Die neue Feinstaubgefahr – Autoindustrie kämpft für schmutzige Benziner Forschungs-Mitteilungen Ökologie Verbraucherberatung 24. September 2011 Benzinmotoren mit Direkteinspritzung verschärfen das Feinstaubproblem in Ballungszentren – Deutsche Umwelthilfe und Verkehrsclub Deutschland fordern einheitliche Grenzwerte für Diesel und Benziner – Wissenschaftliche Unterstützung von Epidemiologen Prof. Erich Wichmann vom Helmholtz Zentrum München – Automobilindustrie will bei Benzinern zehnmal höheren Partikelgrenzwert als bei Dieselmotoren – DUH kündigt Klagen gegen lasche Umweltzonen an „Ich würde sagen, dass das Auftreten der ökologischen Bewegung seit den 70er Jahren … ein Schrei nach frischer Luft gewesen ist und bleibt, den man nicht überhören darf“ – Papst Benedikt XVI am 22.9.2011 vor dem Deutschen Bundestag. Berlin, 23. September 2011: Jahrelang bestimmte die Debatte über Feinstaubpartikel aus Dieselmotoren
Überraschende Ergebnisse am Rotorblatt Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Windenergie 23. September 201123. September 2011 Strömungsmessungen mit Staudrucksonden an Windkraftanlagen Die Fünfloch-Staudrucksonden des amerikanischen Herstellers Aeroprobe, die häufig in der Luftfahrt zur Strömungsmessung eingesetzt werden, erfassen präzise Anströmgeschwindigkeit und -richtung bei Rotorblättern von Windkraftanlagen. Aeroprobe-Staudrucksonden lassen sich außerdem zur Ermittlung der Windverhältnisse in bestimmten geografischen Regionen einsetzen, um deren Eignung für die Errichtung von Windparks zu bewerten. Die Aeroprobe-Mehrlochsonden erfassen einen Strömungswinkel von bis zu 165° zur Längsachse, sowie den Gesamt- und Umgebungsdruck. Dänische Forscher untersuchten in einem Praxistest am Risoe National Laboratory mit Aeroprobe-Staudrucksonden die Luftströmung über Rotorblätter an einer Windkraftanlage. Die Messung des Luftstroms über die sich drehenden Rotorblätter kann entweder durch Befestigung der Sonden
Algen als nachhaltige Energiequelle Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Solarenergie 23. September 2011 Biomasse aus Algen hat das Potenzial, nachhaltige Energie zu liefern und erheblich dazu beizutragen, das Klimagas CO2 zu reduzieren. In dem neuen EU-Projekt „EnAlgae“ („Energetic Algae“) bündeln 19 Partner ihre Kompetenzen, um die Entwicklung einer algenbasierten Biomasseproduktion in Nordwesteuropa voranzutreiben. Als einer der deutschen Partner wirkt das KIT federführend bei einer Nachhaltigkeitsanalyse für verschiedene Produktionsverfahren. Das Projekt ist auf vier Jahre ausgelegt und wird mit insgesamt 14 Millionen Euro gefördert. Algen können bis zu fünf Prozent des Sonnenlichts in chemische Energie umwandeln – Raps und Mais demgegenüber nur etwa ein Prozent – und dabei große Mengen CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen.
Ministerium fördert Energie-Partnerschaft Baden-Württemberg Forschungs-Mitteilungen Kooperationen Ökologie 23. September 2011 Die Hochschule Offenburg und der regionale Energiedienstleister Badenova haben für ihre Zusammenarbeit einen starken Partner gewinnen können. Das Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst wird in den kommenden fünf Jahren im Rahmen eines „Industry-on-Campus-Vorhabens“ die Forschung zur Biomassenutzung mit bis zu einer Million Euro unterstützen. „Ich begrüße diese Kooperation zweier kompetenter Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft, die gemeinsam an innovativen Lösungen für die dringend notwendige Energiewende arbeiten. Um diese Wende zu schaffen, brauchen wir den Ausbau dezentraler und regenerativer Energien“, sagte Theresia Bauer, Baden-Württembergs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst anlässlich der Projektvorstellung in Offenburg. Rektor Lieber fügte hinzu: „Derartige Projekte sind
Hilfe zur Selbsthilfe mit zwei neuen Desertec Projekten Forschungs-Mitteilungen Kooperationen Solarenergie Windenergie 23. September 201123. September 2011 Jobs und Perspektiven für junge Nordafrikaner: Das sonnenreiche Nordafrika ist optimal für die Erzeugung von sauberem Wüstenstrom geeignet, doch noch mangelt es dort oft an den notwendigen Fachkenntnissen im Bereich der erneuerbaren Energien. Nordafrikanische Experten der Desertec Foundation arbeiten zusammen mit Partnern aus Deutschland und der Mittelmeerregion daran, dies zu ändern. Damit die Menschen in Nordafrika beim Bau von Solar- und Windkraftwerken profitieren können, sollen zwei neue Projekte Studiengänge einführen, technisches Personal ausbilden und dabei helfen, geeignete Rahmenbedingungen für den massiven Ausbau der Erneuerbaren in der Region zu schaffen. Unterstützt werden die Projekte mit über 3 Millionen Euro aus der Europäischen Union,
Mikroben an Hydrothermalquellen eliminieren Klimagas Methan Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Ökologie Solarenergie 23. September 2011 In marinen Sedimenten lagern große Mengen des Treibhausgases Methan, das entweder durch mikrobiellen Stoffwechsel oder durch geothermale Prozesse entsteht. Dennoch gelangt das Methan selten in die Atmosphäre und kann dort seine Wirkung als klimarelevantes Gas entfalten, denn es wird zum großen Teil bereits im Sediment wieder abgebaut. Jetzt berichten Bremer Max-Planck-Forscher und ihre Kollegen über neue mikrobielle Lebensgemeinschaften, die Methan unter Ausschluss von Sauerstoff bei hohen Temperaturen von bis zu 70 °C abbauen können. Zum biologischen Abbau des Treibhausgases Methan sind nur wenige spezialisierte Mikroorganismen fähig. Bei einigen spielt dabei Sauerstoff als Oxidationsmittel eine Rolle, andere wiederum bauen Methan unter Ausschluss
EU will ressourcenschonend werden Behörden-Mitteilungen Ökologie 22. September 2011 Die EU-Kommission hat am 20. September ihren Fahrplan für ein ressourcenschonenendes Europa vorgelegt. Damit will sie aufzeigen, wie der Ressourcenverbrauch gemessen und vom Wirtschaftswachstum entkoppelt werden kann. Fortschritte hin auf dem Weg zu einem nachhaltigen Niveau des europäischen Ressourcenverbrauchs sollen mit einem „vorläufigen Leitindikator“ gemessen werden, der von einer „Anzeigetafel“ weiterer Indikatoren ergänzt werden soll. Als Leitindikator hat die Kommission Ressourcenproduktivität gewählt - also das Verhältnis von BIP zur Masse des domestischen Materialverbrauchs. Der Indikator soll perspektivisch verbessert werden und dann auch den Rohstoffverbrauch außerhalb der EU berücksichtigen. Umweltverbände haben den Leitindikator scharf kritisiert: „In der Güterproduktion Material effizienter zu nutzen, reicht
Bremerhaven: Neuer Offshore-Hafen bringt bis 2040 schätzungsweise 14000 neue Arbeitsplätze Behörden-Mitteilungen Bremen Erneuerbare & Ökologie Offshore Windenergie 22. September 201122. September 2011 Senat fällt Richtungsentscheidung für Klimaschutz und Arbeitsplätze In Bremerhaven soll ein Hafen für die Verladung der in der Nordsee zu errichtenden Offshore-Windanlagen gebaut werden. Als Standort hierfür ist der nördliche Bereich des Blexer Bogens vorgesehen. Das hat der Senat in seiner Sitzung am 15.06.2010 in Bremerhaven beschlossen. Zugleich wurde der Senator für Wirtschaft und Häfen beauftragt, das erforderliche Genehmigungsverfahren einzuleiten. Wirtschaftssenator Martin Günthner: „Der Senat sendet heute ein eindeutiges Signal: Wir wollen der Offshore-Industrie in Bremerhaven die besten Voraussetzungen bieten, damit der Wirtschaftsstandort vom Boom der alternativen Energien bestmöglich profitiert. Klimaschutz schafft qualifizierte Arbeitsplätze“. Die Planungen gehen davon aus, dass am Blexer Bogen
EU-Schutzgebietskonferenz im Biosphärengebiet Schwäbische Alb eröffnet Behörden-Mitteilungen Ökologie 22. September 201122. September 2011 Schutzgebiete in hoher Qualität für die biologische Vielfalt in Europa unverzichtbar Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Ursula Heinen-Esser hat sich dafür ausgesprochen, die Qualität der Schutzgebiete europaweit stärker voranzubringen. Um den Rückgang von Tier- und Pflanzenarten sowie ihrer Lebensräume in Europa aufhalten und umkehren zu können, kommt es in erster Linie darauf an, die Qualität und die Managementeffektivität in den Schutzgebieten zu erhöhen sowie modellhafte Lösungen für die übrige Fläche zu entwickeln, sagte sie anlässlich der Eröffnung der Europäischen Schutzgebietskonferenz 2011 des Verbandes EUROPARC Federation. Diese findet derzeit in Bad Urach, im UNESCO-Biosphärengebiet Schwäbische Alb (Baden-Württemberg) statt. Noch bis Samstag beraten
Nordex Italia erhält Bestellung für neun Anlagen Erneuerbare & Ökologie Kooperationen Mitteilungen Windenergie 21. September 2011 - ERG Renew beauftragt Nordex erneut - Lieferbeginn ist Mai 2012 Hamburg - In Italien setzt Nordex die Partnerschaft mit dem Stromerzeuger ERG Renew fort: Für den Windpark „Amaroni“ im Süden des Landes hat ERG neun Anlagen des Typs N90/2500 bestellt. Nordex wird die Maschinen ab Mai 2012 liefern und nach der Errichtung für mindestens zehn Jahre den Service übernehmen. Das 22,5-Megawatt-Projekt „Amaroni“ soll in der Provinz Catanzaro entstehen. Der Standort befindet sich in unmittelbarer Nähe zu dem Windpark „Fossa del Lupo“, den Nordex zurzeit mit 39 N90/2500-Anlagen in Betrieb nimmt und der ebenfalls ERG Renew gehört. „Amaroni“ soll rund 50 Gigawattstunden Strom
Neueste Technik bei Fernüberwachung verkürzt Stillstandszeiten von Windenergieanlagen Erneuerbare & Ökologie Mitteilungen Offshore Produkte Windenergie Windparks 21. September 2011 Osnabrück. Die seebaWIND Service GmbH hat ihren Service-Standort von Stemwede nach Osnabrück verlegt. In Osnabrück verfügt der herstellerunabhängige Dienstleister für Windenergieanlagen (WEA) jetzt über eine neue, hochmoderne Fernleitzentrale. Von dort aus wird die Fernüberwachung für 250 WEA vorgenommen. Dank der neuen Technik können die Stillstandszeiten der Anlagen weiter verkürzt werden. In der neuen Fernleitzentrale in Osnabrück setzt die seebaWIND Service eine EDV-Technik ein, die es ermöglicht, unterschiedliche Anlagentypen und -generationen mit einer Vielzahl von Anlagensteuerungssystemen, wie WPMS, Gateway, MITA, Nordex Control, REguard, Vestas Easy und Vestas Online sowie Enercon SCADA, besser zu bedienen. Auf Großbildschirmen wird der vollständige Leitstand mit allen
Energie 2011: Wettbewerbsentwicklung mit Licht und Schatten Behörden-Mitteilungen Erneuerbare & Ökologie Verbraucherberatung 21. September 2011 - 59. Sondergutachten der Monopolkommission, gemäß § 62 EnWG, Bonn, 13. September 2011 - Monopolkommission stellt fest, dass die Wettbewerbsentwicklung auf einzelnen Märkten im Strom- und Gassektor zwar Fortschritte macht, verschiedene erhebliche Wettbewerbshindernisse im Energiesektor jedoch fortbestehen Monopolkommission fordert klare wettbewerbskonforme Ausrichtung der staatlichen Energiepolitik insbesondere im Hinblick auf Konzepte zur Förderung Erneuerbarer Energien Monopolkommission legt umfassendes Konzept zur Förderung des Wettbewerbs auf den Energiemärkten vor Die Monopolkommission hat heute ihr drittes Sondergutachten § 62 des Energiewirtschaftsgesetzes mit dem Titel „Strom und Gas 2011: Wettbewerbsentwicklung mit Licht und Schatten“ vorgestellt. Die vertiefte Analyse des deutschen Strom- und Gasmarktes zeigt, dass auf vielen Märkten der