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Landverbindung: OPEC-Fonds beteiligt sich am Eisenbahnprojekt Bosporus

OPEC Fund joins landmark Bosphorus railway project with a US$250 million loan in Türkiye
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OPEC-Fonds beteiligt sich mit einem Darlehen in Höhe von 250 Millionen US-Dollar an wegweisendem Eisenbahnprojekt am Bosporus in der Türkei

(WK-intern) – Der OPEC-Fonds für internationale Entwicklung (OPEC-Fonds) beteiligt sich an einem internationalen Vorhaben von historischer Tragweite, um eine entscheidende Lücke im Schienenverkehr zwischen Asien und Europa zu schließen.

Mit einem Darlehen von 250 Millionen US-Dollar wird der Bau einer 127 km langen, neu zu errichtenden Eisenbahnstrecke unterstützt.

Diese dient als Umgehungsstrecke für den Großraum Istanbul und schafft eine leistungsfähige Landverbindung über den Bosporus. Es handelt sich um die bislang größte Einzelinvestition in der Geschichte des OPEC-Fonds; sie ist Teil eines genehmigten Finanzierungspakets mit einem Gesamtvolumen von bis zu 500 Millionen US-Dollar.

Das Projekt schließt eine wesentliche Lücke in drei internationalen, auf den Schienenverkehr ausgerichteten Handelskorridoren, die durch Istanbul verlaufen: den Transkaspischen „Mittleren Korridor“ (Middle Corridor), der China und Zentralasien mit Europa verbindet; den „Iraq Development Road“-Korridor, der Asien und die EU über den Nahen Osten und die Türkei per Schiene verknüpft; sowie den Türkei-EU-Korridor, auf den ein Drittel des internationalen Handels der Türkei entfällt. Das Vorhaben ermöglicht die Verlagerung von Gütertransporten von der Straße auf die klimafreundlichere, elektrifizierte Schiene und stärkt die Position der Türkei als Logistikdrehscheibe zwischen Europa, Asien und dem Nahen Osten.

Die Gesamtinvestition in Höhe von 8,3 Milliarden US-Dollar wird von einer internationalen Gruppe von Geldgebern bereitgestellt. Diese wird von der Weltbank geleitet und verwaltet; zu ihr gehören zudem die Asiatische Entwicklungsbank, die Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank, die Islamische Entwicklungsbank, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie die Europäische Investitionsbank – gemeinsam mit der türkischen Regierung.

Istanbul ist eine der größten Städte der Welt und erstreckt sich über zwei Kontinente. Der Schienenverkehr über den Bosporus ist derzeit auf den Marmaray-Tunnel angewiesen, der primär für den Personenverkehr konzipiert wurde. Güterzüge können den Tunnel nur in begrenzten Zeitfenstern während der Nachtstunden nutzen, was die jährliche Frachtkapazität auf der Schiene über den Bosporus auf etwa 3 Millionen Tonnen beschränkt.

Das Projekt schafft Abhilfe durch einen neuen, 127 km langen, elektrifizierten Eisenbahnkorridor zwischen Çayırova auf der asiatischen und Çatalca auf der europäischen Seite. Die Strecke überquert den Bosporus mithilfe der Yavuz-Sultan-Selim-Brücke, die auch als „Dritte Brücke“ bekannt ist. Die neue Strecke wird zweigleisig, elektrifiziert und vollständig signaltechnisch ausgerüstet sein; sie ist für den gemischten Verkehr – also sowohl für den Personen- als auch für den Gütertransport – ausgelegt. Die jährliche Kapazität für den Schienengüterverkehr über den Bosporus wird auf 50 Millionen Tonnen steigen.

Die neue Eisenbahnverbindung umgeht den überlasteten Stadtkern Istanbuls und verbindet den Flughafen Istanbul sowie den Flughafen Sabiha Gökçen untereinander und mit dem nationalen Schienennetz. Die Transportzeit für Güter zwischen Çayırova und Çatalca verkürzt sich von rund 13 Stunden auf 3,6 Stunden, während die Reisezeit im öffentlichen Verkehr zwischen den beiden Flughäfen von etwa zwei Stunden auf 65 Minuten sinkt.

Der OPEC-Fonds unterzeichnete 1979 sein erstes Darlehensabkommen mit der Republik Türkei und hat bis heute Finanzierungen in Höhe von fast 850 Millionen US-Dollar für Projekte in den Bereichen Verkehrsinfrastruktur, Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Energie und anderen Sektoren bereitgestellt. Jüngste Darlehen befassten sich zudem mit Ernährungssicherheit und Klimaresilienz – drängenden entwicklungspolitischen Herausforderungen.

Über den OPEC-Fonds: Der OPEC-Fonds für internationale Entwicklung (OPEC Fund) ist die einzige weltweit tätige Entwicklungsinstitution, die ausschließlich Finanzmittel von Mitgliedstaaten an Nicht-Mitgliedstaaten vergibt. Die Organisation arbeitet mit Partnern in Entwicklungsländern sowie der internationalen Entwicklungsgemeinschaft zusammen, um Wirtschaftswachstum und sozialen Fortschritt in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen weltweit zu fördern.

Der OPEC-Fonds wurde 1976 mit einem klaren Ziel gegründet: Entwicklung voranzutreiben, Gemeinschaften zu stärken und Menschen zu befähigen. Unsere Arbeit stellt den Menschen in den Mittelpunkt; wir finanzieren Projekte, die grundlegende Bedürfnisse decken – etwa in den Bereichen Ernährung, Energie, Infrastruktur, Beschäftigung (insbesondere mit Fokus auf Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen), sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen, Gesundheitsversorgung sowie Bildung. Bisher hat der OPEC-Fonds mehr als 32 Milliarden US-Dollar für Entwicklungsprojekte in über 125 Ländern bereitgestellt. Diese Projekte haben einen Gesamtwert von mehr als 240 Milliarden US-Dollar – das entspricht etwa 7,50 US-Dollar an mobilisierten Mitteln für jeden vom OPEC-Fonds zugesagten US-Dollar. Der OPEC-Fonds verfügt über ein Rating von „AA+“ (Ausblick: positiv) durch Fitch sowie „AA+“ (Ausblick: stabil) durch S&P. Unsere Vision ist eine Welt, in der nachhaltige Entwicklung für alle Realität ist.


OPEC Fund joins landmark Bosphorus railway project with a US$250 million loan in Türkiye

The OPEC Fund for International Development (the OPEC Fund) is joining an international effort of historic dimensions to close the missing link in rail traffic between Asia and Europe. A loan of US$250 million will support the construction of a 127 km greenfield railway line that will serve as a bypass of the Istanbul Metropolitan Area and provide a high-capacity overland crossing across the Bosphorus. The financing is the single largest in the OPEC Fund’s history to date and is part of an approved financing package of up to US$500 million.
The project will provide an integral missing link for the three international rail-served trade corridors crossing Istanbul: the Trans-Caspian Middle Corridor linking China and Central Asia with Europe; the Iraq Development Road corridor, which will link Asia and the EU via the Middle East and Türkiye by rail; and the Türkiye-EU corridor, which accounts for a third of Türkiye’s international trade. It will shift freight from road to lower-carbon electrified rail traffic and strengthen Türkiye’s position as a logistics hub linking Europe, Asia and the Middle East.

The total investment of US$8.3 billion will be provided by an international group of sponsors led and administered by the World Bank and including the Asian Development Bank, the Asian Infrastructure Investment Bank, the Islamic Development Bank, the European Bank for Reconstruction and Development, and the European Investment Bank alongside the Government of Türkiye.

Istanbul is one of the world’s largest cities and spans two continents, but rail traffic across the Bosphorus strait currently depends on the Marmaray tunnel, which was built primarily for passenger services. Freight trains can use the tunnel only during limited nighttime periods, restricting annual rail freight capacity across the strait to around 3 million tonnes.
The project will address this constraint with a new 127 km electrified railway corridor between Çayırova on the Asian side and Çatalca on the European side, crossing the Bosphorus Strait using the Yavuz Sultan Selim Bridge, also known as the Third Bridge. The new line will be double-tracked, electrified, fully signalized and mixed-used, designed to carry passengers and freight. The annual capacity of cross-Bosphorus rail freight will increase to 50 million tonnes.

The new railway will bypass Istanbul’s congested urban core and connect Istanbul Airport and Sabiha Gökçen Airport with each other and with the national rail network. While freight travel time between Çayırova and Çatalca will be reduced from around 13 hours to 3.6 hours, public transport travel between the two airports will be cut from approximately two hours to 65 minutes.

The OPEC Fund signed its first loan agreement with the Republic of Türkiye in 1979 and to date has approved almost US$850 million in financing of transport infrastructure, agriculture, health, energy and other sectors. Recent loans also addressed food security and climate resilience as pressing development challenges.

About the OPEC Fund: The OPEC Fund for International Development (the OPEC Fund) is the only globally mandated development institution that provides financing from member countries to non-member countries exclusively. The organization works in cooperation with developing country partners and the international development community to stimulate economic growth and social progress in low- and middle-income countries around the world. The OPEC Fund was established in 1976 with a distinct purpose: to drive development, strengthen communities and empower people. Our work is people-centered, focusing on financing projects that meet essential needs, such as food, energy, infrastructure, employment (particularly relating to MSMEs), clean water and sanitation, healthcare and education. To date, the OPEC Fund has committed more than US$32 billion to development projects in over 125 countries. These projects represent a total value exceeding US$240 billion, equivalent to approximately US$7.50 mobilized for every US$1 committed by the OPEC Fund. The OPEC Fund is rated AA+/Outlook Positive by Fitch and AA+/Outlook Stable by S&P. Our vision is a world where sustainable development is a reality for all.

PR: The OPEC Fund for International Development

PB: OPEC Fund joins landmark Bosphorus railway project with a US$250 million loan in Türkiye / ©: OPEC Fund








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