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Der DVGW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Gerald Linke zur Streichung der BEG-Förderung

PB: Prof. Dr. Gerald Linke; © DVGW
Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels

Anlässlich des Antrags- und Förder-Stopps für einen großen Teil der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sagt DVGW-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Gerald Linke:

(WK-intern) – „Die kurzfristige Streichung dieser wichtigen Fördermaßnahmen ist ein gravierender Einschnitt bei den Bemühungen, den CO2-Ausstoß in Deutschland zu reduzieren.

Politisch ist die Entscheidung insbesondere deshalb nicht nachvollziehbar, da die Bundesregierung ihr Kernanliegen, die Energiewende voranzutreiben und das Klima zu schützen, so unnötigerweise selbst beschneidet.

Die Maßnahmen kommen auch zeitlich denkbar ungelegen, da jetzt die Weichen gestellt werden, gerade im Gebäudesektor mit Sanierungsvorhaben Chancen zu ergreifen, den Wärmemarkt zukunftsfähig im Sinne der Klimaneutralität auszurichten.

In Bestandsgebäuden sind Gastechnologien auf Basis von Brennwert bereits heute wesentlich kostengünstiger und CO2-ärmer und greifen auf eine bereits bestehende Infrastruktur zurück. Diese Infrastruktur wird zukünftig über klimaneutrale Gase ohne große Eingriffe leicht klimaneutral gestaltet werden können. Durch den Wegfall der BEG-Förderung für effiziente Gebäude wird dieses Potential und die Sozialverträglichkeit begrenzt, da wesentlich mehr klimaneutrale Energie benötigt wird.

Ein Wegfall der EEG-Umlage im Gegenzug verschiebt diesen Sachstand weiter zu Ungunsten der erneuerbaren Energieträger, da so der aktuell stark fossile Kohlestrom bevorzugt wird. Darüber hinaus werden andere Energieträger mit einer CO2-Steuer beaufschlagt, die den Hochlauf von beispielsweise klimaneutralen Gasen erheblich erschwert. Insgesamt werden nicht-elektrische Lösungen somit frühzeitig aus dem Markt gedrängt, indem sie unwirtschaftlich werden, während ihr Potential klimaneutral zu werden, im Keim erstickt wird. Berücksichtigt man die aktuelle Struktur des Bestands im Wärmemarkt, geschieht dies zu Lasten des Steuerzahlers, der so zu einem Technologiewechsel gezwungen wird. Die Entscheidung der Bundesregierung ist somit nicht nur aus Klimaschutzgesichtspunkten falsch, sondern gefährdet auch die Sozialverträglichkeit.“

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) fördert das Gas- und Wasserfach mit den Schwerpunkten Sicherheit, Hygiene und Umweltschutz. Mit seinen über 13.600 Mitgliedern erarbeitet der DVGW die allgemein anerkannten Regeln der Technik für Gas und Wasser. Klimaneutrale Gase und insbesondere der Zukunftsenergieträger Wasserstoff sind in der Arbeit des DVGW von besonderer Bedeutung. Der DVGW ist die im Energiewirtschaftsgesetz benannte Institution für Wasserstoffinfrastrukturen. Der Verein initiiert und fördert Forschungsvorhaben und schult zum gesamten Themenspektrum des Gas- und Wasserfaches. Darüber hinaus unterhält er ein Prüf- und Zertifizierungswesen für Produkte, Personen sowie Unternehmen. Die technischen Regeln des DVGW bilden das Fundament für die technische Selbstverwaltung und Eigenverantwortung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Sie sind der Garant für eine sichere Gas- und Wasserversorgung auf international höchstem Standard. Der gemeinnützige Verein wurde 1859 in Frankfurt am Main gegründet. Der DVGW ist wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral. Mit neun Landesgruppen und 62 Bezirksgruppen agiert der DVGW auf lokaler sowie überregionaler Ebene und ist in der ganzen Bundesrepublik vertreten. Themen mit bundesweiter oder europäischer Dimension werden durch die Hauptgeschäftsstelle in Bonn mit Büros in Berlin und Brüssel abgedeckt.

PM: Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW)

PB: Prof. Dr. Gerald Linke / © DVGW








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