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Folgekosten eines Genehmigungsstaus bei Energiewende und Infrastrukturprojekte

PB: Um im Frühjahr 2027 einen Stillstand bei den Genehmigungen von Großraum- und Schwertransporten, die beispielsweise zum Gelingen der Energiewende beitragen, zu vermeiden, fordert die Verbändeinitiative Großraum- und Schwertransporte (VI GST) für das VEMAGS-Update eine flexiblere Umsetzung der Systemumstellung. / ©: BSK
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Industrie und Schwergutbranche warnen Verkehrsminister vor hohen ökonomischen Folgekosten eines Genehmigungsstaus

(WK-intern) – Unter Beteiligung des Bundesverbands Schwertransporte und Kranarbeiten (BSK) e.V. wendete sich die Verbändeinitiative Großraum- und Schwertransporte (VI GST), deren Mitglied der BSK ist, am 16. Oktober 2026 an das Bundesministerium für Verkehr (BMV).

Der Hintergrund des gemeinsamen Briefs an Verkehrsminister Steffen Bilger und dessen Parlamentarischen Staatssekretär Christian Hirte:

Die drohenden Schwierigkeiten beim Update der Genehmigungsplattform VEMAGS im Frühjahr 2027.

Die in der VI GST organisierten Interessenvertretungen vor allem aus der Industrie und der Baubranche sowie deren logistische Dienstleister befürchten hohe ökonomische Kosten für die hiesige Volkswirtschaft sowie einen schweren Schlag für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, wenn das aktuell avisierte Verfahren der VEMAGS-Systemumstellung nicht verändert werden würde.

Denn sollten die bereits laufenden Genehmigungsverfahren nicht oder deutlich verzögert bearbeitet werden, droht ein Stillstand von Transporten, der massive Folgen im Wirtschaftsleben nach sich zöge. Die VI GST zeigte in ihrem Brief an die BMV-Spitze, und der damit verbundenen Bitte auf die zuständigen Bundesländer Einfluss zu nehmen, drei Lösungsalternativen auf.

  1. eine Übernahme alter Anträge ins neue System,
  2. die frühere Bereitstellung der neuen Version der Plattform oder
  3. die parallele Nutzung von VEMAGS 7.5 und VEMAGS 7.6 für eine Übergangsphase.

„Unsere Intention ist es, massiven Schaden von Deutschlands Wirtschaft abzuwenden“, betont Dierk Hochgesang, BSK-Geschäftsführer, die Tragweite der Problematik.

„Sollte es zu diesem Genehmigungsstau kommen, der sich momentan abzeichnet, wären die Konsequenzen für die Wirtschaft fatal. Infrastrukturprojekte, die Vorhaben der notwendigen Energiewende und auch Operationen des Militärs sind nur die gravierendsten Beispiele in diesem Kontext, die von solch einem Stillstand bei den Transportgenehmigungen betroffen wären. Noch ist es nicht zu spät, das Ruder herumzureißen. Dafür müssen aber alle Beteiligten schnell an einem Strang ziehen.“

In der Verbändeinitiative Großraum- und Schwertransporte sind nicht allein die Transporteure, maßgeblich vertreten durch den BSK und das Competence Center Schwergut im BGL (Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung e.V.), an Bord, sondern ebenso hochrangige Organisationen des deutschen Wirtschaftslebens. Dazu zählen der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI), VDBUM Verband der Baubranche, Umwelt und Maschinentechnik e.V. und VDMA e.V., der nicht nur deutsche, sondern auch europäische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus repräsentiert. „Die in diesen Organisationen unter dem Dach der VI GST mitarbeitenden Firmen sorgen sich zutiefst um die Umsetzung ihrer Geschäftstätigkeit“, umreißt Dierk Hochgesang die derzeitige Stimmungslage und hofft, dass Politik und Behörden rasch umsteuern.

Die Alternativen zu einem harten Schnitt, also einer Abschaltung von VEMAGS 7.5 am frühen Abend des 31. März 2027 um 18 Uhr und die erneute Beantragung bisher nicht genehmigter Projekte am Morgen des 1. April in VEMAGS 7.6, zeigte die Initiative in ihrem Brief an das BMV auf. Bei Option 1 würden die Daten automatisiert vom alten ins neue System transferiert werden. Dafür würde eine entsprechende Software-Lösung benötigt. Bei der 2. Alternative müsste VEMAGS 7.6 bereits spätestens ab dem 1. März bereitgestellt werden und bis 31. des Monats wäre ein gewisser Parallelbetrieb möglich, um einem Antragsstau durch Entzerrung des erwarteten Aufkommens zu begegnen. Bei der Option 3 würden alle bis Ende März gestellten Anträge bis zu ihrem Bescheid weiterhin im alten System und jenen vor Anfang April geltenden Regelungen bearbeiten. Da die Umstellung von VEMAGS 7.5 auf 7.6 auch mit der Einführung der Richtlinien für Großraum- und Schwertransporte (RGST) 2026 korreliert, bedürfte es dafür einer Übergangsregelung des Bundesministeriums für Verkehr oder entsprechende übereinstimmende Ausnahmeregelungen der Länder.

Über BSK

Der Bundesverband Schwertransporte und Kranarbeiten (BSK) e.V. bündelt die Interessen von Unternehmen, die auf die Beförderung von Großraum- und Schwergütern spezialisiert sind. Mit rund 450 Mitgliedern stellt der BSK in Europa den größten Fachverband in dieser Sparte der Logistik dar. Zu den sich im BSK engagierenden Firmen zählen Transport- und Montageunternehmen, Betreiber von Mobilkranen, Dienstleister für die Sicherung von Transporten sowie Anbieter spezifischer Branchenlösungen plus Vertreter anderer Verkehrsträger und der Industrie.

Der Bundesverband, der seinen Sitz in Frankfurt am Main hat, vertritt im Dialog mit der Politik, den Verkehrsbehörden, der Industrie sowie den abseits dieser Spezialdisziplin tätigen Transport- und Logistikfirmen die Belange seiner Mitglieder. Ziel des Zusammenschlusses und des gemeinsamen Engagements: Verbesserte Strukturen für die Planung und Durchführung von Großraum- und Schwertransporten auf Straße, Schiene und Binnenwasserwegen.

Der BSK ist Gründungsmitglied des europäischen Branchenverbands European Association of Abnormal Road Transport and Mobile Cranes (ESTA) wie auch der deutschen Verbändeinitiative Großraum- und Schwertransporte (VI GST).

Weitere Informationen finden Sie unter www.bsk-ffm.de.

PM: BSK-Verbandsgeschäftsführung

PB: Um im Frühjahr 2027 einen Stillstand bei den Genehmigungen von Großraum- und Schwertransporten, die beispielsweise zum Gelingen der Energiewende beitragen, zu vermeiden, fordert die Verbändeinitiative Großraum- und Schwertransporte (VI GST) für das VEMAGS-Update eine flexiblere Umsetzung der Systemumstellung. / ©: BSK








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