Werbung Branchendialog Energiesystem: Einführung eines „Made in Europe“-Labels Erneuerbare & Ökologie Veranstaltungen 25. Februar 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Finanzvorstand Kusterer: Einführung eines „Made in Europe“-Labels darf Umbau des Energiesystems nicht noch weiter verteuern (WK-intern) – European Energy Supply Chain Summit startet in Berlin – 250 Entscheider*innen diskutieren auf von EnBW initiiertem Branchendialog über resiliente Lieferketten Karlsruhe/Berlin. Während der Ausbau von Strom- und Gasnetzen, erneuerbarer Energien und Infrastruktur für die E-Mobilität an Fahrt gewinnt, geraten die energiewirtschaftlichen Lieferketten, die für diesen Ausbau essenziell sind, weltweit unter Druck. Vor diesem Hintergrund diskutieren heute und morgen rund 250 Entscheider*innen aus Energiewirtschaft, Industrie, Politik und Finanzwesen beim zweiten European Energy Supply Chain Summit in Berlin, wie sich Lieferketten resilienter gestalten lassen. Die von der EnBW Energie Baden-Württemberg AG initiierte Konferenz hat zum Ziel, den branchenweiten Dialog zu fördern und konkrete Lösungsvorschläge zu entwickeln. Resiliente Lieferketten sichern Bezahlbarkeit des Umbaus des Energiesystems Zum Auftakt unterstreicht Thomas Kusterer, stellvertretender EnBW-Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand, die Bedeutung stabiler Lieferketten: „Lieferketten bilden das Rückgrat für einen bezahlbaren Umbau des Energiesystems. Sie entscheiden darüber, ob Projekte wirtschaftlich umsetzbar sind und ob wir als EU unsere ambitionierten Ausbauziele am Ende auch erreichen.“ Als eines der größten integrierten Energieunternehmen in Deutschland und Europa plant die EnBW von 2024 bis 2030 Investitionen von bis zu 50 Milliarden Euro in Strom- und Gasnetze, erneuerbare Energien, wasserstofffähige Gaskraftwerke und Elektromobilität. Verlässliche Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa notwendig Kusterer sieht durchaus langfristiges Potenzial in einer stärkeren europäischen Zusammenarbeit. Dazu bedarf es aber vorrangig einer gezielten Förderung der Produktion entsprechender Güter innerhalb der EU. Die Regulierung müsse darüber hinaus Stabilität, Verlässlichkeit und Planbarkeit schaffen. Die derzeit im Rahmen des „Industrial Accelerator Act“ diskutierte Einführung eines „Made in Europe“-Labels halte er für ein nachvollziehbares Ziel, das Europa als Wirtschaftsstandort stärken soll. „Das industriepolitische Vorhaben, in für Europa strategisch wichtigen Sektoren Leitmärkte zu schaffen, um die Industrieproduktion zu halten und wichtige Kapazitäten aufzubauen, ist im Grundsatz richtig. Es muss dabei jedoch darum gehen, resiliente, diversifizierte und wettbewerbsfähige Lieferketten zu schaffen – nicht die marktliche Vielfalt zu verringern und den Umbau des Energiesystems weiter zu verteuern“, so Kusterer. Eine „Made in Europe“-Kennzeichnung sollte daher im Energiesektor freiwillig bleiben, solange Europa noch nicht ausreichend Produktionskapazitäten aufgebaut habe. Zudem darf es nicht, wie derzeit diskutiert, zu einer einseitigen Anwendung der Kennzeichnung auf Unternehmen in öffentlicher Hand kommen, während alle privaten Energieunternehmen ausgenommen wären. „Europas Energieversorgung, Klimaziele und Wettbewerbsfähigkeit werden am besten durch ein einfaches, schnelles und kosteneffizientes Vergabeverfahren unterstützt. Die anstehende Reform des EU-Vergaberechts sollte daher Investitionen in erneuerbare Energien und Netze beschleunigen, statt neue Hürden zu schaffen”, sagt Kusterer. Öffentlich beherrschte Unternehmen hätten aktuell aufgrund des EU-Vergaberechts gegenüber privaten Wettbewerbern Nachteile. „Der bezahlbare Umbau der Energieinfrastruktur gelingt aber nur, wenn öffentliche Energieunternehmen gegenüber privaten Wettbewerbern nicht benachteiligt werden”, so der Finanzvorstand. Lösungsorientierter Branchendialog Zusammenarbeit und stärkere Vernetzung innerhalb der Branche und entlang der gesamten Wertschöpfungskette waren Anlass für die EnBW, die Veranstaltung ins Leben zu rufen und erneut die Schirmherrschaft zu übernehmen. Mit dem Berlin Institute Supply Chain Management hat sich das Unternehmen einen erfahrenen Partner an die Seite geholt. Aus dem erfolgreichen Auftakt im Vorjahr sind bereits erste Kooperationen entstanden. Auf dem Summit 2026 wird eine Plattform für einheitliche ESG-Standards vorgestellt. Sie soll Lieferanten für die Energiewirtschaft zentral präqualifizieren und Risiken systematisch gemeinsam bewerten. Zu den Speaker*innen des zweiten European Energy Supply Chain Summits gehören neben dem EnBW-Vorstand unter anderem: Tanja Gönner (Hauptgeschäftsführerin BDI), Lutz-Christian Funke (Generalsekretär KfW), Carina Brehm (Senior Vice President Operations Wind Power Siemens Energy), Pascal Cagni (Ambassador for international Investments & Chairman of the Board Business France) und Lars Leitner (Senior Vice President Turner). Mehr Informationen zur Veranstaltung: https://energysupplychainsummit.eu/ Über die EnBW Energie Baden-Württemberg Mit rund 30.000 Mitarbeiter*innen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kund*innen mit Energie und ist auf allen Wertschöpfungsstufen von der Erzeugung über den Handel bis hin zum Netzbetrieb und den Vertrieb von Strom, Wärme und Gas aktiv. Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteil- und Transportnetze für Strom, Gas und Wasserstoff Eckpfeiler der EnBW-Wachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2030 plant die EnBW bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin soll rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen, der Ausstieg aus der Kohle wird bis Ende 2028 angestrebt, sofern die Rahmenbedingungen es zulassen. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel für die unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen im Jahr 2040. PM: EnBW Energie Baden-Württemberg AG PB: European Energy Supply Chain Summit startet in Berlin – 250 Entscheider*innen diskutieren / c: EnBW Weitere Beiträge:Das immer noch geschäftsführende Kanzler*innen Merkel setzt neue Maßstäbe in der Medienarbeit beim N...Dr. Markus Tacke ist neuer Vorsitzender für den Energieanlagenbau beim VDMAVerkehrswende kann nur mit mindestens 50% EE-Anteil gelingen