Werbung Feierliche Wiederinbetriebnahme des Kraftwerks Laufnitzdorf Technik 16. Oktober 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels (WK-intern) – Es war die größte Kraftwerkserneuerung der Steiermark: 65 Millionen Euro investierte VERBUND in die Modernisierung des 95 Jahre alten Murkraftwerks Laufnitzdorf in Frohnleiten, das mit der heutigen feierlichen Wiederinbetriebnahme das erzeugungsstärkste Wasserkraftwerk an der gesamten Mur ist. „Eine sichere und verlässliche Energieversorgung ist entscheidend für die Zukunft unseres Landes. Wir müssen unsere heimischen Ressourcen bestmöglich nutzen, unsere Stromversorgung stärken und unabhängiger werden. Die Modernisierung des Kraftwerks Laufnitzdorf durch den VERBUND ist dafür ein wichtiger Schritt. Damit kann künftig Strom für rund 40.000 Haushalte erzeugt werden. Das stärkt die Versorgungssicherheit, unseren Wirtschaftsstandort und sichert Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Mein besonderer Dank gilt dem VERBUND und allen Projektbeteiligten, die mit ihrem Einsatz diese wichtige Investition möglich machen und damit die Energiezukunft der Steiermark langfristig absichern“, sagt Landeshauptmann Mario Kunasek. „Wir können nicht über einen starken Wirtschaftsstandort Steiermark sprechen, ohne auch über eine sichere und leistbare Energieversorgung zu reden. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten müssen wir die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit unsere Betriebe wettbewerbsfähig bleiben können. Eine leistungsfähige Energiewirtschaft ist dabei ein entscheidender Stabilitätsfaktor und eine wesentliche Grundlage für nachhaltiges Wachstum. Das Kraftwerk Laufnitzdorf zeigt beispielhaft, wie sich durch den Einsatz innovativer Technik das Potenzial bestehender Infrastruktur optimal nutzen lässt. Damit verbinden wir Versorgungssicherheit mit steirischem Know-how und leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts“, sagt Landesrat Willibald Ehrenhöfer. Laufnitzdorf war in den 1930er-Jahren das größte Laufwasserkraftwerk Österreichs Das Kraftwerk Laufnitzdorf in Frohnleiten ist heute eines von 43 Wasserkraftwerken der VERBUND-Kraftwerksgruppe Steiermark und ein wahrer Dauerläufer der erneuerbaren Stromerzeugung: Seit das Murkraftwerk im Oktober 1931 mit einer Leistung von 18 Megawatt in Betrieb ging, wurden in Laufnitzdorf mehr als zehn Milliarden Kilowattstunden Strom aus steirischer Wasserkraft erzeugt. „Das Kraftwerk Laufnitzdorf ist eine der ältesten Anlagen im VERBUND-Kraftwerkspark und war bei seiner Inbetriebnahme das größte Laufwasserkraftwerk in Österreich. Hier in diesem Kraftwerk stand vor beinahe hundert Jahren Viktor Kaplan und hat den Einbau der von ihm erfundenen und nach ihm benannten Turbinen begleitet. Heute sind Kaplan-Turbinen in allen großen Laufwasserkraftwerken im Einsatz und diese Kraftwerke sind nicht nur die wichtigste Säule der erneuerbaren Stromerzeugung, sondern vielmehr auch ein Rückgrat der hohen Stromversorgungssicherheit in Österreich“, sagt Achim Kaspar, VERBUND-COO und im Vorstand für den Bereich Wasserkraft zuständig. An der heutigen Wiederinbetriebnahmefeier nahm auch Prof. Gerlind Weber, die Enkelin von Viktor Kaplan, teil. Neue Maschinensätze für den Dauerläufer der grünen Stromerzeugung Im Herbst 2024 startete VERBUND das größte Revitalisierungsprojekt der Steiermark. Im historischen und denkmalgeschützten Krafthaus wurden neue Turbinen und Generatoren eingebaut, wobei das Erscheinungsbild der beiden Maschinensätze jenem der Original-Maschinen entspricht. „Die Geschichte dieses Kraftwerks war uns Auftrag, die Erfordernisse des Denkmalschutzes mit dem Anspruch größtmöglicher Effizienz in Einklang zu bringen“, sagt Karl Heinz Gruber, Geschäftsführer der VERBUND Wasserkraft. „Das Ergebnis ist eine beeindruckende Leistungssteigerung der Gesamtanlage um mehr als 30 Prozent.“ Österreichweit einzigartig: Das Walzenwehr in Mixnitz Parallel zu den Arbeiten im Hauptkraftwerk wurden in den vergangenen beiden Jahren auch bei der Wehranlage in Mixnitz die österreichweit einzigartigen Wehrwalzen vollständig erneuert. Die beiden neuen Verschlusssegmente wiegen jeweils 120 Tonnen und wurden mittels Sondertransporten zur Wehranlage transportiert und mit Schwerlastkränen in die 95 Jahre alte Anlage eingehoben. Als Auflage des Denkmalschutzes wurden dabei sämtliche neuen Betonarbeiten künstlich gealtert, damit optisch kein Unterschied zum Bestandsbauwerk erkennbar ist. Zusätzlich wurde im Bereich der Wehranlage ein neues Wehrkraftwerk errichtet. Entlang des sieben Kilometer langen Ausleitungskanals, der das Wasser von der Wehranlage bis ins Krafthaus leitet, wurden vier Brücken erneuert bzw. saniert und verbreitert. Der Kanal wurde zudem in weiten Abschnitten eingezäunt und für die Feuerwehr wurden Löschwasserentnahmepunkte errichtet. Ökologische Verbesserungen und Ausgleichsmaßnahmen entlang der Mur bis Niklasdorf Ergänzend zu den umfangreichen technischen Projektmaßnahmen wurde eine Vielzahl an ökologischen Verbesserungen und Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt. Die ursprüngliche Fischwanderhilfe im Bereich der Wehranlage Mixnitz wurde abgetragen und als Kombination eines naturnahen Umgehungsbachs und Vertical-Slot-Becken neu errichtet. Die 70 Becken sind mit einer Schlitzweite von 35 Zentimeter auf den Huchen mit einer Größe von einem Meter ausgelegt. Beim Ausleitungskanal, im Bereich der Wehranlage sowie entlang des Stausees Mixnitz wurden zahlreiche ökologische Ausgleichsmaßnahmen gesetzt, darunter die Errichtung von Libellengewässern, die Herstellung von Totholzbäumen sowie die Umsetzung von Ufer-Strukturierungen und Neubepflanzungen. Außerhalb des Projektgebiets wurde im Gemeindegebiet von Niklasdorf der Mur-Altarm „Silbersee“ zu einem Biodiversitäts-Hotspot aufgewertet. Wasserkraft als Rückgrat der erneuerbaren Stromerzeugung in der Steiermark Die VERBUND-Kraftwerksgruppe Steiermark besteht aus 43 Wasserkraftwerken, darunter 36 Laufkraftwerke und sieben Speicherkraftwerke: „Parallel zu Neubauprojekten investieren wir seit mehr als zwanzig Jahren gezielt in die Modernisierung und Effizienzsteigerung der steirischen Wasserkraft. Denn hier wird die Kraft der Mur bereits seit mehr als hundert Jahren für eine heimische, erneuerbare Stromerzeugung genutzt“, sagt Michael Amerer, Geschäftsführer der VERBUND Wasserkraft, anlässlich der feierlichen Eröffnung des revitalisierten Murkraftwerks Laufnitzdorf. VERBUND/Johannes Wiedl Bildrechte: kk Weitere Beiträge:Solarindustrie-Renaissance in Europa im Falle einer beherzten industriepolitischen Offensive möglichGlobal Marine wird für Unterwasser-Kabel-Projekt in schottischer Inselregion ausgezeichnetEnergiekosten stellen viele Unternehmen weiterhin vor große Herausforderungen