Werbung Smart-Meter-Rollout: 41 Netzgebiete bleiben ohne einen einzigen Einbau E-Mobilität Erneuerbare & Ökologie Kooperationen Mitteilungen Solarenergie Technik Verbraucherberatung 2. Oktober 20262. Oktober 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Die Zahl der Messstellenbetreiber ohne Smart-Meter-Einbauten hat sich fast halbiert, aber trotz gesetzlicher Pflicht bleiben 41 Netzgebiete ohne einen einzigen Smart Meter. (WK-intern) – Das zeigt eine Analyse der Smart-Meter-Initiative (SMI) zu den aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur Strukturelles Problem bleibt vorerst bestehen: Große Messstellenbetreiber mit mehr als 500.000 Messlokationen haben im Schnitt höhere Quoten als die kleinen Einige regionale Netzbetreiber holen jedoch auf und gehören jetzt vermehrt zu den Spitzenreitern beim Pflichteinbau Die SMI fordert weiterhin eine schnellere und günstigere Abdeckung durch Konsolidierung kleinerer Messstellenbetreiber und die Einführung von Smart Meter Light Beim Pflichtrollout erreichen die größten Messstellenbetreiber im Durchschnitt weiterhin eine höhere Quote an installierten Smart Metern als die kleinen bis mittleren. Zudem sinkt die Zahl der Messstellenbetreiber, die noch kein einziges intelligentes Messsystem verbaut haben von 77 Anbietern Ende 2025 auf etwa die Hälfte mit 41. Im dritten Quartal 2025 lag die Zahl noch bei knapp 200. Das zeigt eine Analyse der Smart-Meter-Initiative (SMI) zu den neuen Rollout-Quoten bei den Messstellenbetreibern der Bundesnetzagentur (BNetzA) aus dem ersten Halbjahr 2026. Smart Meter ermöglichen Haushalten zeitoptimierten Stromverbrauch, wodurch sie von der Energiewende profitieren können. Bis Ende 2025 mussten Messstellenbetreiber mindestens 20 Prozent der Haushalte mit mehr als 6.000 kWh Jahresverbrauch oder steuerbarer Verbrauchseinrichtung, sogenannte Pflichteinbaufälle, in ihrem Gebiet mit solchen Geräten ausstatten. Während in wenigen Netzgebieten bereits in allen Pflichteinbaufällen ein Smart Meter installiert wurde, hat der Rollout in anderen Gebieten noch immer nicht begonnen. Regionale Netzbetreiber holen auf Zum Stichtag des 30. Juni 2026 waren über alle grundzuständigen Messstellenbetreiber hinweg 26,1 Prozent der Pflichteinbaufälle mit Smart Metern ausgestattet. Über alle Messlokationen in Deutschland gerechnet, lag die Gesamteinbauquote gerade einmal bei 5,9 Prozent. Das ist nur eine minimale Steigerung von 0,4 Prozentpunkten gegenüber der Erhebung Ende 2025. Zwar nennt die BNetzA einen Fehler bei der Erhebung für die Q4-Zahlen als Grund für die besonders kleine Steigerung. Doch selbst, wenn man diesen herausrechnet, liegt das Plus gerade einmal bei 1,5 Prozentpunkten in sechs Monaten. Die zehn größten Messstellenbetreiber erreichen beim Pflichtrollout Einbauquoten zwischen 24 und 60 Prozent. Spitzenreiter sind weiterhin Berlin und Westnetz mit 60 Prozent und die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mit 58 Prozent. Den niedrigsten Wert unter den zehn größten Messstellenbetreibern verzeichnen Netze BW (24 Prozent) und Bayernwerk Netz (29 Prozent). Unter den großen Anbietern hat sich nur die Hälfte deutlich verbessert. Einen interaktiven Überblick bietet der von der SMI entwickelte Smart-Meter-Atlas. Die Spitzenreiter beim Rollout sind jedoch nicht die Betreiber mit den größten Netzgebieten. Die Spitzengruppe hat sich seit der letzten Erhebung zudem neu gemischt: Während 2025 noch viele kleine Netze und Industrienetze unter die Anbieter mit der höchsten Rolloutquote fielen, sind es inzwischen auch Netzbetreiber aus größeren Städten wie Gera (92 Prozent), Oberhausen (82 Prozent) und Flensburg (79 Prozent). Auffällig ist auch, dass für einen Platz unter den zehn Messstellenbetreibern mit den höchsten Pflichtrollout-Quoten inzwischen mindestens 76 Prozent nötig sind. Ende 2025 waren es noch 58 Prozent. Ein immer größer werdender Teil dieser Quote sind allerdings optionale Einbaufälle, die seit Ende 2025 in der Statistik auch als Teil der Pflichteinbauquote aufgeführt werden. Ohne diese Neuberechnung läge Flensburg beispielsweise bei 21 Prozent statt 79 Prozent. Schnellere und günstigere Abdeckung durch Konsolidierung und Smart Meter Light Die 591 Messstellenbetreiber mit weniger als 30.000 Messlokationen liegen beim Pflichtrollout im Schnitt etwa 10 Prozentpunkte hinter den Messstellenbetreibern mit mehr als 500.000 Messlokationen. Laut Branchenstimmen ist der Messstellenbetrieb in Deutschland erst ab 500.000 Messstellen wirtschaftlich rentabel – das trifft aktuell auf gerade einmal 19 Messstellenbetreiber zu. Die SMI spricht sich deshalb erneut für eine Konsolidierung insbesondere kleinerer Messstellenbetreiber aus. Hier beginnt der Markt, sich zu bewegen, etwa in Form erster Fusionen von Stadtwerken. „Gerade bei den vielen kleineren Messstellenbetreibern zeigt sich, wie schwer sich der heutige Smart-Meter-Rollout skalieren lässt. Dabei brauchen Millionen von Haushalten die volle Komplexität eines intelligenten Messsystems nicht, um von dynamischen Tarifen zu profitieren. Ein Smart Meter Light setzt genau hier an und wäre einfacher, günstiger und schneller ausrollbar. Am Ende zählt nicht, wie viel Technik im Zählerschrank installiert ist, sondern ob die Daten zuverlässig fließen und Haushalte mit den Geräten tatsächlich von günstigen und grünen Stunden profitieren können“, sagt Ralf Walther, Energy Market Lead von Tibber. Über die Smart-Meter-Initiative Die im Januar 2024 gegründete Smart-Meter-Initiative besteht aus den digitalen Ökostromanbietern Octopus Energy, RABOT Energy, Tibber und Ostrom. Gemeinsam wollen die Unternehmen den Smart-Meter-Rollout in Deutschland begleiten und beschleunigen. Als Pioniere dynamischer Tarife setzen sie sich gemeinsam mit Messstellen- und Verteilnetzbetreibern für den vorzeitigen Einbau von intelligenten Stromzählern ein. Die Vision: Verbrauchenden die Möglichkeit bieten, den eigenen Stromverbrauch flexibel an das Stromangebot anzupassen und so von günstigeren Preisen zu profitieren. Über den Smart-Meter-Atlas Der Smart-Meter-Atlas zeigt quartalsweise die Fortschritte des Pflichtrollouts in allen deutschen Netzgebieten und macht regionale Unterschiede deutlich sichtbar. Die Zahlen werden quartalsweise mit der Erhebung der Bundesnetzagentur aktualisiert. Hier geht es zum Smart-Meter-Atlas. Die Smart-Meter-Initiative stellt außerdem Grafiken zur freien Verwendung zur Verfügung (bitte mit Quellenangabe). Zusätzlich kann der Atlas als iFrame in externe Websites eingebunden werden. PM: fph Gesellschaft für Strategie- und Kommunikationsberatung mbH PB: Smart-Meter-Atlas – Bundesweit sind bislang den Daten der BNetzA zufolge 5,9 Prozent der Haushalte mit einem Smart Meter ausgestattet – Ende Dezember 2025 waren es 5,5 Prozent. – Unter den größten Netzbetreibern führt beim Pflichtrollout Berlin (60,4 %) mit Westnetz (60,4 %) gefolgt von der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom (58,0 %). – Raubling Papier GmbH erreichte in Q1 2025 bereits eine 100-prozentige Abdeckung im Pflichtrollout mit optionalen Einbaufällen. Ende Q4 2025 ist die VW Kraftwerk GmBH ebenfalls bei 100 Prozent. / ©: fph Weitere Beiträge:sonnen errichtet größten virtuellen Stromspeicher in EuropaMaßnahmen zur Rettung der SolarindustrieAktueller Braunkohlestromrekord von RWE, E.ON und Vattenfall verhindern die Klimaschutzziele der Reg...