Kleine Erfrischung: Dürre in Deutschland, aber das IKT lässt es regnen Forschungs-Mitteilungen Ökologie 8. August 2018 Sommer, Sonne, Sonnenschein – und wochenlang kaum eine Wolke am Himmel. (WK-intern) - Die Freibäder sind voll, die Wiesen gelb und die Bäume werfen wegen der Trockenheit ihre Blätter ab. Da käme ein bisschen Regen gerade recht. Den macht sich das IKT bei Bedarf selbst. Denn jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine Prüfung mit dem so genannten Tropfinfiltrometer, um die Durchlässigkeit von verlegten Pflastersteinen zu messen. Regenmengen werden in der Regel in Liter pro Quadratmeter angegeben. Und nie war diese Angabe passender. Denn viel mehr als ein Quadratmeter wird nicht nass, wenn die IKT-Prüfer ihr Tropfinfiltrometer aufstellen und sich ihren eigenen Regen
Hat Deutschland sein international bewundertes „made in Germany“ mittlerweile verspielt? Mitteilungen Ökologie Technik 8. August 2018 Wen man deutsches Know-how und deutsche Ingenieurkunst sehen will, richtet sich der Blick immer öfter nach China. (WK-intern) - Deutschland hat sein international bewundertes „made in Germany“ mittlerweile verspielt. „Atomausstieg, Energiewende, Abgasskandal und gescheiterte Großprojekte wie der Flughafen Berlin Brandenburg oder Stuttgart 21 haben sich zu nationalen Peinlichkeiten entwickelt,“ sagt Horst Roosen, Vorstand des UTR |Umwelt|Technik|Recht| e.V. Wer einen Berufspendler auf die berühmte „deutsche Pünktlichkeit“ anspricht, muss radikal umdenken. Ein marodes Schienennetz, eine Technik teilweise aus dem 19. Jahrhundert und baufällige Brücken, sind Zeuge einer verfehlten Politik der deutschen Regierung. Pendler die auf die Straße ausweichen, stehen im Stau, fahren Umleitungen wegen gesperrter Brücken,
Ausnahmeentscheidungen für Kohlekraftwerke in Baden-Württemberg sind ein Desaster für den Naturschutz Ökologie Technik 7. August 2018 Deutsche Umwelthilfe kritisiert kurzfristige Ausnahmeregelungen, die es Betreibern der Steinkohlekraftwerke in Heilbronn und Mannheim ermöglichen, zeitlich befristet höher temperiertes Kühlwasser in Neckar und Rhein einzuleiten (WK-intern) - DUH kündigt rechtliche Prüfung an Einleitung birgt zusätzliche Risiken für die bereits bestehende hitzebedingte Extremsituation in den Gewässern, die Fischsterben verursacht Die Regierungspräsidien Stuttgart und Karlsruhe haben vor wenigen Tagen den Betreibern der Steinkohlekraftwerke in Heilbronn (EnBW) und Mannheim (Großkraftwerk Mannheim) unter bestimmten Bedingungen bewilligt, zeitlich befristet höher temperiertes Kühlwasser in Neckar und Rhein einzuleiten. Damit wird von bestehenden wasserrechtlichen Erlaubnissen abgewichen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht in der Maßnahme ein erhöhtes Gefährdungspotenzial für Fauna und
Weckruf für den Klimaschutz Ökologie 7. August 2018 Vor Kabinettssitzung: Germanwatch und WWF veröffentlichen gemeinsames Papier mit den vier dringlichsten Aufgaben für einen besseren Klimaschutz der Bundesregierung (WK-intern) - Anlässlich der morgigen Kabinettssitzung fordern der WWF Deutschland und Germanwatch die Bundesregierung auf, endlich konkrete Maßnahmen gegen die Erderhitzung zu ergreifen. In einem gemeinsamen Papier benennen sie die dringendsten Aufgaben und orientieren sich dabei an Deutschlands verbleibendem CO2-Budget. „Hitze und Trockenheit machen Mensch und Natur in Deutschland und weltweit zu schaffen – doch die Bundesregierung bleibt weiter tatenlos. In den vergangenen neun Jahren ist Deutschlands Treibhausgas-Ausstoß nicht gesunken. Angesichts der zunehmenden Wetterextreme muss die Bundesregierung endlich zu einer aktiven Klimaschutzpolitik zurückkehren“, sagt
Auf dem Weg in die „Heißzeit“? Planet könnte kritische Schwelle überschreiten Forschungs-Mitteilungen Ökologie 7. August 20187. August 2018 Die globale Erwärmung auf lange Sicht bei 1,5°C bis 2°C zu stoppen, könnte schwieriger sein als bisher angenommen. (WK-intern) - Selbst bei Umsetzung der im Pariser Abkommen festgelegten Pläne zur Minderung von Treibhausgasemissionen bleibt ein Risiko, dass der Planet durch verschiedene Rückkopplungsprozesse in einen Zustand gerät, den die Forscher als „Hothouse Earth“ bezeichnen. Dies diskutiert ein internationales Team von Wissenschaftlern in einer neuen Studie im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Eine solche Heißzeit wäre langfristig durch etwa 4°C bis 5°C höhere Temperaturen charakterisiert sowie durch einen Meeresspiegelanstieg um 10m bis 60m, so die Veröffentlichung. Der Übergang zu einer emissionsfreien
Deutsche Energieberater-Netzwerk fordert: Bundesregierung muss endlich ernst machen beim Klimaschutz Erneuerbare & Ökologie Mitteilungen News allgemein Ökologie 6. August 2018 DEN: "Sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz als Einheit begreifen!" (WK-intern) - Das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN e.V. verfolgt vor dem Hintergrund der außerordentlichen Hitzewelle und der Dürre mit Spannung die Reaktionen von Seiten der Bundesregierung. „Eigentlich müssten in Berlin die Alarmglocken schrillen“, sagt der Vorsitzende des Netzwerks, Dipl.-Ing. Hermann Dannecker. „Wochenlang erleben wir in ganz Deutschland Temperaturen und eine beispiellose Trockenheit von deutlich über 30 Grad Celsius und nur wenigen Litern Niederschlag seit April. Ernteausfälle in Milliardenhöhe sind die Folge, aber auch Schäden auf Straßen, Wald- und Flächenbrände, gesundheitliche Beeinträchtigungen vieler Menschen. Was muss eigentlich noch geschehen, damit die Regierung konsequent ernst macht mit einer
Wärmepumpen knacken 1-Millionen-Marke Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch im Wärmemarkt Dezentrale Energien Ökologie Technik 6. August 2018 Auf Basis der Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks haben ZIV und BDH die Bestandszahlen der zentralen Wärmeerzeuger im Jahr 2017 vorgelegt. (WK-intern) - Erstmals überstieg die Zahl der installierten Wärmepumpen in Deutschland 1 Mio. Stück. Auch wenn Wärmepumpen damit auf nur 5 % des knapp 21 Mio. tragenden Gesamtbestands zentraler Wärmeerzeuger kamen, so erfreut das überproportionale Wachstum in 2017 mit einem Plus von 17 % an neuen Wärmepumpen. "Wärmepumpen nutzen einen hohen Anteil an erneuerbaren Energien für die Wärmeerzeugung im Gebäude und leisten damit einen zentralen, wichtigen Beitrag für die Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt", so Manfred Greis, Präsident des BDH. "Drei
dena unterstützt ALDI SÜD beim Energiesparen Filiale spart 45 Prozent Energie nach umfassender Sanierung Erneuerbare & Ökologie Ökologie Technik 6. August 2018 Der Lebensmittelhändler ALDI SÜD hat seine Filiale in Frankfurt-Schwanheim umfassend energetisch saniert und verbraucht dadurch 45 Prozent weniger Energie. (WK-intern) - Die Wiedereröffnung des Lebensmittelmarkts fand am 6. August 2018 statt. Zum Einsatz kommen neue, hocheffiziente Technik bei Beleuchtung, Lüftung und Kühlung sowie neue Fenster. Die energetische Sanierung ist Teil des Modellvorhabens "Energieeffizient Handeln" der Deutschen Energie-Agentur (dena). Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, sagte: "ALDI SÜD macht damit deutlich, wie groß das Einsparpotenzial im Lebensmittelhandel ist und wie es praktisch ausgeschöpft werden kann. Ein tolles Vorbild für nachhaltiges Handeln in der Energiewende." "Die Filiale in Schwanheim zeigt nicht nur, dass es möglich ist, große
Offener Brief: Belgische Rissereaktoren bleiben brandgefährlich Mitteilungen Ökologie Verbraucherberatung 4. August 2018 Aus Sicht zahlreicher Initiativen und Verbände gibt es bezüglich der belgischen Rissereaktoren Tihange 2 und Doel 3 keinerlei Grund zur Entwarnung. (WK-intern) - In einem Offenen Brief an Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die MinisterpräsidentInnen von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz stellen sie fest, dass es sich bei der zuletzt von der Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) vorgelegten Stellungnahme um keinen Sicherheitsnachweis handelt. Die aktuelle Stellungnahme der RSK, so heben die UnterzeichnerInnen hervor, trifft keine Aussage über die Unbedenklichkeit der Risse in den Druckbehältern der Reaktoren. Weiterhin bleiben diesbezüglich zahlreiche Fragen offen. In einer Pressekonferenz am 9. Juli erklärte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums (BMU), dass „die Risse die
Söders „Naturoffensive“: DAV fordert, die Alpenplanänderung rückgängig zu machen Mitteilungen Ökologie 4. August 20184. August 2018 Auf der Zugspitze hat Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag, 31. Juli, eine „Naturoffensive“ für Bayern verkündet: (WK-intern) - Laut Beschluss des bayerischen Kabinetts sollen für Maßnahmen zum Natur- und Klimaschutz 120 Millionen Euro ausgegeben werden. Dieses Engagement erkennt der Deutsche Alpenverein an. Gleichwohl bleibt für den größten Naturschutz- und Bergsportverband Deutschlands ein fader Beigeschmack, dass diese Investitionen in Infrastruktur und Personal den Mangel an Gebietsschutz in Bayern überdecken sollen. Denn erst vor wenigen Monaten hat der Bayerische Landtag mit dem Alpenplan ein sehr bedeutendes Raumplanungsinstrument zugunsten einer geplanten Skigebietserweiterung am Riedberger Horn geändert. „Diese Änderung war in raumordnungspolitischer Hinsicht eine Katastrophe", sagt DAV-Vizepräsident Rudi
Folgen der Klimakrise auch in Deutschland spürbar Mitteilungen Ökologie 4. August 2018 BUND informiert über Hitzewelle und Auswirkungen auf Natur und Umwelt (WK-intern) - Anlässlich der anhaltenden Hitzewelle weist der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) darauf hin, dass die Folgen der Klimakrise längst weltweit - auch in Deutschland - spürbar sind und fordert von der Bundesregierung schnelles Handeln für mehr Klimaschutz in den Bereichen Energie, Verkehr und Landwirtschaft. Folgende Ansprechpartner*innen stehen Ihnen für Interviews zur Verfügung. Es folgen Zitate zur freien Verwendung. Klimakrise und Wetterextreme "Dieser Hitzesommer gibt einen Eindruck, wie bedrohlich die Klimakrise ist. Der Mensch hat den CO2-Gehalt der Atmosphäre schon um mehr als 40 Prozent erhöht, die hohe Konzentration erhitzt das
Die Oberflächentemperaturen von Nord- und Ostsee haben Spitzenwerte erreicht Behörden-Mitteilungen Forschungs-Mitteilungen Ökologie 4. August 2018 Die mittlere Oberflächentemperatur der Ostsee erreichte im Juli 20,0°C. Die Nordsee erreichte im Juli 16,3°C. (WK-intern) - Ein weiterer Anstieg der Temperaturen ist zu erwarten. Die Nordsee wies die zweithöchste Oberflächentemperatur seit 50 Jahren auf. Sie blieb im Juli um nur 0,1°C hinter der Rekordtemperatur vom Juli 2014 zurück. Die mittlere Temperatur liegt in diesem Jahr 2°C über dem Langzeitmittel des Zeitraums 1971-1993. Die Auswertung der Temperaturentwicklung ergab auch, dass die Nordsee aufgrund des Kälteeinbruchs im Frühjahr ihr saisonales Minimum erst im März erreichte. Mit 4,9 °C lag sie um fast 1°C unter dem Langzeitmittel des Zeitraums 1971-1993. Normalerweise tritt die saisonal niedrigste