Werbung Strahlenschutzkommission muss sich um das atomare Erbe von Merkel und den Asse Schacht Konrad kümmern Behörden-Mitteilungen Forschungs-Mitteilungen Ökologie Verbraucherberatung 2. Februar 2023 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Strahlenschutzkommission nimmt unter Vorsitz von Ursula Nestle Beratungen in neuer Besetzung auf Die Asse als illegales Endlager (WK-intern) – Bundesumweltminister*in Steffi Lemke hat die 18 Mitglieder der Strahlenschutzkommission (SSK) berufen und die Strahlentherapeutin Prof. Dr. Ursula Nestle zur neuen Vorsitzenden bestellt. Die Expert*innen auf dem Gebiet des Strahlenschutzes werden das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) in den kommenden zwei Jahren in Fragen des Schutzes vor ionisierender und nichtionisierender Strahlung beraten. Die Strahlenschutzkommission kommt zur 323. Sitzung heute erstmals unter Leitung von Prof. Dr. Ursula Nestle in ihrer neuen Besetzung zusammen. Ursula Nestle, Chefärztin für Strahlentherapie und Radioonkologie an den Kliniken Maria Hilf in Mönchengladbach und außerplanmäßige Professorin an der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Werner Rühm an, der von 2020 bis 2022 den Vorsitz innehielt. Sie ist seit 2015 Mitglied der SSK, war seit 2020 bereits deren stellvertretende Vorsitzende und leitete von 2015 bis 2016 den SSK-Ausschuss Strahlenmedizin. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die Verbindung von Bildgebung und Hochpräzisions-Strahlentherapie, für den sie 2011 mit dem Eleonore-und-Fritz-Hodeige-Preis ausgezeichnet wurde. Als ehemalige Mentorin des EIRA Mentoring Programms der medizinischen Fakultät Freiburg setzt sich Prof. Dr. Nestle aktiv für die Nachwuchsförderung im Strahlenschutz ein. Komplettiert wird der Vorsitz der SSK durch drei Stellvertretungen: PD Dr. Anna A. Friedl, Molekular- und Strahlenbiologin, Privatdozentin für Humangenetik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie ist seit 2019 stellvertretende Vorsitzende des wissenschaftlichen Komitees UNSCEAR der Vereinten Nationen. Prof. Dr. Hajo Zeeb, Arzt und Epidemiologe, Leiter der Abteilung Prävention und Evaluation am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in Bremen. Er ist Co-Sprecher des Wissenschaftsschwerpunkts Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen und leitet als Sprecher des Direktoriums seit 2019 den Leibniz-WissenschaftsCampus Digital Public Health Bremen. Prof. Dr. Achim Enders, Leiter des Instituts für Elektromagnetische Verträglichkeit an der Technischen Universität Braunschweig. Zu seinen Forschungsaktivitäten zählen u.a. grundlegende Fragestellungen zu Wechselwirkungen elektromagnetischer Felder mit biologischen Organismen, z.B. bei 5G. In der SSK sind als weitere Mitglieder vertreten: PD Dr. Bastian Breustedt, Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE) Prof. Dr. Stefan Delorme, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg Prof. Dr. Claudia Fournier, GSI – Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt Prof. Dr. Lilli Geworski, Medizinische Hochschule in Hannover Prof. Dr. Christoph Hoeschen, Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg Dr. Kerstin Jungnickel, Klinikum Magdeburg gGmbH Dr. Jörg Kaulard, Brenk Systemplanung GmbH in Aachen Oberstarzt PD Dr. Matthias Port, Institut für Radiobiologie der Bundeswehr in Verbindung mit der Universität Ulm Dr. Annette Röttger, Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig Dr.-Ing. Veronika Ustohalova, Öko-Institut e.V. in Darmstadt Dr. Beate Volkmer, Elbekliniken in Stade-Buxtehude Prof. Dr. Clemens Walther, Leibniz Universität in Hannover PD Dr. Daniel Wollschläger, Universitätsmedizin Mainz Prof. Dr. Friedo Zölzer, Südböhmische Universität in Budweis Die Minister*in dankte den neu berufenen Mitglieder*innen für ihre Bereitschaft, ihre Expertise in die Beratungen der Strahlenschutzkommission einzubringen. Die Mitgliedschaft in der SSK ist ein persönliches Ehrenamt. Die Mitglieder*innen sind unabhängig und nicht an Weisungen gebunden. Den Mitglieder*innen des vergangenen Berufungszeitraums sprach die Minister*in ihre Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Allein im vergangenen Jahr hat die SSK sechs Empfehlungen für den Strahlenschutz verabschiedet, unter anderem die Empfehlungen Verwendung von Patienten-Strahlenschutzmitteln bei der diagnostischen Anwendung von Röntgenstrahlung am Menschen, Therapeutische Verfahren in der Nuklearmedizin und Strahlennotfallmedizin Handbuch für die medizinische Versorgung und Ausbildung. Mit der Berufung der SSK wurden auch die sieben Ausschüsse der SSK neu besetzt. Weitere Informationen zu den Neubesetzungen sowie zur SSK und ihren Mitgliedern sind auf der Internetpräsenz der SSK verfügbar: www.ssk.de PM: BMUV Pressebild: Angela Merkel / Foto: Bundesregierung/Kugler „Die Asse als illegales Endlager Das ehemalige Forschungsbergwerk Asse ist 2009 in die Zuständigkeit des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) übergegangen. Seitdem wurde in einem mehrstufigen Verfahren beraten, wie mit der Asse umgegangen werden soll. Nachdem verschiedene Methoden der Verfüllung und des sicheren Abschlusses ausgeschlossen wurden, wird die Asse in den kommenden zehn Jahren wieder geleert, das heißt, alle radioaktiven Substanzen werden aus der Asse rückgeholt. Wo diese bis zu 220.000 Kubikmeter Atommüll gelagert werden sollen, ist noch völlig unklar.“ Die geplante Rückholung ist leider unmöglich, da der Salzstock zerfällt, was von Anfang an bekannt war. Merkel hat als Umweltministerin den größten Umweltschaden auf deutschem Boden hinterlassen. Zitat: BUND Weitere Beiträge:Forschung zur Stabilität von Energienetzen: Laborkopplung ermöglicht neue TestsFENECON-Webinare: Stromspeichersysteme für eine optimale Energy JourneyRecycling: Ein Muss für Umwelt, Klimaschutz und Ressourcenwirtschaft!