Erster Weltraumflug der kommerziellen Trägerrakete SPECTRUM aus Deutschland Aktuelles Forschungs-Mitteilungen Technik 6. September 2026 Europas unabhängiger Zugang zum Weltraum (WK-intern) - Am 5. September 2026 um 22:12 Uhr ist der erste Weltraumflug der Trägerrakete SPECTRUM der Firma Isar Aerospace SE (ISAR) von Andøya, Norwegen, aus erfolgt. Die Rakete ist nur 28 Meter lang bei zwei Metern Durchmesser. Sie wurde privatwirtschaftlich entwickelt und ist daher sehr kostengünstig zu betreiben. Die Bundesregierung und die Deutsche Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) fördern die privatwirtschaftliche Entwicklung von Trägersystemen in Deutschland. Die Nutzlast, bestehend aus fünf Kleinsatelliten und einem Experiment, wurde erfolgreich im jeweiligen Zielorbit ausgesetzt. Sie stammen aus Deutschland, Norwegen, Österreich, Slowenien und Bulgarien und testen neuartige Technologien
Methanol als Rohstoff für nachhaltigen Flugkraftstoff qualifiziert Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen 6. September 2026 Die weltweit mehr als 23.000 Großflugzeuge verbrauchen jährlich rund 350 Milliarden Liter Treibstoff und emittieren etwa 3 Prozent der menschgemachten CO2-Emissionen. (WK-intern) - Insbesondere für Langstreckenflüge über 4.000 km gibt es keine Alternative zu flüssigen Kraftstoffen, da nur diese eine ausreichend hohe Energiedichte bereitstellen. Die Entwicklung nachhaltiger Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuels, SAF) hat nun einen wichtigen Meilenstein erreicht: Nach erfolgreicher Qualifizierung durch die internati-onale Standardisierungsorganisation ASTM wurde Methanol als zulässiger Rohstoff für den Alcohol-to-Jet-Herstellungspfad anerkannt. Damit können künftig Methanol-to-Jet-Blendingkomponenten hergestellt und mit mindestens 50 Volumenprozent konventionellem Kerosin zu einem „Drop-in“-Kraftstoff gemischt werden - vollständig kompatibel und ohne Änderungen an Flugzeugen, Triebwerken oder der
Gaspreise wegen Gasmangellage auf 3-Jahres-Hoch: Wie die Industrie jetzt gegensteuert Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Ökologie Verbraucherberatung 3. September 2026 Scholt Energy analysiert die aktuelle Preiswelle am Energiemarkt und gibt drei konkrete Handlungsempfehlungen für die B2B-Beschaffung (WK-intern) - Ratingen - Der Druck auf die Großhandelspreise für Erdgas ist zuletzt deutlich gestiegen Ende August stieg das TTF-Gas-Future für das vierte Quartal laut dem B2B-Energiedienstleister Scholt Energy auf über 70 €/MWh und damit auf dem höchsten Stand seit rund drei Jahren. Gleichzeitig geht Europa mit vergleichsweise niedrigen Gasspeicherständen und einer hohen Abhängigkeit von kontinuierlichen LNG-Importen in die kommende Heizperiode. Für Industrieunternehmen bedeutet das eine hohe Sensitivität gegenüber kurzfristigen Marktbewegungen. Scholt Energy ordnet die aktuelle Entwicklung ein und zeigt, wie Unternehmen ihre Energiekosten dennoch planbarer gestalten
Hukka-5 ist ein Abgasdampfkessel der nächsten Generation für mehr Energieeffizienz Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Technik 2. September 2026 Alfa Laval präsentiert Hukka-5, den Abgasdampfkessel der nächsten Generation, für mehr Energieeffizienz an Bord von Kreuzfahrtschiffen (WK-intern) - Alfa Laval stellt auf der SMM 2026 den „Hukka-5“ vor, einen Abgasdampfkessel der nächsten Generation, der die Abwärmenutzung auf Kreuzfahrtschiffen und Passagierfähren optimiert. Sein revolutionäres, nach unten gerichtetes Naturzirkulationssystem ermöglicht die effiziente Rückgewinnung der Abgasabwärme bei minimalem Platzbedarf. Durch die Erfassung und Wiederverwendung der Abgasabwärme trägt der innovative Kessel maßgeblich zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und der CO₂-Emissionen bei und unterstützt so sowohl Umweltziele als auch die betriebliche Effizienz. Für Kreuzfahrtschiffe und Passagierfähren bedeutet die Steigerung der Energieeffizienz zunehmend eine bessere Nutzung der bereits vorhandenen Energie an
Forschungslabor bestätigt hohe Qualität von Hycamites Batteriegrafit auf Erdgasbasis Forschungs-Mitteilungen Kooperationen Ökologie 2. September 2026 Polaris Battery Labs, ein unabhängiges kommerzielles Forschungslabor in den USA, hat die hohe Qualität des von Hycamite entwickelten Batteriegrafits auf Erdgasbasis bestätigt. (WK-intern) - Nach Angaben von Polaris ist der aus grafitischem Kohlenstoff veredelte Grafit, der mithilfe von Hycamites Methan-Spaltungstechnologie hergestellt wird, als Anodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien mit kommerziellen Batteriegrafit-Qualitäten vergleichbar, insbesondere hinsichtlich der Kapazität. Die Kapazität beeinflusst unter anderem die Energiedichte einer Batteriezelle, die Herstellungskosten und damit die Attraktivität des Materials für Batteriezellhersteller. Die Ergebnisse unterstützen Hycamites Ziel, eine neue europäische Produktion dieses kritischen Batterierohstoffs aufzubauen. Derzeit wird nahezu der gesamte Batteriegrafit in China verarbeitet. Nach Definition der Europäischen Kommission zählt Grafit zu
Deutschland meldet pro Kopf mehr Patente an als jedes andere Land Aktuelles Forschungs-Mitteilungen 1. September 2026 Im Ranking zum Geschäftsumfeld 2026 von Leadfeeder meldet Deutschland pro Kopf mehr Patente an als jedes andere Land und erzielt zudem den besten Innovationswert der gesamten Studie. (WK-intern) - Dennoch belegt das Land nur den fünften Platz – der Grund hierfür liegt im Grad der politisch vernachlässigten digitalen Transformation. Leadfeeder untersuchte 29 europäische Länder anhand von neun Indikatoren (Datenquellen: Eurostat, WIPO, The Conference Board). Berücksichtigt wurden Arbeitsproduktivität, Beschäftigung, Unternehmensinvestitionen, Patent- und Markenaktivitäten, wissensintensive Beschäftigung sowie die Nutzung von Cloud-Computing, KI und E-Commerce in Unternehmen. Das Abschneiden Deutschlands im Überblick: Platz 5 im Gesamtranking, hinter Schweden, Dänemark, den Niederlanden und Finnland. Platz 1 unter den 29 Ländern
Forschungsprojekt: ZSW erprobt erstmalig mobiles Anti-Kollisionssystem für Windenergieanlagen Forschungs-Mitteilungen Ökologie Produkte Techniken-Windkraft Windenergie Windparks 1. September 2026 Der Bird- und BatRecorder 2.0 startet seine Praxiskampagne für einen vogel- und fledermausfreundlichen Betrieb von Windparks (WK-intern) - In den Diskussionen um den Ausbau von Windenergieanlagen gilt der Rotmilan als Paradebeispiel für eine zu schützende Spezies. Doch auch andere Vogelarten und Fledermäuse sollen künftig stärker geschützt und berücksichtigt werden. Das ZSW hat hierfür sein Anti-Kollisionssystem BirdRecorder weiterentwickelt: es kann nun neben dem Rotmilan andere Vogelarten und Fledermäuse erfassen und ist zudem mobil einsetzbar. Mithilfe einer KI-gestützten Datenauswertung lassen sich Windenergie und Artenschutz so noch besser vereinen. In Kooperation mit dem Industriepartner ABO Energy startet nun eine Praxiskampagne in verschiedenen Windparks. Der Bird- und BatRecorder
Cleantech: Synhelion und Saipem entwickeln eine synthetische Kraftstoffanlage E-Mobilität Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Kooperationen Ökologie 1. September 2026 Synhelion arbeitet mit Saipem für die Entwicklung einer synthetischen Kraftstoffanlage im kommerziellen Maßstab zusammen (WK-intern) - Zürich - Synhelion hat sich für Saipem entschieden, um vor dem FEED-Geniege (Pre-Front-End Engineering Design) für eine synthetische Kraftstoffanlage zu erbringen, die am RWE-Standort Hürth-Knapsack in Deutschland entwickelt werden soll. Das Projekt zielt darauf ab, RED-konforme erneuerbare Kraftstoffe zu produzieren und stellt einen weiteren Meilenstein in der Strategie von Synhelion dar, kohlenstoffarme Eindringkraftstoffe für den Luft- und Transportsektor zu skalieren. Das Pre-FEED-Engineering ist ein wichtiger Schritt zur Konsolidierung der technischen und wirtschaftlichen Basis des Projekts vor der anschließenden FEED-Phase und der endgültigen Investitionsentscheidung, die es dem Projekt
Europas Windenergiebranche setzt seit August 2026 auf Recycling von Windanlagen Finanzierungen Forschungs-Mitteilungen Techniken-Windkraft Windenergie Wirtschaft 29. August 2026 EUROPA SETZT BEI AUSGEDIENTEN WINDROTORBLÄTTERN AUF RECYCLING (WK-intern) - Seit 2026 hat sich Europas Windenergiebranche selbst verpflichtet, dass Rotorblätter von Windturbinen nicht auf Deponien enden, wenn sie das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Das von der EU geförderte Forschungsprojekt REWIND zeigt Wege auf, diese Verbundwerkstoffabfälle wiederzuverwenden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) sind einer von 13 Projektpartnern aus sieben Ländern. REWIND steht für Efficient Decommissioning, Repurposing and Recycling to increase the Circularity of end-of-life Wind Energy Systems. Die Projektpartner entwickeln grundlegende Technologien und Verfahren für die Demontage, das Recycling und die Wiederverwendung der Verbundwerkstoffe. Ziel ist es, die Windrotorblätter kreislauffähig
Thermografie gibt Hinweise zur Fertigung kostengünstiger Stähle beim Presshärten Forschungs-Mitteilungen Technik 29. August 2026 Forschungsprojekt liefert Grundlagen für robuste industrielle Quenching-and-Partitioning-Prozesse (WK-intern) - Im Rahmen des IGF-Projekts „Herstellung höchstfester, duktiler Bauteile aus einem niedriglegierten Vergütungsstahl mittels neuartiger Quenching-and-Partitioning-Presshärtestrategien“ wurde die Infrarot-Thermografie zur Prozessanalyse und Werkstoffcharakterisierung eingesetzt. Im Fokus der Untersuchungen standen die thermomechanischen Wechselwirkungen während der Umformung. Die Thermografiemessungen erfolgten sowohl während klassischer Erwärmungsvorgänge (z. B. Ofenerwärmung) als auch bei innovativen Strategien wie der Kontakterwärmung. Wie „Quenching and Partitioning“ die Stahleigenschaften verbessert Für die Herstellung niedriglegierter Vergütungsstähle wird oft die Wärmebehandlungsstrategie „Quenching and Partitioning“ (Q&P, „Abschrecken und Partitionieren“) eingesetzt, um außergewöhnliche Eigenschaftskombinationen zu erzielen. Beim „Quenching“ wird das Material gezielt und schnell abgekühlt, damit sich ein Gefüge aus Martensit und
Studie identifiziert Einsparpotenziale beim Materialbedarf des Windenergieausbaus Forschungs-Mitteilungen Produkte Techniken-Windkraft Windenergie Windparks Wirtschaft 28. August 2026 Eine aktuelle Studie der Universität Bayreuth untersucht die materiellen Anforderungen des Windenergieausbaus in Deutschland und zeigt Wege auf, wie sich der Ressourcenbedarf künftig reduzieren lässt. (WK-intern) - Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Materialströme von Windenergieanlagen sowie die Frage, wie durch ressourceneffizientes Repowering und die Wiederverwendung bestehender Infrastruktur Material eingespart werden kann. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Resources, Conservation & Recycling veröffentlicht. Für ihre Analyse rekonstruierten die Forschenden die Entwicklung des deutschen Windenergieanlagenbestands seit 1988 und modellierten verschiedene Szenarien für dessen Weiterentwicklung bis 2050. Betrachtet wurden dabei unter anderem die Materialbedarfe für Beton, Stahl, Kupfer, Aluminium, Polymere und Verbundwerkstoffe. Die Untersuchung macht deutlich,
ISE hat Semitransparente PV-Module mit industrienahem Fertigungsprozess entwickelt Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Solarenergie 24. August 2026 Organische Solarmodule punkten mit Flexibilität, Transparenz und einer besonders guten Ökobilanz. (WK-intern) - Für einige Anwendungen ist die wellenlängenabhängige Transparenz eine besonders bedeutsame Stärke der organischen Photovoltaik. Nun gelang es Forscherinnen und Forschern der Universität Freiburg und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, 14,5 mal 14,5 Zentimeter große organische PV-Module mit einer Transparenz von durchschnittlich 43,2 Prozent und dennoch ein Wirkungsgrad bis zu 9,26 Prozent zu realisieren. Sie nutzten dafür eine Kombination aus Sputter- und Slot-Die-(Schlitzdüsenbeschichtung) Beschichtung, beides Verfahren, die industriell erprobt und auf große Modulflächen hochskalierbar sind. »Die Hochskalierung auf große Flächen ist eine der großen Herausforderungen bei der organischen Photovoltaik«, erläutert Dr.