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Siemens liefert 80 Windräder für den offshore Windpark Butendiek

Verladung von Siemens 3,6MW Offshore Windanlagen / Foto: Siemens
Verladung von Siemens 3,6MW Offshore Windanlagen / Foto: Siemens
Verladung von Siemens 3,6MW Offshore Windanlagen / Foto: Siemens

(WK-intern) – Siemens liefert 80 Windräder für die Nordsee Auftragswert über 700 Millionen Euro

 

  • Erster 10-jähriger Servicevertrag für Offshore-Projekt
  • Innovatives Logistik-Konzept mit eigens dafür konzipiertem Service-Schiff
  • Eigenkapitalbeteiligung von Siemens Financial Services mit 22,5 Prozent

Siemens hat von der Bremer wpd-Gruppe den Zuschlag für die Lieferung und Installation von 80 Windenergieanlagen für das Offshore-Windkraftwerk Butendiek in der deutschen Nordsee erhalten.

Nach Inbetriebnahme in 2015 wird die Leistung des Windkraftwerks von 288 Megawatt (MW) ausreichen, um rund 370.000 Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen.

Die Vereinbarung umfasst zudem erstmalig bei einem Offshore-Projekt auch einen Langzeitwartungsvertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Siemens stellt dafür ein neues Logistikkonzept mit einem speziell für den Offshore-Einsatz entwickelten Wartungsschiff bereit. Das Auftragsvolumen einschließlich des Service beträgt mehr als 700 Millionen Euro.

Die Projektgesellschaft setzt sich folgendermaßen zusammen: Siemens Financial Services, Marguerite Fund, Industriens Pension und PKA A/S beteiligen sich jeweils mit 22,5 Prozent am Eigenkapital, die wpd AG steuert 10 Prozent bei.

Für Siemens ist Butendiek bereits der achte Offshore-Windauftrag in deutschen Gewässern und das zweite Projekt in Europa, an dem sich Siemens Financial Services als Eigenkapitalgeber beteiligt hat.

“Bis 2020 werden nach unserer Schätzung weltweit Windenergieanlagen mit einer Leistung von 500 Gigawatt installiert”, sagte Felix Ferlemann, CEO der Siemens Division Wind Power. “Offshore ist dabei das mit Abstand am schnellsten wachsende Marktsegment. In Deutschland kommt der Windenergie auf See im Rahmen der Energiewende eine Schlüsselrolle zu. Für Offshore spricht insbesondere die breite Akzeptanz in der Bevölkerung sowie die deutlich höhere Energieausbeute als an Land.”

“Windenergie kann einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung leisten: Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Windturbinen zuverlässig und bei maximaler Leistung arbeiten. Dies gilt an Land ebenso wie unter den rauen Bedingungen auf hoher See. Mit unseren erfahrenen Servicetechnikern und intelligenten Wartungskonzepten helfen wir dabei, die Leistung der Windturbinen während der veranschlagten Lebensdauer von bis zu 25 Jahren zuverlässig aufrechtzuerhalten”, sagte Randy Zwirn, CEO der Service Division von Siemens Energy.

Butendiek ist das zweite projektfinanzierte Offshore-Windkraftwerk in Deutschland für das Siemens Windturbinen und Serviceleistungen liefert. Es wird in der Nähe der deutsch-dänischen Grenze, etwa 32 Kilometer westlich von Sylt, errichtet. Die Windturbinen mit einer Leistung von je 3,6 MW und einem Rotordurchmesser von 120 Metern werden auf einer Fläche von 42 Quadratkilometern und in einer Wassertiefe von circa 20 Metern errichtet.

Für das Offshore-Projekt Butendiek stellt Siemens zudem sein umfassendstes Service-Paket zur Verfügung. Es ist darauf ausgelegt, das Potenzial des Windparks langfristig maximal auszuschöpfen. Dazu gehören Fernüberwachungs- und Diagnostiklösungen in Verbindung mit modernen Verfahren zur Wettervorhersage. Damit wird eine vorausschauende Serviceplanung möglich und Wartungsarbeiten können gebündelt in einem geeigneten Zeitfenster ausgeführt werden. Eigens für Butendiek hat Siemens ein neues Logistikkonzept entwickelt. Die Siemens Servicetechniker wohnen und arbeiten auf einem speziell dafür ausgelegten Schiff, dem sogenannten “Service Operation Vessel”.

Siemens Financial Services, Marguerite Fund, Industriens Pension und PKA A/S stellen als Finanzinvestoren einen wesentlichen Teil des benötigten Eigenkapitals zur Verfügung. Sie sicherten die Realisierung des Projekts ab, das ein Gesamtvolumen von 1,3 Milliarden Euro hat. Die wpd-Gruppe beteiligt sich ebenfalls am Eigenkapital des Projekts und verantwortet darüber hinaus die weitere Projektentwicklung. Alle Partner haben eng zusammengearbeitet, um eine zeitnahe und maßgeschneiderte Projektfinanzierungslösung auf der Grundlage von 67 Prozent Fremdkapital und 33 Prozent Eigenkapital zu erreichen. An der Finanzierung ist ein Konsortium von neun internationalen Banken beteiligt, darunter multilaterale Institutionen wie Europäische Investitionsbank, KfW und EKF, die das Projekt mit beträchtlichen Mitteln fördern.

Windenergie und der dazugehörige Service sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von rund 33 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum fast 330 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Berlin, Delhi, Hongkong, Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Über Siemens AG Energy Sector

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter eines breit gefächerten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Stromerzeugung mit thermischen Kraftwerken und aus erneuerbaren Energiequellen sowie für die Stromübertragung in Netzen und für die Gewinnung, die Verarbeitung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2012 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von 27,5 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 26,9 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 2,2 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2012 knapp 86.000 Mitarbeiter.

PM: Siemens

 

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