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Deutschland treibt die internationale Klimafinanzierung mit privaten- & Steuermittel voran

PB: Klimafinanzierung: Deutschland als verantwortungsvoller Partner / ©: BMZ
Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels

Internationale Klimafinanzierung 2025: Starke Mobilisierung öffentlicher und privater Mittel für den Globalen Süden

(WK-intern) – Deutschland führt seinen Beitrag für die Klimafinanzierung für internationalem Klimaschutz und -anpassung in Schwellen- und Entwicklungsländern fort und bleibt international verlässlicher Partner.

Dabei setzt die Bunderegierung bei der internationalen Klimafinanzierung zunehmend auf private Investitionen und Kredite.

Der Anteil der mobilisierten öffentlichen und privaten Investitionen erreicht bei der internationalen Klimafinanzierung einen neuen Höchstwert.

Die an die Europäische Union zugelieferten Klimafinanzierungszahlen für 2025 zeigen, dass Deutschland erneut seinen Anteil am globalen Klimaversprechen leistet und zu dem im Koalitionsvertrag festgelegten „fairen Anteil“ für internationale Investitionen in den Klimaschutz steht. Der deutsche Beitrag zum internationalen Klimaschutz setzt sich aus Haushaltsmitteln und mobilisierten Mitteln zusammen. Er ist 2025 insgesamt leicht zurückgegangen; dies konnte jedoch durch gehebelte private Investitionen und gute Leistungen von KfW Krediten auf dem Kapitalmarkt abgefedert werden. Deutschland ist es damit trotz stark sinkender Haushaltsmittel gelungen, über rückzahlbare Darlehen und klimafreundliche Investitionen von Unternehmen zusätzliche Mittel zu mobilisieren:

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan:

„Die Bundesregierung steht zu ihren Zielen für den internationalen Klimaschutz. Die Klimakrise können wir nur gemeinsam bekämpfen, diese globale Herausforderung braucht vereinte Kräfte. Der Klimawandel macht an Grenzen nicht Halt, das spüren wir längst auch hier in Deutschland. Entwicklungspolitik für den internationalen Klimaschutz nützt deshalb auch uns selbst. In Zeiten sinkender öffentlicher Haushalte setzen wir dabei zunehmend – und erfolgreich – auch auf Hebelung im Kapitalmarkt und private Investitionen.“

 Bundesumweltminister Carsten Schneider:

„In Zeiten geopolitischer Spannungen, einer globalen Energiekrise und der Zunahme von Extremwetterereignissen durch den Klimawandel setzt Deutschland mit seiner erneut starken Klimafinanzierung ein wichtiges Zeichen. Wir unterstützen Entwicklungs- und Schwellenländer dabei, die richtigen Rahmenbedingungen für die Abkehr von fossilen Energieträgern und die Entwicklung hin zu erneuerbaren Energien zu schaffen und Investitionen zu ermöglichen. Diese internationale Zusammenarbeit macht uns stärker. Das gilt nicht zuletzt für die deutsche Wirtschaft, die gute Angebote hat für den weltweiten Megatrend zu Clean-Tech. Die Bilanz zeigt, dass sich private Investitionen in diesen Bereichen immer mehr lohnen. Wir wollen gemeinsam daran arbeiten, unseren Instrumentenkasten für das Erleichtern klimafreundlicher Investitionen weiter auszubauen.“

Die internationale Staatengemeinschaft hat sich auf den Weltklimakonferenzen in Kopenhagen 2009 und in Paris 2015 darauf geeinigt, dass Industrieländer Unterstützung für Entwicklungs- und Schwellenländer bei der Minderung von CO2 und Anpassung an die Folgen des Klimawandels bereitstellen.

Der deutsche Beitrag setzt sich aus Haushaltsmitteln und mobilisierten Mitteln zusammen:

Aus Haushaltsmitteln stellte die Bundesregierung 2025 insgesamt 4,7 Milliarden Euro für die internationale Klimafinanzierung bereit (2024: 6,1 Milliarden Euro). 85 Prozent der Mittel kamen 2025 aus dem BMZ. Das BMZ unterstützt Entwicklungs- und Schwellenländer dabei, erneuerbare Energien auszubauen und Energieeffizienz zu steigern. Zur Anpassung an den Klimawandel werden die Menschen im Globalen Süden z.B. gestärkt, ihre landwirtschaftliche Produktion umzustellen oder sich für häufig auftretende Dürren oder Überschwemmungen zu wappnen.

Die übrigen Mittel kamen überwiegend aus dem Bundesumweltministerium (BMUKN), welches diese über das Förderinstrument der „Internationalen Klimaschutzinitiative“ (IKI), unter Beteiligung des Auswärtigen Amts umsetzt. Im Jahr 2025 wurden hiermit Entwicklungs- und Schwellenländer dabei unterstützt, ihre nationalen Klimaziele (NDCs) zu erreichen: Die IKI fördert die Schaffung politischer und finanzieller Rahmenbedingungen für klimafreundliche Industrieprozesse, den Ausbau erneuerbarer Energien oder nachhaltiger Mobilitätskonzepte. Ein wichtiges Augenmerk der IKI liegt auf der Zusammenarbeit mit dem Privatsektor und der Hebelung privater klimafreundlicher Investitionen. 

Die Bundesregierung leistet weiterhin Beitragszahlungen zu multilateralen Fonds wie dem Grünen Klimafonds, der Globalen Umweltfazilität oder dem Fonds zum Umgang mit Verlusten und Schäden. Auch der weltweite Schutz von Arten, Wäldern, Mooren, Meeren und anderen Ökosystemen zahlt auf die internationalen Klimaziele ein – dazu betrug die Unterstützung der Bundesregierung 2025 insgesamt 1,1 Milliarden Euro. Das BMZ unterstützte 2025 mit 834 Millionen Euro unter anderem weltweit 789 Schutzgebiete mit insgesamt rund 2,2 Millionen Quadratkilometern in 85 Ländern – mehr als 6-mal so groß wie die Fläche Deutschlands. 247 Millionen Euro der Mittel für Biodiversität kamen aus dem BMUKN, welches im Rahmen der IKI Länder zum Beispiel dabei unterstützt, ihre nationalen Biodiversitätsstrategien umzusetzen.

Aus mobilisierten Mitteln stellte Deutschland 2025 insgesamt 6,1 Milliarden Euro bereit. Dabei geht es um Kredite über die KfW und die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft( DEG) sowie gehebelte private Investitionen. Die mobilisierten Marktmittel von KfW und DEG konnten gegenüber 2024 um 570 Millionen Euro gesteigert werden – insgesamt auf 5,15 Milliarden Euro. Diese Mittel werden von den Banken im Auftrag der Bundesregierung am Kapitalmarkt aufgenommen und in Form rückzahlbarer Kredite vor allem für die Energiewende im Globalen Süden eingesetzt, zum Beispiel für Solar- und Windparks oder den Aufbau von Wasserstoffprojekten. Im Jahr 2025 fallen erneut die Energie-Partnerschaft mit Indonesien und Südafrika besonders ins Gewicht. Darüber hinaus konnten KfW und DEG 950 Millionen Euro aus privaten Mitteln für die Klimafinanzierung mobilisieren. Das sind beispielsweise Beteiligungen an grünen Investitionen von privaten Unternehmen. Zusätzlich hat die Bundesregierung 2025 klimafreundliche Projekte in Höhe von circa 652 Millionen Euro im Rahmen der Exportkredite in Entwicklungs- und Schwellenländern abgesichert.

Weitere Zahlen finden Sie in der Übersicht anbei:

https://www.bmz.de/de/themen/klimawandel-und-entwicklung/klimafinanzierung   

Die jährlichen Zahlen werden entlang international vereinbarter Kriterien im Nachhinein (ex post) an die EU-Kommission übermittelt. Die Zahlen für 2026 sind im Herbst 2027 zu erwarten.

PM: BMZ

PB: Klimafinanzierung: Deutschland als verantwortungsvoller Partner / ©: BMZ








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