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Stromnetzentgelte 2027 – die Postleitzahl entscheidet

PB: Netzentgelte 2027: Manche sparen 170 Euro, andere zahlen 120 Euro mehr – die Postleitzahl entscheidet
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Netzentgelte 2027: Manche sparen 170 Euro, andere zahlen 120 Euro mehr – die Postleitzahl entscheidet

(WK-intern) – Je nach Wohnort zahlen Haushalte zwischen 187 und 664 Euro im Jahr für die Netznutzung.

Nach der Entlastung 2026 steigen die Beträge vielerorts wieder, während sie andernorts um bis zu 170 Euro sinken.

Für viele Haushalte ist die Entlastung bei den Stromnetzentgelten schon nach einem Jahr wieder vorbei. Knapp zwei Drittel der Verteilnetzbetreiber erhöhen ihre Entgelte zum 1. Januar 2027. Das geht aus einer Auswertung von Rabot Energy hervor. Grundlage sind die vorläufigen Preisblätter von 748 Verteilnetzbetreibern, knapp 90 Prozent aller vom Datendienstleister ene’t erfassten Netzbetreiber. Im Median der Netzbetreiber steigen die Kosten für einen Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch um rund 9 Euro gegenüber 2026. Das entspricht einem Anstieg von 2,5 Prozent.
Das klingt nach wenig, doch der Mittelwert täuscht: Manche Haushalte sparen deutlich, andere zahlen erheblich mehr. Wie groß die finanzielle Belastung ausfällt, hängt maßgeblich vom Wohnort ab. Im mecklenburgischen Hagenow werden für die Netznutzung rund 187 Euro im Jahr fällig, im baden-württembergischen Walldorf 664 Euro. Zwischen beiden liegen damit 477 Euro. Während die jährliche Rechnung etwa im nordbadischen Walldürn um 120 Euro steigt, fällt sie andernorts um bis zu 170 Euro niedriger aus. Die Deutschlandkarte macht die Unterschiede sichtbar.
Partenstein zahlt wieder mehr, Frammersbach deutlich weniger
 
Wie schnell sich das Blatt wenden kann, zeigt der Vergleich zweier Nachbarorte in Unterfranken. In Partenstein gingen die Netzentgelte 2026 stärker zurück als irgendwo sonst in Deutschland: um 6,18 Cent pro Kilowattstunde. 2027 kehrt sich die Entwicklung um. Ein Musterhaushalt zahlt dort 28 Euro mehr als 2026. Im benachbarten Frammersbach zahlt derselbe Haushalt dagegen 170 Euro weniger, der stärkste Rückgang in der gesamten Auswertung. Auch innerhalb des Landkreises Main-Spessart gehen die Werte weit auseinander: In Zellingen steigen die Netzentgelte sogar um 45 Prozent.
 
Im Vergleich der Bundesländer zeigt sich ebenfalls ein uneinheitliches Bild. Am stärksten steigen die Kosten in Hamburg (+45 Euro), im Saarland (+27 Euro) und in Rheinland-Pfalz (+20 Euro). In Mecklenburg-Vorpommern sinken sie um 13 Euro, in Thüringen und Niedersachsen bleiben sie nahezu stabil. Ein reines Nord-Süd-Gefälle zeigt die Auswertung nicht, eher eines zwischen Regionen mit viel und wenig Ökostrom Erzeugung. Seit 2025 werden Netzgebiete entlastet, in denen im Verhältnis zum Verbrauch besonders viel Wind- und Solarleistung angeschlossen ist. Alle Stromkundinnen und Stromkunden zahlen dafür über einen bundesweiten Aufschlag ein wenig mehr, damit dünn besiedelte Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern den Netzausbau nicht allein finanzieren. 2027 profitiert davon erstmals auch Westnetz, der größte Verteilnetzbetreiber Deutschlands. Die Karte gibt einen Überblick über die Entwicklung in allen Bundesländern.
 
Geringerer Bundeszuschuss verteuert die Netznutzung
 
Ein wesentlicher Grund für den Anstieg ist der geplante Rückgang des Bundeszuschusses zu den Kosten der Übertragungsnetze. Für 2027 sind 5,525 Milliarden Euro vorgesehen, nach 6,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Die Übertragungsnetzbetreiber setzen ihr Entgelt deshalb vorläufig von 2,86 auf 3,54 Cent pro Kilowattstunde herauf. Die regionalen Netzbetreiber geben die höheren Kosten an ihre Kundinnen und Kunden weiter.
 
Der Zuschuss ist allerdings noch nicht beschlossen. Fehlt bis zum 7. Dezember die Rechtssicherheit, könnten die endgültigen Netzentgelte im Januar noch höher ausfallen.
 
„Vor einem Jahr haben wir gesagt, dass die Entlastung den Trend nicht umkehrt. Jetzt steigen die Netzentgelte wieder. Wie stark Haushalte das spüren, hängt vor allem von ihrer Postleitzahl ab“, sagt Jan Rabe, CEO von Rabot Energy. „Den Wohnort kann niemand ändern. Wer eine Wärmepumpe, ein E-Auto oder einen Speicher nutzt, kann bei den Netzkosten aber gezielt sparen.“
 
So können Haushalte sparen
 
Nachlass nach § 14a EnWG nutzen: Wer eine Wärmepumpe, Wallbox oder einen Stromspeicher beim Netzbetreiber angemeldet hat, erhält pauschal 110 bis 190 Euro pro Jahr Nachlass auf die Netzentgelte, auch ohne Smart Meter. Viele Berechtigte wissen davon nichts.
 
Zeitvariable Netzentgelte nutzen: Mit einem Smart Meter können Haushalte mit steuerbaren Geräten zu festgelegten Nebenzeiten zusätzlich sparen.
 
Preiserhöhungen prüfen: Die Stromanbieter verschicken derzeit ihre Preisänderungen für 2027. Bei einer Preiserhöhung besteht ein Sonderkündigungsrecht.
 
Methodik
Grundlage sind die vorläufigen Netzentgelte 2027 nach § 20 Abs. 1 EnWG, erfasst von ene’t (Stand: 21.10.2026), im Vergleich zu den endgültigen Werten für 2026. Berechnet wurden Arbeits- und Grundpreis für einen Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch, netto; die Bundesländerwerte sind Mediane über Netzbetreiber (nicht haushaltsgewichtet). Die Auswertung umfasst 748 Verteilnetzbetreiber mit veröffentlichtem vorläufigem Preisblatt. Nach Abzug von 17 Sondernetzen (Häfen, Flughäfen, Industrieparks) und Netzen ohne vergleichbare Haushaltswerte gehen 702 Netzbetreiber in Median-, Länder- und Spannenwerte ein. Der bundesweit einheitliche Aufschlag für besondere Netznutzung ist nicht enthalten. Die genannte Spanne bezieht sich auf Stadt- und Gemeindewerke ohne Kleinstnetze. Alle Werte sind vorläufig. Die detaillierten Werte nach Netzbetreiber und Bundesland stellt Rabot Energy Redaktionen auf Anfrage zur Verfügung.
 
Über Rabot Energy
Rabot Energy ist eine Marke der RABOT Energy DE GmbH und bietet seit 2021 als digitaler Energieversorger dynamische Stromtarife in Deutschland an. Mit 100 % Strom aus erneuerbaren Energien (bilanziell nachgewiesen durch Entwertung von Herkunftsnachweisen nach der HkRNDV) und KI-basierter Optimierung hilft Rabot Energy Haushalten, ihre Stromkosten deutlich zu senken. Über 200.000 Kunden vertrauen bereits auf die smarte Energieplattform. Mehr Informationen unter www.rabot.energy.
 
PM: Rabot Energy
 
PB: Netzentgelte 2027: Manche sparen 170 Euro, andere zahlen 120 Euro mehr – die Postleitzahl entscheidet
Grafik – Deutschlandkarte: „So verändern sich die Netzentgelte 2027“. Quelle: Rabot Energy







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