Werbung BARD präsentiert einzigartiges Offshore-Rettungskonzept Erneuerbare & Ökologie Mitteilungen Offshore Windparks 20. Oktober 201120. Oktober 2011 Kooperation mit Deutschem Roten Kreuz und Northern HeliCopter GmbH Emden – Der Emder Offshore-Windkraft-Pionier BARD hat ein bislang einzigartiges Hochsee-Rettungskonzept präsentiert, das sicherstellt, dass auch unter schwierigen Bedingungen innerhalb von maximal einer Stunde ein Notarzt am Unfallort auf der Nordsee eintrifft. „Bei Flugzeiten von rund 45 Minuten bis zu den Windfeldern ist das eine ganz besondere Leistung,“ sagte Stephan Ahlers, Arbeitssicherheitsbeauftragter der BARD Engineering GmbH, bei der Vorstellung des Offshore-Notfallrettungskonzeptes, das zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz Ammerland Offshore-Rettung+Sicherheit gGmbH (ORS) und deren Partner, der Northern HeliCopter GmbH (NHC) aus Emden, entwickelt worden ist. Bis zum Eintreffen des Helikopters und der Übernahme des Patienten unterstützt die Helfer am Unfallort ein ärztlicher Koordinator an Land übers Telefon. Alle auf See eingesetzten BARDMitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind als Ersthelfer ausgebildet. Über eine zentrale Notrufnummer kann künftig die rund um die Uhr besetzte Leitstelle des DRK alarmiert werden, die auf einen Pool von 18 speziell auf die Besonderheiten der Offshore-Einsätze geschulten Notärzte zurückgreifen kann. NHC hält ständig einen Hubschrauber in Bereitschaft, der extra für Rettungsflüge auf hoher See ausgerüstet wurde und in dem eine intensive medizinische Betreuung sogar während des Fluges möglich ist. NHC-Geschäftsführer Frank Zabell: „Das unterscheidet unseren Offshore-Ambulanz-Helikopter von den an Land eingesetzten Typen, wo wegen der deutlich kürzeren Flugzeiten der Patient eher selten an Bord behandelt werden muss.“ Die Idee zur Entwicklung des Rettungskonzeptes stammt von der DRK Ammerland Offshore-Rettung+Sicherheit gGmbH (ORS). Rettungskoordinator Jann Aden: „Bei der Ausbildung von Betriebssanitätern ‚Offshore‘ wurde deutlich, dass die Rettung aus Windkraftanlagen insbesondere auf hoher See noch verbessert werden konnte.“ Bei besonderen Offshore-Einsatzlagen kann künftig auch ein Höhenrettungsteam eingesetzt werden, das in die Alarmierungskette integriert ist. Der ORSNotfallkoordinator informiert auch die betrieblichen und behördlichen Stellen. Die BARD-Gruppe errichtet gegenwärtig rund 100 km vor Borkum den ersten kommerziellen Windpark in der Nordsee „BARD Offshore 1“. In dem etwa 10 auf 16 Kilometer großen Baufeld sind bis zu 20 Schiffe und 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz. Von den geplanten 80 Windkraftanlagen der Fünf-Megawatt-Klasse sind mittlerweile 15 bereits am Netz. „BARD Offshore 1“ ist damit schon jetzt der leistungsstärkste Hochsee-Windpark in deutschen Gewässern. „Wir nehmen unsere Verantwortung für die Sicherheit unserer Beschäftigten sehr ernst“, erklärte Stephan Ahlers. Bislang habe es, von einem tödlichen Taucherunfall im Jahr 2010 abgesehen, im Baufeld noch keine schwerwiegenden Zwischenfälle gegeben. Die Notwendigkeit eigenständiger unternehmerischer Rettungskonzepte für die Hochsee begründe sich auch darin, dass die staatlichen Ressourcen als Primärrettungsmittel für nationale Aufgaben im Rahmen der staatlichen Daseinsvorsorge vorgehaltenwerden und eingeplant sind. Ahlers: „In den kommenden Jahren werden die Arbeiten in den Baufeldern auf See noch deutlich zunehmen, wir sind deshalb als Errichter in der Verantwortung, für eine geeignete Rettungsorganisation zu sorgen.“ Die BARD-Gruppe beschreite mit dem neuen Konzept einen innovativen Weg zur Wahrnehmung ihrer unternehmerischen Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der ORS-Rettungsorganisation wollen auch andere Offshore-Windparkbetreiber beitreten. Bildunterschrift: Der erste sogenannten Cluster in „BARD Offshore 1“ ist komplett am Netz. Insgesamt zwölf Windkraftanlagen speisen bereits seit Mitte Mai 2011 Strom ein. Im Hintergrund links die Trafo- und Wohnplattform „BARD 1“, rechts die Plattform „borwin alpha“ der Stromübertragungsgesellschaft TenneT, von der aus die Energie über eine Hochspannungsgleichstromverbindung per Seekabel ans Festland geleitet wird. PM, Text & Bild: BARD Weitere Beiträge:GP JOULE bestellt 10 Megawatt Elektrolyse für klimaneutralen VerkehrOffshore Windenergie wächst 2011 in Europa um fast 30 %Quartalsbericht: Atlas Copco meldet solide Auftragslage, Umsatz und Betriebsergebnis