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Neues WindSeeG: Bundesverband Windenergie Offshore warnt vor Industriekrise

BWO
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WindSeeG im Bundestag: Mit der ersten Lesung im Deutschen Bundestag beginnt die entscheidende Phase für die Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG).

(WK-intern) – Der Bundesverband Windenergie Offshore (BWO) fordert die Abgeordneten auf, die Rahmenbedingungen für neue Investitionen und die Realisierung von Offshore-Windprojekten zu verbessern.

Aktuell droht der Branche eine Auftrags- und Investitionslücke entlang der Lieferkette.

Im Mittelpunkt stehen daher ein CfD-Only-Ausschreibungsmodell, eine Indexierung und eine einmalige Rückgabeoption für gefährdete Projekte aus den Ausschreibungsjahren 2023 bis 2025. Gemeinsam mit dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der IG-Metall Küste und dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) richtet der BWO dazu einen Appell an die Abgeordneten.

Seit Juni 2025 ist keine Offshore-Wind-Ausschreibung erfolgreich abgeschlossen worden.
Gleichzeitig benötigen Hersteller, Häfen, Installationsunternehmen und maritime Dienstleister Jahre im Voraus belastbare Aufträge für Investitionen in Produktionskapazitäten, Infrastruktur und Beschäftigung. Bleiben neue Aufträge aus und bestehende Projekte über Jahre in der Schwebe, droht ein Fadenriss entlang der Lieferkette. Der BWO und weitere Verbände fordern deshalb mit ihrem Appell, das WindSeeG auf ein CfD-only-Modell mit Indexierung umzustellen und einen Rückgabe- und Neuausschreibungsmechanismus für Projekte der Ausschreibungsjahre 2023 bis 2025 zu schaffen.

Windenergie auf See für die Zukunft aufstellen

„Die nächsten Monate sind entscheidend für Investitionen und industrielle Kapazitäten in der Offshore-Wind-Branche. Unternehmen müssen heute entscheiden, ob sie in Fabriken, Schiffe und Personal investieren. Dafür brauchen sie belastbare Aufträge und eine verlässliche Projektpipeline. Wenn diese ausbleibt, drohen in Deutschland und Europa Kapazitäten und gut bezahlte Industriearbeitsplätze verloren zu gehen“, sagt Stefan Thimm, Geschäftsführer des BWO.

„Das parlamentarische Verfahren bietet jetzt die Chance, mehr Realisierungssicherheit zu schaffen. Ein CfD-only-Modell mit Indexierung und eine Lösung für gefährdete Bestandsprojekte können Investitionen mobilisieren und dazu beitragen, Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland und Europa zu erhalten. Offshore-Wind liefert dafür große Mengen klimafreundlichen und wettbewerbsfähigen Strom und stärkt zugleich die Resilienz der europäischen Energieversorgung. Die Branche bietet aktuell rund 49.000 Arbeitsplätze und kann diese Zahl deutlich ausbauen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen“, so Stefan Thimm, Geschäftsführer des BWO.
Gemeinsamer Appell für Investitionen und Beschäftigung

Der BWO fordert gemeinsam mit BDEW, ZDS und IG Metall Küste, das WindSeeG im parlamentarischen Verfahren gezielt nachzubessern. Im Mittelpunkt stehen ein einfaches, einstufiges CfD-only-Ausschreibungsmodell mit Indexierung sowie wirtschaftlich tragfähige Höchstwerte. CfDs verbessern die Finanzierbarkeit von Projekten. Eine wirksame Indexierung reduziert Kostenrisiken zwischen Zuschlag und Inbetriebnahme und damit unnötige Risikoaufschläge in den Geboten. Damit sollen wieder mehr Bieter für deutsche Offshore-Wind-Ausschreibungen gewonnen und Investitionen in Projekte und Lieferketten abgesichert werden.

Zudem sprechen sich die Verbände für einen geordneten Rückgabe- und Neuausschreibungsmechanismus für gefährdete Projekte aus den Jahren 2023 bis 2025 aus. Die Sicherheitsleistungen für CfD-Vergaben sollten auf 100 Millionen Euro je GW begrenzt und eine Begrenzung von Zuschlägen pro Bieter geprüft werden.

„Das neue Ausschreibungsdesign muss sich vor allem an der tatsächlichen Realisierung messen lassen: Entscheidend ist, ob aus Zuschlägen finanzierbare Projekte, Investitionsentscheidungen, belastbare Aufträge für die Lieferkette und schließlich gebaute Offshore-Windparks entstehen“, so Thimm.

Nächste Schritte im parlamentarischen Verfahren

Nach der ersten Lesung am 8. Oktober wird der Gesetzentwurf zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen. Federführend ist der Ausschuss für Wirtschaft und Energie. Im November soll dort eine Sachverständigenanhörung zum WindSeeG stattfinden. Anschließend folgen die Beratungen im Ausschuss sowie die zweite und dritte Lesung im Bundestag. Der BWO fordert die Abgeordneten auf, diese Beratungen zu nutzen, um das WindSeeG so auszugestalten, dass Investitionen wieder möglich werden und der Offshore-Wind-Ausbau verlässlich fortgesetzt werden kann.

Über den BWO

Der Bundesverband Windenergie Offshore e.V. (BWO) ist die politische Interessenvertretung der Offshore-Wind-Branche in Deutschland. Wir bündeln die fachliche Expertise der Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von den Herstellern über die Entwickler und Betreiber bis hin zu den Dienstleistern der Offshore-Windenergie. Für Politik und Behörden auf Bundes- und Landesebene ist der BWO zentraler Ansprechpartner zu allen Fragen der Windenergie auf See.

PM: BWO








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