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Niederlande werden bis 2035 mehr als 80 % mit erneuerbaren Strom versorgen

PB: Niederlande werden bis 2035 mehr als 80 % mit erneuerbaren Strom versorgen / c: GlobalData
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Erneuerbare Energien werden bis 2035 mehr als 80 % der niederländischen Stromerzeugungskapazität ausmachen – Prognose von GlobalData

(WK-intern) – Die Niederlande passen ihre Energiewende an: Aufgrund erheblicher Engpässe im Übertragungsnetz und häufiger negativer Strompreise zur Mittagszeit findet ein strategischer Wandel statt – weg von Photovoltaikanlagen auf Dächern, hin zu großen Offshore-Windparks und einer höheren Flexibilität des Stromnetzes.

Laut GlobalData, einer führenden Plattform für Marktanalysen und Produktivitätslösungen, wird der Anteil erneuerbarer Energien am niederländischen Kapazitätsmix bis 2035 von derzeit 65 % auf über 80 % ansteigen.

Der aktuelle Bericht von GlobalData mit dem Titel „Netherlands Power Market Trends and Analysis by Capacity, Generation, Transmission, Distribution, Regulations, Key Players and Forecast to 2035“ zeigt, dass die kumulierte installierte Stromerzeugungskapazität des Landes zwischen 2025 und 2035 voraussichtlich mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 4,0 % zunehmen wird. Im gleichen Zeitraum dürfte der Anteil thermischer Kraftwerke um fast die Hälfte zurückgehen, da Kohlekraftwerke schrittweise aus dem System genommen werden.

Attaurrahman Ojindaram Saibasan, Energieanalyst bei GlobalData, kommentiert: „Die Niederlande haben dank großzügiger Net-Metering-Regelungen eine der höchsten Pro-Kopf-Raten bei der Solarenergienutzung in Europa erreicht. Die wachsende Diskrepanz zwischen den Spitzen der solaren Stromerzeugung am Tag und der Netzkapazität hat jedoch zu langen Wartelisten für Netzanschlüsse geführt und die Großhandelspreise während des Tages gedrückt. Als Reaktion darauf verlagert sich der politische und wirtschaftliche Fokus zunehmend auf die Nordsee: Offshore-Windkraft bietet hier höhere Kapazitätsfaktoren und lässt sich besser mit den Nachfrageprofilen der Industrie in Einklang bringen.“

Es wird erwartet, dass die Offshore-Windkraft bis 2035 der wichtigste Wachstumstreiber für die Stromerzeugung sein wird – unterstützt durch die erweiterten Nordsee-Roadmaps der Regierung und neu strukturierte Ausschreibungsrahmen. Obwohl die Photovoltaik weiterhin den größten Anteil an der gesamten installierten Kapazität ausmacht, dürfte sich der jährliche Zubau künftig stärker auf große Solarparks in Kombination mit Speichersystemen konzentrieren. Gaskraftwerke werden weiterhin eine entscheidende Rolle als steuerbare Reserve spielen und die Systemstabilität gewährleisten, während die Kohleverstromung gemäß den gesetzlich festgelegten Dekarbonisierungsfristen schrittweise vollständig eingestellt wird.

Saibasan ergänzt: „Netzengpässe stellen derzeit die größte betriebliche Herausforderung für das niederländische Stromsystem dar. Sowohl Hochspannungstrassen als auch Umspannstationen stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen. Daher haben der Netzausbau, der Einsatz von Batteriespeichern sowie ein aktives Lastmanagement auf Industrieseite (Demand-Side Response) höchste Priorität. Mit der Umsetzung des Energiegesetzes (Energiewet) wurde ein aktualisierter regulatorischer Rahmen geschaffen, der flexiblen Netzzugang, den Einsatz von Energiespeichern und dezentralen Handel ermöglicht.“

Investitionen im niederländischen Energiesektor werden sich voraussichtlich weiterhin auf die Infrastruktur für Offshore-Windkraft und grenzüberschreitende Hochspannungsleitungen konzentrieren, gefolgt von großen Solarparks und Batteriespeichersystemen. Langfristig wird der Ausbau durch das SDE++-Fördersystem, weiterentwickelte Differenzverträge (Contracts for Difference, CfDs) für Offshore-Projekte sowie nationale Ziele zum Aufbau von Elektrolyseurkapazitäten für grünen Wasserstoff im Multi-Gigawatt-Bereich gestützt – letztere sollen dazu dienen, überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien aufzunehmen.

Saibasan fasst zusammen: „Die Niederlande vollziehen den Übergang von einem rein volumengetriebenen Solarausbau hin zu einer stärker integrierten, systemorientierten Phase der Energiewende. Das Erreichen der langfristigen Klimaziele hängt davon ab, dass die Inbetriebnahme von Offshore-Windparks mit dem Ausbau der Übertragungsnetze synchronisiert wird, die Elektrolyseurkapazitäten wachsen und klare Marktsignale für Batteriespeicher gesetzt werden, um das Onshore-Stromnetz zu entlasten.“


Renewables to exceed 80% of Netherlands power capacity mix by 2035, forecasts GlobalData

The Netherlands is recalibrating its power transition as severe transmission constraints and frequent midday negative power prices drive a strategic shift from rooftop solar toward large-scale offshore wind and grid flexibility. As a result, the renewable share of the country’s capacity mix is forecast to increase from 65% to over 80% by 2035, according to GlobalData, a leading intelligence and productivity platform.

GlobalData’s latest report, “Netherlands Power Market Trends and Analysis by Capacity, Generation, Transmission, Distribution, Regulations, Key Players and Forecast to 2035,” reveals that the country’s cumulative installed power capacity is projected to expand at a compound annual growth rate (CAGR) of 4.0% between 2025 and 2035. Over this period, thermal power’s share is expected to contract by nearly half as coal exits the system.

Attaurrahman Ojindaram Saibasan, Power Analyst at GlobalData, comments: “The Netherlands achieved one of Europe’s highest per-capita solar adoption rates under generous net-metering rules. However, the widening gap between daytime solar generation peaks and network capacity has created widespread grid connection queues and depressed daytime wholesale prices. In response, policy and commercial momentum is pivoting decisively toward the North Sea, where offshore wind offers higher capacity factors and closer alignment with industrial demand profiles.”

Offshore wind is forecast to serve as the principal generation growth engine through 2035, supported by the government’s expanded North Sea roadmaps and restructured tender frameworks. While solar PV continues to represent the single largest share of total installed capacity, annual additions are expected to transition toward utility-scale developments co-located with storage. Gas-fired generation will remain a critical dispatchable backstop, maintaining system stability as coal is completely phased out in accordance with statutory decarbonization timelines.

Saibasan adds: “Grid congestion is now the central operational challenge across the Dutch electricity system. High-voltage corridors and distribution substations face severe capacity constraints, making network reinforcement, battery energy storage, and industrial demand-side response urgent priorities. The implementation of the Energy Act (Energiewet) establishes an updated regulatory foundation for flexible network access, energy storage deployment, and decentralized trading.”

Investment across the Dutch power sector is projected to remain concentrated in offshore wind infrastructure and high-voltage transmission interconnectors, followed by utility-scale solar and battery storage assets. Long-term deployment will be underpinned by the SDE++ incentive regime, evolving contract-for-difference (CfDs) frameworks for offshore sites, and national targets to establish multi-gigawatt green hydrogen electrolyzer capacity to absorb surplus renewable generation.

Saibasan concludes: “The Netherlands is moving from a volume-led solar expansion toward a more integrated, system-led phase of its energy transition. Delivering on long-term climate targets will depend on synchronizing offshore wind commissioning with transmission corridor delivery, expanding electrolyzer capacity, and establishing clear market signals for battery storage to relieve pressure on the onshore grid.”

PR: GlobalData

PB: Niederlande werden bis 2035 mehr als 80 % mit erneuerbaren Strom versorgen / ©: GlobalData








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