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Gaspreise wegen Gasmangellage auf 3-Jahres-Hoch: Wie die Industrie jetzt gegensteuert

PB: Martijn van Lieshout CEO von Scholt Energy
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Scholt Energy analysiert die aktuelle Preiswelle am Energiemarkt und gibt drei konkrete Handlungsempfehlungen für die B2B-Beschaffung

(WK-intern) – Ratingen – Der Druck auf die Großhandelspreise für Erdgas ist zuletzt deutlich gestiegen

Ende August stieg das TTF-Gas-Future für das vierte Quartal laut dem B2B-Energiedienstleister Scholt Energy auf über 70 €/MWh und damit auf dem höchsten Stand seit rund drei Jahren.

Gleichzeitig geht Europa mit vergleichsweise niedrigen Gasspeicherständen und einer hohen Abhängigkeit von kontinuierlichen LNG-Importen in die kommende Heizperiode. Für Industrieunternehmen bedeutet das eine hohe Sensitivität gegenüber kurzfristigen Marktbewegungen. Scholt Energy ordnet die aktuelle Entwicklung ein und zeigt, wie Unternehmen ihre Energiekosten dennoch planbarer gestalten können.

Hinter dem aktuellen Preisniveau stehen mehrere Faktoren: Die Schifffahrt durch die Straße von Hormus ist weiterhin stark eingeschränkt, insbesondere die Verfügbarkeit von LNG aus Katar ist beeinträchtigt. Gleichzeitig waren die europäischen Gasspeicher Ende August nur zu rund 65 Prozent gefüllt und lagen damit deutlich unter dem saisonalen Durchschnitt. Hinzu kommen Wartungsarbeiten an mehreren norwegischen Gasinfrastrukturen. Da Gas zugleich ein wichtiger Preisfaktor am Strommarkt ist, wirkt sich die aktuelle Entwicklung auch auf die Strombeschaffung aus. Die Situation zeigt damit besonders deutlich, wie stark kurzfristige Lieferzeiträume auf geopolitische und physische Veränderungen reagieren.

„Die Industrie sieht sich angesichts der gestiegenen Einkaufspreise beim Gas mit einem Kostenrisiko konfrontiert. Für künftige Beschaffungsperioden ist deshalb entscheidend, frühzeitig Planungssicherheit zu schaffen und die Abhängigkeit von einzelnen Marktbewegungen zu reduzieren. Unternehmen sollten wissen, mit welchen Energiekosten sie kalkulieren können und ob diese zur eigenen Produktkalkulation passen. Gleichzeitig sollte genügend Flexibilität bleiben, um kurzfristige Marktchancen nutzen zu können“, sagt Thilo Ottmann, Geschäftsführer Deutschland und Österreich bei der Scholt Energy GmbH.

Drei Tipps: Wie Unternehmen jetzt richtig reagieren

1. Energieeinkauf für die Zukunft in Tranchen planen: Unternehmen sollten ihren Gas- und Strombedarf frühzeitig über mehrere Jahre hinweg kalkulieren. Spätere Lieferjahre werden günstiger gehandelt als kurzfristige Lieferzeiträume. Wer Teilmengen frühzeitig am Terminmarkt absichert und bei weiteren Marktchancen nachkauft, kann das durchschnittliche Preisniveau schrittweise optimieren und zugleich die Abhängigkeit von kurzfristigen Marktschwankungen reduzieren. Ziel ist dabei nicht, auf den perfekten Tiefpunkt zu spekulieren, sondern Preisvorteile systematisch zu nutzen und gleichzeitig Kalkulationssicherheit und Handlungsspielraum zu gewinnen.

2. Termin- und Spotmarkt kombinieren: Langfristige Absicherung und kurzfristige Flexibilität schließen sich nicht aus. Unternehmen können einen Teil ihres erwarteten Gas- und Stromverbrauchs vorausschauend über den Terminmarkt absichern und den verbleibenden Spotmarktanteil kurzfristig bewusst steuern. So lässt sich ein individuell passendes Verhältnis zwischen Kalkulationssicherheit und Marktoffenheit herstellen.

3. Beim Strom flexible Lasten gezielt verschieben: Wer einen Teil seines Stromverbrauchs bewusst am Spotmarkt belässt, kann zusätzlich von den deutlichen Preisunterschieden zwischen einzelnen Stunden profitieren. Denn der Gaspreis beeinflusst zwar den Strompreis, doch hohe Gaspreise führen nicht automatisch in jeder Stunde zu hohen Strompreisen. Unternehmen mit flexiblen Prozessen, Speichern oder Ladeinfrastruktur können ihren Verbrauch gezielt in günstigere Stunden verlagern und so ihre Flexibilität am Spotmarkt nutzen.

Auch auf einem hohen Marktniveau bleibt strategische Energiebeschaffung damit möglich. Entscheidend ist laut Scholt Energy, langfristige Kalkulationssicherheit mit kurzfristiger Flexibilität zu verbinden und sich frühzeitig mit dem eigenen Energiebedarf auseinanderzusetzen. Auf lange Sicht kann zusätzlich die Integration eigener Stromerzeugung, etwa durch Photovoltaik oder andere dezentrale Lösungen, die Abhängigkeit vom Energiemarkt weiter reduzieren.

Über Scholt Energy

Scholt Energy ist ein unabhängiger Energielieferant für den Geschäftskundenmarkt. Das Unternehmen unterstützt sowohl Energieabnehmer bei Beschaffung und Dekarbonisierung als auch Produzenten bei der Vermarktung ihrer Energie. Durch die Kombination aus Marktkenntnis, Technologie und persönlicher Beratung ermöglicht Scholt Energy eine strukturierte, datenbasierte Entscheidungsfindung.

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PM: Scholt Energy

PB: Martijn van Lieshout CEO von Scholt Energy








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