Werbung Schwertransport: Mit dem Unternehmen Guttmann von Wismar nach Polen Mecklenburg-Vorpommern Windenergie Windparks 4. April 20134. April 2013 (WK-intern) – TCI ist das Zauberwort der Windkraftbranche: Transport – Crane – Installation. Dahinter verbirgt sich eine komplette und komplexe Dienstleistung für Hersteller von Windkraftanlagen und für Betreiber von Windparks. Moderne Schwergutlogistiker dieser Branche bieten komplette Pakete zur Vorbereitung und Erstellung von Windkraftanlagen an. In anderen Branchen nennt man dies einfach ‚one face to the customer‘. In der Windkraft hat man es dabei allerdings mit Gütern zu tun, die Tausende von Tonnen wiegen, deren Einzelteile jeweils hochempfindlich sind, weil sie aufeinander eingependelt und individuell gewuchtet sind – und deren Transport mitsamt Verarbeitung meist über mehrere nationale Grenzen hinaus geplant und durchgeführt werden muss. Dazu müssen die Transportwege jeweils auf die gegebene Infrastruktur zugeschneidert werden, um im Rahmen nationaler Genehmigungsverfahren schließlich international optimale Routen zu ermöglichen. ‚One face to the customer‘ bedeutet hier also, dass eine koordinierende Schnittstelle internationale und sehr komplexe Logisitk-Prozesse behandeln muss. Das aktuelle Projekt der Firma GHL durchlief insgesamt neun Länder zwischen Portugal, der Ukraine und Ägypten. Vom portugiesischen Hafen Aveiro/Leixos kamen die Windblätter und Maschinenhäuser der 13 Windkraftanlagen von jeweils 100 Metern Turmhöhe nach Deutschland, aus Ägypten die dazu gehörigen Turm-Komponenten. Zwei Seeschiffe in Vollcharter wurden dafür benötigt, ab Hafen Wismar wurden 130 Schwertransporte auf der Straße mit insgesamt 4.350 Tonnen Frachtgewicht durchgeführt. 38 Brücken mussten zur Durch- und Überfahrt der Straßentransporte vorab berechnet werden. Maximale Gesamtzuggewichte dieser Schwertransporte lagen bei 120 Tonnen, Gesamtzugdimensionen bei 51 Metern Länge, 3,50 Metern Breite und 4,30 Metern Höhe. 1320 Kilometer mussten die Straßentransporte hinter sich bringen, um das eigens hierfür eingerichtete Zwischenlager in Görlitz zu erreichen. Hier wurde gelagert, gewartet und umgeschlagen. Von Görlitz aus ging es via Straße weiter zur Baustelle in der polnischen Region Sanok vor der ukrainischen Grenze. Nach Entladung und weiterer Zwischenlagerung auf der Baustelle wurde über einen Zeitraum von vier Monaten vor Ort auch die komplette Baustellenlogistik von GHL vorbereitet. Das Projekt erstreckte sich über den gesamten Winter, von Oktober 2012 bis März 2013. In einer Region, in der in diesem Zeitraum in der Regel aufgrund schwieriger winterlicher Bedingungen keine Baustellenleistungen erbracht werden, konnten sämtliche Leistungen termingerecht erbracht werden. Das Erfolgsgeheimnis für solch komplexe Projekte beschreibt Thomas Juhl, Partner bei GHL, verblüffend einfach: „Die Mischung macht‘s. Wir planen in zeitlichen, räumlichen und fachlichen Dimensionen. Alle Projektplaner wissen, dass die Mischung der beteiligten Profis aus den verschiedenen Ländern zusammen passen muss – menschlich und fachlich. Insofern betreiben wir in Windkraft und Schwergutlogistik das Europa schon längst, worüber die Politik bisher leider nur diskutiert.“ Die Firma Gutmann Heavy Logistik (GHL) hat sich genau hierauf spezialisiert. Traditionell im Schwertransport beheimatet, hat sich deren komplexe Dienstleistung für die Windkraft Stück für Stück auf Basis der Kundenanforderungen weiter entwickelt. Zum Schwertransport gesellten sich vor 20 Jahren die Krandienstleistungen. Mit den Krandienstleistungen kamen Montageaufgaben, und diese bedeuteten Engineering- und Planungsaufgaben. In der Planung resultierten daraus zeitliche und räumliche Dispositionsaufgaben, die wiederum Genehmigungs-und Verordnungs-Kompetenzen erfordern – föderal, national und international. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Maintenance und Wartung, da einzelne Frachtgut-Komponenten technischer Betreuung bedürfen, während sie auf die nächsten Transport- und Verarbeitungsschritte vorbereitet werden. Um die Komponenten am Ende des vereinbarten Zeitfensters verbindlich vor Ort installieren zu können, stehen vor den abschließenden Montageaufgaben wiederum umfassende Ingenieursleistungen. Dafür betreibt GHL vier Standorte in Deutschland, Frankreich und in der Schweiz. PM und alle Fotos: trivero Kommunikation e.K. / Gutmann Heavy Logistik AG Möchten Sie Ihr Unternehmen den Besuchern und Interessenten im Windkraft-Journal noch näher bringen? Dann tragen Sie Ihre Firma gerne hier ein. Weitere Beiträge:BWE startet Weiterbildungsoffensive Windenergie 2018REpower gründet Tochtergesellschaft in Rumänien und schließt 25 MW-Vertrag abPNE WIND AG meldet Fortschritte im 1. Quartal 2018