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Energiezukunft im EIZ erhält weitere Fördergelder

PB: Wärmepumpen helfen ganze Stadtteile zukunftsfest zu machen. Die Wärmepumpenkaskade im Bild kann eine Nachbarschaft nachhaltig über ein Fernwärmenetz versorgen. Smarte Betriebsstrategien für solche Anlagen entwickelt das Fraunhofer IEG nun auch im Cottbuser EIZ. / ©: Jan Küpper/Fraunhofer IEG
Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels

Energie-Innovationszentrum (EIZ) startet in die zweite Förderphase

(WK-intern) – Aus exzellenter Forschung sollen konkrete Technologien, Unternehmen und Arbeitsplätze für die Region entstehen:

Mit diesem Anspruch startet das Energie-Innovationszentrum (EIZ) in Cottbus in seine zweite fünfjährige Förderphase.

Das Fraunhofer IEG trägt als Konsortialpartner anwendungsnahe Forschung für Betriebsführung von Wärmepumpen und Wärmenetzen bei. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat für das EIZ Förderbescheide über rund 50 Millionen Euro erteilt, die zwei Stränge stützen. Das EIZ baut seine exzellente Grundlagenforschung weiter aus und etabliert sich als international sichtbares Forschungszentrum für sektorengekoppelte Energiesysteme. Zugleich intensiviert es den Transfer marktfähiger Produkte und Technologien in die Anwendung.

»Die Wärmewende ist nicht allein eine Frage der Technik, die verbaut wird. Es geht auch um die smarte Art und Weise, wie sie betrieben wird. Mit intelligenter Regelung und Betriebsführung von Wärmepumpen und Wärmenetzen wird die Wärmeversorgung effizienter, zuverlässiger und günstiger, im einzelnen Gebäude genauso wie in ganzen Städten«, sagt Dr. Anton Plietzsch vom Fraunhofer IEG. »Deshalb freuen wir uns, die anwendungsnahe Forschung des Fraunhofer IEG gemeinsam mit den starken Praxispartnern im EIZ in die Praxis zu bringen.«

In der zweiten Förderphase des EIZ entwickelt das Fraunhofer IEG prädiktive Betriebsführungskonzepte, die den Betrieb von zukunftsfesten Wärmenetzen vorausschauend an Wärmebedarf und Witterung anpassen. Für Wärmepumpen im Gebäudebereich entstehen zudem Regelungsalgorithmen, die einen flexibleren und stromnetzdienlichen Betrieb ermöglichen. Erprobt werden die Ansätze gemeinsam mit dem assoziierten Partner Viessmann und dem Wärmenetzbetreiber EWE Netz GmbH.

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär sagt: »Die Lausitz hat über Jahrzehnte einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung Deutschlands geleistet. Jetzt geht es darum, der Region neue wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen. Im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes investieren wir deshalb gezielt in Forschung und Innovation als Motoren des Strukturwandels. Das Energie-Innovationszentrum zeigt, wie das gelingen kann: Hier wird Spitzenforschung mit dem Transfer in marktfähige Technologien verbunden. So schaffen wir die Voraussetzungen für neue Unternehmen, qualifizierte Arbeitsplätze und nachhaltige Wertschöpfung in der Lausitz.«

»Über Generationen hat die Lausitz Energie für unser Land geschaffen – jetzt gestaltet sie die Energiezukunft. Mit exzellenter Wissenschaft, Innovationen und neuen Perspektiven für die Menschen vor Ort. Das Energie-Innovationszentrum zeigt, wie wir diese Chance nutzen: Hier wird an den Energielösungen von morgen geforscht. So wird aus Forschung Fortschritt, aus neuen Erkenntnissen wirtschaftliche Stärke, und aus Innovationen werden stabile Arbeitsplätze für die Menschen in der Lausitz«, sagt Wissenschaftsministerin des Landes Brandenburg Dr. Manja Schüle.

»Ich freue mich sehr über die Bewilligung der zweiten Förderphase für das EIZ. Sie ist eine verdiente Anerkennung dessen, was an der BTU entstanden ist: ein international sichtbares Forschungszentrum, das exzellente Grundlagenforschung zu den Energiesystemen der Zukunft betreibt und konkrete Lösungen für die Energiewende entwickelt. Ich bin den beiden Projektleitern, Herrn Prof. Dr. Felix Müsgens und Herrn Prof. Dr.-Ing. Johannes Schiffer, sehr dankbar für die großartige Entwicklung des EIZ«, sagt Prof. Dr. Gesine Grande, Präsidentin der BTU Cottbus-Senftenberg. »Mit dem Energie-Innovationszentrum bringen wir an der BTU wichtige Forschungsergebnisse in die Anwendung und schaffen damit die Voraussetzungen für neue Technologien, Unternehmensgründungen und Arbeitsplätze in der Lausitz.« Johannes Schiffer forscht seit 2022 am Fraunhofer IEG. Er optimiert das Energie- und Lastmanagement nicht nur für den technischen und wirtschaftlichen Betrieb von einzelnen Anlagen und Komponenten. Seine Konzepte sollen in Zukunft auch sektorenübergreifende Systemdienstleistungen ermöglichen und zusätzliches Flexibilitätspotential erschließen.

Strom, Wärme und Verkehr wachsen zunehmend zusammen.
Seit der Gründung 2022 erforschen am EIZ mehr als 100 Wissenschaftler*innen aus über 20 Nationen in fünf eng vernetzten Laboren, wie sich diese Sektoren intelligent koppeln lassen – etwa um überschüssigen Wind- und Solarstrom zum Heizen, zum Laden von Elektrofahrzeugen oder zur Herstellung von Wasserstoff zu nutzen, statt ihn abzuregeln. Die Laborinfrastruktur konnte in der ersten Förderphase dank einer Förderung des Landes Brandenburg durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) aufgebaut werden. In der zweiten Phase kommt neben der Forschung die Überführung in den Markt hinzu: Gemeinsam mit 19 Partnereinrichtungen aus der regionalen und nationalen Energiewirtschaft entwickelt das EIZ Demonstratoren und marktfähige Lösungen für die Lausitz.

Neue Jobs und Gründungen für die Region

Die Lausitz ist als Kohleregion besonders stark vom Strukturwandel betroffen. Genau hier setzt das EIZ an: Aus Forschung werden gezielt neue, gut bezahlte Jobs in Wissenschaft und Technik. Fachkräfte bleiben in der Region oder kommen neu hierher. Allein in den ersten vier Jahren sind so bereits über 90 neue Vollzeitstellen am Zentrum entstanden.

Eine zentrale Rolle übernimmt die Transfer- und Gründungsinitiative EIZ SPARK. Sie unterstützt Forschende und Gründungsinteressierte dabei, Forschungsergebnisse in marktfähige Anwendungen und Geschäftsmodelle im Bereich Energiewirtschaft und -technik im Lausitzer Revier entstehen können.

Ein starkes Netzwerk aus Wissenschaft und Wirtschaft

Getragen wird das EIZ von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU). Mit an Bord sind in der neuen Projektphase 19 Partner aus Wirtschaft und Forschung – von jungen Start-ups über mittelständische Firmen bis zu großen Namen wie 50Hertz, LEAG oder die EWE Netz GmbH. Sie beteiligen sich mit eigenen Mitteln von zusammen rund 4,7 Millionen Euro an dem Projekt. Eingebettet ist das EIZ zudem in den entstehenden Lausitz Science Park, wo es gemeinsam mit der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien IEG den Bereich Energiesysteme verantwortet.

Mehr zur Forschung von Johannes Schiffer und Anton Pleitsch an Fraunhofer IEG:

Mehr Informationen und Zitate weiterer Partner finden Sie in der Pressemeldung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR):

https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/service/pressemitteilungen/ansicht/~14-10-2026-energie-innovationszenrum-cottbus#

https://www.fona.de/de/energie-innovationszentrum-eiz-startet-in-die-zweite-foerderphase

Energie-Innovationszentrum (EIZ) startet in die zweite Förderphase

Über das EIZ

Das Energie-Innovationszentrum (EIZ) an der BTU Cottbus-Senftenberg forscht daran, wie Strom, Wärme und Verkehr in Zukunft klimafreundlich zusammenspielen. Ziel ist es, die Lausitz zu einer Modellregion für die Energiewende zu machen – mit sichtbaren Ergebnissen für Wissenschaft, Wirtschaft und die Menschen vor Ort.

Konsortialpartner:

50Hertz Transmission GmbH, ASCORI GmbH & Co. KG, BTU EVU Rechenzentrum GmbH, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), CEMEX Deutschland AG, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), dida Datenschmiede GmbH, EWE NETZ GmbH, F&S PROZESSAUTOMATION GmbH, FIFTY2 Technology GmbH, Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., GICON-Großmann Ingenieur Consult GmbH, ITPower Solutions GmbH, LEAG GmbH, LEPOSOL GmbH, LOGE Deutschland GmbH, SAILWINT GmbH, TAL Technische Akademie Lausitz GbR, uesa GmbH.

PM: Fraunhofer IEG

PB: Wärmepumpen helfen ganze Stadtteile zukunftsfest zu machen. Die Wärmepumpenkaskade im Bild kann eine Nachbarschaft nachhaltig über ein Fernwärmenetz versorgen. Smarte Betriebsstrategien für solche Anlagen entwickelt das Fraunhofer IEG nun auch im Cottbuser EIZ. / ©: Jan Küpper/Fraunhofer IEG








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