Werbung EEG-Studie: Neue Erneuerbaren-Anlagen verursachen deutlich geringere Kosten Erneuerbare & Ökologie Finanzierungen Solarenergie Windenergie Windparks 12. Oktober 202612. Oktober 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Neue Wind- und Solaranlagen haben einen deutlich geringeren Förderbedarf als viele ältere Anlagen. (WK-intern) – Das zeigt eine Kurzstudie der enervis energy advisors GmbH im Auftrag des Landesverbands Erneuerbare Energien (LEE) NRW. Demnach liegen die spezifischen Förderkosten neuer Anlagen deutlich unter den Milliardenbeiträgen, die die öffentliche Diskussion beherrschen. „Wer über die Kosten der Energiewende spricht, muss zwischen früheren Vergütungsniveaus und dem heutigen Förderrahmen unterscheiden. Die Zahlen zeigen: Neue Erneuerbaren-Anlagen benötigen pro erzeugter Kilowattstunde deutlich weniger finanzielle Unterstützung als das bestehende Anlagenportfolio. Das muss in der politischen Debatte endlich angemessen berücksichtigt werden. Eine Argumentation mit den EEG-Gesamtzahlungen ist kein geeigneter Maßstab für die tatsächlichen Kosten des heutigen Zubaus“, sagt Ursula Heinen-Esser, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). Für die untersuchten Neuanlagen beziffert die Studie die erwarteten jährlichen EEG-Kosten auf rund 400 Millionen Euro. Betrachtet wurden Windenergieanlagen an Land sowie Photovoltaikanlagen auf Freiflächen und Dächern, die seit Anfang 2025 einen Zuschlag erhalten haben und zum 18. August 2026 noch nicht in Betrieb waren. Für das untersuchte Bestandsportfolio weist die Studie dagegen Kosten von rund 14,8 Milliarden Euro jährlich aus. Die Unterschiede erklären sich wesentlich durch frühere Vergütungsniveaus. Gesunkene Zuschlagswerte in den Ausschreibungen und Erlöse am Strommarkt verringern den zusätzlichen Finanzierungsbedarf neuer Anlagen. Besonders niedrig fällt er bei der Freiflächen-Photovoltaik aus: Hier liegen die spezifischen Kosten laut Studie bei 0,43 Cent pro Kilowattstunde, bei Windenergie an Land bei 0,61 Cent und bei Photovoltaik-Aufdachanlagen bei 2,24 Cent. „Das EEG hat sich vom Förderregime längst in ein Instrument zur Absicherung von Investitionen gewandelt. Entscheidend für die weitere Planung der Energiewende muss sein, welcher zusätzliche Finanzierungsbedarf für den weiteren Ausbau tatsächlich entsteht. Wer die gesamten EEG-Zahlungen pauschal zum Maßstab macht, blendet aus, wie stark sich die wirtschaftlichen Bedingungen für neue Anlagen verändert haben. Wir brauchen eine differenzierte Kostenbewertung, die bestehende Verpflichtungen, aktuelle Marktwerte und die tatsächlichen Kosten des Zubaus klar getrennt voneinander betrachtet“, so Heinen-Esser. Zur Studie: Die Kurzstudie „Förderkosten neue EE-Anlagen“ wurde von enervis energy advisors GmbH im Auftrag des LEE NRW erstellt. Sie untersucht den erwarteten jährlichen Förderbedarf neuer Windenergieanlagen an Land und von Photovoltaikanlagen auf Freiflächen und Dächern auf Basis des Marktwertniveaus von 2025. PM: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. PB: Ursula Heinen-Esser, BEE-Präsidentin / ©: BEE Weitere Beiträge:Stauff: Testreihen für Sonderschellen in Windkraftanlagen - auf der Husum WindEnergyDeutschlands erstes öffentlich zugängliches Wasserstoffnetz in PlanungVolksbefragung zu Windkraft in Sigmundsherberg