Werbung




Elektrifizierung mit Erneuerbaren ist der Schlüssel zur nachhaltigen Deckung des weltweiten Energiebedarfs

PB: Elektrifizierung mit Erneuerbaren ist der Schlüssel zur nachhaltigen Deckung des weltweiten Energiebedarfs / ©:
Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels

Der World Energy Transitions Outlook (WETO) fordert umfassende Reformen des Energiesystems und zeigt einen konkreten Fahrplan für eine sichere, bezahlbare und wettbewerbsfähige Energieversorgung im kommenden Jahrzehnt und darüber hinaus auf.

(WK-intern) – Die Beschleunigung der Elektrifizierung mittels erneuerbarer Energien muss bis 2035 Priorität haben.

Dieser Wandel kann durch die Elektrifizierung mit erneuerbaren Energien, kombiniert mit effizienteren Technologien und nachhaltigen Kraftstoffen, vorangetrieben werden.

Die Energiewende gelingt nicht durch den bloßen Zubau erneuerbarer Energien, sondern durch die tatsächliche Verdrängung fossiler Energieträger.

In dem heute von der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) veröffentlichten World Energy Transitions Outlook (WETO) 2026“ wird dargelegt, dass das Energiesystem dringend reformiert werden muss, damit die weltweite Energiewende wieder auf ihrem 1,5°C-Kurs ist. Derzeit sind die Temperaturen aufgrund von CO₂-Emissionen eindeutig zu hoch.

Während der Ausbau erneuerbarer Energien im Jahr 2025 weiterhin Rekorde bricht, hält der Netzausbau nicht Schritt und der Energiebedarf steigt weiterhin rasant an. Gleichzeitig bleiben die Fortschritte bei der Energieeffizienz deutlich hinter dem erforderlichen Tempo zurück und reichen nicht aus, um den steigenden Strombedarf ausreichend abzufedern.

Folglich müssen die Elektrifizierung und der Ausbau erneuerbarer Energien gleichzeitig drastisch beschleunigt werden. Die weltweit installierte Leistung aus erneuerbaren Energien müsste von heute 5,2 Terawatt (TW) auf rund 38,2 TW bis 2050 steigen. Gleichzeitig steigt der Anteil von Strom am Endenergieverbrauch bis 2035 auf 35 % und bis 2050 auf über 50 %. Bis zur Mitte des Jahrhunderts würden mehr als 80 % des Stroms aus Solar- und Windenergie stammen.

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass diese entscheidenden Eckpfeiler zu Engpässen für die weltweite Energiewende werden, wenn Energieeffizienz, Stromnetze, Speicherkapazitäten und Systemflexibilität nicht ausgebaut werden.

Francesco La Camera, Generaldirektor der IRENA: „Die weltweite Energiewende steht unter Druck. Das Rekordwachstum bei den erneuerbaren Energien allein reicht nicht aus: Die Energieeffizienz hinkt hinterher, die Stromnetze haben Mühe, Schritt zu halten, und der weltweite Energiebedarf steigt weiter rasant an. Wir können die Energiewende nicht erfolgreich umsetzen, indem wir einfach nur erneuerbare Energien in ein unverändertes Energiesystem integrieren. Wir brauchen Reformen, um die Infrastruktur eines neuen Energiesystems aufzubauen – eines, das elektrifiziert, effizient, flexibel und mit erneuerbaren Energien betrieben wird.“

Und weiter: „Elektrifizierung, Stromnetze, Speicherung, Flexibilität und Energieeffizienz sind nicht bloß unterstützende Elemente am Rande dieses Wandels, sie sind dessen Rückgrat. Die zentrale Herausforderung besteht darin, diese Lösungen gemeinsam und schnell genug im erforderlichen Maßstab umzusetzen, um die Energiewende auf einem mit dem 1,5-Grad-Ziel vereinbaren Kurs zu halten und gleichzeitig Energiesicherheit, Bezahlbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliche Akzeptanz zu gewährleisten.”

In WETO 2026 wird zudem auf überzeugende wirtschaftliche Argumente verwiesen. Nach dem 1,5°C-Szenario von IRENA würde die Weltwirtschaft jährlich um 1,1 % stärker wachsen als bei einem „Business-as-usual“-Szenario. Dies würde bis 2050 steigende Gewinne für die Gesellschaften in Höhe von rund 46 Billionen US-Dollar bedeuten.

Die Anzahl der Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien könnte sich im gleichen Zeitraum mehr als verfünffachen – ausgehend von etwas mehr als 16 Millionen heute. Und da aufstrebende Strommärkte kostengünstiger werden, könnte eine entsprechende Wettbewerbsfähigkeit im Strombereich bis 2050 zu um 15 % niedrigeren Strompreisen für Endverbraucher führen.

Die Umsetzung dieser Energiewende erfordert jedoch einen erheblichen Anstieg der Investitionen. Diese sind zugleich ein entscheidender Treiber der wirtschaftlichen Vorteile der Energiewende. Zwischen 2026 und 2050 wären dafür jährlich rund 10,3 Billionen US-Dollar erforderlich. Der Großteil der Mittel müsste in erneuerbare Energien, den Ausbau der Stromnetze, Flexibilitätsmaßnahmen sowie die Elektrifizierung der Endverbrauchssektoren fließen.

„Die Qualität der Energiewende wird ebenso wichtig sein wie ihre Geschwindigkeit“, so La Camera weiter. „Unsere Analyse zeigt, dass eine beschleunigte Dekarbonisierung Investitionen, Produktivität, Beschäftigung und Wohlstand stärken kann. Bezahlbarkeit, soziale Absicherung und fairer Zugang zu wirtschaftlichen Chancen müssen von Anfang an in die Umsetzung einbezogen werden, um die Akzeptanz in der Bevölkerung aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, dass die Vorteile der Energiewende breit gestreut sind.“

Die zentrale Aufgabe für Regierungen besteht daher darin, den Wandel geordnet zu gestalten, um Zuverlässigkeit, Bezahlbarkeit und Energiesicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig den Ausbau sauberer Alternativen zu beschleunigen.

Im neuen Bericht werden eine umsetzbare Agenda festgelegt und für entsprechende Maßnahmen in den kommenden zehn Jahren sieben Prioritäten bestimmt. Diese erstrecken sich von einer integrierten Energie- und Marktplanung über länderspezifische Fahrpläne bis hin zur Modernisierung der Netze, der Stärkung von Industrie- und Investitionsstrategien, der Förderung sozialer und umweltpolitischer Maßnahmen zur Maximierung des Nutzens sowie der Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit.

Politische Entscheidungsträger spielen eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Energiewende. Mit den richtigen politischen Rahmenbedingungen kann der schrittweise Ausstieg aus fossilen Energieträgern die wirtschaftliche Entwicklung fördern, statt sie zu hemmen. Gleichzeitig können Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit, Gesundheit und langfristiger Wohlstand gestärkt werden.

Über die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA)

IRENA ist die führende zwischenstaatliche Organisation für die Energiewende mit erneuerbaren Energien. Sie verfolgt einen systemischen Wandel über alle Energiesektoren hinweg. Die weltweit agierende Energieorganisation besteht aus 173 Mitgliedsstaaten. 12 weitere Länder sind Beitrittskandidaten. IRENA stellt Wissen, technischen Beistand und Hilfe beim Aufbau von Kapazitäten sowie Projekt- und Investitionsförderung zur Verfügung. Sie ermöglicht internationale Zusammenarbeit und Partnerschaften gegen den Klimawandel und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung, des Zugangs zu Energie, der Energiesicherheit sowie resilienter Volkswirtschaften und Gesellschaften.

PM: IRENA

PB: Elektrifizierung mit Erneuerbaren ist der Schlüssel zur nachhaltigen Deckung des weltweiten Energiebedarfs / ©: IRENA








Top