Werbung Preisverleihung, Skalierung und Resilienz im Fokus beim Geothermiekongress 2026 Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Geothermie Veranstaltungen 22. Oktober 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Nachwuchswissenschaftlern für den Geothermieausbau (WK-intern) – Vom 20. bis 22. Oktober tagte der Geothermiekongress 2026 im Kongresshotel Potsdam. Bei der Eröffnung sprachen Gäste aus Politik und Forschung. Im Fokus standen Themen rund um die praktische Umsetzung und Weiterentwicklung geothermischer Projekte. Leonhard Thien, Vizepräsident des Bundesverbandes Geothermie e.V., begrüßte die Gäste und betonte die Wichtigkeit des Aufbaus einer resilienten geothermischen Wärmeversorgung. Im Fokus des Kongresses stand die Frage, wie sich der Ausbau der Geothermie skalieren lässt und was es braucht, um geothermische Projekte in der Fläche erfolgreich umzusetzen. Die Energieministerin des Landes Brandenburg, Martina Klement, zeigte sich angesichts der vielen schon umgesetzten Geothermieprojekte im Land Brandenburg erfreut. „Eine sichere und bezahlbare Wärmeversorgung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Energiepolitik für Brandenburg. Dabei gewinnt die Geothermie zunehmend an Bedeutung. Als grundlastfähige und regionale Energiequelle kann sie einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung leisten, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern und damit langfristig die Attraktivität des Standortes Brandenburgs sichern“, so die Ministerin. Stephanie von Ahlefeldt, Leiterin der Abteilung „Energieeffizienz, Wärme und Energieforschung“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, thematisierte in ihrem Grußwort das geplante Wärmenetzpaket als wichtigen Weichensteller für die Energiepolitik Deutschlands. Prof. Dr. Ingo Sass, Sektionsleiter Geoenergie am GFZ – Helmholtz-Zentrum für Geoforschung, dem Hauptwissenschaftspartner des Kongresses, betonte die wichtige Rolle von Nachwuchswissenschaftlern für den Geothermieausbau. Aus dem Partnerland Ungarn lobte Gábor Szita, Präsident der Hungarian Geothermal Association (HGA), die enge Partnerschaft mit Deutschland und die große Bedeutung dieser Zusammenarbeit über europäische Landesgrenzen hinaus. Der Preis für die „Jungwissenschaftlerin des Jahres“ ging an Dr. Laura Spitzmüller für ihre herausragenden Forschungsbeiträge am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zur Charakterisierung geothermischer Reservoirsysteme. Den Sonderpreis, den das Komitee Ehrungen des Bundesverbands Geothermie e.V. in diesem Jahr auslobte, ging an den Referenten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, Ullrich Bruchmann, in Anerkennung seines langjährigen Engagements für die Geothermie in Deutschland. Die Patricius Medaille verlieh der BVG in diesem Jahr an Prof. Dr. Rolf Bracke, Institutsleiter des Fraunhofer IEG, für seine herausragenden Verdienste um die Entwicklung der Geothermie in Deutschland. Als Initiator und Leiter wegweisender Forschungsstrukturen hat er insbesondere den Aufbau des Fraunhofer IEG in Bochum entscheidend geprägt. Mit den Roadmaps zur Tiefen und Oberflächennahen Geothermie hat er die Aufmerksamkeit auf die großen Potenziale, die die Erdwärme für die Wärmeversorgung in Deutschland bietet, gelenkt. „Die Patricius-Medaille ist eine besondere Anerkennung unseres gemeinsamen Engagements. Ich nehme diese Auszeichnung deshalb auch stellvertretend für die vielen Kolleginnen und Kollegen am Fraunhofer IEG entgegen.Zusammen arbeiten wir daran, den Strukturwandel in den Bergbauregionen Deutschlands voranzubringen. Unser Anspruch ist es, die Potenziale der Geothermie nicht nur wissenschaftlich zu erschließen, sondern sie für Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger als nachhaltige Nachfolgetechnologie der Kohle nutzbar zu machen. Entscheidend ist, dass Forschungsergebnisse in der Praxis Wirkung entfalten. So leisten Innovationen einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren, bezahlbaren und zukunftsfesten Wärmeversorgung,“ sagte Bracke. Über den Bundesverband Geothermie e.V.: Der 1991 gegründete Bundesverband Geothermie e.V. (BVG) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Einzelpersonen, die auf dem Gebiet der Erdwärmenutzung in allen Bereichen der Forschung und Anwendung tätig sind. Er vereint Mitglieder aus Industrie, Wissenschaft, Planung und der Energieversorgungsbranche. Hauptaufgaben des Verbandes sind die Information der Öffentlichkeit über die Nutzungsmöglichkeiten geothermischer Energie zur Wärme- und Stromerzeugung sowie der Dialog mit politischen Entscheidungsträgern. Der BVG organisiert den jährlichen Geothermiekongress DGK ebenso wie Workshops zu aktuellen Themen und ist Herausgeber der Fachzeitschrift „Geothermische Energie“ sowie weiterer Informationsmaterialien. Der DGK 2026 findet vom 20.-22. Oktober in Potsdam statt. PM: Bundesverband Geothermie PB: Prof. Dr. Rolf Bracke, Leiter des Fraunhofer IEG Weitere Beiträge:Ventcroft wird zu NKTEinschätzungen von Patrick Graichen, Direktor Agora Energiewende, zur Einigung beim EU-Klimaziel 203...Wirtschaftsminister plant Zeitlupen-Energiewende ohne Bürger