmungen Energie gewinnen lässt. (WK-intern) - Das System soll insbesondere in Entwicklungsländern zum Einsatz kommen. Mit der Erfindung gewann die Neuntklässlerin den US-amerikanischen Wettbewerb „Young Scientist Challenge“ des Multitechnologieunternehmens 3M. Die Wasserkraft im Meer setzt einen Propeller in der Turbine in Gang, die so gewonnene Energie wird in einem Generator gespeichert. Diese soll beispielsweise dazu dienen, Meerwasser zu Trinkwasser aufzubereiten. Die Idee hierfür kam Hannah Herbst beim Austausch mit einer neunjährigen Brieffreundin aus Äthiopien. In dem Land fehlt es an verlässlichen Strom- und Elektrizitätskapazitäten. Die Überlegungen
Glyphosat schadet Schlüsselspezies für Bodengesundheit und Fruchtbarkeit Forschungs-Mitteilungen Ökologie 23. Oktober 2015 GLOBAL 2000 analysiert systembedingtes Versagen einer industriefreundlichen Zulassungspraxis (WK-intern) - Das weltweit meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat galt vier Jahrzehnte lang als unproblematisch für Regenwürmer. Bis ein österreichisches Forscherteam der Universität für Bodenkultur (BOKU) vor kurzem feststellte, dass handelsübliche Glyphosat-hältige Pflanzenschutzmittel die Aktivität und Fortpflanzung von Regenwürmern gravierend beeinträchtigen. Dieser offensichtliche Widerspruch zwischen der behördlichen Risikoeinschätzung einerseits und den Ergebnissen der Wissenschaftler andererseits veranlasste die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 zu einem Vergleich der jeweils angewendeten Untersuchungsmethoden. Wenig erfreuliches Fazit dieser Analyse: "Mit den realitätsfernen Versuchsanordnungen im Zulassungsverfahren ließen sich auch in hundert Jahren noch keine negativen Auswirkungen der untersuchten Produkte auf Regenwürmer
Pariser Klimaabkommen als Brücke zur Einhaltung der 2-Grad-Grenze Forschungs-Mitteilungen Ökologie 22. Oktober 2015 Die nationalen Länderbeiträge zu einem globalen Klimaabkommen reichen bislang nicht aus, um die globale Erwärmung auf maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen (WK-intern) - Die Länderbeiträge können jedoch zum Einstiegspunkt in eine kohlenstoffarme Wirtschaft werden, wenn das Pariser Abkommen einen Mechanismus zur Stärkung dieser Beiträge bis spätestens 2020 umfasst. Das zeigt ein neuer Bericht eines Konsortiums aus 16 internationalen Forschungsinstituten. Die Wissenschaftler liefern eine detaillierte Analyse des Umbaus des Energiesektors, der für die Umsetzung der INDC genannten Länderbeiträge (intended nationally determined contribution) notwendig wird, und untersuchen die Reichweite dieses Umbaus mit Blick auf die zwei-Grad-Leitplanke. „Bis zum 19.Oktober wurden 123 INDCs von
Praxistaugliche IT-Lösungen für Elektromobilisierung von Fahrzeugflotten E-Mobilität Forschungs-Mitteilungen 22. Oktober 2015 »eFlotte« entwickelt praxistaugliche IT-Lösungen für Elektromobilisierung von Fahrzeugflotten (WK-intern) - Nach dreijähriger Laufzeit befindet sich das Spitzenclusterprojekt »eFlotte« auf der Zielgeraden. Viele der dabei entwickelten Lösungen, die die Integration von Elektrofahrzeugen in bestehende Fahrzeugflotten vereinfachen, wurden in der Praxis erprobt oder sind schon im Alltagsbetrieb angekommen – z.B. ein Ladeinfrastrukturdemonstrator am Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart. Elektromobilität findet den Zugang zum Markt über Fuhrparkflotten – das zeigen aktuelle Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamts. Um Elektrofahrzeuge flächendeckend auf die Straße zu bringen, müssen sie ein fester Bestandteil von Fahrzeugflotten werden. Durch die im Projekt entwickelten intelligenten, praxistauglichen IT-Lösungen werden Fuhrparkmanager bei der Integration elektrisch angetriebener Fahrzeuge in ihre Flotten
Batterien aus Kunststoff für die Energiewende Forschungs-Mitteilungen 22. Oktober 2015 Chemiker der Universität Jena präsentieren neuartige Redox-Flow-Batterie auf Polymer-Basis (WK-intern) - Sonne und Wind sind wichtige erneuerbare Energiequellen, die jedoch natürliche Schwankungen zeigen: Bei starkem Wind und strahlendem Sonnenschein wird zu viel, bei Windstille und Wolken dagegen zu wenig Strom produziert. Für eine kontinuierliche Stromversorgung und stabile Energienetze braucht es daher Stromspeicher. Vielversprechend sind sogenannte Redox-Flow-Batterien, die allerdings bislang einen entscheidenden Nachteil haben: Bei dieser Batterietechnik kommen teure Metalle und aggressive Säuren zum Einsatz. Einen entscheidenden Schritt zu einer einfach handhabbaren, sicheren und zugleich ökonomischen Redox-Flow-Batterie ist nun einem Forscherteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena, des Zentrums für Energie und Umweltchemie (CEEC Jena) und der JenaBatteries
Elektroimpulse: Neues alternatives Bohrverfahren in der Geothermie Forschungs-Mitteilungen Geothermie 22. Oktober 201521. Oktober 2015 Neues Verfahren nutzt hohe Spannung für tiefe Geothermiebohrungen (WK-intern) - Bohren wie der Blitz Etwa 95 % der geothermischen Wärmeressourcen in Deutschland stecken im kristallinen Gestein. Die bisherigen Bohrverfahren kommen in diesem harten Gestein aber nur langsam voran und verschleißen schnell. Das BINE-Projektinfo „Elektroimpulse zerkleinern hartes Gestein“ (13/2015) stellt ein alternatives Bohrverfahren vor. Bei diesem zerkleinert ein Hochspannungsimpuls das Gestein. Das Verfahren weist nur eine geringe Abnutzung des Bohrkopfs auf und ermöglicht bis zu 30 % niedrigere Bohrkosten. Beim Bohren mit dem Elektro Impuls Verfahren (EIV) liegen zwei Elektroden in der Tiefe auf der Gesteinsschicht auf. Über sie werden Impulse von 400 kV ins
Airbus testet effizientes Triebwerk in neuer Testanlagen für Ionenantriebe Forschungs-Mitteilungen Technik 22. Oktober 201521. Oktober 2015 Airbus testet Hochleistungsionenantrieb in DLR-Weltraumkammer (WK-intern) - Ein Triebwerk, das zu den effizientesten existierenden Raumfahrtantrieben zählt, ist im Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) Göttingen von Airbus getestet worden. Die Untersuchungen fanden in einer der leistungsfähigsten Testanlagen für Ionenantriebe statt. Die "Simulationsanlage für Treibstrahlen Göttingen - Elektrische Triebwerke" (STG-ET) hat damit ihre Eignung zum Betrieb von Ionentriebwerken hoher Leistung unter Beweis gestellt. Das ist technisch besonders anspruchsvoll, denn diese Triebwerke können nur im Vakuum höchster Qualität betrieben und getestet werden. Weitere Herausforderungen sind die direkte Messung des Schubs und der Umgang mit dem hochenergetischen Ionenstrahl der Triebwerke. Die STG-ET simuliert in einer Kammer
Nanokohlenstoffe verwandeln Abwärme in Strom und reinigen Abwässer ohne Chemie Forschungs-Mitteilungen Ökologie Technik 22. Oktober 201521. Oktober 2015 Wissenschaftler am INM arbeiten an einer Methode, mit der man Abwässer ohne Chemikalien und zudem energieeffizient entsalzen kann. (WK-intern) - Dieser umweltverträgliche Prozess lässt sich sogar zur Stromerzeugung nutzen. Um Salze und Schwermetalle aus Abwässern zu entfernen, werden diese über chemische Reaktionen gereinigt oder aufwändigen Filtermethoden unterzogen. Wissenschaftler aus Saarbrücken arbeiten an einer Methode, mit der man Abwässer ohne Chemikalien und zudem energie-effizient entsalzen kann: Bei der sogenannten elektrosorptiven Entionisierung (CDI) werden die Ionen über Elektroden aus dem Wasser entfernt und an den Elektroden gesammelt. Zurück bleiben sauberes Wasser und die an den Elektroden angereicherten Ionen. Dieser umweltverträgliche Prozess lässt sich sogar zur
Solarstromforschung fördert die Photovoltaik-Industrie Forschungs-Mitteilungen Solarenergie 21. Oktober 2015 Spitzenforschung erleben: Die Solarbranche als Arbeitgeber (WK-intern) - Erste „Science meets Solar“-Tour führt Nachwuchskräfte nach Freiberg Anwendungsorientierte Forschung macht Solarstrom noch günstiger Photovoltaik-Industrie als attraktiver Arbeitgeber Exklusive Einblicke in die Spitzenforschung der deutschen Solarindustrie erhalten Studierende und Absolventen bei „Science meets Solar“ in Freiberg. Im Rahmen der von der Bundesregierung unterstützten Förderinitiative „F&E für Photovoltaik“ treffen sie zwei Tage lang Vertreter der anwendungsorientierten Photovoltaik-Forschung sowie der Industrie. „F&E für Photovoltaik“ – kurz Solarstromforschung – fördert die Forschungsanstrengungen der Photovoltaik-Industrie in Deutschland über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt rund 50 Mio. Euro. Die an „Science meets Solar“ Teilnehmenden studieren und arbeiten unter anderem