Werbung Japan unternimmt gezielte Anstrengungen, seine Kernreaktoren wieder in Betrieb zu nehmen Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Technik 17. August 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Laut GlobalData stehen Japans Pläne zur Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken vor Hürden bei der Entsorgung und Genehmigung (WK-intern) – Ziel ist es, eine kohlenstoffarme Grundlaststromversorgung zu sichern, die Energieunabhängigkeit angesichts des eskalierenden Konflikts zwischen Israel und dem Iran zu stärken und die steigenden Stromkosten zu dämpfen. Doch neben diesen Vorteilen drohen laut GlobalData – einer führenden Plattform für Marktanalysen und Produktivitätslösungen – erhebliche Herausforderungen in den Bereichen Abfallentsorgung, öffentliche Akzeptanz und langwierige Genehmigungsverfahren den Fortschritt zu bremsen. Der aktuelle Bericht von GlobalData mit dem Titel „Japan Power Market Trends and Analysis by Capacity, Generation, Transmission, Distribution, Regulations, Key Players and Forecast to 2035“ zeigt, dass sich die Stromerzeugung aus Kernkraft im Jahr 2025 kräftig auf 101,0 TWh erholt hat und bis 2035 voraussichtlich auf 123,3 TWh ansteigen wird. Die installierte Leistung bleibt jedoch bis 2029 weitgehend unverändert; erst ab 2030/31 sind moderate Zuwächse zu erwarten. Gleichzeitig bleiben die Zurückhaltung der Öffentlichkeit und rechtliche Unklarheiten im Zusammenhang mit der Wiederinbetriebnahme von Reaktoren sowie ein Rückstau bei Lizenz- und Sicherheitsgenehmigungen wesentliche Hindernisse. Attaurrahman Ojindaram Saibasan, Energieanalyst bei GlobalData, kommentiert: „Das technische Comeback ist Realität: Bestehende Kernkraftwerke aus dem Bestand der Zeit vor 2011 werden erneut zertifiziert, und Sicherheitsnachrüstungen sind im Gange. Dennoch bleiben das Misstrauen der Bevölkerung, langsame Prüfverfahren zur Strahlensicherheit und ungeklärte Entscheidungen zur Endlagerung erhebliche Barrieren für einen eigentlich zügigen Fortschritt.“ Japans Reaktion auf den Konflikt zwischen Israel und dem Iran hat die Dringlichkeit der Strategie zur Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken erhöht. Störungen der Transportwege für Öl und Erdgas, insbesondere durch die Straße von Hormus, haben Schwachstellen in den globalen Brennstoff-Lieferketten offengelegt. Da diese Instabilität die Brennstoffimporte gefährdet, bietet die Kernkraft eine stabilere und im Inland gesicherte Quelle für Grundlaststrom. Steigende Preise für fossile Brennstoffe, verschärft durch die Unsicherheit auf den Energiemärkten des Nahen Ostens, haben die Stromkosten für Haushalte und Industrie in die Höhe getrieben. Dies macht die vergleichsweise kalkulierbaren Kosten der Kernkraft attraktiver. Dennoch dauern die Debatten über Zwischenlager und die Standortsuche für Endlager für hochradioaktive Abfälle an, wobei gesellschaftlicher Widerstand und langwierige Genehmigungsverfahren drohen, die Zeitpläne in die Länge zu ziehen. Genehmigungsverfahren – die von der Erdbebensicherheit und Nachrüstungen zur Beherrschung schwerer Störfälle bis hin zur Vermeidung von Wasserstoffexplosionen und der Inspektion alternder Anlagen reichen – erstrecken sich oft über mehrere Jahre und involvieren verschiedene, sich überschneidende Aufsichtsbehörden. Die öffentliche Akzeptanz bleibt fragil; Bedenken hinsichtlich der Strahlenbelastung, der Transparenz bei Sicherheitsnachrüstungen und der Standortwahl für die Endlagerung radioaktiver Abfälle spielen beim lokalen Widerstand eine wesentliche Rolle. Saibasan fährt fort: „Was jetzt benötigt wird, sind national abgestimmte Fahrpläne für die Entsorgung hochradioaktiver Abfälle, transparente Programme zur sicherheitstechnischen Nachrüstung von Reaktoren, stufenweise Genehmigungsverfahren unter Einbeziehung der betroffenen Gemeinden sowie eine verstärkte Förderung fortschrittlicher Reaktorkonzepte wie SMRs zur Risikostreuung.“ Saibasan schließt: „Bei erfolgreicher Umsetzung dieser Maßnahmen könnte Japan sein Ziel erreichen, den Anteil der Kernkraft an der Stromerzeugung bis 2030 auf rund 20 bis 22 % zu heben. Dies würde den Energiemix stabilisieren, die Emissionen senken und die Abhängigkeit von Brennstoffimporten verringern. Andernfalls wird die Kernkraft ihr Ziel voraussichtlich verfehlen, und die thermische Stromerzeugung müsste die Last tragen – verbunden mit höheren finanziellen, ökologischen und betrieblichen Kosten, insbesondere angesichts volatiler globaler Energiemärkte und gestörter Lieferketten.“ Über GlobalData GlobalData Plc (LSE:DATA) betreibt eine Informationsplattform, die Entscheidungsträger befähigt, in einer komplexen und sich wandelnden Welt entschlossen zu handeln. Durch die Zusammenführung proprietärer Daten, menschlicher Expertise und speziell entwickelter KI auf einer einzigen, vernetzten Plattform unterstützen wir Unternehmen dabei, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, schneller zu agieren und souverän zu führen. Unsere Lösungen werden von mehr als 5.000 Organisationen in den weltweit wichtigsten Industriezweigen genutzt und liefern maßgeschneiderte Erkenntnisse, die strategische Planung, Innovation, Risikomanagement und nachhaltiges Wachstum fördern. Japan’s nuclear restarts to face hurdles from waste management and licensing, says GlobalData Japan is making concerted efforts to bring its nuclear reactors back online, driven by a push to secure low-carbon baseload electricity, strengthen energy independence amid the escalating Israel–Iran conflict, and temper rising electricity costs. But alongside these gains, significant challenges around waste management, public acceptance, and protracted approval processes threaten to slow progress, according to GlobalData, a leading intelligence and productivity platform. GlobalData’s latest report, “Japan Power Market Trends and Analysis by Capacity, Generation, Transmission, Distribution, Regulations, Key Players and Forecast to 2035,” reveals that nuclear generation recovered sharply to 101.0TWh in 2025 and is projected to rise to 123.3TWh by 2035. Capacity, however, remains mostly flat through 2029, with modest gains beginning in 2030-31. Meanwhile, public hesitancy and legal ambiguity around reactor restarts, along with a backlog in licensing and safety approvals, remain key obstacles. Attaurrahman Ojindaram Saibasan, Power Analyst at GlobalData, comments: “The technical comeback is real—existing nuclear power plants from the pre-2011 fleet are being requalified, and safety upgrades are underway. Nonetheless, community mistrust, slow radiation safety reviews, and unresolved decisions on waste storage remain significant barriers to what should otherwise be swift progress.” Japan’s response to the Israel–Iran conflict has sharpened the urgency behind its nuclear restart strategy. Disruption to oil and natural gas shipping lanes, notably through the Strait of Hormuz, has exposed vulnerabilities in global fuel supply chains. With such instability threatening fuel imports, nuclear power provides a more stable, domestically secure source of baseload electricity. Rising fossil fuel prices, worsened by uncertainty in Middle Eastern energy markets, have pushed electricity costs upward for households and industries, making nuclear power’s comparatively predictable costs more attractive. However, debates over interim storage and locating permanent high-level nuclear waste sites continue, with social resistance and lengthy approval cycles threatening to stretch timelines. Licensing processes covering everything from seismic resilience and upgrades for severe accident mitigation to hydrogen explosion prevention and inspections of aging equipment often extend over several years and involve multiple overlapping regulatory bodies. Public acceptance remains fragile with concerns over radiation, transparency in safety upgrades, and the siting of waste all factoring heavily into local resistance. Saibasan continues: “What is needed now are nationally endorsed roadmaps for high-level waste management; transparent programs for reactor safety upgrades; permitting processes that proceed in steps and include community dialogue; and strengthened support for advanced reactor designs such as SMRs to distribute risk.” Saibasan concludes: “If these measures are executed well, Japan could reach its goal of around 20–22% nuclear generation share by 2030, stabilizing the energy mix, lowering emissions, and reducing its reliance on imported fuels. If not, nuclear will struggle to hit its mark, and thermal power will have to shoulder the burden at greater financial, environmental, and operational cost, especially amid volatile global energy markets and disrupted supply routes.” About GlobalData GlobalData Plc (LSE:DATA) operates an intelligence platform that empowers leaders to act decisively in a world of complexity and change. By uniting proprietary data, human expertise, and purpose-built AI into a single, connected platform, we help organizations see what’s coming, move faster, and lead with confidence. Our solutions are used by over 5,000 organizations across the world’s largest industries, delivering tailored intelligence that supports strategic planning, innovation, risk management, and sustainable growth. PR: GlobalData PB: Japan unternimmt gezielte Anstrengungen, seine Kernreaktoren wieder in Betrieb zu nehmen / ©: GlobalData Weitere Beiträge:E.DIS stellt Stromversorgung nach Störung in Mahlow zügig wieder herTeilnahmebedingungen und –fristen für Branchenpreis German Renewables 2013 veröffentlichtBET: E-world-Seminar Energiewende konkret - Das Marktdesign muss weiterentwickelt werden