BSW: Netzausbau beschleunigen statt Erneuerbare ausbremsen Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Technik 7. Oktober 2026 Solarwirtschaft nimmt Stellung zur heutigen Bundestagsanhörung (WK-intern) - Anlässlich der heutigen öffentlichen Anhörung des Wirtschaftsausschusses zum Netzanschlusspaket fordert der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) den Bundestag auf, den Gesetzentwurf grundlegend nachzubessern. Der BSW-Solar warnt insbesondere davor, temporäre Netzengpässe durch neue Investitionshürden und den geplanten Redispatch-Vorbehalt zu großflächigen „Sperrzonen“ für neue Solarparks werden zu lassen. Stattdessen müssten Stromnetze schneller ausgebaut, konsequent digitalisiert und vorhandene Netzkapazitäten durch Batteriespeicher und mehr Flexibilität intelligenter genutzt werden. In einer ausführlichen Stellungnahme hat die Interessenvereinigung der Solar- und Batteriespeicherbranche konkrete Vorschläge unterbreitet, wie dies geschehen kann. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft: „Die Menschen haben ein gutes Gespür dafür, wo das eigentliche
DIW: EZB könnte wegen Deutschland mehr Zinserhöhungen benötigen Forschungs-Mitteilungen Verbraucherberatung 7. Oktober 2026 Schulden statt Konsolidieren: Deutschlands fiskalpolitische Kehrtwende könnte Wirkung der EZB-Zinspolitik schwächen Leitzinserhöhungen belasten Staatshaushalte der Euroländer über Zinsausgaben und schwächere Konjunktur sehr unterschiedlich DIW-Studie schätzt fiskalpolitische Reaktion der Länder und deren Einfluss auf Wirtschaftsleistung und Inflation Konsolidierende Länder verlieren mehr Wirtschaftsleistung als Länder, die Schulden aufnehmen Fiskalpolitische Kehrtwende Deutschlands dürfte Aufgabe für EZB-Geldpolitik erschweren (WK-intern) - Die jüngsten Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) könnten die durch den Iran-Krieg ausgelöste Inflation nicht ausreichend dämpfen. Einer der Gründe dürfte die fiskalpolitische Kehrtwende Deutschlands sein: Mit der Reform der Schuldenbremse und den großen Ausgabenpaketen für Infrastruktur und Verteidigung wird das wirtschaftlich größte Euroland auf Zinserhöhungen wohl nicht mit Ausgabenkürzungen
Fraunhofer ZESS stärkt Technologietransfer und nachhaltige Energiespeicherforschung in Deutschland Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Technik Wasserstofftechnik 6. Oktober 2026 Neuer Schlüsselstandort für Batterien und Wasserstoff eröffnet (WK-intern) - Mit einem Festakt hat die Fraunhofer-Gesellschaft am 5. Oktober 2026 den Neubau des Fraunhofer-Zentrums für Energiespeicher und Systeme ZESS in Braunschweig offiziell eröffnet. Der Bund und das Land Niedersachsen haben rund 49,85 Millionen Euro in den Forschungsbau investiert. Auf etwa 3300 Quadratmetern, darunter ca. 1750 Quadratmeter Laborfläche sowie ein 450 Quadratmeter großer Trockenraum, bietet er den Forschenden eine hochmoderne Infrastruktur für die Entwicklung von Festkörperbatterien der nächsten Generation sowie von innovativen Wasserstofftechnologien. Bei der Begrüßung der rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft betonte Prof. Constantin Häfner, Vorstand für Forschung und Transfer der Fraunhofer-Gesellschaft,
Bezahlbare und verlässliche Wärme, Grubenwasser-Geothermie kann sie liefern Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Geothermie Ökologie 5. Oktober 2026 Grubenwasser-Geothermie - Fraunhofer IEG und Technische Hochschule Georg Agricola bündeln Kräfte (WK-intern) - Bezahlbare und verlässliche Wärme für Haushalte, Kommunen und Unternehmen: Grubenwasser könnte sie liefern. Bergbauregionen wie das Ruhrgebiet könnten so aus Ewigkeitslasten einen ewigen Nutzen ziehen. Ihre angewandte Forschung dahin wollen Fraunhofer IEG und das Forschungszentrum Nachbergbau der Technischen Hochschule Georg Agricola (FZN) weiter verzahnen. Die Partner wollen Grubenwasser als Wärmequelle entwickeln, Projekte vorbereiten sowie Nachwuchskräfte fördern und unterschrieben nun ein entsprechendes Memorandum of Understanding. »Ehemalige Bergbau-Infrastrukturen können für die Wärmewende einen relevanten Beitrag liefern. Zusammen mit dem Forschungszentrum Nachbergbau wollen wir angewandt forschen und aus wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete Lösungen für die
Pachthöhenbegrenzung für Windenergie kann Bundeshaushalt um Milliarden entlasten Finanzierungen Forschungs-Mitteilungen Techniken-Windkraft Windenergie Windparks Wirtschaft 5. Oktober 2026 Die Begrenzung von Pachtzahlungen für Windenergieanlagen an Land im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) kann erheblich dazu beitragen, die Kosten der Energiewende zu senken und den Bundeshaushalt dauerhaft zu entlasten. (WK-intern) - Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) in München im Auftrag des VKU. FfE-Kurzgutachten im Auftrag des VKU zeigt, dass Einsparungen bei EEG-Kosten von 13 bis 37 Milliarden Euro bis 2045 möglich sind Die Begrenzung von Pachtzahlungen für Windenergieanlagen an Land im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) kann erheblich dazu beitragen, die Kosten der Energiewende zu senken und den Bundeshaushalt dauerhaft zu entlasten. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der Forschungsstelle für Energiewirtschaft
Akzeptanz von Windenergie: Politische Orientierung wichtiger als Stadt-Land-Unterschiede Erneuerbare & Ökologie Finanzierungen Forschungs-Mitteilungen Verbraucherberatung Windenergie Windparks Wirtschaft 5. Oktober 2026 Die Einstellungen zum Ausbau der Windenergie unterscheiden sich deutlich nach politischer Orientierung. (WK-intern) - Ob Menschen in der Stadt oder auf dem Land leben, spielt hingegen nur eine geringe Rolle. Für die konkrete Planung sind vor allem Vertrauen, nachvollziehbare Informationen und als fair wahrgenommene Verfahren relevant, zeigt eine in der Fachzeitschrift Energy Policy veröffentlichte Studie. Warum stößt der Ausbau der Windenergie vor Ort teilweise auf Widerstand, obwohl erneuerbare Energien grundsätzlich breite Zustimmung finden? Jörg Radtke vom Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit am GFZ hat anhand einer repräsentativen Befragung von 6.284 Menschen in Nordrhein-Westfalen untersucht, welche gesellschaftlichen Merkmale mit der Akzeptanz von Windenergie zusammenhängen. Das zentrale Ergebnis:
Logistikbranche: Einigkeit über nachhaltige Lösungen, Probleme bei der Skalierung Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Ökologie 5. Oktober 2026 Erste Global Sustainable Logistics Survey schafft Referenzpunkt für die UN-Dekade für nachhaltigen Transport (WK-intern) - Umfrage zeigt: 83 % der Logistikfachleute erwarten, dass Klimaanpassung einen grundlegenden Umbau der Logistiknetzwerke erzwingt – aber nur 45 % halten die aktuellen Maßnahmen für ausreichend Logistikanbieter und ihre Kunden bewerten 21 Nachhaltigkeitslösungen nahezu identisch. Welche eingesetzt werden, geht nicht auf Uneinigkeit, sondern auf Umsetzbarkeit zurück. Infrastruktur könnte zum Engpass des kommenden Jahrzehnts werden, wenn emissionsarme Fahrzeuge und Kraftstoffe schneller skalieren als die Ladenetze, Terminals und Schienenwege, auf die sie angewiesen sind. Der Report gibt Empfehlungen für politische Entscheidungsträger und Logistikfachleute: zur Skalierung von Nachhaltigkeitslösungen, zum Kompetenzaufbau und zur
Wasserstoff aus Wasserkraft: EnBW und naturenergie weihen zweite Produktionsanlage in Wyhlen ein Bioenergie Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Technik Wasserstofftechnik 4. Oktober 2026 EnBW und naturenergie nehmen in Grenzach-Wyhlen einen neuen 5-Megawatt-Elektrolyseur in Betrieb. (WK-intern) - Mit Wasserstoff aus Wasserkraft entsteht eine der größten Produktionskapazitäten in Süddeutschland für Industrie- und Mobilitätskunden. Grenzach-Wyhlen. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) und die naturenergie hochrhein AG (naturenergie) haben im Forschungsprojekt Reallabor H₂-Wyhlen eine weitere Anlage zur Herstellung von Wasserstoff eingeweiht. Die Erweiterung hat eine elektrische Leistung von fünf Megawatt (MW) und ergänzt die bestehende 1-MW-Anlage. Damit verfügt der Standort über eine der größten Produktionskapazitäten für Wasserstoff in Süddeutschland. Beide Anlagen erzeugen Wasserstoff mit Strom aus dem benachbarten Wasserkraftwerk und sollen künftig Industrie- und Mobilitätskunden in der Region versorgen. „Wasserstoff ist
Elektroautos vor Rekordjahr – Kaufprämie setzt Impulse, genaue Wirkung aber unklar E-Mobilität Forschungs-Mitteilungen 2. Oktober 2026 Die Elektromobilität hat in Deutschland deutlich an Fahrt gewonnen. Markt für Elektroautos in Deutschland wächst stark Kaufprämie gibt Impulse, gefragt sind vor allem rein batterieelektrische und günstigere Autos Klima-, sozial- und industriepolitische Wirkung der Prämie bisher aber unklar Förderung von Plug-in-Hybriden sollte rasch auslaufen Klare politische Perspektive für batterieelektrische Antriebe wichtiger als weitere Kaufanreize (WK-intern) - In den ersten acht Monaten dieses Jahres war etwa jeder vierte neu zugelassene Pkw rein batterieelektrisch betrieben, im August sogar jeder dritte. Im vergangenen Jahr waren es im Durchschnitt erst 19 Prozent. Damit dürfte 2026 hierzulande ein Rekordjahr für Elektroautos werden. Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)
Erneuerbare decken 14,64 Prozent des Energieverbrauchs ab Bioenergie Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Offshore Solarenergie Verbraucherberatung Windenergie Windparks 1. Oktober 2026 Erneuerbare Energien deckten in den ersten drei Quartalen 2026 60,7 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Der Stromsektor macht in Deutschland etwa 24 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs aus (WK-intern) - Mit einem deutlichen Plus von vier Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein neuer Rekord, und das bei gleichzeitigem Anstieg des Bruttostromverbrauchs um 1,6 Prozent. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Insgesamt erzeugten Erneuerbare-Energien-Anlagen von Januar bis September 237,5 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom, das sind 8,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist insbesondere auf die
Der neue Techem Atlas für Energie, Wärme & Wasser 2026 Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Technik Verbraucherberatung 1. Oktober 2026 Kältere Witterung treibt Heizkosten trotz stabiler Energiepreise Heizkosten steigen trotz Sparverhalten weiter: Kältere Witterung trieb den Verbrauch 2025 nach oben. Pro m² liegen die Kosten inzwischen 45 Prozent über dem Niveau von 2021. Große regionale Unterschiede: Bielefeld verzeichnet die niedrigsten, Ravensburg die höchsten Heizkosten. Im Ländervergleich hat Berlin die niedrigsten Heizkosten, das Saarland die höchsten. Wärmepumpen verursachen die niedrigsten Wärmekosten im untersuchten Gebäudebestand und bieten zusätzliches Optimierungspotenzial. (WK-intern) - Eschborn - Wie entwickeln sich Heizkosten, Energieverbrauch und Wassernutzung in deutschen Mehrfamilienhäusern? Welche Rolle spielen Wärmepumpen im Gebäudebestand? Und wie weit ist die Digitalisierung bei Mess- und Abrechnungsprozessen fortgeschritten? Zum Start der Heizsaison liefert der neue Techem
Beschleunigung des Verteilernetzausbaus durch mehr Verfahrensfreiheit? Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Technik Verbraucherberatung 30. September 2026 Neue Studie zeigt europarechtliche Spielräume (WK-intern) - Der Ausbau der Verteilernetze soll schneller vorankommen. Eine neue Studie der Stiftung Umweltenergierecht untersucht, inwieweit mehr Verfahrensfreiheit zur Beschleunigung der Ertüchtigung von bestehenden Netzen möglich ist – und welche Grenzen das Europarecht dabei setzt. Die Kapazitäten im Stromverteilernetz müssen in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Ertüchtigung bestehender Netze durch Ersatzneubauten, Änderungen und Erweiterungen. Neben technischen und planerischen Herausforderungen erschweren jedoch auch langwierige Genehmigungsverfahren den Verteilernetzausbau. Welche europarechtlichen Spielräume bestehen, um die Ertüchtigung des Verteilernetzes durch mehr Verfahrensfreiheit zu beschleunigen, untersucht die Stiftung Umweltenergierecht in ihrer heute veröffentlichten Würzburger Studie zum Umweltenergierecht