Werbung Paradoxon: Nordeuropa leidet unter Stromüberschuss – Strompreise steigen Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Offshore Solarenergie Verbraucherberatung Wasserstofftechnik Windenergie Windparks 29. Oktober 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Investitionen in Onshore-Windkraft und Solarenergie stützen Stromüberschuss in Nordeuropa; Preise dürften steigen – so StormGeo (WK-intern) – Die jüngste Analyse des regionalen Energiemarktes hebt die mittelfristige Preisprognose an – trotz einer geringeren Stromnachfrage infolge eines reduzierten Einsatzes von grünem Wasserstoff. Laut dem aktuellen „Nordic Long-Term Power Market Outlook 2026–2055“ von StormGeo wird Nordeuropa weiterhin einen Netto-Stromüberschuss aufweisen – entgegen der Erwartung eines kurzfristigen Defizits. Grund dafür ist ein unerwarteter Rückgang der Stromnachfrage für die Produktion von Wasserstoff und „grünem Stahl“ in der Region. Der Anbieter von Energiemarktanalysen hebt zudem seine mittelfristige Strompreisprognose bis 2030 an, was den weiteren Ausbau von Onshore-Windkraft und Solarenergie fördern könnte. „Wir gehen davon aus, dass Nordeuropa sowohl mittel- als auch langfristig eine Region mit einem Netto-Stromüberschuss bleiben wird. Dies spiegelt das Zusammenspiel unserer Prognosen für Angebot und Nachfrage wider“, erklärt Sigbjørn Seland, Chefanalyst bei StormGeo. Er weist darauf hin, dass dies der gängigen Markteinschätzung widerspricht, wonach ein starkes Wachstum der regionalen Stromnachfrage den derzeitigen Überschuss aufzehren und die Region innerhalb weniger Jahre in ein Defizit führen würde. Veränderung bei der Nachfrage nach grünem Wasserstoff Die wohl unerwartetste Erkenntnis im aktuellen Ausblick ist laut Seland die Senkung der langfristigen Stromnachfrageprognose für die nordische Region. Der Hauptgrund: StormGeo geht nun davon aus, dass Projekte zur Herstellung von „grünem Stahl“ deutlich weniger Strom für die Wasserstoffproduktion benötigen werden. „Steigende Kosten beim schwedischen Projekt ‚Stegra‘ haben uns dazu veranlasst, unsere Prognose für die künftige Nachfrage nach unten zu korrigieren“, sagt er. Die Prognose von StormGeo für die wasserstoffbezogene Stromnachfrage im Jahr 2055 wurde von rund 50 TWh auf 15 TWh gesenkt – was den Nachfragezuwachs durch Rechenzentren mehr als ausgleicht. „Das ist ein wichtiger Hinweis, denn es zeigt, wie schnell sich die Aussichten für große Industrieprojekte ändern können – auch wenn Rechenzentren gleichzeitig zu einer stabilen neuen Nachfragequelle werden“, so Seland. Windpotenzial erschließen Die bedeutendste Änderung im aktuellen Ausblick gegenüber der Ausgabe vom Frühjahr ist die Anhebung der mittelfristigen Preisprognose bis 2030 durch das „Energy Analytics“-Team des Unternehmens. Dies ist vor allem auf deutlich höhere Erdgaspreise zurückzuführen, die voraussichtlich auch den Wert von Wasserkraft als Alternative steigern werden. Die angehobene Preisprognose wird zudem durch eine in den kommenden Jahren niedriger als bisher erwartet ausfallende Windstromerzeugung sowie durch ein stärkeres Wachstum des Stromverbrauchs in Rechenzentren – getrieben durch den Ausbau der künstlichen Intelligenz – gestützt. Obwohl die Windstromerzeugung hinter den modellierten Werten zurückgeblieben ist, geht StormGeo davon aus, dass Investitionen in Onshore-Windkraft und Solarenergie wieder an Dynamik gewinnen und die Angebotsseite beeinflussen werden. Dies wird durch das „erhebliche ungenutzte Potenzial für Onshore-Windkraft“ in der nordischen Region untermauert. Notwendigkeit, die Wirtschaftlichkeit von Projekten zu bewerten Unsichere Aussichten für den wasserstoffbezogenen Stromverbrauch könnten Netzkapazitäten freisetzen, da Projekte möglicherweise zurückgezogen werden – was wiederum Chancen für andere Nutzer eröffnet, so Seland. Der Ausblick ist ein wichtiges Instrument für verschiedene Akteure, die langfristig auf dem nordischen Strommarkt aktiv sind – von energieintensiven Industrieunternehmen bis hin zu Investoren und Projektentwicklern, die neue Anlagen zur Stromerzeugung, zum Verbrauch oder zur Bereitstellung von Flexibilität (einschließlich Batteriespeichern) in Betracht ziehen. Laut Seland bleiben die nordischen Länder für Großverbraucher langfristig attraktiv, da die Rahmenbedingungen relativ stabil sind und die Strompreise – selbst angesichts der höheren mittelfristigen Preisprognose – vergleichsweise niedrig bleiben. „Für Investoren und Projektentwickler unterstreicht der Ausblick, wie wichtig es ist, Technologie, Standort und Zeitpunkt genau zu prüfen. Dabei sollte auch berücksichtigt werden, wie sich lokale Preismuster und der Ausbau erneuerbarer Energien auf die potenzielle Investitionsrendite und die Wirtschaftlichkeit von Projekten auswirken können“, schließt Seland. Der „Power Market Outlook“ von StormGeo bietet Einblicke in die langfristige Entwicklung der Energiemärkte in den nordischen Ländern und den damit verbundenen Märkten. Die Analysen dienen Energieversorgern, Investoren und Händlern dazu, die grundlegenden Faktoren, Risiken und Chancen zu identifizieren, die die Energiewende bis zum Jahr 2055 prägen werden. Learn more about StormGeo’s Long-Term Power Market Outlook. Onshore wind and solar investments to support Nordic power surplus as prices seen higher, according to StormGeo Latest regional energy market analysis raises medium-term price forecast despite lower electricity demand on reduced use of green hydrogen StormGeo forecasts a persistent Nordic net power surplus – contrary to expectations of a near-term deficit – due to an unexpected drop-off in electricity demand for hydrogen and green steel in the region, according to its latest Nordic Long-Term Power Market Outlook 2026 to 2055. The energy market analytics provider is also raising its medium-term power-price outlook towards 2030, which could support renewed onshore wind and solar development. „We expect the Nordics to remain a net power surplus region over both the medium and long term. This reflects the combined effect of our demand-and-supply outlook,” says Sigbjørn Seland, Chief Analyst at StormGeo. He points out that this runs counter to the prevalent market view that strong regional electricity demand growth will erode today’s power surplus and push the region into deficit within a few years. Shift in green hydrogen demand The most unexpected finding in the latest outlook is a reduction in the long-term electricity demand forecast for the Nordic region, according to Seland. The main reason is that StormGeo now expects green steel projects to use much less electricity to produce hydrogen. “Rising costs at Sweden’s Stegra project have led us to lower our forecast for future demand,” he says. StormGeo’s forecast for hydrogen-related demand in 2055 has fallen from approximately 50 TWh to 15 TWh, which more than offsets the growth in demand from data centers. “This is timely because it highlights how quickly the outlook for major industrial projects can change, even as data centers are emerging as a robust source of new demand,” Seland says. Tapping into wind potential The biggest shift in the current outlook versus the previous spring edition is that the medium-term price prognosis towards 2030 has been revised upwards by the company’s Energy Analytics team. This is mainly driven by markedly higher natural gas prices that are also set to lift alternative hydropower values. The raised price forecast is further supported by lower wind output than previously forecasted over the coming years and stronger anticipated growth in data center consumption amid expansion of AI. Although wind generation has fallen short of modelled volumes, StormGeo believes onshore wind and solar investment will regain momentum to impact the supply side, underpinned by the Nordic region’s “substantial untapped potential for onshore wind”. Need to assess project economics Uncertain prospects for hydrogen-related consumption may release grid capacity due to withdrawn projects that can open up opportunities for other users, Seland points out. The outlook is an important tool for a range of participants with long-term exposure to the Nordic power market – from energy-intensive industrial consumers to investors and developers considering new generation, consumption or flexibility assets, including battery storage. Seland says the Nordics remain attractive for large consumers over the longer term because of relatively stable framework conditions and comparatively low power prices, even with the higher medium-term price forecast. “For investors and developers, the outlook underscores the need to assess technology, location and timing, including how local price patterns and development of renewable generation can affect potential investment returns and project economics,” Seland concludes. StormGeo’s Power Market Outlook delivers insights into the long-term evolution of energy markets across the Nordics and interconnected markets. The analyses are used by utilities, investors, and traders to reveal the fundamentals, risks, and opportunities shaping the energy transition through 2055. Learn more about StormGeo’s Long-Term Power Market Outlook. PR: StormGeo PB: Sigbjørn Seland, Chief Analyst at StormGeo. / ©: StormGeo Weitere Beiträge:Studie: Antarktis könnte Meeresspiegel schneller als gedacht ansteigen lassen2. Nationaler Wasserstoff-Rennsport-Grand Prix: die besten Youngster-Piloten Deutschlands gesuchtDEWEK 2015: Exkursion zum ersten großtechnischen Gondelprüfstand für Windenergieanlagen in Deutschla...