Werbung Forum in Berlin gibt der europäischen Wirtschaft Zuversicht Mitteilungen Veranstaltungen 21. Oktober 202621. Oktober 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Forum in Berlin mit Wirtschaftsnobelpreisträger und Tech-Größe geben der europäischen Wirtschaft Zuversicht (WK-intern) – Neue Dynamik für Europa: Beim Leaders Collaboration Forum der BMW Foundation Herbert Quandt haben mehr als 300 Führungspersönlichkeiten in hochkarätig besetzten Formaten über Wege zur Revitalisierung des Kontinents im KI-Zeitalter diskutiert. Wirtschafts-Nobelpreisträger Philippe Aghion, der frühere EU-Ratspräsident Charles Michel und Wirtschaftsvertreter wie Philipp Justus, Vice President Central Europe bei Google, zählten am 15. und 16. Oktober zu den Teilnehmern auf dem EUREF-Campus in Berlin unter dem Motto: „Upwards with Solutions. Onwards with Society.“ Im Mittelpunkt stand die Frage, wie innovative Lösungen umgesetzt und skaliert werden können, um Europas Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz zu stärken. Große Einigkeit bestand darin, dass Europa sich verändern muss. Charles Michel, der vor seiner Zeit als EU-Ratspräsident Ministerpräsident Belgiens war, wies darauf hin, dass viele Menschen die Vorteile der EU nicht mehr sehen. „Die alte EU ist Geschichte. Die neue muss noch gebaut werden. Lasst uns das gemeinsam machen.“ Lars-Hendrik Röller, Präsident der ESMT Berlin und langjähriger Wirtschaftsberater Angela Merkels (Multikulti ist gescheitert, Wir schaffen DAS, bzw. Yes we can / übernommen von OBAMA), mahnte angesichts des Vertrauensverlusts in deutsche und europäische Institutionen Reformen an und stellte fest: „Wir müssen liefern.“ Doch viele Redner betonten zugleich , dass Europa über enorme Stärken verfügt und allen Grund habe, selbstbewusst in die Zukunft zu blicken. Wirtschaftsnobelpreisträger Philippe Aghion brachte diese Zuversicht auf den Punkt: „Wir haben die Daten, wir haben die Marken, wir haben die Ersparnisse, wir haben die Energie. Wir haben alles, um erfolgreich zu sein.“ Entscheidend sei jedoch, dieses Potenzial besser zu nutzen. Aghion kritisierte Europa als „regulatorischen Riesen, aber in Sachen Budget einen Zwerg“ und warb für höhere staatliche Investitionen in Innovationen, eine Förderagentur nach dem Vorbild der DARPA in den USA sowie eine neue Fehlerkultur, die Scheitern nicht als Schande sieht. Schlüsselthemen Energiesicherheit und Künstliche Intelligenz Am ersten Tag des Leaders Collaboration Forum stand die Energiesicherheit im Mittelpunkt, am zweiten Künstliche Intelligenz. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, warb dafür, die Energiewende nicht nur als Klimaschutzthema zu sehen. „Wir haben die Chance, Energie nicht irgendwo in der Welt zu produzieren, sondern das Geld hier in Deutschland und Europa zu verdienen.“ Kerstin Andreae, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erklärte, dass bei den Kosten der Energiewende die falsche Debatte geführt werde angesichts horrender Kosten für Importe fossiler Energieträger. „Moderne Stromnetze sind Investitionen für 30, 40 Jahre – wir bauen das für die nächsten Generationen.“Die Energiewende sei „eine Geschichte von Souveränität, Resilienz, Modernisierung.“ Erst wenn erneuerbare Energien, Netze, Speicher und weitere Technologien zu einem integrierten Energiesystem verbunden werden, können sie ihre volle Wirkung entfalten. Dafür braucht es moderne Infrastruktur, Investitionen und geeignete regulatorische Rahmenbedingungen. Google-Europachef Philipp Justus warb dafür, den „Kreislauf des Testens“ zu durchbrechen: „Wenn in Europa ein Test funktioniert, kommt der nächste Test und dann noch einer.“ Unternehmen in anderen Teilen der Welt gingen schneller in die Skalierung – doch Europa könne das genauso. Ein zentrales Thema war dabei das Zusammenspiel verschiedener Lösungen. Startups treffen auf Führungskräfte „Starke und internationale Partnerschaften erhöhen Europas Handlungsfähigkeit”, sagt Heike Schneeweis, Co-Vorstand der BMW Foundation Herbert Quandt. Europa müsse bestehende Allianzen stärken, neue Partnerschaften aufbauen und plurilaterale Zusammenarbeit nutzen: „Europa bringt Technologie, industrielle Fähigkeiten und Kapital mit, kann aber auch viel von anderen lernen.” Als Netzwerkstiftung setzt die BMW Foundation daher auf die Kraft der Kollaboration und bringt Führungskräfte sowie Experten aus unterschiedlichen Sektoren zusammen. In Berlin bekamen deshalb auch internationale Startups aus dem RESPOND Accelerator der BMW Foundation die Möglichkeit, den anwesenden Führungskräften zu zeigen, wie sie mit ihren Innovationen moderne Energiesysteme, die Versorgung mit kritischen Rohstoffen, nachhaltige Gebäude, resiliente Städte und die Abscheidung von CO2 voranbringen wollen. Heba Aguib, Co-Vorstand der BMW Foundation: „Innovationen entfalten ihre Kraft erst dann, wenn sie in der Praxis ankommen und in einer Gesellschaft auf Akzeptanz treffen. Genau an dieser Schnittstelle setzt Kollaboration an: Wenn Startups, Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft ihre Perspektiven und Fähigkeiten zusammenbringen, können aus vielversprechenden Lösungen Veränderungen mit langfristiger Wirkung werden.“ PM: MW Foundation Herbert Quandt Berlin Forum PB: Das absolut erfolgreiche Charles Michel, ehemalige Präsident*in des Europäischen Rates, auf dem Berlin Forum der BMW Foundation Herbert Quandt Weitere Beiträge:Intersolar: Photovoltaik-Institut Berlin stellt neue Fehleranalyse für PV-Kraftwerke vor Portables Messgerät zur schnellen Erfassung der Rauheit Portugals erste Solarphotovoltaik-Auktion für 1,4 Gigawatt (GW) hat Angebote für 10 GW erhalten