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Windkraft neu gedacht auf der Leitmesse EnergyDecentral 2026

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Vom 10. bis 13. November 2026 in Hannover – DLG-Spotlight „DLG-Solaroffensive + Energie vom Betrieb“ – Windkraft im Fokus – energy-decentral.com

(WK-intern) – Die EnergyDecentral ist die Leitmesse für dezentrale Energieversorgung und findet vom 10. bis 13. November 2026 parallel zur EuroTier in Hannover statt.

Das Fachprogramm greift u.a. aktuelle Fragen zur Windkraft auf: Im DLG-Spotlight „DLG-Solaroffensive + Energie vom Betrieb“ geht es neben Agri-PV, Batteriespeichern und Biogas darum, warum klassische Pachtmodelle unter den veränderten Rahmenbedingungen an Grenzen stoßen können und welche Beteiligungsformen Landwirten und Flächeneigentümern zusätzliche wirtschaftliche Perspektiven eröffnen.

Lange galt die Windpacht als planbare Zusatzeinnahme für land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Heute verändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Windprojekte: Die Zuschlagswerte sanken von 6,06 Cent je Kilowattstunde in der letzten Ausschreibungsrunde 2025 auf zuletzt 4,79 Cent im August 2026. Gleichzeitig kalkulieren Banken konservativer und stellen strengere Anforderungen an die Finanzierbarkeit. Damit ist nicht zwangsläufig die grundsätzliche Wirtschaftlichkeit von Windprojekten infrage gestellt – zum Engpass kann vielmehr die Finanzierung werden.
 
Auch die politische Diskussion um einen möglichen Pachtdeckel verschärft die Unsicherheit. Der Referentenentwurf zur EEG-Novelle sieht eine Obergrenze für Nutzungsentgelte vor, die sich an 2,5 Prozent der Stromerlöse orientiert. AGDW – Die Waldeigentümer, Familienbetriebe Land und Forst und der Deutsche Bauernverband lehnen die Regelung ab. Aus ihrer Sicht greift der Staat damit erheblich in die Eigentums- und Vertragsfreiheit ein.
 
Auswirkungen für Flächeneigentümer
Für Flächeneigentümer hat die veränderte Finanzierungslage unmittelbare Folgen: Die Pacht ist eine der Kostenpositionen, die in einem Windkraftprojekt vergleichsweise flexibel gestaltet werden kann. Nachverhandlungen mit teilweise erheblichen Kürzungen können die Folge sein. Eine niedrigere Pacht verbessert die Finanzierbarkeit des Projekts. Wirtschaftlich trägt der Flächeneigentümer damit jedoch einen Teil der Entlastung, ohne automatisch zusätzliche Beteiligungsrechte oder einen höheren Anteil an der übrigen Wertschöpfung zu erhalten.
 
Beteiligung statt reiner Pacht: Auf die Ausgestaltung kommt es an
Eine Beteiligung am Projekt kann eine geringere Pacht durch einen Anteil an den langfristigen Betriebserträgen ergänzen. Entscheidend sind die konkrete vertragliche und gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung: Das Entwicklungsrisiko sollte möglichst beim Projektierer bleiben, Nachschusspflichten sollten ausgeschlossen und Haftungsrisiken klar begrenzt werden. Auch eine Basispacht als Sockelbetrag und weitergehende Informationsrechte können Bestandteil eines Beteiligungsmodells sein.
 
Bei der Partnerwahl zählen zudem langfristige Betriebsperspektiven, finanzielle Leistungsfähigkeit sowie Erfahrung in Projektentwicklung, Betrieb und Stromvermarktung.
 
Den gesamten Fachtext gibt es hier zum Nachlesen.
 
EnergyDecentral 2026 greift neue Ansätze auf
Für die Landwirtschaft zeichnet sich damit ein umfassender Wandel ab: Nicht mehr allein die Frage, welche Fläche verpachtet werden kann, entscheidet über die wirtschaftliche Perspektive, sondern zunehmend auch, wie Flächen, Anlagen, Stromvermarktung und Beteiligungen zu einem tragfähigen Geschäftsmodell verbunden werden. Genau diesen Wandel greift die EnergyDecentral 2026 vom 10. bis 13. November in Hannover auf. Im DLG-Spotlight „DLG-Solaroffensive + Energie vom Betrieb“ geht es neben Agri-PV, Batteriespeichern und Biogas auch um die Windkraft: Warum klassische Pachtmodelle unter den veränderten Rahmenbedingungen an Grenzen stoßen können und welche Beteiligungsformen Landwirten und Flächeneigentümern zusätzliche wirtschaftliche Perspektiven eröffnen.
 
Für die Windkraft gilt:
Die klassische Pacht bleibt wichtig, reicht unter den veränderten Marktbedingungen aber nicht mehr zwangsläufig aus. Beteiligungsmodelle, professionelle Vertragsgestaltung und ein genauer Blick auf Finanzierung und Wertschöpfung können Land- und Waldeigentümern zusätzliche Wege eröffnen.
 
DLG. Fortschritt und Nachhaltigkeit in Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft
Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.), 1885 von Max Eyth gegründet, steht für Produktivität und Ressourcenschutz in einer nachhaltigen und innovationsfreundlichen Wertschöpfungskette Agrar und Ernährung. Ziel der DLG ist, mit Wissens-, Qualitäts- und Technologietransfer den Fortschritt zu fördern. Die DLG hat mehr als 30.000 Mitglieder, sie ist gemeinnützig, politisch unabhängig und international vernetzt.
Als eine der führenden Organisationen ihrer Branche organisiert die DLG Messen und Veranstaltungen in den Bereichen Landwirtschaft und Lebensmitteltechnologie und testet Lebensmittel, Landtechnik sowie Betriebsmittel. Die DLG steht mit ihren Fachzentren für Landwirtschaft und Lebensmittel sowie den Medien der DLG-Verlage für unabhängigen Know-how-Transfer. Darüber hinaus erarbeitet die DLG in zahlreichen nationalen und internationalen Experten-Gremien Lösungen für die Herausforderungen der Land-, Agrar- und Lebensmittelwirtschaft.
www.dlg.org

PM: DLG

Die klassische Pacht bleibt wichtig, reicht unter den veränderten Marktbedingungen aber nicht mehr zwangsläufig aus / Foto: HB








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