Werbung Enttäuschung: Trotz Energiegipfel ist die Zukunft solarer Selbstversorger offen Erneuerbare & Ökologie Solarenergie 4. April 2014 Der Ausbau von Solaranlagen ist in Deutschland fast zusammengebrochen, Millionen von Forschungs- und Entwicklungsgeldern sind verloren. Die Regierung bietet den innovativen Firmen der Erneuerbaren Energien an ihre Produkte und ihr Wissen im Ausland zu verkaufen. Das alles passt nicht mit den Klimazielen und der Energieeffizienz zusammen, zudem ist es ein unverantwortlicher Umgang mit Steuergeldern. Hier erzeugter Strom wird zu Börsenpreisen, die künstlich über die vom Verbraucher bezahlte EEG-Umlage niedrig gehalten werden ins Ausland verkauft, bzw. an stromreichen Tagen bekommt man gar Geld für die Stromabnahme. Hier liegt ein politischer Betrug an den Bürgern vor. / Foto: HB EEG-Novelle: Keine Entwarnung für Solarenergie Mit Enttäuschung reagiert die Solarbranche auf die Ergebnisse der gestrigen Verhandlungsrunde zwischen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer. (WK-intern) – In der für den weiteren Solarstrom-Ausbau entscheidenden Frage der Befreiung solarer Selbstversorger von der EEG-Umlage sei es dem Vernehmen nach zu keiner konkreten Einigung gekommen. Während stromintensive Unternehmen weitgehend von der EEG-Umlage befreit bleiben, sollen nach aktuellen Plänen der Bundesregierung gewerbliche Solaranlagen-Betreiber für die Nutzung selbst erzeugten Solarstroms ab dem 1.8.2014 eine Energiewende-Abgabe in Höhe von 4,4 Cent je Kilowattstunde entrichten müssen. Mieter sollen bei solarer Direktversorgung sogar die volle EEG-Umlage zahlen. Diese Ungleichbehandlung stößt bei der Solarbranche und bei Verbraucherschützern auf massive Kritik. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) hat in den letzten Wochen wiederholt auf die große Bedeutung gewerblicher Investoren für den weiteren Ausbau der Solarenergie und den Erfolg der Energiewende hingewiesen. Unternehmer aus Handel, Gewerbe und Dienstleistung realisierten im letzten Jahr über die Hälfte aller Photovoltaik-Investitionen in Deutschland. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar: „Der Eigenverbrauch von Solarstrom ist ein wichtiger und kostengünstiger Treiber der Energiewende und sollte deshalb weiter von der EEG-Umlage befreit bleiben. Andernfalls wird sich in Deutschland der starke Markteinbruch bei der Photovoltaik fortsetzen mit allen negativen Konsequenzen für die Arbeitsplätze in der mittelständischen Solarbranche.“ Rund 50.000 weitere Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel. PM: Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Weitere Beiträge:Video: Wenn die Energiewende an der Politik scheitertErgebnis des ersten KoalitionsausschussesAllianz Freie Wärme veröffentlicht Positionspapier zur klimaneutralen Wärmeversorgung