Klimarisiken durch Energie aus Biomasse werden unterschätzt Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Solarenergie 8. März 2012 Die Risiken des Einsatzes von Energie aus Biomasse werden unterschätzt, wie ein jetzt in Nature Climate Change veröffentlichter Artikel zeigt. „Wir brauchen hier das Vorbeugeprinzip“, sagt Ottmar Edenhofer, Chef-Ökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Professor der Technischen Universität Berlin (TU Berlin). „Bevor die Bioenergie weiter ausgeweitet wird, muss die Wissenschaft eine umfassendere Abschätzung der Risiken liefern – bislang sind in Projektionen des Einsatzes von Bioenergie teils fundamentale Unsicherheiten enthalten. Nötig sind hier neuartige Ansätze des Risikomanagements für den Wandel der Landnutzung.“ Eine Möglichkeit wäre, die Beweislast für das Erreichen von Nachhaltigkeitsstandards auf die Produzenten von Bioenergie zu verlagern." Der großflächige
Plattform Energiewende – Transdisciplinary Panel on Energy Change (TPEC) Behörden-Mitteilungen Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 8. März 20128. März 2012 Eine umfassende und dauerhafte Umgestaltung des Energiesystems ist nötig und in Deutschland politisch mit der „Energiewende“ in Gang gesetzt. Ziel ist es, eine sichere Versorgung, ambitionierten Umwelt- und Klimaschutz sowie die ökonomische und soziale Dimension der Nachhaltigkeit zusammenzuführen. Voraussetzung hierfür sind eine fundierte Sachkenntnis, die Schaffung neuen Wissens für technische und soziale Innovationen und gesellschaftliche Wertentscheidungen. Dabei sind erhebliche Zielkonflikte zu den Themen Klimaschutz, Kosten, Wettbewerbsfähigkeit, soziale Auswirkungen und Versorgungssicherheit zu lösen. Das IASS, als transdisziplinäres Institut für Nachhaltigkeitsforschung, wird aus wissenschaftlicher Sicht die „Energiewende“ von Kernenergie und fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien begleiten. Gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern sowie Entscheidungsträgern aus Politik,
ÜWG plant seismologisches Monitoringnetz für Planung von Geothermiekraftwerken Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 8. März 20127. März 2012 Projekt SIMON soll wissenschaftliche Daten über das Auftreten und die Entstehung der seismischen Aktivitäten im Oberrheingraben gewinnen. Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie und Hochschulen sind Projektpartner. Mehrere Messstationen für den Kreis Groß-Gerau geplant. Die Überlandwerk Groß-Gerau GmbH (ÜWG) wird in einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt gemeinsam mit der Universität Frankfurt, der Universität Stuttgart, dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG), dem Institut für geothermisches Ressourcenmanagement (IGEM) und der GeoThermal Engineering GmbH (GeoT) ein seismologisches Monitoringnetz aufbauen. Ziel dieses Netzes ist die Gewinnung umfangreicher Daten über das Auftreten und die Entstehung der seismischen Aktivitäten im Oberrheingraben und insbesondere im Kreis Groß-Gerau. Die so
Für die Energiewende brauchen wir dringend Energiespeicher Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen Veranstaltungen 5. März 2012 Interview mit DLR-Vorstand Prof. Ulrich Wagner Bislang werden Energiespeicher vor allem in mobilen Geräten wie z.B. Handys oder Notebooks genutzt. Das wird sich in Zukunft ändern, sagen Energieexperten: Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien wird sich unser Stromnetz verändern. Energiespeicher werden dabei eine wichtige Rolle übernehmen müssen. Wie solche Energiespeicher der Zukunft aussehen, diskutieren Forscher am 7. März 2012 beim DLR-Energiespeicher-Symposium in Stuttgart. Prof. Ulrich Wagner, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr beschreibt, warum wir Speicher dringend brauchen und wo die Forschung heute steht. Wozu brauchen wir Energiespeicher? Wagner: Wir brauchen Energiespeicher, um das schwankende Energieangebot aus den erneuerbaren Energien auszugleichen. Der Bedarf der Verbraucher deckt
Wissenschaftler fordern Weltrat für Nachhaltigkeit Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 5. März 20124. März 2012 300 Nachhaltigkeitsexperten aus aller Welt wollen Trendwende – Deutschland könnte weiter Vorreiterrolle übernehmen Wissenschaftler aus aller Welt haben zunehmend Zweifel, dass sich nationale Regierungen auf eine globale Nachhaltigkeitspolitik verständigen können. Umwelt- und Nachhaltigkeitsexperten aus 50 Nationen sprachen sich jetzt beim dreitägigen Sustainability Summit an der Leuphana Universität Lüneburg übereinstimmend für die Schaffung einer durchsetzungsfähigen Weltumweltorganisation und eines Rates für globale Nachhaltigkeit aus. Sie fordern eine internationale Verständigung über Grenzen des Wachstums und die Definition von Wohlstand. Sie treten dafür ein, die Rahmenbedingungen für Weltwirtschaft und Finanzindustrie so zu verändern, dass nachhaltiges Wirtschaften verpflichtend wird. Die Wissenschaft selbst soll künftig eine aktivere Rolle
Klimawandel: aktuelle Simulationen für den nächsten IPCC-Bericht Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 5. März 20124. März 2012 Simulationen zum vergangenen und künftigen Klima im globalen Maßstab abgeschlossen Die französische Wissenschaftsgemeinschaft für Klimafragen, die hauptsächlich das CNRS, die CEA, Meteo-France und die Universitäten Pierre und Marie Curie (UPMC) und Versailles-Saint-Quentin-en-Yvelines (UVSQ) vereint, hat kürzlich wichtige Simulationen zum vergangenen und künftigen Klima im globalen Maßstab abgeschlossen. aktuellen Daten Diese aktuellen Daten bestätigen die Ergebnisse des vierten Sachstandsberichts (2007) des Weltklimarats (IPCC) über die kommenden Veränderungen bei der Temperatur und der Niederschlagsmenge. Dabei wurden 2 Extremmodelle berücksichtigt: Ein Temperaturanstieg von 3,5 bis 5°C bis 2100 oder im günstigsten Fall ein Anstieg um 2°C. Von der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft zur Verfügung gestellt, werden diese Ergebnisse
Weg frei für Solarzellen der 3. Generation Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 1. März 2012 Alle bisherigen Solarzellen können nur einen bestimmten Anteil aus dem Licht der Sonne verwerten, deshalb ist ihr Wirkungsgrad physikalisch begrenzt. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrum Berlin haben nun in Kooperation mit der australischen Universität Sydney gezeigt, wie man durch geeignete Materialzusätze rotes Licht in gelbes Licht umwandeln und so den Wirkungsgrad von Solarzellen erhöhen kann. Photochemischer Energieturbo für Solarzellen. Wie organische Moleküle aus rotem Licht gelbes machen. Moderne Silizium-Solarzellen haben einen maximalen Wirkungsgrad von etwa 25 Prozent. Weltweit liefern sich Forscher ein Rennen, diesen Wirkungsgrad immer weiter zu erhöhen. Eine natürliche Grenze liegt jedoch bei etwa 30 Prozent, weil Solarzellen aufgrund physikalischer Gesetze Licht mit
Universität Oldenburg koordiniert niedersächsischen Forschungsverbund zur Energiewende Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 29. Februar 201228. Februar 2012 Fragen zur intelligenten Energieversorgung von morgen und zur Energiewende stehen im Mittelpunkt des neuen „Forschungsverbund Intelligente Netze Norddeutschland (SmartNord)“, den das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) mit 3,6 Mio. Euro drei Jahre lang fördert. Die Universität Oldenburg koordiniert das Projekt, in dem das Oldenburger Informatik-Institut OFFIS, das Energieforschungszentrum Niedersachsen (EFZN), die TU Braunschweig, die Universität Hannover, die TU Clausthal und das EWE-Forschungsinstitut NEXT ENERGY interdisziplinär Konzepte und Technologien entwickeln, um den Ausbau Erneuerbarer Energien durch intelligente Stromnetze (Smart Grids) zu unterstützen. Niedersachsens Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka betont: „Erstmals forschen über 40 Wissenschaftler aus ganz Niedersachsen gemeinsam und fächerübergreifend an
Forschungsverbund für Intelligente Stromnetze startet Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 28. Februar 201228. Februar 2012 Wanka: „Niedersachsen erforscht Energiewende“ Der mit 3,6 Millionen Euro geförderte „Forschungsverbund Intelligente Netze Norddeutschland (SmartNord)“ kann jetzt starten. Ziel des Projektes ist es, die intelligente Energieversorgung von Morgen und somit eine Voraussetzung für die Energiewende zu erforschen. Dabei geht es im Kern um die Frage, wie intelligente Stromnetze (sogenannte „Smart Grids“) den Ausbau Erneuerbarer Energien fördern können. „Erstmals forschen über 40 Wissenschaftler aus ganz Niedersachsen gemeinsam und fächerübergreifend an der Energiewende. Längst ist bekannt, dass regenerative Energieerzeuger ohne neue Netzstrukturen schnell an ihre Versorgungsgrenzen stoßen. Wir wollen daher Modelle entwickeln, die eine Vielzahl von unterschiedlichen Energiequellen intelligent in ein stabiles Stromnetz einbinden können“, so
Klimawächter im All: Zehn Jahre SCIAMACHY auf ENVISAT Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 28. Februar 2012 Wie hat sich unsere Ozonschicht in den letzten zehn Jahren verändert? Wie beeinflussen Spurengase wie Stickstoffoxide, Kohlendioxid und Methan unser Klima? Wie wirken Umweltschutzmaßnahmen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich auch deutsche Forscher, als vor zehn Jahren - am 28. Februar 2002 - der europäische Umweltsatellit ENVISAT auf einer der ersten Ariane-5-Raketen seine Reise ins All antrat. Mit an Bord des größten je gebauten Erdbeobachtungssatelliten war das deutsch-niederländisch-belgische „Scanning Imaging Absorption Spectrometer for Atmospheric Chartography“ - kurz SCIAMACHY - das etwa zur Hälfte mit Mitteln des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) finanziert wurde. Die wissenschaftliche Leitung liegt beim Institut für Umweltphysik der
Neue Materialien für die Photovoltaik Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 28. Februar 201227. Februar 2012 Helmholtz-Energie-Allianz am Campus Adlershof/Forscher möchten Effizienz neuartiger Hybrid-Solarzellen und -Techniken steigern und Herstellungskosten dabei minimieren „Anorganisch/organische Hybrid-Solarzellen und -Techniken für die Photovoltaik“ Das Helmholtz-Zentrum Berlin und das Forschungszentrum Jülich bilden zusammen mit der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Potsdam und der Freien Universität Berlin eine der drei neuen Energie-Allianzen, die von der Helmholtz-Gemeinschaft ins Leben gerufen wurden. Ziel dieser Energie-Allianz mit dem Namen „Anorganisch/organische Hybrid-Solarzellen und -Techniken für die Photovoltaik“ ist es, den drängenden Forschungsbedarf zum raschen Umbau der Energieversorgung gezielt zu decken. Die Vorhaben werden durch den Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft für drei Jahre gefördert, wobei die universitären Partner zusätzlich
Gemeinsam am Kraftstoff der Zukunft forschen Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 27. Februar 2012 Interdisziplinäre Forschergruppe „Fuels Joint Research Group“ gegründet Die internationale Kraftstoff-Forschung wird zunehmend vielfältiger. Denn es geht nicht nur darum, die im flüssigen Kraftstoff gebundene chemische Energie in Bewegung umzusetzen. Entscheidend sind heute auch die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Kraftstoff-Komponenten, dem Motor und dem Motorenöl sowie der Abgasnachbehandlung. Vier Forscher unterschiedlicher deutscher Hochschul- und Forschungsinstitute haben sich jetzt zur „Fuels Joint Research Group“ zusammengeschlossen. Zur Gruppe gehören: Prof. Dr. med. Jürgen Bünger, Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung an der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr.-Ing. Peter Eilts, Institut für Verbrennungskraftmaschinen der TU Braunschweig, Prof. Dr.-Ing. Axel Munack, Institut für Agrartechnologie und Biosystemtechnik des Johann Heinrich von