Werbung Neues Umspannwerk sichert Wiesbadener Stromversorgung Bioenergie Erneuerbare & Ökologie Technik 23. Oktober 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Fünf Stockwerke für die Zukunft der Stadt: (WK-intern) – Mit einem neuen Umspannwerk in Amöneburg sorgt die Stadtwerke Wiesbaden Netz GmbH (sw netz) für einen weiteren Motor der regionalen Energiewende. 31 Millionen Euro lässt sich der Wiesbadener Stromnetzbetreiber den Bau kosten. Zum offiziellen Spatenstich in der Deponiestraße hatten sw-netz-Geschäftsführer Peter Lautz und sein Team u. a. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sowie den Vorstand der Muttergesellschaft ESWE Versorgung, Jörg Höhler und Dr. Oliver Malerius, eingeladen. „Mit diesem Umspannwerk machen wir die Landeshauptstadt fit für die Zukunft“, betonte Lautz. „Es ist ein weiterer wesentlicher Baustein zur langfristigen Sicherung und Erweiterung der Stromversorgung in Wiesbaden. Gerade in einer Zeit, in der unser Strombedarf durch die Wärmewende, durch Elektromobilität, geplante Rechenzentren und Neuansiedlungen wächst, müssen wir vorausschauend planen und bauen, um unsere Stadt auch bei diesem steigenden Bedarf sicher und zuverlässig mit Strom versorgen zu können.“ Das Bauwerk entsteht ganz in der Nähe des Biomasseheizkraftwerkes von ESWE BioEnergie und des neuen Müllheizkraftwerkes. Im Umspannwerk wird nach der Fertigstellung elektrische Energie aus dem regionalen Hochspannungsnetz (110.000 Volt) in niedrigere Mittelspannung (20.000 Volt) umgewandelt und in die umliegenden Stadtteile weitergeleitet. Dafür sorgen zwei Transformatoren mit einer Leistung von jeweils 50/63 Megavoltampere (MVA). Auf fünf Geschossen sind unter anderem eine 10-feldrige gasisolierte 110-kV-Schaltanlage und eine 24-feldrige luftisolierte, metallgekapselte 20-kV-Doppelsammelschienenschaltanlage zur Verteilung der Energie untergebracht. Hinzu kommt die erforderliche Schutz- und Steuerungstechnik, um z. B. auch bei einem Kabelfehler die betroffenen Netzteile schnell selektiv abzuschalten und durch Umschaltungen eine rasche Wiederversorgung einzuleiten. Jedes Geschoss hat eine Größe von 680 Quadratmetern – das entspricht etwa zweieinhalb Tennisplätzen. Das Gebäude wird 34,6 Meter lang, 24,1 Meter breit und 19 Meter hoch (inklusive Unter- und Erdgeschoss). „Ein zuverlässiges Stromnetz ist wichtig für alle Menschen in unserer Stadt – und auch für die ansässigen Unternehmen ein entscheidender Standortvorteil“, sagt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. „Damit der Strom auch in Zukunft sicher fließt, muss das Netz stetig ausgebaut werden. Unser Energieversorger ESWE plant hierfür schon jetzt vorausschauend, um späteren Bedarf abdecken zu können. Ich freue mich daher sehr, dass wir heute das neue Umspannwerk eröffnen dürfen – es ist das Ergebnis genau dieser Planung.“ Tatsächlich wurde bei der Konzeption für die Deponiestraße bereits weiter gedacht: Im zweiten und dritten Obergeschoss des Gebäudes entstehen Flächen, die perspektivisch zum Beispiel von einem Rechenzentrum belegt werden können. Die Baugrube wird in den nächsten Wochen fertiggestellt. Ab Dezember folgt dann die Baustelleneinrichtung für das Gebäude und die technische Gebäudeausrüstung, der Hochbau startet im Januar 2027. Und im vierten Quartal 2028 sollen dann die 20-/110-kV-Schaltanlagen angeliefert werden. Erst im September war in der Deponiestraße auf dem Gelände der ESWE BioEnergie mit dem Bau eines Großbatteriespeichers begonnen worden, der helfen wird, die Einspeisung des erneuerbaren Stroms aus dem Biomasse-Heizkraftwerk zu optimieren. „Die Energieversorgung in der Landeshauptstadt funktioniert im Bundesvergleich überdurchschnittlich gut“, erklärt Jörg Höhler, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG. „Mit dem Infrastrukturausbau von sw netz sorgen wir dafür, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird.“ PM: ESWE Versorgung PB: Spatenstich für eine langfristige Sicherung der Wiesbadener Stromversorgung (v. l.): Jörg Höhler (Vorstandsvorsitzender ESWE Versorgung), OB Gert-Uwe Mende, Peter Lautz (Geschäftsführer sw netz), Dr. Oliver Malerius (Vorstandsmitglied ESWE Versorgung). Weitere Beiträge: Spatenstich der BayWa r.e. für Biomethananlage in DessauTischler-Fachverband erhebt Einspruch Überarbeitung des GebäudeenergiegesetzesBergamt erteilt Teilgenehmigung für Nord Stream 2