Erster umfangreicher Klimabericht für die Nordseeregion erschienen Forschungs-Mitteilungen Ökologie 13. November 2016 Wandel regional spürbar: (WK-intern) - Wie viele küstennahe Gebiete ist auch der gesamte Nordseeraum vom Klimawandel betroffen. In den kommenden Jahrzehnten wird dies im verstärkten Maße der Fall sein, sofern die Emissionen, beispielsweise von Kohlendioxid, nicht wesentlich verringert werden. Anpassungsmaßnahmen benötigen eine fundierte wissenschaftliche Grundlage. Der Nordseeklimabericht „North Sea Region Climate Chance Assessment (NOSCCA)“, koordiniert vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG), stellt den aktuellen Wissensstand nun erstmalig in seiner Gesamtheit ausführlich vor und zeigt, wie sich die einzelnen Regionen rund um die Nordsee aufgrund des Klimawandels zukünftig verändern könnten. Demnach erwarten die Wissenschaftler bis zum Ende des Jahrhunderts einen Anstieg der durchschnittlichen Lufttemperatur im Nordseeraum
Atomkraftwerke sind in finanzieller Schieflage Forschungs-Mitteilungen Ökologie 13. November 2016 Großbritannien hält wegen der Modernisierung von Atomwaffen weiter an AKW-Projekten fest (WK-intern) - Es zeigt sich zunehmend, dass nicht nur AKW-Planungen und -Neubauten wie Hinkley Point, Flamanville und Oikiluto in finanziellen Schwierigkeiten sind. Auch längst abgeschriebenen AKW, wie die in der Schweiz stehenden Kraftwerke von Alpiq, stehen vor dem finanziellen Aus. Es will sie sogar niemand mehr geschenkt ( https://www.welt.de/wirtschaft/article159327237/Schweiz-will-ihre-besten-Atomkraftwerke-verschenken.html ) haben, weder die Franzosen noch der Schweizer Staat. Doch die Briten halten weiter an ihren Atomkraftwerksplänen fest, obwohl die Entwicklungen in der Welt bestätigen, dass sie völlig unwirtschaftlich sind. Der wahre Grund für den Bau ist nämlich nicht die Notwendigkeit der Atomkraft, sondern das
Beton kann mehr – Fraunhofer CSP will Häuserwände zu Sonnenkraftwerken machen Forschungs-Mitteilungen Solarenergie 12. November 2016 Bauwerke werden sicherer, können umweltschonender errichtet und betrieben werden und lassen sich in völlig neuen Formen gestalten: (WK-intern) - Das ist das Ziel von C3, dem größten Bauforschungsprojekt Deutschlands. Der Schlüssel dazu soll Karbonbeton werden, der als Baustoff viele neue Möglichkeiten bietet. Das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle, einer der C3-Projektpartner, will den Beton nutzen, um Sonnenstrom zu gewinnen. Im Projekt C3 (Carbon Concrete Composite) sind mehr als 150 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Vereinen engagiert, um den Einsatz von Karbonbeton voranzutreiben. Statt, wie bei der bisher üblichen Bauweise, Stahl mit Beton zu umhüllen, sollen künftig Karbonfaserkonstrukte mit Beton umhüllt werden.
Haushaltsauschuss des Bundestages bewilligt Mittel für den Aufbau weiterer DLR-Institute Forschungs-Mitteilungen 11. November 2016 Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner gestrigen Sitzung die Bewilligung von finanziellen Mitteln in Höhe von 42 Millionen Euro für den Aufbau von sechs neuen Instituten für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beschlossen. (WK-intern) - "Diese Entscheidung ist ein großer Vertrauensbeweis des Bundes in die Leistungsfähigkeit und Kompetenzen des DLR, insbesondere bedanke ich mich beim Bundeswirtschaftsministerium für die Unterstützung“, sagt Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. "Die damit verbundene Erweiterung seines Forschungsportfolios ermöglicht dem DLR, in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie und Sicherheit noch intensiver an Beiträgen zur Lösung der globalen Herausforderungen zu arbeiten sowie den
Forschung: Die Zukunft der Strom-Wärme-Kopplung Forschungs-Mitteilungen Veranstaltungen 10. November 2016 Der Markt reagiert auf die schwankende Stromerzeugung durch erneuerbare Energien, im Extremfall heißt das: (WK-intern) - Wer Strom erzeugt, muss dafür bezahlen. Gefordert ist daher eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Energie. Der Workshop »UMSICHT: Zur Sache! – Strom-Wärme-Kopplung neu denken«, am 1. Dezember 2016 bei Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen, widmet sich neuen Konzepten bei der Kraft-Wärme-Kopplung. Sie können auf schwankende Preisentwicklungen im Markt reagieren und Engpässe im lokalen Netz ausgleichen. Das zukünftige Energiesystem wird von erneuerbaren Energien geprägt sein. Die Energieerzeugung unterliegt dabei witterungs- und tageszeitbedingten Fluktuationen. Da gleichzeitig die Stromproduktion aus fossilen Kraftwerken zu unflexibel ist, kommt es zunehmend zu der Situation, dass
30,2 Prozent – neuer Rekordwert für siliciumbasierte Mehrfachsolarzelle Forschungs-Mitteilungen Solarenergie 10. November 2016 Forschern am ISE ist es gemeinsam mit der österreichischen Firma EV Group gelungen, eine Mehrfachsolarzelle auf Silicium-Basis mit nur zwei Kontakten herzustellen, welche die theoretische Wirkungsgradgrenze reiner Siliciumsolarzellen überschreitet. (WK-intern) - Hierfür übertrugen die Forscher nur wenige Mikrometer dünne III-V Halbleiterschichten auf Silicium. Die Verbindung gelang ihnen mittels eines aus der Mikroelektronik bekannten Verfahrens, dem direkten Waferbonden. Dabei werden Oberflächen nach einer Plasmaaktivierung im Vakuum unter Druck miteinander verbunden. Es entsteht eine Einheit, indem die Atome der III-V Oberfläche Bindungen mit dem Silicium eingehen. Für eine derartige vollständig integrierte Mehrfachsolarzelle auf Silicium-Basis stellt der erzielte Wirkungsgrad ein erstmaliges Ergebnis dar. Der Solarzelle sieht
Ranking: Müllgebühren in Deutschland – Sparsamkeit lohnt sich nicht Forschungs-Mitteilungen Ökologie 9. November 20169. November 2016 Umweltfreundlichkeit wird nicht mit niedrigeren Entsorgungskosten belohnt: Dresdner, Rostocker und Leipziger produzieren am wenigsten Müll (WK-intern) - Der meiste Müll fällt in Köln, Erfurt und in der Region Hannover an Müllentsorgungskosten variieren stark: günstig in Mainz und Magdeburg, teuer in Leipzig, Dortmund und Köln Berlin - 462 Kilogramm Hausmüll produziert ein Deutscher durchschnittlich pro Jahr. In welchen Städten besonders viel Abfall anfällt, welche Bürger besonders sparsam sind und wieviel die Müllentsorgung in verschiedenen deutschen Städten kostet, hat das nachhaltige Unternehmen Sprout (www.sproutworld.com) zusammengestellt. Sprout selbst entwickelt und vertreibt recycelbare Produkte, die nach dem Gebrauch eingepflanzt werden können. Zum Vergleich hat Sprout die jährlichen Müllgebühren
Neuartiges Meeres-Pump-Speicher-System für die Offshore-Windenergie Forschungs-Mitteilungen Offshore Produkte Techniken-Windkraft Windenergie Windparks Wirtschaft 9. November 20168. November 2016 Energiespeicher von morgen wird erstmals im Bodensee getestet (WK-intern) - Erfindung von Horst Schmidt-Böcking (Goethe-Universität) und seines Kollegen Dr. Gerhard Luther (Universität Saarbrücken) bildet Basis für neuartiges Meeres-Pump-Speicher-System, das vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) entwickelt wurde. Frankfurt / Kassel / Saarbrücken - Wie kann man die enormen Mengen durch Offshore-Windkraft erzeugten Stroms bereits vor Ort zwischenspeichern? Bisher gab es auf diese Frage keine Antwort. Nun geht nach mehrjähriger Forschungsarbeit das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Projekt StEnSea (Stored Energy in the Sea) in die Erprobungsphase. Darin entwickelt das auf Energiesystemtechnik spezialisierte Fraunhofer-Institut IWES in Kassel zusammen mit Partnern
Effiziente Fahrzeuge, CO2-freie Kraftstoffe und nachhaltige Mobilität E-Mobilität Forschungs-Mitteilungen 9. November 20168. November 2016 Dreiklang für Klimaschutz im Verkehr (WK-intern) - Effizienz und erneuerbare Energien sind die Hauptstrategien für einen vollständig treibhausgasfreien Verkehr - eine der Voraussetzungen, um die Klimaschutzziele zu erreichen, die sich Deutschland mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens gegeben hat. Diese können kostengünstig realisiert werden, wenn vor allem in den Städten alternative Verkehrsmittel zum Einsatz kommen und weniger Verkehr vom Verbrennungsmotor abhängt. So kann der Verkehrssektor in Deutschland bis zum Jahr 2050 CO2-frei werden und die Lebensqualität in Städten steigen. Dass das bei gleichzeitig positiven Auswirkungen für die Volkswirtschaft machbar ist, zeigt das Projekt Renewbility, in dem das Öko-Institut in Zusammenarbeit mit dem Institut
Erneuerbare Energien können bis 2050 Atomstrom vollständig ersetzen Forschungs-Mitteilungen Ökologie 8. November 2016 Klimaschutz in Europa ist ohne Atomkraft möglich (WK-intern) - Simulationen des DIW Berlin: Erneuerbare Energien können bis 2050 Atomstrom vollständig ersetzen, ohne die Klimaschutzziele oder die Versorgungssicherheit zu gefährden – Atomkraft ist nicht wettbewerbsfähig und wäre auch künftig die teuerste Variante der Stromproduktion Europa ist auf die Stromproduktion durch Atomkraftwerke nicht angewiesen: Die Klimaschutzziele lassen sich bis 2050 gänzlich ohne Atomstrom realisieren – bei einer gleichzeitig sicheren Energieversorgung. Hinzu kommt, dass Atomkraft auch künftig die mit Abstand teuerste Variante wäre, Strom zu erzeugen. Das ergeben aktuelle Simulationen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die auf früheren Szenarioberechnungen aufbauen und um aktuelle Daten
Globale Energiewende braucht deutlich günstigere Kredite für Erneuerbare Forschungs-Mitteilungen Ökologie 7. November 2016 Für eine globale Energiewende sollten in den Schwellen- und Entwicklungsländern neben der Einführung eines CO2-Preises zusätzlich die Kapitalkosten für Wind- und Solaranlagen von oft über 10 Prozent auf unter 5 Prozent gesenkt werden. (WK-intern) - Exportgarantien, der Zugang zu internationalen Finanzmärkten und ein stabiler politischer und rechtlicher Rahmen für Investoren in den Ländern könnten dabei zum Ziel führen. Dies sind Ergebnisse der neuen Studie „The role of capital costs in decarbonizing the electricity sector“. Lion Hirth und Jan Steckel vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) haben sie jetzt im Fachmagazin Environmental Research Letters veröffentlicht. Die Erkenntnisse sind vor der
ISFH CalTeC bietet ab sofort kalibrierte Messungen von Solarzellen an Forschungs-Mitteilungen Solarenergie 7. November 2016 Das Institut für Solarenergieforschung (ISFH), ein An-Institut der Leibniz Universität Hannover, betreibt ein Kalibrier- und Testzentrum (ISFH CalTeC), das durch den DAkkS nun auch für kalibrierte Messungen von Solarzellen akkreditiert ist. (WK-intern) - Die Akkreditierung durch den DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle) bestätigt die Umsetzung der Anforderung aus der ISO 17025 für die Kalibrierung von Solarzellen gemäß den Anforderungen der IEC 60904 Standards. "Die Akkreditierung war harte Arbeit, zu deren Erfolg die Jahrzehnte lange Erfahrung am ISFH bei der Messung von Solarzellenwirkungsgraden von innovativen Zellkonzepten entscheidend beigetragen hat", sagt Dr. Karsten Bothe, Leiter des Labors "Solarzellen und Sensoren" am ISFH CalTeC. "Durch die Akkreditierung wird