Wissenschaftler fordern Weltrat für Nachhaltigkeit Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 5. März 20124. März 2012 300 Nachhaltigkeitsexperten aus aller Welt wollen Trendwende – Deutschland könnte weiter Vorreiterrolle übernehmen Wissenschaftler aus aller Welt haben zunehmend Zweifel, dass sich nationale Regierungen auf eine globale Nachhaltigkeitspolitik verständigen können. Umwelt- und Nachhaltigkeitsexperten aus 50 Nationen sprachen sich jetzt beim dreitägigen Sustainability Summit an der Leuphana Universität Lüneburg übereinstimmend für die Schaffung einer durchsetzungsfähigen Weltumweltorganisation und eines Rates für globale Nachhaltigkeit aus. Sie fordern eine internationale Verständigung über Grenzen des Wachstums und die Definition von Wohlstand. Sie treten dafür ein, die Rahmenbedingungen für Weltwirtschaft und Finanzindustrie so zu verändern, dass nachhaltiges Wirtschaften verpflichtend wird. Die Wissenschaft selbst soll künftig eine aktivere Rolle
Klimawandel: aktuelle Simulationen für den nächsten IPCC-Bericht Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 5. März 20124. März 2012 Simulationen zum vergangenen und künftigen Klima im globalen Maßstab abgeschlossen Die französische Wissenschaftsgemeinschaft für Klimafragen, die hauptsächlich das CNRS, die CEA, Meteo-France und die Universitäten Pierre und Marie Curie (UPMC) und Versailles-Saint-Quentin-en-Yvelines (UVSQ) vereint, hat kürzlich wichtige Simulationen zum vergangenen und künftigen Klima im globalen Maßstab abgeschlossen. aktuellen Daten Diese aktuellen Daten bestätigen die Ergebnisse des vierten Sachstandsberichts (2007) des Weltklimarats (IPCC) über die kommenden Veränderungen bei der Temperatur und der Niederschlagsmenge. Dabei wurden 2 Extremmodelle berücksichtigt: Ein Temperaturanstieg von 3,5 bis 5°C bis 2100 oder im günstigsten Fall ein Anstieg um 2°C. Von der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft zur Verfügung gestellt, werden diese Ergebnisse
Weg frei für Solarzellen der 3. Generation Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 1. März 2012 Alle bisherigen Solarzellen können nur einen bestimmten Anteil aus dem Licht der Sonne verwerten, deshalb ist ihr Wirkungsgrad physikalisch begrenzt. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrum Berlin haben nun in Kooperation mit der australischen Universität Sydney gezeigt, wie man durch geeignete Materialzusätze rotes Licht in gelbes Licht umwandeln und so den Wirkungsgrad von Solarzellen erhöhen kann. Photochemischer Energieturbo für Solarzellen. Wie organische Moleküle aus rotem Licht gelbes machen. Moderne Silizium-Solarzellen haben einen maximalen Wirkungsgrad von etwa 25 Prozent. Weltweit liefern sich Forscher ein Rennen, diesen Wirkungsgrad immer weiter zu erhöhen. Eine natürliche Grenze liegt jedoch bei etwa 30 Prozent, weil Solarzellen aufgrund physikalischer Gesetze Licht mit
Universität Oldenburg koordiniert niedersächsischen Forschungsverbund zur Energiewende Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 29. Februar 201228. Februar 2012 Fragen zur intelligenten Energieversorgung von morgen und zur Energiewende stehen im Mittelpunkt des neuen „Forschungsverbund Intelligente Netze Norddeutschland (SmartNord)“, den das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) mit 3,6 Mio. Euro drei Jahre lang fördert. Die Universität Oldenburg koordiniert das Projekt, in dem das Oldenburger Informatik-Institut OFFIS, das Energieforschungszentrum Niedersachsen (EFZN), die TU Braunschweig, die Universität Hannover, die TU Clausthal und das EWE-Forschungsinstitut NEXT ENERGY interdisziplinär Konzepte und Technologien entwickeln, um den Ausbau Erneuerbarer Energien durch intelligente Stromnetze (Smart Grids) zu unterstützen. Niedersachsens Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka betont: „Erstmals forschen über 40 Wissenschaftler aus ganz Niedersachsen gemeinsam und fächerübergreifend an
Forschungsverbund für Intelligente Stromnetze startet Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 28. Februar 201228. Februar 2012 Wanka: „Niedersachsen erforscht Energiewende“ Der mit 3,6 Millionen Euro geförderte „Forschungsverbund Intelligente Netze Norddeutschland (SmartNord)“ kann jetzt starten. Ziel des Projektes ist es, die intelligente Energieversorgung von Morgen und somit eine Voraussetzung für die Energiewende zu erforschen. Dabei geht es im Kern um die Frage, wie intelligente Stromnetze (sogenannte „Smart Grids“) den Ausbau Erneuerbarer Energien fördern können. „Erstmals forschen über 40 Wissenschaftler aus ganz Niedersachsen gemeinsam und fächerübergreifend an der Energiewende. Längst ist bekannt, dass regenerative Energieerzeuger ohne neue Netzstrukturen schnell an ihre Versorgungsgrenzen stoßen. Wir wollen daher Modelle entwickeln, die eine Vielzahl von unterschiedlichen Energiequellen intelligent in ein stabiles Stromnetz einbinden können“, so
Klimawächter im All: Zehn Jahre SCIAMACHY auf ENVISAT Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 28. Februar 2012 Wie hat sich unsere Ozonschicht in den letzten zehn Jahren verändert? Wie beeinflussen Spurengase wie Stickstoffoxide, Kohlendioxid und Methan unser Klima? Wie wirken Umweltschutzmaßnahmen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich auch deutsche Forscher, als vor zehn Jahren - am 28. Februar 2002 - der europäische Umweltsatellit ENVISAT auf einer der ersten Ariane-5-Raketen seine Reise ins All antrat. Mit an Bord des größten je gebauten Erdbeobachtungssatelliten war das deutsch-niederländisch-belgische „Scanning Imaging Absorption Spectrometer for Atmospheric Chartography“ - kurz SCIAMACHY - das etwa zur Hälfte mit Mitteln des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) finanziert wurde. Die wissenschaftliche Leitung liegt beim Institut für Umweltphysik der
Neue Materialien für die Photovoltaik Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 28. Februar 201227. Februar 2012 Helmholtz-Energie-Allianz am Campus Adlershof/Forscher möchten Effizienz neuartiger Hybrid-Solarzellen und -Techniken steigern und Herstellungskosten dabei minimieren „Anorganisch/organische Hybrid-Solarzellen und -Techniken für die Photovoltaik“ Das Helmholtz-Zentrum Berlin und das Forschungszentrum Jülich bilden zusammen mit der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Potsdam und der Freien Universität Berlin eine der drei neuen Energie-Allianzen, die von der Helmholtz-Gemeinschaft ins Leben gerufen wurden. Ziel dieser Energie-Allianz mit dem Namen „Anorganisch/organische Hybrid-Solarzellen und -Techniken für die Photovoltaik“ ist es, den drängenden Forschungsbedarf zum raschen Umbau der Energieversorgung gezielt zu decken. Die Vorhaben werden durch den Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft für drei Jahre gefördert, wobei die universitären Partner zusätzlich
Gemeinsam am Kraftstoff der Zukunft forschen Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 27. Februar 2012 Interdisziplinäre Forschergruppe „Fuels Joint Research Group“ gegründet Die internationale Kraftstoff-Forschung wird zunehmend vielfältiger. Denn es geht nicht nur darum, die im flüssigen Kraftstoff gebundene chemische Energie in Bewegung umzusetzen. Entscheidend sind heute auch die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Kraftstoff-Komponenten, dem Motor und dem Motorenöl sowie der Abgasnachbehandlung. Vier Forscher unterschiedlicher deutscher Hochschul- und Forschungsinstitute haben sich jetzt zur „Fuels Joint Research Group“ zusammengeschlossen. Zur Gruppe gehören: Prof. Dr. med. Jürgen Bünger, Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung an der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr.-Ing. Peter Eilts, Institut für Verbrennungskraftmaschinen der TU Braunschweig, Prof. Dr.-Ing. Axel Munack, Institut für Agrartechnologie und Biosystemtechnik des Johann Heinrich von
Qualitätsinitiative oberflächennahe Geothermie Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 25. Februar 2012 „Qualitätsinitiative oberflächennahe Geothermie“ startet in Rheinland-Pfalz – Aufruf zur Mitarbeit durch Fachleute Die beiden Institute der FH Bingen, das Institut für geothermisches Ressourcenmanagement (igem) und die Transferstelle für Rationelle und Regenerative Energienutzung Bingen (TSB), starten ab März 2012 mit einer Qualitätsinitiative zur oberflächennahen Geothermie. Gefördert wird die Initiative durch das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, den Anteil optimal funktionierender, erdwärmesondengekoppelter Wärmepumpenanlagen in Rheinland-Pfalz zu erhöhen. Um dies zu erreichen, ist eine Evaluation geothermischer Anlagen vorgesehen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Dokumentation und der Auswertung von sowohl gelösten als auch bislang ungelösten Problemen bei der Planung, Errichtung
FCKW-Ersatzstoffe: Gut für die Ozonschicht, schlecht fürs Klima Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 25. Februar 201224. Februar 2012 Das Montreal-Protokoll hat dazu geführt, dass die meisten ozonschädigenden Substanzen wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) verboten wurden. Da FCKW potente Treibhausgase sind, hat das stufenweisen FCKW-Verbot auch dem Klima genutzt. Nun droht ein «Rebound-Effekt», die Erderwärmung zusätzlich zu beschleunigen: Fluorierte Treibhausgase, als FCKW-Ersatzstoffe in den letzten Jahren in zunehmenden Mengen in die Atmosphäre gelangt, sind sehr klimaaktiv, viele dazu extrem langlebig. Im Wissenschaftsmagazin «Science» empfiehlt ein internationales Forscherteam, die wirksamsten dieser Gase zu regulieren. Damit liesse sich der positive «Nebeneffekt» des Montreal-Protokolls für das Klima erhalten. Es gilt als der erfolgreichste internationale Umweltvertrag – das inzwischen von 196 Ländern ratifizierte Montreal-Protokoll zum Schutz der Ozonschicht. FCKW
Weiterhin hoher Anreiz für PV-Eigenverbrauch Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 25. Februar 201224. Februar 2012 Mit der Novellierung des EEG zum 1.1.2009 wurde die sogenannte Eigenverbrauchsregelung nach §33 Abs. 2 eingeführt. Anlagenbetreiber, die den erzeugten Strom in unmittelbarer räumlicher Nähe zu einer PV-Anlage selbst verbrauchen, können unter bestimmten Voraussetzungen für den selbst verbrauchten Anteil eine im Vergleich zur regulären Einspeisung reduzierte Vergütung erhalten. Im Rahmen der geplanten Novellierung des EEG gemäß dem Ergebnispapier des BMU „EU Effizienzrichtlinie und EEG“ vom 23.02.2012 sollen die Vergütungssätze zum 09.03.2012 deutlich gesenkt und die Eigenverbrauchvergütung gestrichen werden. Zusätzlich sollen für Neuanlagen im Rahmen des sogenannten Marktintegrationsmodells die vergütungsfähigen Strommengen für Kleinanlagen unter 10 kW auf 85 % begrenzt werden. Mit Hilfe der an
Solarindustrie gefährdet – die erneute Absenkung der Photovoltaikförderung muss korrigiert werden Forschungs-Mitteilungen Mitteilungen 25. Februar 201224. Februar 2012 Mit der Absenkung der Photovoltaikeinspeisevergütung überfordert die Bundesregierung die ganze Solarbranche. Mit der am 23. Februar 2012 von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) verkündeten zusätzlichen Absenkung der Photovoltaikeinspeisevergütung um 20 bis 30 Prozent zum 9. März 2012 überfordert die Bundesregierung die Solarbranche. »Die Entwicklung der Photovoltaiktechnologie, der Aufbau der Solarindustrie und die Markteinführung der Photovoltaik in Deutschland waren bislang eine große Erfolgsgeschichte«, so Professor Eicke R. Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg, dem europaweit größten Solarforschungsinstitut. »Die geplante drastische zusätzliche Absenkung der Einspeisevergütung gefährdet diesen auch international beachteten Erfolg ernsthaft und sollte deshalb dringend überdacht werden«, so