Werbung Nationaler Wasserstoffrat überarbeitet H2-Bedarfsprognose Erneuerbare & Ökologie Forschungs-Mitteilungen Technik Wasserstofftechnik 25. Juni 2026 Hinweis: Die Bildrechte zu den Beitragsfotos finden Sie am Ende des Artikels Zum Abschluss seiner ersten Amtszeit hat der Nationale Wasserstoffrat (NWR) seine erstmals im Jahr 2023 aufgestellte und im Jahr 2024 überarbeitete Prognose der zukünftigen Wasserstoffbedarfe in Deutschland nochmals aktualisiert. (WK-intern) – Anlass dafür waren die weitere Zuspitzung der geopolitischen Lage, die wachsende Unsicherheit durch die Politik der USA sowie neue Schwerpunktsetzungen auf europäischer und bundesdeutscher Ebene. Dennoch geht der NWR langfristig von einer unverändert hohen Nachfrage nach erneuerbarem und kohlenstoffarmem Wasserstoff aus, um sämtliche Wirtschaftssektoren CO2-neutral weiterzuentwickeln. Je nach Szenario rechnet der NWR in den späten 2040er-Jahren mit einem Gesamtbedarf von 275 bis 555 TWh Wasserstoff und Wasserstoffderivaten, das entspricht rund 8,25 Mio. bis 16,65 Mio. t. Der überwiegende Teil wird dabei von der Stahl- und Chemieindustrie benötigt, jeweils 20 bis 25 % werden für die Verwendung in der Strom und Fernwärmeerzeugung sowie in der Mobilität, vor allem für den Schwerlast-, Schiffs- und Luftverkehr benötigt. Durch die aufgezeigten Verzögerungen wird im Vergleich zu den ersten Prognosen mit einem späteren Start des Hochlaufs in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre gerechnet. Der NWR betont, dass seine Prognose plausible Abschätzungen auf Basis realer Entwicklungen der kommenden Jahre mit dem späteren Ziel vollständiger Klimaneutralität und energetischen Resilienz der heimischen Industrie verknüpft. „Allerdings gilt für alle Sektoren, dass ein klares politisches Bekenntnis und die rechtlich-regulatorischen Bedingungen noch geschaffen oder zumindest verbessert werden müssen, bevor die genannten Bedarfe tatsächlich realisiert werden können“, mahnt Kirsten Westphal und verweist dabei auf die notwendige Fortsetzung der Arbeit des neuen Nationalen Wasserstoffrates. Das Informations- und Grundlagenpapier „Wasserstoffbedarfe: Eine Einordnung in den realpolitischen Rahmen ” vom 18. Juni 2026 steht als Dateianhang und im Internet unter Informations- und Grundlagenpapiere bereit. Der Nationale Wasserstoffrat Mit der Verabschiedung der Nationalen Wasserstoffstrategie hat die Bundesregierung am 10. Juni 2020 den Nationalen Wasserstoffrat berufen. Der Rat besteht aus 22 hochrangigen Expertinnen und Experten der Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die nicht Teil der öffentlichen Verwaltung sind. Die Mitglieder des Wasserstoffrats verfügen über Expertise in den Bereichen Erzeugung, Forschung und Innovation, Dekarbonisierung von Industrie, Verkehr und Gebäude/Wärme, Infrastruktur, internationale Partnerschaften sowie Klima und Nachhaltigkeit. Der Nationale Wasserstoffrat wird geleitet durch Dr. Felix Chr. Matthes. Aufgabe des Nationalen Wasserstoffrats ist es, den Staatssekretärsausschuss für Wasserstoff durch Vorschläge und Handlungsempfehlungen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Wasserstoffstrategie zu beraten und zu unterstützen. PM: Nationale Wasserstoffrat Weitere Beiträge:Bonfiglioli erhält die Auszeichnung „Top Employer Italien 2026“G20-Umweltminister bekennen sich zu sauberer Luft und Kampf gegen UmweltkriminalitätDie Erneuerbare-Energien-Branche warnt vor dem Abwürgen der Energiewende