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Bundesverband Schwertransporte und Kranarbeiten sieht Schwergutbranche unter Druck


Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels

(WK-intern) – Der Bundesverband Schwertransporte und Kranarbeiten (BSK) e.V. erörterte auf seiner zweitägigen Jahreshauptversammlung am 9. und 10. Oktober 2026 den Status Quo der für Deutschlands Wirtschaftsleistung zentralen Branche. Großraum- und Schwertransporte (GST) sowie Kranarbeiten sind elementar für eine funktionierende Logistik in einer Industrienation. Trotz einiger Fortschritte, hier seien das VEMAGS-Update aus dem Sommer 2026 und die grundlegend überarbeitete RGST zu nennen, sehen die Verbandsvertreter und ihre starke Mitgliedschaft enormes Verbesserungspotenzial für ein leistungsfähiges GST-Ökosystem, so der Tenor der Veranstaltung in Köln. Mehr Digitalisierung und vereinheitlichte Regelungen für das ganze Land sowie eine stärkere Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur und Bürokratieabbau könnten die deutlich spürbaren Belastungen für die Firmen im Logistikalltag minimieren. Kritisch sahen die Anwesenden einen drohenden Genehmigungsstau, wenn im Frühjahr 2027 die Antragsplattform VEMAGS durch ein System-Update bereits laufende Verfahren ins Leere laufen lassen würde und alles neu eingereicht werden müsste.

Dierk Hochgesang, BSK-Geschäftsführer, blickt hinsichtlich der Wahrnehmung der Herausforderungen verhalten optimistisch auf das vergangene Jahr, das auch sein erstes in dieser Funktion war: „Meine Vorgänger, meine Mitstreiter und ich sind mit vielen unserer Anliegen in letzter Zeit bei den Entscheidungsträgern stärker durchgedrungen. Das Problembewusstsein, wie maßgeblich eine funktionierende Logistik mit ihrer Königsdisziplin, dem Großraum- und Schwertransport, für den Wohlstand des Landes ist, stieg kontinuierlich, was uns hilft. Aber trotzdem gilt: Wir sehen die Branche weiterhin unter Druck, weil viele Prozesse noch zu kompliziert und zu analog verfasst sind sowie über Ländergrenzen unterschiedlich gehandhabt werden. Dass die neuen Richtlinien für Großraum- und Schwertransporte, kurz RGST 2026, da in Zukunft ein Mehr an Digitalisierung ermöglichen sollen, befürworten wir selbstredend. Dringenden Abstimmungsbedarf gibt es beim Ausrollen der neuen VEMAGS-Version mit RGST-2026-Vorgaben. Wir müssen dringend verhindern, dass es zu einem Stillstand bei den Genehmigungen und einem riesigen Rückstau bei den Anträgen kommt, wenn das bisherige System am 31. März 2027 abgeschaltet und das neue mit bereits existierenden Antragsdaten ab 1. April noch einmal erneut befüllt werden würde. Hier benötigen wir das Engagement aller Beteiligten für eine praktikable Übergangslösung, damit dieser Super-GAU für die Branche und damit auch für die Wirtschaft verhindert wird.“

Der Aufsichtsratsvorsitzende des Bundesverbandes, Andreas Kahl, hakt beim Thema einer deutschlandweiten Vereinheitlichung tiefer ein: „Es gibt aufgrund unterschiedlicher Regelungen in den Bundesländern einen wahren Flickenteppich in unserem Land hinsichtlich der Genehmigungsverfahren für unsere Transporte. So etwas bindet für die Anträge unglaublich viele Kapazitäten, sodass wir uns als Unternehmen der GST-Branche eher oft wie eine Behörde fühlen und weniger als ein Transportdienstleister, der wichtige Industriegüter oder Baustoffe an ihren Einsatzort bringt. Hier appellieren wir weiter an die Politik vom Bundesverkehrsminister und seinem Haus über den Vorsitzenden der Verkehrsministerkonferenz bis hin zu den Länderparlamenten die Einführung einer deutschlandweit viel homogeneren Gesetzgebung mit uns zu forcieren. Nur dann können wir die dadurch brachliegenden Potenziale für Wachstum in unserer Volkswirtschaft noch besser nutzen und eine weitere Deindustrialisierung vermeiden.“

Während der Jahreshauptversammlung wählte die Interessenvertretung, die größte ihrer Art in Europa, auch den Aufsichtsrat neu. Vorsitzender ist weiter Andreas Kahl, als dessen Stellvertreter Stephan Burkhardt agiert (den kompletten Aufsichtsrat finden Sie am Ende dieser Meldung).

Zum Programm des Events in der Kölner Innenstadt zählte neben diversen Grundsatz- und Fachvorträgen, innerhalb derer auch der nordrhein-westfälische Landesminister Oliver Krischer zur Verkehrspolitik zwischen Rhein und Ruhr referierte, auch die Verleihung der BSK Awards (die Siegerliste sehen Sie unten) am zweiten Tag. Ein umfangreiches Kulturprogramm, unter anderem mit einem Spaziergang durch den historischen Part der Rheinmetropole und ein Festabend mit Live-Musik, rundete das „Klassentreffen“ der GST-Branche ab.

Eine Benefizaktion erbrachte Spenden in Höhe von 9.500 Euro für die lokale Kinderkrebshilfe. Für einen kürzlichen Todesfall in der GST-Familie sammelten Teilnehmer der BSK-Jahreshauptversammlung weitere 11.200 Euro zur Unterstützung der Hinterbliebenen.

 

Der neugewählte Aufsichtsrat des Bundesverband Schwertransporte und Kranarbeiten (BSK) e.V.:

  • Andreas Kahl, KAHL SCHWERLAST GmbH
  • Florian Maier, Kran-Maier GmbH + Co.KG (Vorsitzender Ausschuss Montage und Technik)
  • Arno Alt, W. Mayer GmbH & Co. KG (Vorsitzender Ausschuss Schwertransport und Technik)
  • Stephan Burkhardt, SCHOLPP Kran & Transport GmbH (Vorsitzender Ausschuss Kran und Technik)
  • Holger Dechant, HARTMANN INTERNATIONAL GmbH & Co. KG
  • Jörn Demmer, STL Logistik AG
  • Johann Evers, Gustav Seeland GmbH
  • Thomas Gollmer, Thomas Gollmer Transport & Logistik Bautzen (Vorsitzender Ausschuss Begleitung und Technik)

 

Die BSK Awards:

Die BSK Awards verlieh der Verband in Köln auch in diesem Jahr in Gold, Silber und Bronze. Mit dem 1. Platz 2026 wurden im Maritim Hotel am Neumarkt der Domstadt ausgezeichnet:

 

  • Bild des Jahres 2026
  • Wiesbauer GmbH & Co. KG (Foto: Felix Heinerich)
  • Kranarbeit des Jahres unter 120 Tonnen 2026
  • Schwarze ASC GmbH
  • Kranarbeit des Jahres über 120 Tonnen 2026
  • Steil Kranarbeiten GmbH & Co. KG
  • Montage des Jahres 2026
  • Felbermayr Deutschland GmbH
  • Machbarkeitsstudie des Jahres 2026
  • Rhineland Mechatronics Academy GmbH / Heavy Path
  • Schwertransport des Jahres bis 120 Tonnen 2026
  • GRUBER Logistics GmbH
  • Schwertransport des Jahres über 120 Tonnen 2026
  • Spedition Kübler GmbH







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