Neues Völkerrecht: Bundeskabinett tritt UN-Hochseeschutzabkommen bei Behörden-Mitteilungen Ökologie Technik Verbraucherberatung 3. Dezember 2025 Internationaler Meeresschutz - Schutz des größten Ökosystems der Erde: Kabinett beschließt Beitritt zu UN-Hochseeschutzabkommen (WK-intern) - Das Bundeskabinett hat heute auf Vorschlag von Bundesumweltminister Carsten Schneider zwei Gesetzesentwürfe beschlossen, die Deutschlands Beitritt zum UN-Hochseeschutzabkommen und dessen Umsetzung möglich machen. Mit dem 2023 beschlossenen Abkommen wird erstmals weltweit die Einrichtung von Meeresschutzgebieten auf hoher See möglich. Zudem soll es Umweltprüfungen von menschlichen Aktivitäten im Ozean geben. Das Abkommen stellt erstmals einheitliche Umweltregeln für alle Staaten auf. Für den Beitritt Deutschlands, die sogenannte Ratifizierung, sind anders als in anderen Staaten zwei Gesetze notwendig: ein Vertragsgesetz und ein Umsetzungsgesetz. Das Vertragsgesetz regelt Deutschlands Beitritt als Vertragspartei
Waldflächenstilllegungen: Holz bleibt strategischer Rohstoff Bioenergie Forschungs-Mitteilungen Verbraucherberatung 3. Dezember 2025 Waldstilllegungen gefährden Versorgungssicherheit und Verteidigungsfähigkeit Einschränkung der Holznutzung gefährdet die Versorgungssicherheit Holz bleibt strategischer Rohstoff (WK-intern) - Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) warnt vor den Folgen geplanter Waldflächenstilllegungen im Rahmen des Aktionsprogramms „Natürlicher Klimaschutz“ (ANK). „Holz ist unverzichtbar für militärische und zivile Infrastruktur, Transport und Logistik. Eine Einschränkung der Holznutzung gefährdet die Versorgungssicherheit, die wirtschaftliche Stabilität sowie die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und seiner Partner“, erklärt HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner. Angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Lage kommt Holz eine strategische Bedeutung zu. Es wird für Munitions- und Waffenkisten, Kabeltrommeln, Paletten, Brücken- und Bunkerbau, Lagerhallen, Unterkünfte sowie zahlreiche logistische Anwendungen benötigt. Ohne Holzprodukte wäre die militärische und zivile Versorgungskette
Fernwärmepreise legten im Gegensatz zum Vorjahr überdurchschnittlich stark zu Forschungs-Mitteilungen Verbraucherberatung 3. Dezember 2025 DIW-Wärmemonitor 2024: Heizenergiebedarf bleibt stabil – Fernwärmepreise steigen deutlich Deutschlands Haushalte heizten 2024 laut Daten des Immobiliendienstleisters ista SE ähnlich viel wie im Vorjahr Preise für Heizenergie stiegen langsamer Fernwärmepreise legten im Gegensatz zum Vorjahr überdurchschnittlich stark zu Preistransparenz und verlässliche Regulierung der Fernwärme ist für Netzausbau und Gelingen der Wärmewende nötig (WK-intern) - Trotz nicht mehr so stark steigender Energiepreise haben die Haushalte in Deutschland ihre in der Energiekrise erzielten Einsparungen weitgehend aufrechterhalten. Der temperaturbereinigte Heizenergieverbrauch blieb im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant und lag weiterhin rund sieben Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2021. Gleichzeitig gingen die CO₂-Emissionen im Wohngebäudebestand leicht zurück. Das
Energieeffizienz: Aktuelle Indikatoren der AG Energiebilanzen/Verkehr bildet Schlusslicht Dezentrale Energien Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Verbraucherberatung 2. Dezember 2025 Die deutsche Energieeffizienz verbessert sich unterschiedlich (WK-intern) - Um Waren oder Dienstleistungen im Wert von 1.000 Euro herzustellen, wurden in Deutschland 2024 durchschnittlich 2,9 Gigajoule (GJ) Energie eingesetzt. Das entspricht etwa 81 Liter Heizöl oder 805 Kilowattstunden (kWh) Strom. Damit hat sich nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) die gesamtwirtschaftliche Energieeffizienz seit 1991 um mehr als 50 Prozent verbessert. (... wenn man annimmt, dass 1.000 € den gleichen Gegenwert haben wie vor 35 Jahren) Jahresdurchschnittlich liegt die gesamtwirtschaftliche Effizienzverbesserung für Deutschland jetzt bei knapp 2,2 Prozent. Der Energieaufwand für die Wohnraumbeheizung hat sich seit 1991, bereinigt um Temperatur- und Lagerbestandseffekte, um etwa 28
Digitalisierung in der Getreidelagerung: Anzahl smarter BayWa-Standorte wächst Ökologie Technik Verbraucherberatung 2. Dezember 2025 Die BayWa AG baut die Digitalisierung ihrer Getreidelagerung weiter aus. Standorte mit moderner Silosensorik 2025 nahezu verdoppelt 400.000 Tonnen Getreide werden bereits heute digital überwacht Gesunderhaltung der Ernte, Entlastung des Silomeisters bei weniger Energieaufwand und Kosten (WK-intern) - Allein in diesem Jahr hat sie die Anzahl der Standorte, die mit moderner Silosensorik ausgestattet sind, von 25 auf 41 erhöht. Die Menge der digital überwachten Agrarerzeugnisse wuchs innerhalb eines Jahres auf 400.000 Tonnen an. Die BayWa plant, 2026 weitere Erfassungsstandorte mit smarten Temperaturfühlern auszustatten. Der Einsatz der Silosensorik lohnt sich gleich mehrfach: Neben der Gesundhaltung der Ernte und einer deutlichen Entlastung des Silomeisters spart das Unternehmen
Bundesnetzagentur modelliert jetzt dynamische Strompreise Behörden-Mitteilungen Verbraucherberatung 2. Dezember 2025 Mehr Transparenz im Energiemarkt: Die Bundesnetzagentur erweitert ihr Informationsangebot auf der Transparenzplattform SMARD und stellt ab sofort modellierte dynamische Strompreise für Haushaltskunden bereit. (WK-intern) - Die veröffentlichten Daten zeigen, wie die Strompreise sich entwickelt haben und schaffen mehr Transparenz für die Verbraucherinnen und Verbraucher. So wird die Preisentwicklung im Energiemarkt transparenter und der Vergleich von unterschiedlichen Tarifmodellen einfacher. Alle Stromlieferanten müssen seit dem 1. Januar 2025 mindestens einen dynamischen Stromtarif anbieten. Modellierung auf Basis realer Preisbestandteile Bei dynamischen Stromtarifen sind die Energiebeschaffungskosten direkt an den Spotmarktpreis der Strombörse gekoppelt. Durch kurzfristige Preisschwankungen am Großhandelsmarkt verändert sich kontinuierlich der Arbeitspreis. Verbraucherinnen und Verbraucher können durch eine flexible
DVGW und BDEW fordern von der EU-Kommission mehr Verantwortung für Hersteller von Ewigkeitschemikalien Forschungs-Mitteilungen Ökologie Technik Verbraucherberatung 2. Dezember 2025 PFAS stoppen – Jetzt handeln: Für eine europäische Strategie und die Umsetzung des Verursacherprinzips (WK-intern) - DVGW und BDEW fordern von der EU-Kommission mehr Verantwortung für Hersteller zur Eindämmung von PFAS-Einträgen ins Wasser. PFAS sind weltweit in Luft, Wasser, Böden und in der Nahrungskette nachweisbar. Der Eintrag dieser problematischen Substanzen in die Umwelt bedeutet für die Wasserversorgung eine enorme Herausforderung. Sie kann nur im Schulterschluss bewältigt werden. Die Entfernung von PFAS aus den Rohwasserressourcen ist technisch hochkomplex, ressourcenintensiv und verursacht erhebliche Kosten. Hinzu kommt die Entsorgung großer Mengen PFAS-belasteter Rückstände, für die es derzeit keine praktikablen Lösungen gibt. In der Folge könnten deutlich steigende
CIVD fordert Berücksichtigung des Caravaning-Sektors im Masterplan Ladeinfrastruktur E-Mobilität Mitteilungen Technik Verbraucherberatung 1. Dezember 2025 Der Caravaning Industrie Verband (CIVD) hat sich mit einem Schreiben an den Bundesminister für Verkehr, Patrick Schnieder, gewandt. (WK-intern) - Hintergrund ist der kürzlich vorgestellte Masterplan Ladeinfrastruktur. Der CIVD begrüßt die Strategie der Bundesregierung, weist jedoch auf eine zentrale Lücke hin: Reisemobile und Pkw-Caravan-Kombinationen werden im Masterplan nicht als Nutzergruppe berücksichtigt. „Deutschland hat inzwischen über eine Million Reisemobile und rund 800.000 Caravans im Bestand. Jährlich kommen mehr als 90.000 Neuzulassungen hinzu. Für viele Regionen ist Caravaning ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, betont CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso. Ohne klare Vorgaben bestehe das Risiko, dass Ladebuchten und Stellflächen entstünden, die nicht für Reisemobile und Pkw-Caravan-Kombinationen ausgelegt sind. Das
Umsetzung der europäischen Richtlinie zur strafrechtlichen Vermögensabschöpfung Aktuelles Behörden-Mitteilungen Verbraucherberatung 1. Dezember 20251. Dezember 2025 Regierung veröffentlicht Gesetzentwurf zum Vermögensregister und Einzug des Vermögens im Namen des EU-Verbraucherschutz (WK-intern) - Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung soll verbessert werden. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz heute veröffentlicht hat. Mit dem Gesetzentwurf sollen europäische Vorgaben in deutsches Recht umgesetzt werden. Unter Vermögensabschöpfung wird die Einziehung von Vermögenswerten verstanden, die durch eine Straftat erlangt oder die zu ihrer Begehung verwendet wurden. Der europäische Gesetzgeber hat im vergangenen Jahr eine neue Richtlinie über die Abschöpfung und Einziehung von Vermögenswerten erlassen. Das deutsche Strafrecht bietet den zuständigen Behörden bereits ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur
MEW richtet gemeinsamen Appell aus der Biokraftstoffbranche Bioenergie Ökologie Technik Verbraucherberatung 1. Dezember 2025 Die Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland appelliert gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Unternehmen und Verbänden der Biokraftstoffbranche an das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), im laufenden Gesetzgebungsverfahren zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) umgehend Rechtssicherheit zu schaffen. (WK-intern) - Hintergrund ist der am 19. Juni 2025 vorgelegte Entwurf eines zweiten Gesetzes zur Weiterentwicklung der THG-Quote, dessen weitere Behandlung im Kabinett mehrfach verschoben wurde. Die verpflichteten Unternehmen müssen bereits jetzt ihre Kraftstoffverträge und Lieferketten für 2026 vorbereiten. Dafür benötigen sie klare Zeitvorgaben, insbesondere mit Blick auf die geplante Abschaffung der Doppelzählung für fortschrittliche Biokraftstoffe und die damit verbundenen Marktveränderungen. Die Unterzeichner fordern daher,
Wirtschafts-Akademie rät Menschen zum Jobwechsel von der Auto- zur Kriegsindustrie Kooperationen Verbraucherberatung 28. November 202528. November 2025 Bonner Wirtschafts-Akademie: Jobwechsel von der Auto- zur Rüstungsindustrie wird zur Normalität der Ukraine-Krieg schafft in Deutschland endlich wieder sichere Arbeitsplätze auch Totengräber könnten laut Kanzler Merz eine erfolgreiche Karriere erleben Rüstungsindustrie wird zum Auffangbecken Zehntausender Beschäftigter deutsche Soldat*innen erfahren endlich eine hautnahe Kriegs-Karriere bei der Bundeswehr (WK-intern) - Harald Müller, Geschäftsführer Bonner Wirtschafts-Akademie (BWA): „In Transfergesellschaften befinden sich Tausende qualifizierter Fachkräfte, die von Rheinmetall, Hensoldt, Krauss-Maffei, Diehl, MBDA, Wegmann und so weiter kurzfristig übernommen werden können.“ BWA: Zeitfenster der kurzfristigen Verfügbarkeit ist „Riesenchance“ für Rüstung, Robotik und Space „Die Rüstungsindustrie wird zum Auffangbecken Zehntausender Beschäftigter, die ihren Arbeitsplatz in der Autoindustrie verlieren“, weist Harald Müller, Geschäftsführer der
Koalitionsausschuss zur CO2-Flottenregulierung Behörden-Mitteilungen E-Mobilität Ökologie Verbraucherberatung 28. November 2025 Carsten Schneider zum Koalitionsausschuss (WK-intern) - Bundesumweltminister Carsten Schneider: „Deutschland bringt sich mit einer pragmatischen Position in die europäische Debatte ein: Förderprogramm soll Klima durch Plug-In-Hybride oder Elektroautos retten Die Klimawirkung bleibt, aber die Industrie bekommt mehr Flexibilität auf dem Weg zum Ziel Nullemissionen für Neuwagen 2035. Auch nach 2035 sollen neben rein batterieelektrischen Fahrzeugen weiterhin Autos neu zugelassen werden, die einen doppelten Antrieb haben. Das betrifft Plug-In-Hybride oder Elektroautos mit Range Extender. Im Gegenzug sollen die Mehremissionen ausgeglichen werden, etwa durch den Einsatz von grünem Stahl in der Automobilproduktion oder erneuerbare Kraftstoffe. In der Summe bleibt die Klimawirkung der geltenden Regelung so