Neue Klimaschutzstudie Ökologie 10. September 2017 „Erbärmliches Zeugnis klimapolitischen Versagens“ (WK-intern) - Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig kommentiert das Verfehlen des deutschen Klimaschutzziels Die veröffentlichte Studie des Think-Tanks Agora Energiewende kommt zu dem Schluss, dass Deutschland das vor zehn Jahren von Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündete Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent abzusenken, noch wesentlich deutlicher verfehlen wird, als bisher angenommen. Oxfam Deutschlands Klima-Experte Jan Kowalzig kommentiert: „Seit Jahren ist bekannt, dass Deutschland sein Klimaschutzziel, die Treibhausgase bis 2020 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren, zu verfehlen droht. Jetzt kommt raus: Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit könnte noch viel größer ausfallen, als bisher angenommen. Das ist ein erbärmliches Zeugnis klimapolitischen
„Irma“ und Co.: Weckruf für entschiedene Klimapolitik Ökologie 10. September 2017 Klimaziele, Kohleausstieg, Verkehrswende: Germanwatch kritisiert, dass Parteien im Wahlkampf großen Bogen um die drängenden Herausforderungen machen (WK-intern) - Als "Weckruf für entschiedene Klimapolitik" bezeichnet die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch die Hurrikane von zum Teil nie gesehener Zerstörungskraft und die verheerenden Monsunregenfälle in Südasien mit mehr als 2000 Toten. "Das Klima verhandelt nicht über Klimaziele. Es verändert sich in zunehmendem Tempo und verstärkt dadurch Extremwetterereignisse auf der ganzen Welt", sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. "Umso erschreckender ist es, dass Klimapolitik im Wahlkampf keine Rolle spielt. Es ist höchste Zeit, dass sich neben den Grünen auch die anderen Parteien klar zum Erreichen der
„Irma“ verheerendster Karibik-Sturm aller Zeiten Forschungs-Mitteilungen Ökologie 10. September 2017 Hurrikan Irma, der in den vergangenen Tagen auf dem Atlantik und in der Karibik wütete, hat Zerstörungen in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar verursacht. (WK-intern) - Das haben Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) berechnet. Der Wirbelsturm der höchsten Kategorie fünf war außerdem der längste dieser stärke und hat auf Südseeinseln wie Barbuda, Saint Martin und den Virgin Islands zahlreiche Häuser zerstört und die Versorgung mit Strom, Trinkwasser und Benzin zusammenbrechen lassen. „Gemessen an der Schadenssumme von 10 Milliarden US-Dollar war dies der schlimmste Sturm in der Karibik aller Zeiten“, sagt James Daniell vom Geophysikalischen Institut und vom Center for Disaster Management
Deutscher Umweltpreis 2017 geht an Bayreuther Lehrbeauftragten Dr. Kai Frobel Forschungs-Mitteilungen Ökologie 10. September 2017 Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat die Begründer des ‚Grünen Bandes‘ – und damit auch ein Mitglied der Universität Bayreuth – mit dem Deutschen Umweltpreis 2017 ausgezeichnet. (WK-intern) - Dr. Kai Frobel wird als „Initiator und Namensgeber“ der naturnahen Gebiete entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze mit diesem bedeutendsten Umweltpreis Europas geehrt. Frobel ist Lehrbeauftragter am Lehrstuhl Biogeografie und Mitglied des Bayreuther Zentrums für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER) der Universität Bayreuth. „Dr. Kai Frobel wird als der Initiator und Namensgeber des ‚Grünen Bandes‘ angesehen“, sagt Prof. Dr. Werner Wahmhoff, stellvertretender Generalsekretär der DBU. Frobel habe lange vor der Wende durch seine Vorarbeiten und seine Kontaktaufnahme
Windkraft und Artenschutz in Baden-Württemberg Behörden-Mitteilungen Ökologie Windenergie 9. September 2017 Umweltminister Franz Untersteller: „Viele geplante Windkraftprojekte im Land sind bereits an den strengen Vorgaben des Artenschutzes gescheitert.“ (WK-intern) - Heute (07.09.) haben LNV, NABU und BUND Ergebnisse einer stichprobenhaften Untersuchung von Windenergiegutachten bei genehmigten Windkraftanlagen vorgestellt. Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller sagte hierzu: „Ich begrüße es, dass die großen Umwelt- und Naturschutzverbände im Land sich klar zum Ausbau der Windenergie bekannt haben. Wir haben das gleiche Ziel: Sowohl einen wirksamen Artenschutz als auch den Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg weiter voranzubringen.“ „Leider verkennen die Verbände, dass es bei etlichen Projekten im Land aus Gründen des Artenschutzes schon gar nicht bis zu einem Genehmigungsverfahren
Meilenstein für den marinen Umweltschutz – Ballastwasserübereinkommen in Kraft Behörden-Mitteilungen Ökologie 9. September 2017 Am 8. September 2017 tritt das Internationale Übereinkommen von 2004 zur Kontrolle und Behandlung von Ballastwasser und Sedimenten von Schiffen, das sogenannte Ballastwasser-Übereinkommen, in Kraft. (WK-intern) - Schiffe sind verpflichtet, künftig an Bord Anlagen zur Behandlung von Ballastwasser zu installieren, die die weltweite Verschleppung invasiver Tier- und Pflanzenarten verhindern. Die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Monika Breuch-Moritz, begrüßt das Inkrafttreten: „Das Ballastwasser-Übereinkommen ist ein Meilenstein für den marinen Umweltschutz“. Ballastwasser wird in Seeschiffen mitgeführt, um ihnen die notwendige Stabilität zu verleihen. Bei der Aufnahme von Ballastwasser kommen regelmäßig Organismen, zum Beispiel kleine Fische, Benthos- und Planktonorganismen oder auch pathogene Keime,
Erneuerbare überflügeln Atomkraft auch in der Europäischen Union Erneuerbare & Ökologie Ökologie 8. September 20178. September 2017 Anteil der Erneuerbaren am Strommix legt zu, während Kernkraft an Bedeutung verliert (WK-intern) - In Asien sind mit Südkorea und Taiwan weitere Länder auf die Energiewende eingeschwenkt. In der Europäischen Union wächst der Anteil der Erneuerbaren Energien am Strommix, während die Atomkraft weiter an Bedeutung verliert. Wie aus Daten der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) hervorgeht, sank die Produktion von Atomstrom im immer älter werdenden EU-Kraftwerkspark 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf rund 800 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Im Gegenzug erhöhte sich die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien um rund 2 Prozent auf mehr als 950 Mrd. kWh. Dabei konnten laut Daten von Agora
Ökologische Trassenpflege unter Freileitungen hilft der Natur News allgemein Ökologie Technik Veranstaltungen 8. September 20178. September 2017 Pressegespräch und Exkursion im Binger Wald: (WK-intern) - Deutsche Umwelthilfe stellt gemeinsam mit Staatssekretär Thomas Griese, dem Bundesamt für Naturschutz und Netzbetreibern einen neuen Leitfaden zum naturverträglichen Trassenmanagement vor. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) lädt gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz, dem Bundesamt für Naturschutz sowie den Netzbetreibern Amprion GmbH und Westnetz GmbH zu einem Pressegespräch am 12.9.2017 mit einer anschließenden Besichtigung von Freileitungstrassen im Binger Wald ein. Rund 35.000 km Stromleitungen ziehen sich durch Deutschland. Aus Sicherheitsgründen müssen die Freileitungstrassen von Gehölzen freigehalten werden. Die auch heute noch verbreitete Praxis, leitungsgefährdende Vegetation großflächig zu beseitigen, hinterlässt
BMUB startet Jugenddialog zur 23. Weltklimakonferenz Behörden-Mitteilungen Ökologie 8. September 2017 Unser Klima! Unsere Zukunft! (WK-intern) - Damit anlässlich der COP 23 in Bonn nicht nur Politiker und Experten über die Zukunft des Weltklimas diskutieren, lädt das BMUB junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren zu einem Jugenddialog ein. Der Kampf gegen den Klimawandel ist eine globale Herausforderung, die nur unter Mitwirkung der Gesellschaft gelingen kann. Damit anlässlich der kommenden 23. Weltklimakonferenz (COP 23) in Bonn nicht nur Politiker und Experten über die Zukunft des Weltklimas diskutieren, lädt das Bundesumweltministerium (BMUB) junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren zu einem Jugenddialog ein. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth: "Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen von
Deutschland wird sein gestecktes Klimaziel 2020 nicht erreichen Erneuerbare & Ökologie Ökologie 7. September 20177. September 2017 Deutschlands Klimaziel 2020 ist noch weiter weg als gedacht (WK-intern) - Ohne kräftiges Gegensteuern reduziert die Bundesrepublik ihren Treibhausgas-Ausstoß bis 2020 nur um 30 statt um 40 Prozent. Die Handlungslücke beträgt 120 Millionen Tonnen CO2. Ohne weitere Anstrengungen wird Deutschland sein Klimaschutzziel für 2020 drastisch verfehlen. Der Ausstoß von Treibhausgasen wird gegenüber 1990 lediglich um 30 bis 31 Prozent zurückgehen. Das Ziel der Bundesregierung liegt bei einer Treibhausgas-Reduktion von 40 Prozent. Zu der Einschätzung kommt Agora Energiewende in einer aktuellen Analyse. Für diese wurde die offizielle Prognose der Bundesregierung - der so genannte Projektionsbericht – mit den neusten verfügbaren Daten aktualisiert. Im Projektionsbericht
Heinz Sielmann Stiftung: Heideblüte wichtig für bedrohte Wildbienenarten Ökologie Videos 7. September 20177. September 2017 Die Heideblüte erreicht derzeit Ihren Höhepunkt und wird zum Ausflugsziel vieler Touristen. (WK-intern) - Noch wichtiger ist die Heideblüte aber für die Heidekraut-Bienen. Einen Einblick in deren Lebensraum gibt ein aktuelles Video der Heinz Sielmann Stiftung. Spätflieger im rosaroten Heideblütenteppich Bundesweite Bekanntheit erlangte die Kyritz-Ruppiner Heide (auch bekannt als Wittstock-Ruppiner Heide) durch den dort gelegenen Truppenübungsplatz, das sogenannte Bombodrom. Dieser wurde schon vor Jahren aufgegeben und so erobert sich die Natur ihr Refugium zurück. Seltene Heidekrautbienen überleben dank Pflege geschützter Heideflächen Nicht nur Honigbienen und Hummeln nutzen jetzt das reiche Blütenangebot, sondern auch zwei hübsche Spezialisten unter den Wildbienen: Die Heidekraut-Sandbiene (Andrena fuscipes) und die Heidekraut-Seidenbiene
Life Forestry: Toprendite mit aktivem Umweltschutz Ökologie 7. September 2017 In letzter Zeit wird wieder gehäuft die Vernichtung der Urwälder thematisiert. (WK-intern) - Diesmal ging es, passend zur Grillsaison, um Holzkohle aus Tropenholz. Im Auftrag von verschiedenen Verbraucherschutzorganisationen untersuchten Experten des Thünen-Kompetenzzentrums (Agrarinstitut nach J.-H. von Thünen) Grillkohle-Sortimente aus dem deutschen Handel. Und sie wurden fündig: In acht Proben wiesen die Experten abweichend von der Deklaration Tropenhölzer nach. Dies zeigt wie wichtig es ist, praxistaugliche und gerichtsfeste Methoden zur Verfügung zu haben, um illegal eingeführte Holz- und Papierprodukte zu identifizieren. Denn seit März 2013 ist in der EU eine Holzhandelsverordnung in Kraft getreten. Sie verbietet den Import und den Handel mit illegal eingeschlagenem Holz