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Geothermiekongress: In zukunftsfeste Wärme investieren

PB: Zukunftsfeste Konzepte für die Energietransformation / c: IEG
Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels

Die Wärmewende braucht heimische, verlässliche und skalierbare Energiequellen. Geothermie kann dabei eine zentrale Rolle übernehmen.

(WK-intern) – Wie sich ihr Beitrag für Kommunen, Energieversorger und Industrie beschleunigen lässt, zeigt das Fraunhofer IEG auf dem Deutschen Geothermiekongress 2026 vom 20. bis 22. Oktober in Potsdam.

Mit Workshops, Fachvorträgen, Posterbeiträgen und einem Informationsstand präsentiert das Institut anwendungsnahe Forschung entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von der Exploration geothermischer Ressourcen über Wärmespeicher und innovative Bohrtechnologien bis hin zu digitalen Planungswerkzeugen für die kommunale Wärmeversorgung.

»Geothermie muss den Schritt von Einzelprojekten in den Massenmarkt schaffen«, betont Prof. Rolf Bracke, Leiter des Fraunhofer IEG. »Die Technologien sind vorhanden. Entscheidend ist jetzt, Projekte schneller umzusetzen, Bohrkapazitäten auszubauen und Geothermie systematisch in die Wärmeplanung von Kommunen und Unternehmen zu integrieren. Unser Engagement auf dem Deutschen Geothermiekongress ist dafür eine wichtige Plattform zum Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand.«

Geothermie für die Wärmewende skalieren

Unter dem Leitmotiv »Geothermie von der Forschung in die Anwendung bringen« stellt das Fraunhofer IEG Forschungsergebnisse und Praxisbeispiele vor, die den Markthochlauf der Geothermie unterstützen. Schwerpunkte des Kongressauftritts sind die Tiefengeothermie, die oberflächennahe Geothermie, geologische Wärme- und Kältespeicher sowie digitale Werkzeuge für Planung und Betrieb geothermischer Systeme.

Besonderes Augenmerk gilt dem Reallabor Geothermie Rheinland. Die Strukturwandelregion investiert viel, um traditionelle Kompetenzen aus der Kohlezeit in zukunftsfeste Geschäftsmodelle zu transformieren. In einem Workshop präsentieren Expertinnen und Experten Erfahrungen aus der geothermischen Exploration via Bohrung und Geophysik sowie dem Aufbau seismischer Überwachungsnetze. Sie geben auch einen Ausblick auf das Potential von saisonalen Wärmespeichern sowie der Nutzung von Grubenwasser für die regionale Wärmeversorgung in alten Bergbaugebieten. Dabei wird deutlich, wie Forschungsergebnisse konkrete Investitions- und Infrastrukturentscheidungen unterstützen können.

Digitale Werkzeuge für bessere Entscheidungen

Mit dem Workshop »Vom Untergrund zur Entscheidung« zeigt das Fraunhofer IEG, wie digitale Methoden und Künstliche Intelligenz die Nutzung geothermischer Potenziale beschleunigen können. Die Projekte R3-CHAIN und CARBSCALE verbinden geowissenschaftliche Modellierung mit konkreten Anforderungen von Kommunen, Energieversorgern und Planungsbüros.

Ziel ist es, geologische Informationen schneller in belastbare Entscheidungen für Wärmenetze, Speicher und Versorgungssysteme zu überführen. Gleichzeitig untersucht das Institut, welche Anforderungen Anwenderinnen und Anwender an digitale Planungswerkzeuge stellen und wie Vertrauen in KI-gestützte Entscheidungsprozesse geschaffen werden kann.

Industrialisierung der Tiefengeothermie

Ein zentrales Signal setzt das Fraunhofer IEG mit dem Early-Bird-Format »800.000 Meter pro Jahr für die Wärmewende! Wie geht das?«. Dort diskutieren Fachleute, wie sich die Tiefengeothermie von einzelnen Projekten zu einem industriellen Ausbaupfad entwickeln kann.

Im Mittelpunkt stehen Fragen der Skalierung von Bohrkapazitäten, der Standardisierung technischer Prozesse und der Entwicklung neuer Technologien für die Erschließung tiefer geothermischer Ressourcen. Innovative Bohrverfahren und neue Konzepte für Reservoir-Ertüchtigungen gehören ebenfalls zu den Themen des Kongresses.

Wärmespeicher und Grubenwasser erweitern die Möglichkeiten

Neben der klassischen Geothermienutzung präsentiert das Fraunhofer IEG Forschung zu Aquifer-Wärmespeichern, Grubenwärmespeichern und geothermischen Kältespeichern. Vorgestellt werden unter anderem Ergebnisse aus den Projekten JuTES, PUSH-IT und Cross_HEAT.

Die Projekte zeigen, wie saisonale Speicher, ehemalige Bergwerksinfrastrukturen und grenzüberschreitende Wärmenetze dazu beitragen können, Angebot und Nachfrage in zukünftigen Wärmesystemen flexibel auszugleichen. Damit entstehen Lösungen für die Dekarbonisierung von Fernwärmenetzen ebenso wie für industrielle Wärmebedarfe.

Wissenschaftlicher Austausch und Netzwerk für die Branche

Mit zahlreichen Fachvorträgen, Posterbeiträgen und der Beteiligung an der Science Bar bringt sich das Fraunhofer IEG aktiv in den wissenschaftlichen Austausch des Kongresses ein. Die Beiträge reichen von geologischen Strukturmodellen und Explorationsstrategien über Wärmespeicher und Bohrtechnologien bis hin zu gesellschaftlicher Akzeptanz und KI-gestützter Wärmeplanung.

Auch der Ausbau von Netzwerken bleibt ein wichtiges Thema. So laden Forscherinnen des Instituts erneut zur Veranstaltung »Frauen in der Geothermie – Vernetzen und Austauschen« ein, die Fachkräften aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung eine Plattform für den Austausch bietet.

Treffpunkt für die Geothermiebranche

Am Informationsstand im Foyer des Kongresshotels Potsdam informiert das Fraunhofer IEG über aktuelle Forschungsprojekte, Dienstleistungen und Kooperationsmöglichkeiten. Das Institut unterstützt Kommunen, Energieversorger und Industrieunternehmen mit Machbarkeitsstudien, Technologieentwicklung, Innovationsberatung und Weiterbildung bei der Umsetzung der Wärmewende.

»Der Geothermiekongress zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel Innovationskraft in der Branche steckt«, sagt Rolf Bracke. »Unser Ziel mit unserer Teilnahme ist es, die Brücke zwischen Forschung und Anwendung zu schlagen und gemeinsam mit Partnern Lösungen zu entwickeln, die die Wärmewende beschleunigen.«

Der Geothermiekongress 2026 findet vom 20. bis 22. Oktober 2026 im Kongresshotel Potsdam statt. Mit mehr als 300 Beiträgen in 28 Fachforen und 14 Workshops zählt er zu den wichtigsten Veranstaltungen der deutschsprachigen Geothermiebranche. Der Kongress verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit Praxiserfahrungen aus Kommunen, Energieversorgung und Industrie.

Alle Beiträge des Fraunhofer IEG mit Veranstaltungsraum und Zeit finden Sie auf unserer Webseite:
https://www.ieg.fraunhofer.de/de/presse/messe-veranstaltung/der-geothermiekongress-dgk.html

Weiterführende Hinweise rund um den Kongress finden Sie beim Veranstalter:
https://www.der-geothermiekongress.de/kongress/der-geothermiekongress

Das komplette Programm steht mit Suchfunktion hier bereit:
https://www.conftool.net/geothermiekongress2026/index.php?page=browseSessions&form_date=2026-10-19&search=Fraunhofer

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.ieg.fraunhofer.de

PM: Fraunhofer IEG

PB: Zukunftsfeste Konzepte für die Energietransformation / ©: IEG








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