Werbung Finanzierung von Wasserstraßen sind unverzichtbar für die Energiewende Erneuerbare & Ökologie Kooperationen Mitteilungen Technik 10. April 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Bündnis Elbe-Seitenkanal e.V. (BESK) und Elbe Allianz e.V. (EA) senden gemeinsamen Appell an die Bundespolitik (WK-intern) – Elbschifffahrtstag 2026 verdeutlicht Handlungsbedarf bei Finanzierung und Planungsbeschleunigung der Wasserstraßen „Die Wasserstraßen sind unverzichtbar für die deutsche Wirtschaft. Industrie, Handel, Landwirtschaft und auch die Energiewende sind auf leistungsfähige Flüsse und Kanäle angewiesen“, fassen die Vorsitzenden vom „Bündnis Elbe-Seitenkanal e.V.“ (BESK) und der „Elbe Allianz e.V.“ (EA), Michael Zeinert und Roman Fürtig, zusammen. „Allerdings sehen wir seit Jahren eine systematische Vernachlässigung der Wasserstraßen durch die Bundespolitik. Das wird sowohl durch die mangelhafte Finanzierung als auch die konsequente Nicht-Berücksichtigung bei Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung deutlich.“ Die Vereine kritisieren damit sowohl die Nicht-Aufnahme der Wasserstraßen in das „Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz“ (SVIK) der Bundesregierung als auch die bisherige Nicht-Berücksichtigung im aktuellen Infrastrukturzukunftsgesetz. Michael Zeinert: „Unsere Region leidet bis heute unter einem Infrastrukturdefizit. Die A 39 ist noch nicht gebaut, die Bahnstrecke Hamburg-Hannover ist dauerhaft überlastet und parallel verläuft der Elbe-Seitenkanal von Nord nach Süd, hat jedoch mit dem Schiffshebewerk Scharnebeck den zentralen Engpass im gesamten norddeutschen Wasserstraßennetz. Die neue Schleuse Lüneburg ist essenziell für die Zukunft der Wasserstraße und damit auch für die Wirtschaft in der Region.“ Roman Fürtig: „Die Wasserstraßen sind ein Schatz, den wir nicht ausreichend heben. Binnenschiffe sind effizient, können immense Massen transportieren und eignen sich besonders gut für Schüttgut, Flüssiggüter, aber auch für Groß- und Schwertransporte. Wir müssen diesen Verkehrsträger stärken, auch durch die Unterstützung von Schiffsneubauten und der Ausbildung. Last but not least muss auch die Elbe als Wasserstraße zuverlässiger gemacht werden, nicht zuletzt, weil sie eine Redundanzstrecke für den Elbe-Seitenkanal ist.“ Die beiden Vorsitzenden formulieren vier konkrete Forderungen an die Politik: „Wir brauchen eine gesicherte und bedarfsgerechte Finanzierung der Wasserstraße aus Bundeshaushalt und Sondervermögen von mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr, eine Berücksichtigung der Wasserstraße bei Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung im Infrastrukturzukunftsgesetz sowie eine Sicherung der Finanzierung der neuen Schleuse Lüneburg für den Elbe-Seitenkanal und eine konsequente Umsetzung des Gesamtkonzeptes Elbe.“ Im Rahmen des „Elbschifffahrtstages 2026“ (EST) warfen die beiden Vereine am Donnerstag in der Region Lüneburg einen Blick auf die aktuellen Herausforderungen von Binnenschifffahrt und Wasserstraßen. Anlass für die erstmalige Ausrichtung des EST am Elbe-Seitenkanal ist das diesjährige 50-jährige Jubiläum des Elbe-Seitenkanals. Bei dem mit rund 100 Teilnehmenden gut besuchten Kongress treffen sich alle zwei Jahre Vertreter aus Binnenschifffahrt, verladender Wirtschaft und Häfen. Über den Bündnis Elbe-Seitenkanal e.V. Der Bündnis Elbe-Seitenkanal (BESK) e.V. führt die Interessen von Landkreisen und Städten, Häfen und umschlagenden Unternehmen sowie Kammern und Verbänden zusammen und will die verkehrsinfrastrukturelle Leistungsfähigkeit des Elbe-Seitenkanals fördern. Über die Elbe Allianz e.V. Die Elbe Allianz e.V. ist ein Zusammenschluss von etwa 100 Unternehmen aus der verladenden und der Verkehrswirtschaft, Landes- und Kommunalbehörden sowie regionalen Industrie- und Handelskammern beiderseits der Elbe einschließlich der Tschechischen Republik. Ziele des Vereins sind die Förderung der Wasserstraßen und Häfen im Stromgebiet der Elbe, ihrer schiffbaren Nebenflüsse und angrenzenden Kanäle. PM: Bündnis Elbe-Seitenkanal e.V. (BESK) und Elbe Allianz e.V. (EA) Finanzierung von Wasserstraßen sind unverzichtbar für die Energiewende / Foto: HB Weitere Beiträge:Donauer Solartechnik: Geplante Gesetzesänderung überstürzt und überzogenI/O-System Axioline F jetzt auch für IEC 61850Offshore Bau-Schiff „Island Venture“ manövriert mit SCHOTTEL Antrieben