Werbung Abschaltung, Stilllegung und Rückbau von Atomkraftwerken Ökologie Verbraucherberatung 9. September 2015 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels http://ag-schacht-konrad.de/ Mit Nachdruck fordern die UnterzeichnerInnen das sofortige Ende der Strom- und Atommüllproduktion durch Atomkraftwerke. (WK-intern) – Auch die Herstellung von Kernbrennstoffen (Anreicherung von Uran und Produktion von Brennelementen) muss unmittelbar, vollständig und unwiderruflich beendet werden. Für einige Atomkraftwerke ist das „Aus“ bereits gekommen. Acht wurden unmittelbar infolge der Reaktorkatastrophe von Fukushima abgeschaltet. Für viele Betroffene stellen sich die Fragen nach dem Umgang mit den atomaren Hinterlassenschaften neu. Es wird ein Problem offensichtlich, das bisher im Schatten der großen Atom-Themen stand: Längst sind die meisten der in Deutschland gebauten Reaktoren abgeschaltet und von der Utopie eines lichten und sauberen Nuklearzeitalters bleiben im ganzen Land gefährliche Überreste, die niemand haben will. Dazu gehören ebenso Forschungsanlagen in Karlsruhe, Jülich und Geesthacht wie Leistungsreaktoren in Würgassen, Jülich, Obrigheim und Stade. Ins Zentrum rücken Fragen nach der Unumkehrbarkeit der Abschaltung der inzwischen neun Leistungsreaktoren, nach der Durchsetzung des grundsätzlich verbrieften Vorsorgeschutzes in Stilllegungsverfahren und nach der Abwägung zwischen unterschiedlichen Stilllegungsvarianten (Einschluss versus sofortigem Rückbau). Forschungseinrichtungen, die ihr antiquiertes Atom-Image abschütteln wollen, haben das gleiche Interesse wie Kommunen, die ihre Gewerbesteuereinnahmen verlieren: Was einst als sicher und sauber gepriesen wurde, ist jetzt gefährlicher „Dreck“, der so schnell wie möglich weg soll. Und die Betreiber wollen möglichst wenig für die Beseitigung ihres Mülls bezahlen. Betreiber, Behörden, Lokalpolitiker und AKW-Initiativen streiten sich darüber, ob der Atommüll aus dem Rückbau von Atomkraftwerken vorerst am Standort bleiben, möglichst schnell in ein Zwischenlager verbracht oder trotz Sicherheitsdefiziten und Widerstand in Schacht KONRAD eingelagert werden sollte. Viele Lokalpolitiker hätten gern schnell eine „grüne Wiese“ vor ihrer Haustür. Von allen getragene Lösungsansätze sind weder in der Anti-Atom-Bewegung noch in der Wissenschaft und der Gesellschaft vorhanden. Spätestens mit dem Stilllegungsantrag stellt sich die Frage, wo die Betriebs- und Abrissabfälle und die abgebrannten Brennelemente über kurz oder lang aufbewahrt werden sollen. Damit die „Zwischen“lager nicht zur Endstation werden, wächst der Druck auf eine gesellschaftliche Verständigung über den langfristigen Umgang mit Atommüll, der sowohl unmittelbar als auch auf unvorstellbar lange Zeit so risikoarm wie nach dem Stand von Wissenschaft und Technik möglich (ALASTA-Prinzip [1]) von der Biosphäre abzuschotten ist. Die nachfolgenden Positionen stellen grundsätzliche gesellschaftliche Anforderungen an den Prozess „Abschaltung – Stilllegung – Rückbau“ von Atomkraftwerken dar. Sie berücksichtigen gleichermaßen das Recht der Menschen auf Erhalt ihrer Lebensgrundlagen sowohl an den direkt betroffenen als auch den zukünftigen Atommülllager-Standorten. Auch wenn der Fokus in diesem Dokument auf Atomkraftwerken liegt, lassen sich die meisten Forderungen und Positionen direkt auf die Stilllegungs- und Rückbauverfahren anderer Atomanlagen übertragen. Die Auseinandersetzung damit ist gleichermaßen notwendig. Lesen Sie das Positionspapier: PM: http://ag-schacht-konrad.de/ Weitere Beiträge:Startschuss zur Dekarbonisierung der Prozesswärme am größten europäischen Produktionsstandort der BM...Verpflichtende Notfallpläne für alle Offshore-Bohrungen von Gas- oder ÖlfeldernThünen-Institut für Waldökosysteme veröffentlicht erstmals deutschlandweite Waldkarten