Werbung Günstige Strompreise erreichen viele Haushalte nicht Erneuerbare & Ökologie Mitteilungen Verbraucherberatung 6. Oktober 20266. Oktober 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Octopus Energy Wechselmonitor 2026: Zwei Drittel wechseln ihren Stromanbieter selten oder nie Menschen mit niedrigem Einkommen wechseln deutlich seltener als Haushalte mit höherem Einkommen Große Mehrheit fordert günstigere Tarife auch für bestehende Kund*innen und mehr Transparenz (WK-intern) – Wer zu viel für Strom oder Gas bezahlt, kann einfach den Anbieter wechseln – so lautet eine weitverbreitete Annahme. Der Wechselmonitor 2026 von Octopus Energy zeigt jedoch: Für viele Menschen funktioniert das in der Praxis nicht. Besonders Menschen mit niedrigem Einkommen, niedriger formaler Bildung, ältere Menschen und Mieter*innen wechseln ihren Stromanbieter seltener als andere Bevölkerungsgruppen. Der Wechselmonitor ist eine neue Studienreihe von Octopus Energy, die jährlich untersuchen wird, wie gut der Anbieterwechsel als Instrument zur Senkung von Energiekosten in der Praxis funktioniert. Ziel ist es, strukturelle Ungleichheiten im Energiemarkt sichtbar zu machen. Für den diesjährigen Wechselmonitor hat YouGov mehr als 3.000 Menschen repräsentativ befragt, die sich in ihrem Haushalt allein oder gemeinsam mit anderen um den Stromvertrag kümmern. Insgesamt hat nur knapp ein Drittel der Befragten mehrfach und zuletzt innerhalb der vergangenen drei Jahre den Stromanbieter gewechselt. Zwei Drittel wechseln dagegen selten oder nie. Viele wissen zudem nicht, wie viel sie mit einem günstigeren Tarif sparen könnten, oder gehen davon aus, dass sich ein Wechsel für sie nicht lohnt. Die Ergebnisse verdeutlichen ein strukturelles Problem: Günstige Strompreise erreichen vor allem diejenigen, die regelmäßig Tarife vergleichen und ihren Anbieter wechseln können. Menschen, denen dafür Wissen, Zeit oder digitale Erfahrung fehlen, bleiben dagegen häufiger in teureren Tarifen, selbst wenn sie finanziell besonders von einem Wechsel profitieren würden. Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy Germany, sagt: „Die Vorstellung, dass jeder Haushalt einfach den Anbieter wechseln kann, klingt plausibel, sie hält der Realität aber nicht stand. Ein Strommarkt ist nicht fair, wenn günstige Preise nur bei denjenigen ankommen, die regelmäßig Vergleichsportale prüfen und ihren Vertrag wechseln. Die besten verfügbaren Tarife müssen auch bestehende Kundinnen und Kunden erreichen.“ Zwei Drittel wechseln selten oder nie Nur 32 Prozent der Befragten haben ihren Stromanbieter bereits mehrfach und zuletzt innerhalb der vergangenen drei Jahre gewechselt. Die übrigen 68 Prozent befinden sich entweder in der Grundversorgung oder haben bisher nur einmal oder zuletzt vor mehr als drei Jahren gewechselt. Damit bestätigt der Wechselmonitor die seit Jahren niedrigen Wechselquoten in Deutschland. Nach Angaben der Bundesnetzagentur wechseln jährlich nur rund 14 Prozent der Haushalte ihren Stromanbieter und rund 17 Prozent ihren Gasanbieter. Dabei kann ein Wechsel die Haushaltskosten spürbar senken. Die Bundesnetzagentur beziffert die mögliche jährliche Ersparnis auf durchschnittlich rund 95 Euro bei Strom und rund 360 Euro bei Gas. Dennoch nimmt ein Großteil der Haushalte dieses Sparpotenzial nicht in Anspruch. Menschen mit niedrigem Einkommen wechseln seltener Besonders deutlich sind die Unterschiede zwischen den Einkommensgruppen. Unter den Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.500 Euro haben nur 27 Prozent mehrfach und innerhalb der vergangenen drei Jahre den Anbieter gewechselt. Bei einem Haushaltsnettoeinkommen ab 3.000 Euro sind es 43 Prozent. Auch Menschen mit niedrigerer formaler Bildung, Mieter*innen und ältere Menschen wechseln seltener. Ausgerechnet jene Bevölkerungsgruppen, für die eine niedrigere Stromrechnung besonders wichtig sein kann, profitieren damit seltener von günstigen Angeboten. Ein Grund dafür ist, dass viele Menschen das Sparpotenzial eines Wechsels unterschätzen. Von den Befragten, die automatisch beliefert werden oder seit über einem Jahr nicht gewechselt haben, glauben 72 Prozent, dass sich ein Anbieterwechsel für sie finanziell nicht lohnt. Unter Rentner*innen sind es sogar 81 Prozent. Lediglich 31 Prozent von ihnen können überhaupt eine Schätzung ihres eigenen Strompreises abgeben. Und wer seinen Anbieter bisher höchstens einmal selbst ausgesucht hat, vermutet nur zu 24 Prozent, mehr für Strom zu zahlen als Menschen, die regelmäßig wechseln. Viele können mögliche Ersparnisse kaum einschätzen Preisunterschiede werden im Strommarkt meist in Cent pro Kilowattstunde angegeben. Welche Auswirkungen wenige Cent auf die Jahresrechnung haben, bleibt für viele Menschen abstrakt: Nur 43 Prozent der Befragten wissen, dass ein Drei-Personen-Haushalt bei einem acht Cent günstigeren Tarif rund 240 Euro im Jahr sparen kann (zur Orientierung: 8 Cent sind fast ein Fünftel des durchschnittlichen dt. Strompreise, vgl. BDEW 37 ct/kWh in 2025.). Unter Menschen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.500 Euro können nur 37 Prozent die mögliche Ersparnis richtig einschätzen. Bei einem Einkommen ab 3.000 Euro sind es 59 Prozent. Fast ein Drittel der Befragten würde selbst bei einer möglichen Ersparnis von rund 240 Euro im Jahr den Anbieter nicht wechseln. Das zeigt: Selbst ein finanziell attraktiveres Angebot führt nicht automatisch dazu, dass alle Haushalte tatsächlich wechseln. Große Mehrheit fordert faire Tarife und mehr Transparenz Die Befragten sprechen sich mit großer Mehrheit für politische Maßnahmen aus, die günstige Preise auch ohne Anbieterwechsel zugänglich machen. Besonders große Zustimmung erhält die Forderung, günstige Neukundentarife auch bestehenden Kund*innen anzubieten. Damit könnten Haushalte von den besten Preisen ihres Anbieters profitieren, ohne ihren Vertrag kündigen und zu einem anderen Unternehmen wechseln zu müssen. 85 Prozent befürworten zudem eine gesetzliche Pflicht für Energieanbieter, ihre Kund*innen regelmäßig über den jeweils günstigsten verfügbaren Tarif zu informieren. 83 Prozent unterstützen verbindliche Vorgaben für transparentere Stromrechnungen und verständlichere Preisanpassungsschreiben. Mehr als die Hälfte der Befragten hält die Strompreise in Deutschland derzeit für nicht transparent und nachvollziehbar. Zur Methodik Für den Wechselmonitor 2026 hat YouGov vom 25. bis 31. August 2026 insgesamt 3.850 Personen ab 18 Jahren online befragt. Die Stichprobe wurde nach Geschlecht, Alter, Bildung und Bundesland quotiert. 3.157 Befragte (82 Prozent) gaben an, sich in ihrem Haushalt allein oder gemeinsam mit anderen um den Stromvertrag zu kümmern. Auf diese Stromentscheider*innen beziehen sich die in der Pressemitteilung genannten Ergebnisse. Menschen ohne Internetzugang oder mit geringer digitaler Erfahrung werden durch Online-Befragungen seltener erreicht. Die Ergebnisse bilden diese Bevölkerungsgruppen daher nur eingeschränkt ab. Über Octopus Energy Germany GmbH Octopus Energy wurde 2016 mit der Vision gegründet, die Energiewende weltweit mithilfe von Technologie zu beschleunigen und schnellstmöglich einen großen, grünen Fußabdruck zu hinterlassen. Der mehrfach ausgezeichnete Anbieter erneuerbarer Energien und EnerTech-Player ist der am schnellsten wachsende Energieversorger Deutschlands mit über 1.000.000 Kunden und versorgt mittlerweile 10 Millionen Kunden weltweit. Seit 2020 ist Octopus Energy in Deutschland aktiv und operiert mittlerweile in 27 Ländern. 100 % erneuerbare Energien, faire Tarife und digitale Innovation machen Octopus zum Vorreiter der Branche. Weitere Informationen unter: www.octopusenergy.de PM: Octopus Energy Germany GmbH PB: Mehr als die Hälfte der Befragten hält die Strompreise in Deutschland derzeit für nicht transparent und nachvollziehbar. / ©: Octopus Energy Germany GmbH Weitere Beiträge:Neues DLR_School_Lab TU Dresden mit den Zukunftsthemen Energie und VerkehrSchweiz: Helionauten wollen ihren Solarstrom selbst produzieren!Deutsche Stahlindustrie plant Multi-MW Elektrolyseur in Duisburg